DE885705C - Verfahren zur Herstellung von Thiosemicarbazonen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Thiosemicarbazonen

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DE885705C
DE885705C DEF2217D DEF0002217D DE885705C DE 885705 C DE885705 C DE 885705C DE F2217 D DEF2217 D DE F2217D DE F0002217 D DEF0002217 D DE F0002217D DE 885705 C DE885705 C DE 885705C
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DE
Germany
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compounds
thiosemicarbazones
sulfur
aromatic
derivatives
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Expired
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DEF2217D
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English (en)
Inventor
Robert Dr Behnisch
Fritz Dr-Ing Mietzsch
Hans Dr Dr H C Schmidt
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Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Thiosemicarbazonen In den Patentschriften 845 344, 845 345, 852 o86, 847 893, 845 343, 870 553 und 87o 693 werden Thiosemicarbazone von aromatischen Oxyverbindungen beschrieben, die gegen Tuberkuloseinfektionen der Warmblüter ausgezeichnet wirken. Diese Thiosemicarbazone sind dadurch gekennzeichnet, daß sie bestimmte zusätzliche Atomgruppen, wie Nitro-, Amino-, Azogruppen oder Carbonsäure- und Sulfonsäuregruppen. oder deren Ester-, Thioester- und Amidabkömmlinge, tragen. Gegebenenfalls können sie außerdem noch andere Substituenten, u. a. auch Alkylgruppen, enthalten.
  • Bei der weiteren Bearbeitung dieses Gebietes wurde-gefunden, daß auch solcheThios-emicarbazone von aromatischen Oxoverbindnngen gegen Tuberkuloseinfektionen der Warmblüter ausgezeichnet wirksam sind, die am aromatischen Ring außer der Carbonylgruppe nur noch Alkylgruppen enthalten.
  • Die Thiosemicarbazone leiten sich zweckmäßig vom urisubstituierten Thiosemicarbazid her; es können aber auch .seine am Stickstoff oder Schwefel substituierten Abkömmlinge Verwendung finden. Als aromatische Verbindungen kommen. vorzugsweise Benzolverbindungen in. Frage. Die Oxogruppe kann in Form einer Abdehydgruppe oder einer Ketogruppe vorliegen. Die Alkylgruppe kann ein-oder mehrmals am aromatischen Ring vorhanden sein. Besonders vorteilhaft ist eine Alkylgruppe in p-Stellung zur Carbonylgruppe.
  • Die Alkylgruppen können beispielsweise Methyl, Äthyl odern-Butyl sein. Sie können aber auch durch weitere Alkyl.gruppen substituiert sein, d. h. verzweigte Ketten, wie Isopropyl, Tertiärbutyl oder Tertiäramyl, darstellen oder durch Halogenatome besetzt sein, wie dies bei Trifluormethyl der Fall ist.' Die Herstellung der gekennzeichneten Verbindungen kann man, nach verschiedenen üblichen Arbeitsweisen durchführen. Beispielsweise kann man. aromatische Oxoalkylverbindungen mit Thior semicarbazid oder seinen, am Stickstoff oder Schwefel substituierten Abkömmlingen in ihre Thiosemicarbazone umwandeln. Die Einführung des Thiosemicarbazonrestes kann auch stufenweise geschehen, indem man zunächst aromatische Oxoalkylverb-indungen mit Hydrazin oder seinen Abkömmlingen zu Hydrazinoverbindungen umsetzt und auf diese dann Rhodanverbindungen einwirken läßt oder indem man zunächst aus Oxoalkylverbindungen und Semicarbazid oder seinen Abkömmlingen Semicarbazone herstellt und diese dann mit Schwefelverbindungen reagieren läßt.
  • An Stelle der aromatischen Oxoverbintdungen kann man in den vorerwähnten Verfahren die funktionellen Derivate der Oxoverbindungen verwenden.. Als funktionelle Derivate sind dabei alle diejenigen Abkömmlinge der Oxoverbindungen zu betrachten, die im Rahmen der vorerwähnten Verfahren an Stelle der Oxoverbindun.gen zu treten vermögen. Beispiele solcher funktioneller Derivate sind die entsprechenden Thioaldehyde, Thioketone, Acetale, Diacetate, Merkaptale, Halbacetale und Bisulfitverbindungen.
  • Die gekennzeichneten Stoffe können außer zur Bekämpfung von Tuberkuloseinfektionen auch zu anderen Zwecken, z. B. zur Schädlingsbekämpfung, Verwendung finden. Beispiel i Eine Lösung von 249 4-Methylbenzald-ehyd in ioo ccm Alkohol und 1o ccm Eisessig wird unter Rühren mit einer heißen Lösung von i8gThiosemicarbazid in 15o ccm Wasser versetzt. Nach kurzer Zeit fällt das Kondensationsprodukt aus. Man erhitzt noch 2o Minuten zum Sieden, saugt den Niederschlag ab. und wäscht ihn mit kaltem Alkohol und mit Äther. Das Thiosemicarbazon des 4-Methylbenzaldehyds bildet farblose Kristalle, die bei 1750 schmelzen. In entsprechender Weise erhält man -bei Verwendung von 3, 4-Dimethyl'benzal@dehyd ein Thiosemicarbazon vom Schmelzpunkt 2o5° und von 2, 4-Dimethylbenzaldehyd ein Thiosemicarbazon vom Schmelzpunkt 2140.
  • Beispiel e 15 g 4-Tertiärbutylbenzal.dehyd werden in 75 ccm Äthylalkohol gelöst und zu einer Lösung von. 8,5 g Thiosemicarbazid in 150 ccm heißem 6oo/oigem Äthylalkohol gegeben. Man fügt etwas Essigsäure zu und läßt 1/2 Stunde am Rückfluß kochen. Aus der klaren Lösung kristallisiert beim Abkühlen. das Thiosemicarbazon des 4-Tertiärbutylbenzaldehyds in perlmutterglänzenden Kristallen, die bei 154 bis 155° schmelzen. Die Ausbeute beträgt 15 g.
  • Beispiel 3 259 4-Isopropylbenzaldehydbisulfitnatrium werden in 30o ccm Wasser, 5o ccm Alkohol und 5o ccm Eisessig unter Rühren auf 8o° erhitzt und mit 15g Thiosemicarbazid versetzt. Nach einstündigem Erhitzen saugt man den Niederschlag ab, wäscht ihn mit Wasser aus und kristallisiert ihn, aus 5o°/oi@gem Alkohol um. Das Thiosemicarbazon :des 4-Isopropyllbenzald@ehyds wird in farblosen Blättchen vom Schmelzpunkt 147° .erhalten.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Thiosemicarbazonen, dadurch gekennzeichnet, daß man aromatische Oxoverbindungen, die eine oder mehrere kerngebundene geradkettige oder verzweigte Alkylgruppen enthalten, a) mit Thiosemicarbazid oder dessen am Schwefel oder Stickstoff substituierten Abkömmlingen umsetzt oder sie b) stufenweise mit Hydrazinen und Rhodaniden umsetzt oder sie c) mit Semicarbaziden in Semicarbazone umwandelt und diese mit Schwefelverbindungen zu Thiosemicarbazonen umsetzt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle der freien Oxoverbindungen deren funktionelle Derivate,, wie Thioaldehyde-, Thioketone, Acetale, Diaoetate, Halbacetale, Merkaptale oder Bisulfitverbindungen, verwendet wenden.
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