DE88263C - - Google Patents

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    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41JTYPEWRITERS; SELECTIVE PRINTING MECHANISMS, i.e. MECHANISMS PRINTING OTHERWISE THAN FROM A FORME; CORRECTION OF TYPOGRAPHICAL ERRORS
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    • B41J19/18Character-spacing or back-spacing mechanisms; Carriage return or release devices therefor
    • B41J19/66Carriage-release mechanisms

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Description

KAISERLICHES A
PATENTAMT.
J Qx
KLASSE 15: Druckerei. °V , ^ ////7
J I
Die Erfindung bezieht sich auf solche Typen-Schreibmaschinen, bei welchen die zur Buchstabenschaltung dienenden Klinken nicht unmittelbar in die mit dem Papierwagen verbundene Zahnstange eingreifen, sondern in ein Hemmrad, welches auf einer von der Zahnstange aus mittelst Zahnrades' angetriebenen Welle sitzt. Die Aufhebung der Verbindung zwischen Klinken und Zahnstange, während der Wagen in seine Anfangsstellung rechts zurückgeführt wird, geschieht daher bei dieser Maschinengattung durch Ausheben der Zahnstange nicht unmittelbar aus den Klinken, sondern aus ihrem Zahnrade. Damit ist aber der Uebelstand verbunden, dafs häufig durch Verfehlen des richtigen Wiedereingriffs zwischen Zahnstange und Zahnrad eine Verschiebung des Zeilenanfanges eintritt. Nach der vorliegenden Erfindung wird nun diesem Mangel dadurch abgeholfen, dafs nicht die Zahnstange aus dem Zahnrade, sondern das Hemmrad aus den Klinken ausgehoben wird, indem das Lager der Welle des Hemmrades und Zahnrades derart drehbar angeordnet ist, dafs eine Querverschiebung der Zahnstange in der Richtung nach dem Zahnrade hin eine zweckentsprechende Drehung dieses Lagers hervorbringt.'
Auf den Zeichnungen giebt Fig. 1 einen Grundrifs der Maschine, Fig. 2 eine Seitenansicht von links, Fig. 3 eine Seitenansicht von rechts, Fig. 4 einen von rechts gesehenen Querschnitt durch den Wagen, Fig. 5 einen von links gesehenen Querschnitt durch die Maschine und Fig. 6 bis 17 stellen Einzelheiten dar.
An dem Papierwagen sind zu unterscheiden der eigentliche Wagen 1 und der Papierwalzenrahmen 2, welcher letztere nicht nur an der Bewegung des Papierwagens 1 von-rechts nach links und umgekehrt theilnimmt, sondern auch eine Verschiebung von vorn nach hinten und zurück, also quer zur Richtung der Wagenbewegung behufs Umschaltung der Doppeltypenschreibmaschine auf grofse Buchstaben, erleiden kann, und aufserdem sich zur Besichtigung des in Arbeit befindlichen Schriftstückes aufrichten läfst.
Der ziemlich schmale Papierwagen 1 läuft mit den an seinen Enden angebrachten Rollen 3 auf einer festen Fahrschiene 4. Eine zweite Unterstützung und Führung findet er mittelst des in seiner Mitte nach hinten ragend angegossenen Armes 5 (Fig. 5), der mit seinem gegabelten Ende eine verschieblich auf einer festen Führungsschiene 6 sitzende Muffe 7 umfafst. Das Abheben des Wagens von der Fahrschiene 4 verhindern zwei Haken 8 (Fig. 5), welche an der hinteren senkrechten Wand des Wagens mit Schrauben (Fig. 1) befestigt und so geformt sind, dafs sie mit dem unteren Theile der Fahrschiene in Berührung stehen. Mit dem rechten Wagenende ist das Treibband 9 (Fig. 1) verbunden, welches den Wagen sammt dem Schreibwalzenrahmen nach links zieht, indem sein anderes Ende an der Trommel 10 der Treibfeder befestigt ist.
