DE880497C - Vorrichtung zum Nacheichen von Fluessigkeitsmengenmessern - Google Patents

Vorrichtung zum Nacheichen von Fluessigkeitsmengenmessern

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DE880497C
DE880497C DEB12233D DEB0012233D DE880497C DE 880497 C DE880497 C DE 880497C DE B12233 D DEB12233 D DE B12233D DE B0012233 D DEB0012233 D DE B0012233D DE 880497 C DE880497 C DE 880497C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01FMEASURING VOLUME, VOLUME FLOW, MASS FLOW OR LIQUID LEVEL; METERING BY VOLUME
    • G01F25/00Testing or calibration of apparatus for measuring volume, volume flow or liquid level or for metering by volume
    • G01F25/10Testing or calibration of apparatus for measuring volume, volume flow or liquid level or for metering by volume of flowmeters

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  • Fluid Mechanics (AREA)
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Description

  • Vorrichtung zum Nacheichen von Flüssigkeitsmengenmessern Die zur Mengenmessung von Flüssigkeiten, wie Benzin, Ö1 usw., benutzten Kolbenmesser, Ovalradzähler, Trommelzähler, Taumelscheibenmesser u. dgl. bedürfen'reiner häufigen Nachprüfung auf Genauigkeit, da diese durch Abnutzung usw. sich mit der Zeit ändert. Die Eichung der Geräte durch Abwägen oder Abmessen der aus dem Messer ausgetretenen Mengen invgeeichten Kannen ist wegen der großen Fördermengen sehr umständlich und überdies mit einer Störung des Betriebes verbunden, da der Messer während der Eichung nicht für die Benutzung im Betrieb zur Verfügung steht.
  • Die erfindungsgemäße Anordnung gestattet eine genaue Nacheichung von Flüssigkeitsmessern ohne Störung des Betriebes. Sie ist dadurch gekennzeichnet, daß parallel zu der den Messer enthaltenden Leitung eine die gesamte Fördermenge durchlassende, mit einer Erweiterung versehene aufsteigende Zweigleitung angeordnet ist, welche hinter einem Absperrventil wieder in die Hauptleitung einmündet und zu beiden Seiten der Erweiterung im aufsteigenden Teil mit absperrbaren Standgläsern versehen ist.
  • Der Erfindungsgegenstand sowie eine besonders zweckmäßige Ausführungsform sei an Hand der Zeichnung erläutert.
  • In Abb. I ist I die vom Flüssigkeitsmesser beliebiger Bauart, z. B. einem Kolbenmesser, wegführende Leitung, die durch ein Ventil 2 abgesperrt werden kann.
  • Vor dem Ventil 2 zweigt eine Umgehungsleitung 3 ab, in deren senkrecht aufsteigendem Teil sich eine Erweiterung 4 befindet. Der senkrecht aufsteigende Teil der Leitung 3 ist vor und hinter der Erweiterung 4 mit Standrohren 5 bzw. 6 versehen, die durch Ventile 7 und 8 absperrbar sind.
  • Der Rauminhalt der Erweiterung 4 und der sich oberhalb der Hähne 7 und 8 befindlichen Stücke des Rohres 3 und der Standrohre 5 und 6 ist zweckmäßig so zu bemessen, daß er einer runden auf der Größe des Messers angepaßten Anzahl von Litern oder einer bestimmten Anzahl von Umdrehungen, Kolbenhüben od. dgl. des Messers entspricht.
  • Die Anordnung wird in folgender Weise benutzt: Während des Betriebes des Messers M wird, sobald seine Nacheichung erwünscht ist, das Ventil 2 geschlossen. Der Flüssigkeitsstrom steigt in der Umgehungsleitung 3 und dem Standrohr 5 hoch. Sobald der Flüssigkeitsspiegel über den Hahn 7 gestiegen ist, wird er geschlo,sen und der Stand des Messers vermerkt. Sobald der Messer die dem Raum von 4 und der Rohrstücke 3 entsprechende Anzahl von Litern gefördert oder Umdrehungen, Kolbenhübe gemacht hat, wird der Hahn 8 geschlossen. Die Flüssigkeit ist inzwischen im Rohr 3 und im Standrohr 6 bis über den Hahn 8 aufgestiegen. Die Entfernung der Flüssigkeitsstände in den Standrohren 5 und 6 voneinander ist ein Maß für das von dem MessergeförderteFlüssigkeitsvolumen; eine Veränderung des Abstandes läßt erkennen, ob und wieviel sich die Genauigkeit des Messers geändert hat.
