DE891545C - Verfahren zur Zerlegung von Carbonsaeuregemischen - Google Patents

Verfahren zur Zerlegung von Carbonsaeuregemischen

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DE891545C
DE891545C DEB6734D DEB0006734D DE891545C DE 891545 C DE891545 C DE 891545C DE B6734 D DEB6734 D DE B6734D DE B0006734 D DEB0006734 D DE B0006734D DE 891545 C DE891545 C DE 891545C
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DE
Germany
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acid
acids
column
decomposition
mixtures
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Expired
Application number
DEB6734D
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English (en)
Inventor
Ernst Dr Braun
Helmut Dipl-Chem Dr Dierichs
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/42Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives
    • C07C51/487Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives by treatment giving rise to chemical modification
    • C07C51/493Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives by treatment giving rise to chemical modification whereby carboxylic acid esters are formed

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Zerlegung von Carbonsäuregemischen Bei einer Reihe technischer Verfahren werden Gemische von Carbonsäuren gebildet. So entstehen z. B. bei der Adipinsäureherstellung durch Oxydation hydroaromatischer Verbindungen, wie Cyclohexanol oder seiner Ester, Cyclohexanon oder Cyclohexylamin, mit Salpetersäure Gemische von Adipinsäure, Oxalsäure und Bernsteinsäure usw. Auch bei der Oxydation von Kohlenwasserstoffen werden neben Alkoholen, Aldehyden und Ketonen Carbonsäuren gebildet. Die Trennung der Carbonsäuren voneinander wird je nach ihrer Art in verschiedener Weise vorgenommen. Die Monocarbonsäuren trennt man meistens durch Destillation. Bei Dicarbonsäuren kann man in vielen Fällen eine Trennung auf Grund ihrer verschiedenen Löslichkeiten, z. B, in Wasser oder Salpetersäure, vornehmen. Da aber die Löslichkeitsunterschiede der Säuren oft nur sehr gering sind, gelingt es häufig trotz wiederholten Umkristallisierens nur schwer, die einzelnen Carbonsäuren in reiner Form zu erhalten.
  • Es wurde nun gefunden, daß man Gemische von Carbonsäuren in einfacher Weise zerlegen und die einzelnen Carbonsäuren in sehr reiner Form erhalten kann, wenn man die Gemische in einer Kolonne, zweckmäßig in Gegenwart fester Säuren als Katalysatoren, kontinuierlich verestert, vorzugsweise nach dem man sie bis zur Einstellung des Gleichgewichts zunächst in einem anderen Gefäß, das zweckmäßig mit festen Säuren gefüllt ist, vorverestert hat. Die Ester werden dann in einer Kolonne durch rektifizierende Destillation fraktioniert getrennt, worauf man die einzelnen Fraktionen vorteilhaft in kontinuierlicher Arbeitsweise mit Wasserdampf und zweckmäßig in Gegenwart fester Säuren verseift. An Stelle der festen Säuren können sowohl für die Veresterung wie für die Verseifung auch andere Säuren, z. B. Schwefelsäure, verwendet werden. Als feste Säuren bezeichnet man bekanntlich harzartige Kondensationsprodukte, die saure Gruppen enthalten, z. B. die durch Kondensation von Phenolen mit Formaldehyd und Alkalisulfit erhältlichen Produkte.
  • Das Verfahren ist auf beliebige Gemische von Carbonsäuren anwendbar. Es hat vor allem technische Bedeutung für die Trennung solcher Carbonsäuren, die durch einfache Destillation nicht oder nur schwer voneinander zu trennen sind. Es eignet sich deshalb sehr zur Trennung mehrbasischer Säuren der verschiedensten Art, z. B. Oxalsäure, Adipinsäure, Ketopimelinsäure, Sebacinsäure usw., insbesondere von Säuren, wie sie bei der Herstellung von Adipinsäure oder Methyladipinsäure durch Oxydation hydroaromatischer Verbindungen oder bei der Oxydation aliphatischer Alkohole erhalten werden. Aber auch Monocarbonsäuren kann man in der angegebenen Weise trennen, wenn eine einfache Destillation nicht zum Ziel führt, so z. B., wenn neben den Carbonsäuren noch andere Verbindungen, z. B. Kohlenwasserstoffe, vorhanden sind, die bei der gleichen Temperatur oder in deren Nähe sieden. Hier-ist ebenso wie bei der Zerlegung von Gemischen mehrbasischer Säuren die erfindungsgemäße Trennung über die Ester und deren anschließende Verseifung vorteilhaft, da die Destillation der Ester sehr leicht durchzuführen ist und hierbei gleichzeitig eine Reinigung der Carbonsäuren erfolgt.
  • Für die Veresterung, die bei dem geschilderten Verfahren quantitativ verläuft, benutzt man am besten Methylalkohol; man kann aber auch andere Alkohole, wie Äthylalkohol, Propylalkohol usw., verwenden.