Am Arme 5 in der Mitte des Wagens ist durch eine Flügelschraube eine Stange 11 verstellbar befestigt (Fig. 1 und 5) und zeigt an ihrem rechten Ende ein angelenktes Anschlagstück 12, welches zugleich zur Begrenzung des Wagenweges und zur Hervorbringung des Glockenzeichens dient. Durch Verstellung der
Stange 11 in der Längsrichtung kann innerhalb gewisser Grenzen der Hub des Wagens verkleinert und vergröfsert werden. Das herab-, hängende Anschlagstück 12 wirkt bei der Bewegung des Wagens nach links zunächst auf das obere Ende des Glockenhammerhebels 13 und bringt erst nach dem Ertönen der Glocke durch Auftreffen auf einen festen Theil der Maschine den Wagen zum Stillstand.
An den Enden des Wagens erstrecken sich Arme nach vorn, in denen eine Welle 14 (Fig. i, 2 und 3) gelagert ist. Auf dieser Welle sind nahe ihren Enden zwei Hebelarme 15 nach vorn und aufwärts gerichtet befestigt und stellen eine Verbindung des Wagens mit dem Walzenrahmen 2 her, indem der letztere mit gabelförmigen Armen 16 ah den Enden dieser Hebelarme angelenkt ist. Die Gelenkbolzen besitzen nach aufsen gerichtete Verlängerungen 17, mittelst deren die Schwingungen, welche die Hebelarme 15 mit ihrer Welle 14 ausführen, durch die am Wagen angebrachten, als Stellschrauben ausgebildeten Anschläge 18 und 19 begrenzt werden. Der Gröfse dieser Schwingungen entspricht der Hub des Walzenrahmens 2, wenn der letztere behufs Verschiebung der Walze aus der Stellung für kleine Buchstaben in diejenige für grofse und umgekehrt durch die schwingende Umstellschiene 20, auf der er mit seinem vorderen Ende mittelst der Rolle 21 ruht, rückwärts und vorwärts bewegt wird.
Der Papierwalzenrahmen besitzt eine rechteckige Form vermöge seiner Zusammensetzung aus einer hinteren Längsstange 22, die mit den Gelenkbogen des Rahmens und deren Verlängerungen 17 als aus einem Stück bestehend gedacht ist, einem vorderen Längsbalken 23 und zwei Seitenbalken 24 und 25. Die in den Seitenbalken gelagerte Schreibwalzenachse trägt an jedem Ende ein Handrad 26 und die Schreibwalze selbst ist an ihrem rechten Ende mit einem Schaltrad 27 versehen. Dasselbe steht in Eingriff mit einer Schaltklinke 28 (Fig. 3), die an dem oberen Ende des Zeilenschalthebels 29 drehbar befestigt ist. Der Zeilenschalthebel selbst ist an einer nach vorn gerichteten Verlängerung des Seitenbalkens 25 angelenkt und sein Handgriff ist, wie gebräuchlich, abwärts gerichtet. Die Schaltklinke 28 ist noch mit einem Arm 30 ausgestattet, mittelst dessen sie mit dem zur Regelung ihres Hubes dienenden drehbaren Anschlage 31 zusammenwirkt. Dieser ist bei 32 in einem aufwärts gerichteten Arme des Querbalkens 25 gelagert und seine drei Anschlagflächen ermöglichen in bekannter Weise drei verschiedene Abstände der Zeilen. Eine Feder 33 unterstützt die Rückbewegung, welche der von Hand ausgeführten Bethätigung des Zeilenschalthebels folgt und durch das Auftreffen des Armes 30 auf das Anschlagstück 3 1 unter Aushebung der Klinke 28 aus dem Schaltrade 27 beendet wird. Eine schmale Rolle 34 liegt als wirksames Endstück einer Schleppfeder 35 auf dem Zahnkranz des Schaltrades auf, um zufällige Verdrehungen der Papierwalze zu verhüten. Da in der normalen Lage der Maschine die Schaltklinke 28 ausgehoben ist, so kann mittelst der Handräder 26 die Schreibwalze nach beiden Richtungen gedreht werden.
