DE87997C - - Google Patents

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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Durch Reduction der aromatischen Nitroammoniumbasen gelangt man zu Amidoammoniumbasen, die als Componenten für Azofarbstoffe werthvoll sind.
Die als Ausgangsproducte dienenden Nitroammoniumbasen bezw. deren Salze können auf verschiedene Weise dargestellt werden, entweder durch Alkyliren von aromatischen Nitrobasen, oder durch Nitriren von Ammoniumbasen der Benzolreihe.
Der erste Weg zur Gewinnung von Nitroammoniumbasen wurde schon von Stadel (Ber. XIX, S. 1940) eingeschlagen; indem er m-Nitranilin mit Methylalkohol und Bromwasserstoffsäure erhitzte, erhielt er neben m- Nitrodimethylanilin auch m^Nitrophenyltrimethylammoniumbrornid. Die Gewinnung von Nitroammoniumbasen durch Nitriren von Ammoniumbasen ist neu; um z. B. das m-Nitrophenyltrimethylammonium zu erhalten, kann man das Sulfat von Phenyltrimethylammonium in Lösung von concentrirter Schwefelsäure der Einwirkung von Salpetersäure unterwerfen.
Die Reduction der Nitroammoniumbasen zu den Amidoammoniumbasen, die sowohl in saurer als auch alkalischer Lösung beständig sind, kann mit den üblichen Reductionsmitteln ausgeführt werden, und zwar sowohl in saurer als auch alkalischer Lösung; sehr günstige Resultate erhält man z. B. mit Zink und Salzsäure, Zinkstaub allein, Natriumamalgam, Bisulfit oder Schwefligsäure.
Die Reduction mit Zink und Salzsäure ist vortheilhaft, da dies Verfahren die Amidoammoniumbasen in Form der gut krystallisirenden Zinkdoppelsalze liefert.
Beispiele:
1. 20 kg m-Nitrophenyltrimethyammoniumchlorid werden mit 50 1 Wasser und 50 kg Salzsäure versetzt und allmälig 20 kg Zinkspäne eingetragen; die Reaction vollzieht sich sehr leicht unter grofser Wärmeentwickelung. Aus der Lösung scheidet sich nach genügender Concentration das Zinkdoppelsalz des m-Amidophenyltrimethylammoniumchlorids aus.
2. ι kg m-Nitrophenyltrimethylammoniumchlorid wird in ι ο 1 Wasser gelöst und in die heifse Lösung die entsprechende Menge Zinkstaub allmälig eingetragen. Die Reduction vollzieht sich unter lebhaftem durch die Reactionswärme herbeigeführtem Kochen.
3. ι kg m-Nitrotrimethylammoniumchlorid wird mit 7 kg 40 proc. Bisulfitlösung auf ca. 80 ° erwärmt. Die Umsetzung vollzieht sich innerhalb kurzer Zeit unter heftigem Aufkochen der Lösung, und es scheidet sich ein Krystallmehl ab, bestehend aus dem sulfaminsäuren Salz der Ammoniumbase
SO3;
beim Kochen mit Säuren giebt es die entsprechenden Salze der Ammoniumbase.
Das Verfahren wurde zunächst zur Darstellung folgender Amidoammoniumbasen ausgeführt :
m-Amidophenyltrimethylammonium,
m-Amidophenyldimethyläthylammonium,
m-Amido-p-methylphenyltrimethylammonium, p-Amidobenzyltrimethylammonium,
p-Amidobenzyltriäthylammonium.
Nachstehend sind die neuen Verbindungen beschrieben, aus denen dieselben hergestellt wurden, sowie die Salze, als welche die Ammoniumbasen abgeschieden wurden, und durch deren Eigenschaften dieselben charakterisirt werden können.
m- Amido phenyl trim et hy lamm ο niumzinkchlorid bildet grofse, farblose Prismen, die in heifsem Wasser sehr leicht und auch in kaltem Wasser leicht löslich sind.
m-Amidophenyltrimethylammoniu inch Io rid wird erhalten, wenn man die Lösung des Chlorzinkdoppelsalzes mit der berechneten Menge Natriumcarbonat versetzt, das Zinkcarbonat entfernt, dann eindampft und den Rückstand mit Alkohol extrahirt; es krystallisirt dann die Verbindung in farblosen rhombischen Tafeln, die sowohl in heifsem Alkohol als besonders in Wasser sehr leicht löslich sind.
m-Amidophenyltrimethylammoniu inch lorid-hydrochlorid krystallisirt inWasser in farblosen Prismen und ist in Wasser sehr leicht löslich.
m-Nitrophenyldimethyläthylammoniumchlorid bildet stark glänzende grofse Prismen; es ist in kaltem Wasser schwer, in heifsem Wasser ziemlich leicht löslich.