  • Besonders zweckmäßig ist die in Abb. 2 dargestellte Ausführungsform, weil sie erlaubt, mit einer geringeren Bauhöhe auszukommen, und die Flüssigkeitsspiegel, deren Abstände ein Maß für die vom Messer durchgelassene Flüssigkeitsmenge sind, im gleichen Rohr oder in zwei nebeneinander auf gleicher Höhe befindlichen Rohren festgehalten werden, was die Messung erleichtert.
  • In Abb. 2 tragen die Teile gleicher Funktion dieselbe Bezeichnung wie in Abb. I. Der Unterschied gegenüber der in Abb. I dargestellten Ausführungsform liegt darin, daß die Erweiterung 4 nicht in der Leitung 3 angeordnet ist, sondern seitlich zu ihr liegt und mit ihr durch einen Heber H verbunden ist.
  • Die Wirkungsweise ist folgende: Sobald das Ventil 2 in der Leitung 1 geschlossen ist, strömt die Flüssigkeit in das Rohr 3, dessen unterer Teil zu einem Beruhigungsraum erweitert ist. Ist die aufsteigende Flüssigkeit über den Hahn 7 gestiegen, so wird er geschlossen, und die Messung beginnt. Hat die weiter aufsteigende Flüssigkeit den Scheitel des Hebers H, der die Flüssigkeit schneller abfließen läßt, als sie vom Messer M nachgeliefert werden kann, erreicht, so entleert er die Flüssigkeit in 3 in die Erweiterung 5 hinein.
  • Die Erweiterung 4 umgibt, wie dargestellt, das Rohr 3 zweckmäßig konzentrisch.
  • Während die Flüssigkeit aus 3 nach 4 läuft, befindet sich der Flüssigkeitsspiegel in 3 tiefer als die Einmündungsstelle des Standglases 6. Ist der Raum 4 gefüllt, so beginnt der Flüssigkeitsspiegel erneut in 3 und im Standglas 4 zu steigen; dann hat aber auch der Messer die vorgesehene Flüssigkeitsmenge gefördert, und Hahn 8 wird geschlossen, während der Flüssigkeitsstrom durch 3 hindurch in die Leitung I gelangt. Die Höhe der Flüssigkeitsstände in den Schaugläsern 5 und 6 ist wieder ein Maß für die vom Messer durchgelassene Menge.
  • An Stelle zweier Schaugläser 5 und 6 kann man auch mit einem einzigen auskommen, wenn nämlich bei Beginn der Eichung der Stand der Flüssigkeit in dem Schauglas markiert und dann, während der Heber H die Flüssigkeit aus 3 nach 4 befördert, der Hahn im Schauglas wieder geöffnet wird. Die in ihm enthaltene Flüssigkeit läuft dann aus, und das Schauglas steht wieder zur Feststellung des bei Schluß der Eichung erreichten Flüssigkeitsstandes zur Verfügung.
  • Die Leitung 6 in Abb. 2 dient zur Entlüftung des Raumes 4 während einer Füllung mit der aus 3 entleerten Flüssigkeit; die Leitung 9 mit dem Ventil Io wird benutzt, um den Raum 4 nach beendeter Eichung zu entleeren.
  • Es ist selbstverständlich und bedarf für den Fachmann keiner näheren Erläuterung, daß die bei der Eichung erforderlichen Ventilbetätigungen vom Messer selbsttätig vorgenommen werden können.
  • Eine einfache Anordnung dafür ist in Abb. 3 beispielsweise dargestellt. Die Zalmstange Z betätigt einen QueclrsilberkippschaIter A; die Stromstöße werden mit Hilte einer Dekade eines Telefonselbstwählersystems T, von der nur fünf Kontakte dargestellt sind, dazu benutzt, um über die beiden Relais R, und R2 die beiden elektromagnetischen Ventile 7 und 8 zu steuern, wobei die Anzahl der gewünschten Kolbenhübe auf der Nummernscheibe eingestellt sind.
  • PATENTANSPRCHE: I. Vorrichtung zum Nacheichen von Flüssigkeitsmessern, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zu der den Messer (M) enthaltenden Leitung (I) eine die gesamte Fördermenge durchlassende, mit einer Erweiterung (4) versehene ansteigende Zweigleitung (3) angeordnet ist, welche hinter einem Absperrventil (2) wieder in die Hauptleitung (I) einmündet und zu beiden Seiten der Erweiterung (4) im aufsteigenden Teil mit absperrbaren Standgläsern (5, 6) versehen ist.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Erweiterung (4) neben der Zweigleitung (3) angeordnet ist und mit ihr durch einen Heber (H) verbunden ist.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zweigleitung (3) vor der Einmündungsstelle der Standgläser (5, 6) erweitert ist und die Erweiterung (4) die Zweigleitung (3) konzentrisch umgibt.
DEB12233D 1942-06-21 1942-06-21 Vorrichtung zum Nacheichen von Fluessigkeitsmengenmessern Expired DE880497C (de)

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