Der Zeilenschalthebel 29 besitzt noch einen nach hinten gerichteten Arm 36 (Fig. 3), der in einen Zahn 37 ausläuft. Dieser legt sich gegen Ende der Schaltung in eine Zahnlücke des Schaltrades und verhütet dadurch, dafs sich bei heftiger Handhabung des Zeilenschalthebels die Schreibwalze zu weit dreht. Ein von dem Arm 36 abwärts gerichteter, Finger 38 dient zur Auslösung und Hemmung des Papierwagens.
Die Einrichtung zur Schaltung des Wagens gehört, wie eingangs erwähnt, zu derjenigen Gattung, bei welcher eine mit dem Wagen verbundene Zahnstange mit einem Zahnrade in Eingriff steht, auf dessen Achse ein von den schwingenden Schalt- und Sperrklinken bethätigtes Hemmrad sitzt. Die Zahnstange 39, die in den Fig. 1 bis 5 eingezeichnet und in Fig. 11 im Grundrifs, sowie in Fig. 12 und 13 in zwei Aufrissen mit dem nächsten Zubehör dargestellt, ist in folgender Weise gelenkig mit dem Wagen verbunden. Sie ist zunächst an ihren Enden mit Schrauben an gekrümmten Armen 40 (Fig. 4) befestigt, welche durch eine Verbindungsstange 41 (Fig. 11 bis 13) zu einem starren Ganzen vereinigt und drehbar auf einer Achse 42 (Fig. 4 und 11) angeordnet sind. Die letztere ist in der Längsrichtung verstellbar, indem sie durch Klemmschrauben (Fig. 11) in Knaggen 43 festgehalten wird, die von der Hinterwand des Wagens ausgehen (Fig. 3 und 4). An der Vorderseite der Zahnstange 39 ist mittelst Schrauben eine Schiene 44 (Fig. 4 und 11) befestigt, die mit einer an ihrem wagerechten Fufs angebrachten Leiste auf einer Rolle 45 (Fig. 3 und 5) läuft, während die Zahnstange selbst mit einem Zahnrad 46 in Eingriff steht. Rolle 45 und Zahnrad 46 sind beide auf dem vorderen Ende einer Welle 47 (Fig. 5) befestigt, auf deren hinterem Ende das Hemmrad 48 aufgeschraubt ist. Die Welle 47 liegt in einem langen Lager, das um eine wagerechte, quer zur Welle gerichtete feste Achse 49 drehbar ist. Eine am Gestell befestigte Feder 50 drückt mit ihrem freien Ende auf das drehbare Lager der Welle 47, um die letztere gegebenenfalls in ihre normale Lage zurückzuführen.
Die Zahnstange 39 erstreckt sich mit ihrem linken Ende (Fig. 11) unter das gekröpfte hintere Ende 51 einer Welle 52, welche in
den Armen 53 (Fig. 2) gelagert ist, die vom linken Querbalken 24 ' des Walzenrahmens herabhängen. Ein Fingerhebel (Fig. 2 und 11) am vorderen Ende der Welle 52 dient dazu, eine kleine Drehung der letzteren und dadurch eine entsprechende Senkung ihres gekröpften Endes 51 hervorzubringen. Dies hat die fernere Wirkung, dafs die Zahnstange 39, das Zahnrad 46 und das vordere Ende der Welle 47 sich senken,' während das hintere Ende dieser Welle sich entsprechend hebt, so dafs das Hemmrad 48 aus den schwingenden Klinken ausgehoben wird, wie in Fig. 5 dargestellt, und nun Wagen und Walzenrahmen beliebig schnell nach beiden Richtungen, von Hand nach rechts, durch die Treibfeder nach links, verschoben werden können.