m-Amidophenyldimethyläthylammoniumzinkchlorid gleicht in Aussehen und Eigenschaften völlig dem Zinksalz der vorbeschriebenen Trimethylbase.
rn-Nitro-ρ-methylphenyltrimethylamino n-iumbromid bildet glänzende dicke gelbliche Prismen und ist in kaltem wie in heifsem Wasser ziemlich leicht löslich, ebenso in heifsem Alkohol.
m-Amido-p-methylphenyltrimethylammoni umzink chlor id krystallisirt in farblosen langen Prismen und ist in kaltem Wasser schon ziemlich leicht löslich.
m-Amido-methylphenylt rime thy lammoniumchlorid, aus dem Zinkdoppelsalz durch Umsetzung mit Natriumcarbonat erhalten, bildet farblose, leicht lösliche Prismen.
p-Nitrobenzyltrimethylammoniumchlorid bildet in Wasser äufserst leicht lösliche Nadeln.
p-Amidobenzyltrimethylammoniumchlorid wird in Form eines Syrups erhalten; das Salz ist sehr leicht löslich.
p-Nitrobenzyltriäthylammoniumchlorid krystallisirt in derben Nadeln, die in Wasser sehr leicht löslich sind.
ρ -Amido benzyl triäthyl ammoniumchlorid wurde nicht krystallisirt erhalten, da es sehr leicht löslich ist.
Nachdem die Untersuchung der Nitroammoniumbasen der Benzolreihe gezeigt hatte, dafs die Reduction derselben zu den entsprechenden Amidoammoniumbasen durchführbar sei und nachdem festgestellt war, dafs diese Amidoammoniumbasen relativ beständige, technisch zugängliche!Verbindungen seien,- lag kein Grund vor, bei den Amidoammoniumbasen anderer aromatischer Kohlenwasserstoffe abweichende Eigenschaften vorauszusetzen, Die in dieser Hinsicht ausgeführten Versuche in der Naphtalinreihe ergaben denn auch dementsprechende Resultate:
Nitro-ß-naphtyltrimethylammoniumsu If at, dargestellt durch Nitriren von ß-Naphtyltrimefhylammonium in Lösung von concentrirter Schwefelsäure, ist in Wasser leicht löslich; durch Umsetzung mit Chlorbaryum wird aus ihm das Chlorid gewonnen, das sich beim Eindampfen seiner wässerigen Lösung als hellgelber Krystallbrei abscheidet; aus Alkohol werden durch Krystallisation desselben Blättchen gewonnen. Charakteristisch ist das ferrocyanwasserstoffsaure Salz, das durch Umsetzung des Chlorids mit Ferrocyankalium in sehr schwer löslichen Nädelchen erhalten wird.
. Die Reduction der Nitroammoniumbase kann z. B. mit Zink und Salzsäure ausgeführt werden; zu dem Zweck wurden 26 Theile des Nitroammoniumchlorids in 125 Theilen 20 pCt. Salzsäure gelöst und zur Lösung ca. 20 Theile Zink zugegeben. Während der Reduction scheidet sich das schwer lösliche Chlorzinkdoppelsalz des Amido - β - naphtylmethylammoniumchlorids aus; aus heifsem Wasser krystallisirt dies Salz in kleinen Nadeln.
Durch Nitriren des α - Naphtyltrimethylammoniumsulfats gewinnt man wie im vorhergehenden Beispiel Nitro-a-naphtyltrimethylammoniumsulfat und aus diesem das entsprechende Chlorid, das in Wasser sehr leicht lösliche Blättchen bildet. Das zugehörige Ferrocyanat bildet schwer lösliche gelbliche Nädelchen.
Durch Reduction des Nitro-a-Naphtyltrimethylammoniumchlorids mittels Zink und Salzsäure erhält man das in kurzen derben Nadeln krystallisirende Chlorz.inkdoppelsalz von Am id ο -α-Na ρ h ty ltrime thy !ammonium chlor id.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Verfahren zur Darstellung von Salzen aromatischer Amidoammoniumbasen, darin bestehend, dafs man Nitroammoniumbasen der Reduction mit den üblichen Mitteln in saurer, neutraler oder alkalischer Lösung unterwirft. Anwendung des durch Anspruch ι geschützten Verfahrens zur Darstellung von Salzen der Basen:
    m - Amidophenyltrimethylammonium, m - Amidophenyldimethyläthylammo-
    nium,
    m - Amido - ρ - methylphenyltrimethylammonium, ·
    ρ -Amido - benzyltrimethylammonium, ρ - Amido - benzyltriäthylammonium.
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