  • Das Verfahren ist besonders dadurch vorteilhaft, daß die Veresterung quantitativ verläuft und auch die Kontinuierliche Verseifung mit Wasserdampf in Gegenwart von festen Säuren quantitativ erfolgt, so daß nicht wie bei anderen Veresterungs- und Verseifungsverfahren Verluste an dem Ausgangsstoff durch unvollständigen Umsatz oder durch Zersetzung eintreten.. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß man, wenn man auch bei der Destillation des Esters in an sich bekannter Weise kontinuierlich arbeitet, das gesamte Verfahren der Carbonsäuretrennung ohne Unterbrechung durchführen kann. Die Säuren werden unmittelbar in reinem Zustand gewonnen und können ohne weitere Umkristallisation für jeden gewünschten Zweck verwendet werden.
  • Es wurde zwar schon ein Verfahren zur Herstellung konzentrierter Essigsäure vorgeschlagen; bei dem verdünnte Essigsäure, insbesondere Rohholzessig, mit Alkoholen nach üblichen Methoden verestert und der erhaltene Essigsäureester mit beschränkten Wassermengen und unter Zusatz stärkerer Säure, wie Schwefelsäure, verseift wurde. Bei diesem Verfahren konnten auch die bei der Veresterung gebildeten Ester der Homologen der Essigsäure durch Verseifung in die betreffenden -Säuren übergeführt werden, wobei indessen über eine weitere Zerlegung der Gemische der genannten Ester nichts ausgesagt ist. Außerdem fanden die oben angeführten besonderen Maßnahmen der Veresterung und der Verseifung der gebildeten Ester keine Anwendung.
  • In nachstehendem Beispiel stehen Gewichtsteile und Raumteile im gleichen Verhältnis wie Kilogramm zu Kubikmeter. Beispiel iooo Gewichtsteile eines Dicarbonsäuregemisches, das durch Oxydation von Cyclohexanon mit Salpetersäure nach Abscheiden des größten Teils der Adipinsäure erhalten wurde und Oxalsäure und Bernsteinsäure neben Resten von Adipinsäure enthält, werden in 8oo Gewichtsteilen Methanol bei 5o bis 6o° gelöst. iooo Raumteile dieser Lösung werden stündlich durch ein mit Dampf auf i2o° beheiztes, 2 m langes Rohr geleitet, das mit Stücken eines vorher mit io°/oiger Salzsäure behandelten und dann mit Methanol säurefrei gewaschenen Kondensationsproduktes aus Phenol, Formaldehyd und Natriumsulfit gefüllt ist. Das am Ende des Rohres austretende Gemisch von Säure, Methanol und Ester (sogenannter Vorester) wird laufend in den Kopf einer io m hohen, mit Dampf beheizten Kolonne, die mit dem gleichen Kondensationsprodukt gefüllt ist, eingespritzt. In die Mitte der Kolonne werden stündlich i6oo Gewichtsteile Methanol in dampfförmigem Zustand eingeblasen. Am Kopf der Kolonne destilliert das bei der Veresterung entstehende Wasser zusammen mit überschüssigem Methanol ab, während am Fuß der Kolonne das Gemisch der Methylester der drei Dicarbonsäuren abgezogen wird. Die Veresterung verläuft quantitativ.
  • Durch rektifizierende fraktionierte Destillation des so erhaltenen Estergemisches werden 149 Gewichtsteile Oxalsäuredimethylester, 296 Gewichtsteile Bernsteinsäuredimethylester und 644 Gewichtsteile Adipinsäuredimethylester erhalten.
  • Der letzte wird in 2ooo Gewichtsteilen Wasser emulgiert. 9oo Raumteile dieser Emulsion werden gtündlich in den Kopf einer Kolonne eingespritzt, die die gleiche Füllung enthält wie die zur Veresterung benutzte. In die Mitte.der Kolonne wird so viel Wasserdampf eingeblasen, daß mit dem am Kopf der Kolonne .überdestillierenden Wasser-Methanol-Gemisch kein Ester mitgerissen wird. Am Fuße der Kolonne wird die wäßrige Lösung der Adipinsäure abgezogen, aus der beim Erkalten die Adipinsäure in reiner Form auskristallisiert.
  • Der Bernsteinsäuredimethylester wird in 65o Gewichtsteilen Wasser emulgiert und in gleicher Weise wie die Adipinsäure verseift. Die heißgesättigte wäßrige Lösung der Bernsteinsäure kann wie bei der Verseifung des Adipinsäuredimethylesters am unteren Ende der Kolonne abgezogen werden.
  • In entsprechender Weise wird der Oxalsäuredimethylester verseift; am unteren Ende der Kolonne wird die heißgesättigte wäßrige Lösung der Oxalsäure abgezogen, aus der beim Erkalten die Oxalsäure mit 2 Mol Kristallwasser auskristallisiert.
  • Die bei den Verseifungen gebildeten Mutterlaugen können zur Herstellung der Ester-Wasser-Emulsionen laufend in den Verseifungsprozeß zurückgeführt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Zerlegung von Carbonsäuregemischen, dadurch gekennzeichnet, daß man solche Gemische in einer Kolonne, zweckmäßig in Gegenwart fester Säuren als Katalysatoren, kontinuierlich verestert, die Ester durch rektifizierende fraktionierte Destillation voneinander trennt und sie dann vorteilhaft in Gegenwart von festen Säuren kontinuierlich mit Wasserdampf verseift.
DEB6734D 1943-08-13 1943-08-13 Verfahren zur Zerlegung von Carbonsaeuregemischen Expired DE891545C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP2165998A1 (de) * 2008-09-15 2010-03-24 Rohm and Haas Company Verfahren zur selektiven Veresterung freier Fettsäuren in Triglyceriden

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP2165998A1 (de) * 2008-09-15 2010-03-24 Rohm and Haas Company Verfahren zur selektiven Veresterung freier Fettsäuren in Triglyceriden

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