Auf der rechten Seite des Walzenrahmens ist unter dem Querbalken 25 ein mehrarmiger Halter für eine Welle 54 angeordnet (Fig. 3 und 11 bis 13), welche mit ihrem gekröpften hinteren Ende 55 auf einem Zapfen 56 aufliegt, der am rechten Ende der Zahnstange 39 befestigt ist, während am vorderen Ende der Welle 54 ein Hebelarm 57 schräg aufwärts gerichtet und dazu bestimmt ist, durch den oben erwähnten abwärts gerichteten Finger 38 (Fig. 3) des Zeilenschalthebels herabgedrückt zu werden. Bethätigt man also den Zeilenschalthebel zur Drehung der Papierwalze um eine Umfangsstrecke gleich dem Zeilenabstand, so wird zugleich durch Drehung der Welle 54 eine Senkung der Zahnstange 39 und dadurch eine Aushebung des Hemmrades 48 aus den schwingenden Klinken hervorgebracht, so dafs während der Zurückfuhrung des Wagens in seine Anfangsstellung rechts mittelst des angehobenen Zeilenschalthebels eine Berührung der Klinken nicht stattfindet. Die Welle 54 wird, wenn sie sich selbst wieder überlassen, durch eine Feder 58 (Fig. 11) in ihre Anfangsstellung zurückgeführt.
In Fig. ι und 11 ist ein Arm 59 gezeichnet, der von der Verbindungsstange 41 der beiden gekrümmten Halter 40 der Zahnstange 39 sich ■nach hinten erstreckt und in eine senkrechte Anschlagplatte 60 ausläuft, welche mit einem vorgestreckten Zapfen 61 der den freien (linken) Rand des Schriftstückes, bestimmenden Randanschlagvorrichtung 62 zusammenwirkt. Aus Fig. 14 ist ersichtlich, dafs der Zapfen 61 cylindrisch geformt, mittelst Stellschraube in seinem cylindrischen Lager verschieblich und mittelst Klemmschraube in demselben feststellbar ist. Die übrigen Theile der Randanschlagvorrichtung werden später besprochen.
Fig. 11 zeigt einen Zwischenraum zwischen dem rechten Arm 40 und dem rechten Knaggen 43.
Dieser hat den Zweck, dafs der Wagen, dessen Bestandteil der Knaggen ist, und der mit ihm verbundene Papierwalzenrahmen sich noch etwas weiter nach rechts bewegen können, nachdem schon die Anschlagplatte 60 den Zapfen 61 berührt und die Bewegung der Zahnstange gehemmt hat. Während dieser Zeit ist die Zahnstange nebst Zubehör von dem Wagen und Walzenrahmen unabhängig, so dafs beim Loslassen des Zeilenschalthebels das Hemmrad Gelegenheit hat, mit den Klinken wieder in Eingriff zu kommen, bevor noch die Bewegung des Wagens und Walzenrahmens nach rechts vollendet ist. Eine Feder 63 ist so um das rechte Ende der Stange 42 gewunden und mit der Zahnstange 39 verbunden, dafs sie einerseits die Zahnstange nach rechts, wie in Fig. 11 ge- · zeichnet, den linken Arm 40 gegen den linken Knaggen 43 zu schieben strebt, und andererseits die Zahnstange nach abwärts drückt, um sie in Eingriff mit ihrem Zahnrade zu halten. In Fig. 11 und 12 ist die Lage der gezeichneten Theile dieselbe, nämlich diejenige, welche eingetreten ist während der Zurückführung des Wagens nach rechts, wo die Zeilenschaltung zwar bereits ausgeführt ist, der Handgriff des Zeilenschalthebels aber noch angehoben gehalten wird, so dafs der Finger 38 dieses Hebels (Fig. 3) auf dem Hebelarme 57 (Fig. 11 und 12) der Welle 54 und das gekröpfte Ende 5 5 dieser Welle auf dem Zapfen 56 lastet, die Zahnstange 39 also heruntergedrückt und das Hemmrad 48 aus den Klinken ausgehoben ist. Trifft nun die Anschlagplatte 60 gegen den Zapfen 61, so stehen Zahnstange und Zubehör still, während Wagen und Walzenrahmen ihren Weg gegen den Widerstand der Feder 63 fortsetzen, bis der Arm 5 (Fig. 1) des Wagens gegen die linke Seite der Anschlagplatte 60 stöfst.' Durch die Weiterbewegung des Wagens gleitet das kurbelartige 'Ende 55 der Welle 54 von dem Zapfen 56 herunter, wie in Fig. 13 dargestellt, und die Feder 50 (Fig. 5) vermag die Welle 47 um ihre Querachse zu drehen, so dafs die Zahnstange wieder in die Höhe geht und das Hemmrad sich auf die Klinken herabsenkt. Während dieses Vorganges sollten Wagen und Walzenrahmen sich wieder etwas nach links bewegen, um ihre richtige Stellung zur Zahnstange wieder einzunehmen. Diese Bewegung findet auch statt, und zwar wird sie durch den natürlichen Rückstofs bezw. die Rückwirkung der Feder 63 hervorgebracht. Wenn aber während dieses Rückstofses der Handgriff des Zeilenschalthebels noch angehoben, die Kurbel 5 5 also noch gesenkt ist, so würde dieser Finger gegen die Stirnfläche des mit der Zahnstange bereits wieder in die Höhe gestiegenen Zapfens 56 festgeklemmt werden, wenn der Zapfen nicht, wie in Fig. 16 dargestellt, mit Hülfe einer Feder 64 in seiner Längsrichtung
nachgiebig gemacht wäre. Infolge dieser Anordnung bringt der Rückstofs auch dann kein Klemmen hervor, wenn die Kurbel 55 noch nicht infolge Loslassens des Zeilenschalthebels wieder in die Höhe gegangen ist.
Neben dem Gewichte der Zahnstange und der beschriebenen Wirkung der Feder 63 dient zur Sicherung des unausgesetzten Ineinandergreifens der Zahnstange und des Zahnrades ein Haken 65 (Fig. 2 und 6), der über den wagerechten Fufs der gegen die Zahnstange geschraubten Schiene 44 greift. Der Fufs dieses Hakens besteht aus einem wagerechten Zapfen 66 und ist, wie Fig. 2 zeigt, in einem Arm gelagert, der mit Schrauben am vorderen Ende des Lagerkörpers der Welle 47 befestigt ist. Ebendort ist eine Feder 68 mittelst Schraube angebracht und legt sich mit ihrem freien Ende von unten in einen Ausschnitt des Zapfens 66 (s. auch Fig. 6), so dafs der Haken 65 um diesen Zapfen nur unter Ueberwindung der Federkraft gedreht werden kann, ein zufälliges Abheben der Zahnstange von dem Zahnrade, z. B. wenn man den Wagen heftig gegen den Randanschlag schiebt, also ausgeschlossen ist, während es doch keine Unbequemlichkeit bietet, den Haken herunterzuklappen, um den Wagen mit der Zahnstange aus der Maschine herauszunehmen.
Die beschriebene Anordnung mit Aufhebung des Eingriffs zwischen dem Hemmrad und den Klinken hat vor der bisher benutzten, bei welcher die Zahnstange aus dem Zahnrad ausgehoben wurde, den Vorzug,, dafs die neue Zeile stets genau an derjenigen Stelle ,beginnt, welche durch die Einstellung des Randanschlages bestimmt worden ist. Bei der früheren Einrichtung kam es vor, dafs durch den Stofs des Wagens gegen diesen Anschlag eine Verschiebung des Eingriffes zwischen Zahnstange und Zahnrad um einen Zahn hervorgebracht, der Anfang der Zeile also um den Buchstabenabstand' verrückt wurde.
Die Randanschlagvorrichtung 62, welche in Fig. 11, 14 und 15 dargestellt ist, besteht in der Hauptsache aus einem Klotz, der auf der Führungsschiene 6 sitzt und aufserdem mit einer Bohrung auf eine darunter angeordnete kurze Stange 68* aufgreift. Im hinteren Theile des Klotzes ist in einer senkrechten cylindrischen Ausbohrung (Fig. 15) eine Klinke 6g geführt, welche unter dem Druck einer Feder 70 in eine Zahnlücke der auf der Unterseite gezahnten Stange 68* eingreift. Drückt man den oben aus dem Klotz hervortretenden Kopf der Klinke 69 nieder, so hebt man letztere aus der Verzahnung der Stange 68 aus und ist dann im Stande, durch Verschiebung des Klotzes 62 die gewünschte Aenderung der Randbreite des Schriftstückes vorzunehmen. Eine Scala auf der Stange 68*, zu welcher die Klinke 6g als Zeiger dient, erleichtert die Einstellung. Ihre Theilung stimmt mit dem rechten Theile der Hauptscala der Maschine überein und die Zahntheilung der Stange 68* ist dieselbe, wie bei der Zahnstange 39.
Die Anordnung der Schalt- und Sperrklinken, welche mit dem Hemmrad 48 zusammenwirken, ist aus Fig. 5 und den Detailfiguren 7 bis 10 und 17 ersichtlich. Mittelst der Achse 71 (Fig. 5) ist im Maschinengestelle der Klinkenhalter 72 gelagert, der als ein aufwärts gerichteter Arm die starre Sperrklinke 73 und die nachgiebige Schaltklinke 74 trägt. Die Achse 71 wird im Sinne der Bewegung des Klinkenhalters nach hinten durch eine Feder 75 beeinflufst, während sie mittelst ihres ungefähr wagerecht nach vorn gerichteten Armes beim Tastenanschlag in entgegengesetztem Sinne gedreht wird, so dafs der Klinkenhalter nach vorn schwingt, bis sein verstellbarer Anschlag 76 auf das Gestell trifft.
An einem nach hinten gerichteten Flügel am freien Ende des Klinkenhalters ist mittelst einer Schraube die Sperrklinke 73 befestigt, bestehend aus einer ebenen Platte, deren oberes wirksames Ende zwei verschiedene Theile zeigt. Der vordere ist nach rechts abgebogen (Fig. 17), während der hintere die Richtung der Platte beibehält.
Die Schaltklinke 74 ist mit einer Achse γγ auf dem Klinkenhalter gelagert. Ihrer Form nach, die aus der perspectivischen Ansicht in Fig. 8 deutlich wird, sind an ihr zwei Absätze 78 und 79 unter und über der Achse γγ zu unterscheiden. Auf diese Absätze legt sich eine Feder 80 (Fig. 5, 7, 9 und 10) mit den Enden eines Bogenstückes, als welches ihr freies Ende geformt ist, während eine Schraube (Fig. 9) das andere Ende mit dem Klinkenhalter verbindet. Die Feder 80 hält die Klinke 74 in ihrer normalen Lage, wenn das Hemmrad 48 ausgehoben ist, und sie führt die Klinke aus ihren in Fig. ι ο punktirt eingetragenen äufsersten Stellungen α und b wieder in die normale Lage zurück, indem sie im ersteren Falle nur auf den Absatz 79, im letzteren Falle nur auf den Absatz 78 drückt. Auf der linken Seite der Schaltklinke 74 ist ein gekrümmter Arm 81 befestigt, dessen freies Ende so gerichtet ist, dafs es die Stirnfläche des Hemmrades 48 bei der normalen (nicht ausgehobenen) Lage desselben berührt (Fig. 7 und 9).
Das Zusammenwirken der Klinken mit dem Hemmrade gestaltet sich nun folgendermafsen: Im normalen Zustande, also auch wenn die Maschine unbenutzt steht, ist die Schaltklinke 74 im Eingriff mit dem Hemmrade 48, welches unter dem durch Zahnstange und Zahnrad vermittelten Antriebe der Treibfeder sich in der Richtung des Pfeiles in Fig. 9 zu drehen strebt.
Diese Drehung wird verhindert, indem sich die Klinke gegen, einen am Klinkenhalter. 72 angeordneten Anschlag 82 legt, wie in Fig. 9. Wird nun eine Taste angeschlagen, so schwingt die Schaltklinke 74 nach vorn aus der Ebene des Hemmrades heraus und die Sperrklinke 73 in derselben Richtung in diese Ebene hinein, wobei die Sperrklinke durch Eintreten in eine Zahnlücke des Hemmrades jede durch Austritt der Schaltklinke ermöglichte Bewegung des letzteren vereitelt. Wenn die Schaltklinke das Hemmrad verlassen hat, wird sie von der Feder 80 in die Mittellage gedreht (Fig. 9 und 10). Läfst man alsdann die Taste los, so schwingen die Klinken unter dem Einflufs der Feder 75 (Fig. 5) wieder nach hinten, die Schaltklinke tritt in die nächstfolgende Lücke des Hemmrades und beim Austritt der Sperrklinke aus letzterem erfolgt eine Drehung desselben unter Mitnahme der Schaltklinke, welche durch das Auftreffen der Schaltklinke auf den Anschlag 82 beendigt wird, wenn das Mais der Drehung einer Verschiebung des Wagens um den Buchstabenabstand entspricht.
Beim Vorwärtsschwingen der Klinken tritt die Spitze des zur Seite gebogenen Theiles der Sperrklinke 73 zwischen zwei Zähne des Hemmrades, ohne einen derselben zu berühren, die Berührung findet vielmehr erst statt, wo dieser schräge Theil in den geraden Theil übergeht. Die Anordnung des schrägen Theiles bietet nun beim Rückwärtsschwingen der Klinken den Vortheil, dafs die Bewegung des Hemmrades und des Wagens bereits beginnt, wenn dieser Theil der Sperrklinke aus dem Hemmrade auszutreten anfängt, und nicht erst, wenn der Austritt der ganzen Sperrklinke vollendet ist. Die Buchstabenschaltung beginnt sonach, sobald der Finger sich- von der Taste entfernt und die Type nach dem Schlage zurückprallt, wodurch ein schnelleres Schreiben oder eine geringere Spannung der Treibfeder ermöglicht wird.
Der Arm 81 hat den Zweck, zu verhüten, dafs die Schaltklinke 74 ein klapperndes Geräusch verursacht, wenn der Wagen ohne Aushebung des Hemmrades nach rechts geschoben wird, indem alsdann, wie Fig. 10 erkennen läfst, die Feder 80 die Klinke immer wieder in den Weg der Zähne des rotirenden Hemmrades bringen müfste.
Da nun aber die Feder 75 (Fig. 5) das freie Ende des Armes 81 gegen die Stirnfläche des Hemmrades drückt, so entsteht eine Reibung zwischen den letztgenannten Theilen, vermöge welcher der Arm 81, also auch die Klinke 74, von dem Hemmrade mitgenommen und die letztere aufserhalb der Bahn der Hemmradzähne geführt wird, z. B. in die Stellung b in Fig. 10, die mit der Stellung in Fig. 7 übereinstimmt. Hat dann die Bewegung des Wagens nach rechts aufgehört und seine Bewegung nach links unter dem Einflufs der Treibfeder wieder begonnen, so führt die der bisherigen entgegengesetzte Bewegung des Hemmrades die Klinke zunächst unter Beihülfe der Feder 80 in die Mittelstellung, also in Eingriff mit den Hemmradzähnen, und darauf gegen den Druck der Feder 80 bis an den Anschlag 82.
Ist das Hemmrad ausgehoben, so führt die Feder 80 die Klinke 74 in die Mittelstellung, das Wiedersenken des Rades bringt dieses in Eingriff mit der Klinke, welche, bis sie sich gegen ihren Anschlag 82 legt, eine Theildrehung des Rades entsprechend einer Bewegung des Wagens um den Buchstabenabstand gestattet.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Eine Wagenschaltvorrichtung für solche Typenschreibmaschinen, bei welchen nicht unmittelbar die mit dem Wagen verbundene Zahnstange, sondern ein Hemmrad auf einer durch diese Zahnstange mittelst Zahnrades angetriebenen Welle milden Schaltklinken in Eingriff steht, dadurch gekennzeichnet, dafs die zur Schonung der Klinken gebräuchliche Aufhebung ihrer Verbindung mit der Zahnstange beim Zurückführen des Wagens durch Ausheben des Hemmrades aus den Klinken bewirkt wird, indem die Welle (47) des Zahnrades und des Hemmrades mit ihrem Lager um eine zur Zahnstange parallele Achse (49) drehbar und die Zahnstange derart gelenkig mit dem Wagen verbunden ist, dafs bei der die Aushebung des Hemmrades aus den Klinken bewirkenden Drehung des Lagers Zahnstange und Zahnrad im Eingriff bleiben (Fig. 5)·
2. Eine Ausführungsform der im ersten Anspruch gekennzeichneten Schreibmaschine, bei welcher eine an dem drehbaren Lager der Hemmrad- und Zahnradwelle angelenkte Klaue (65, Fig. 2) das zufällige Ausheben der Zahnstange aus dem Zahnrade verhindert, während man nach Ausheben einer Klinkfeder (68) die Klaue herunterklappen kann, so dafs sich der Wagen mit der Zahnstange aus der Maschine herausnehmen läfst (Fig. 2 und 6).
3. Eine Ausführungsform der im ersten Anspruch gekennzeichneten Schreibmaschine, bei welcher die Zahnstange (39) derart längsverschieblich auf dem Wagen angeordnet ist, dafs sie, wenn letzterer mittelst des Zeilenschalthebels (29) nach rechts geführt wird, zuerst durch Anstofsen ihres Armes (60) gegen den Randanschlag (61, 62) zum Stillstand kommt, während der Wagen mit dem Walzenrahmen gegen den Wider-
stand einer Feder (63) noch ein kurzes Stück weiterläuft, zu dem Zweck, das infolge der Bethätigung des Zeilenschalthebels durch einen auf dem Walzenrahmen gelagerten, auf einen Zapfen (56) der Zahnstange einwirkenden Hebel (55) aus den Klinken ausgehobene Hemmrad wieder frei zu geben, indem der Hebel aufser Eingriff mit dem Zapfen kommt, so dafs das Hemmrad sich in richtigen Eingriff mit den Klinken setzen kann, ohne durch den Rückstofs des Wagens gestört zu werden, welcher Rückstofs inzwischen die Verschiebung des Wagens gegen die Zahnstange wieder rückgängig macht, wobei die durch eine Feder hergestellte Nachgiebigkeit des Zapfens (56) die Rückverschiebung des Wagens auch dann züläfst, wenn der Hebel (55), falls der Zeilenschalthebel nicht rechtzeitig losgelassen wurde, gegen die Stirnfläche des Zapfens stöfst (Fig. 11 bis 13). Eine Ausführungsform der im ersten Anspruch gekennzeichneten Schreibmaschine, bei. welcher die Zurückführung des Wagens ohne Aushebung des Hemmrades aus der Schaltklinke (74) kein klapperndes Geräusch und keine entsprechende Abnutzung der Schaltklinke zur Folge hat, indem ein an letzterer befestigter Arm (81) unter der Federkraft (75) des Klinkenhalters (72) gegen die Stirnfläche des Hemmrades drückt, so dafs bei dessen durch die Zurückführung des Wagens bedingter Rotation die Schaltklinke durch Reibung entgegen der Wirkung der Schaltklinkenfeder (80) aus dem Wege der Schaltklinkenzähne herausgedreht wird (Fig. 7 und 8).
Eine Ausführungsform der im ersten Anspruch gekennzeichneten Schreibmaschine, bei welcher der Randanschlag (62) dadurch bequem einstellbar gemacht ist, dafs er aufser auf der Führungsschiene (6) des Wagens auf dem oberen Theile einer Schiene (68*) geführt ist, welche unten mit Einschnitten versehen ist (in Entfernungen gleich der Theilung der Zahnstange und übereinstimmend in Lage und Bezeichnung mit dem rechten Theil der Hauptscala) und dafs der Randanschlagkörper nach Ausheben einer von unten in einen der Einschnitte eingreifenden, den Zeiger zur Scala bildenden Klinke (69) mittelst Druckes auf den oben durch den Anschlagkörper tretenden, durch eine Feder gestützten Kopf dieser Klinke verschieblich ist (Fig. 11, 14 und 15).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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