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Spielzeugkehrwagen Die Erfindung bezieht sich auf einen Spielzeugkehrwagen
und bezweckt, ihn so auszubilden, daß der Spielreiz mit einem solchen Kehrwagen
erhöht wird. Dies soll insbesondere dadurch geschehen, daß der Kehrwagen in die
Lage versetzt wird, kleinere Schmutz- oder Staubmengen, Brotkrumen u. dgl. tatsächlich
aufzukehren und daß der auf diese Weise zusammengekehrte Schmutz aus dem Kehrwagen
in einfacherWeise entfernt werden kann..
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Gemäß der Erfindung ist bei dem Spielzeugkehrwagen hinter einer rotierenden
Kehrbürste ein den Boden in spitzem Winkel berührendes Kehrblech angeordnet, welches
zweckmäßig federnd oder gelenkig befestigt ist. Dieses Kehrblech liebt während der
Fahrt des Spielzeuges mit geringer Reibung auf dem Boden auf, und zwar in .einer
solchen Lage, daß die rotierende Kehrbürste den Schmutz od. dgl. auf (las Kehrblech
befördert.
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Gemäß weiterer Ausbildung der Erfindung ist anschließend an das Kehrblech
ein annähernd waagerechtes Aufnahmeblech für den über das Kehrblech geförderten
Schmutz angeordnet. An diesem Aufnahmeblech können seitliche Umbördelungen vorgesehen
werden, die das Herabfallen des angesammelten Schmutzes verhindern, wobei die dem
hehrblecli zugewandte Seite von einer Umbördelung frei bleibt. Das Aufnahmeblech
wird zweckmäßig so anbeordnet, daß es aus dem Kehrwagen herausnehmbar ist. Dies
kann in besonders einfacher `'eise dadurch erreicht werden, daß es uyn eine Achse,
beispielsweise die Achse des Kehrbleches, nach unten aus dem Kehrwagen herausgeklappt
werden
1cann.DieseAnordnung ermöglicht es, den aufgekehrten Schmutz zu entnehmen.
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Der Antrieb der Kehrbürste erfolgt durch ein das Spielzeug antreibendes
Triebwerk über ein außen an einer Gehäusewand-des Triebwerkes angeordnetes Vorgelege.
Zu diesem Zweck ist die Gehättsewand des Getriebes, an der das Vorgelege angeordnet
ist, nach vorn Diese Ausbildung ermöglicht es, zwischen dem Triebwerksgehäuse und
der Kehrbürste den für das Arbeiten der Kehrbürste notwendigen Abstand zu bewahren
und trotzdem das Vorgelege mit dem Triebwerk als zusammenhängendenKonstruktionsteil
auszubilden, der als Ganzes in das Spielzeugfahrzeug eingefalzt werden kann. Die
das Vorgelege tragende Wand reicht dabei bis vor die Stirnseite der Kehrbürste.
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Die Zeichnung bringt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, und zwar
zeigt ' Fig. z einen senkrechten Längsschnitt durch ein Ausführungsbeispiel der
Erfindung gemäß IJ der F ig. 2, Fig. 2 einen Schnitt gemäß 11-I1 der Fig. i, Fig.
-3 eine Draufsicht auf das Triebwerk in größerem Maßstab, Fig.4 einen Schnitt durch
das Triebwerksgehäuse, Fig. 5 eine Teilansicht des Triebwerksgehäuses. ,Der Spielzeugkehrwagen
nach der Erfindung trägt an einem aus Blech bestehenden Gehäuse i, das der Form,
eines im Straßenverkehr gebrauchten Kehrwagens angepaßt sein kann, zwei Radpaare
2 und 3. Diese Räder laufen auf Achsen 4 und 5, die bei dem Ausführungsbeispiel
nicht lenkbar sind. In dem hinteren Teil des Gehäuses i befindet sich ein waagerechtes
Blech 39, das vorn bei 38 hochgebördelt ist. Dieses Blech trägt das Getriebegehäuse
6, in :dem ein Triebwerk üblicher Bauart angeordnet ist. An der Gehäuseaußenwand
7 des Triebwerkes ist ein Vorgelege angeordnet, das dem Antrieb der Kehrbürste dient.
Es besteht aus einem Zahnrad 8, das von dem Triebwerk, dessen Einzelheiten aus Fig.
3 und 4. ersichtlich sind, über die Welle 9 angetrieben wird. Ein Zwisahenritzel
io und ein weiteres Zahnrad.i,i sind um entsprechende Achsen, die in der Gehäuseaußenwand
7 befestigt sind, drehbar. Um die Lagerung der Achse des Zahnrades ii zu ermöglichen,
ist die'Gehäuseaußenwand 7 nach vorn mit einer Verlängerung ic versehen, die vor
die Stirnseite der Kehrbürste i@3 ragt. Die Kehrbürste sitzt auf einer Achse 14,
welche ein Ritzel 15 trägt. Dieses Ritzel wird von dem Vorgelege 8"io, i.1 in rotierende
Bewegung versetzt. Die Achse 14 des Kehrbesens 13 ist so angeordnet, daß die Borsten
des Kehrbesens den Boden, auf welchem das Fahrzeug läuft, leicht berühren. Hinter
dem Kehrbesen, ,113, ist ein um eine Achse ,i;6 schwenkbares Kehrblech 36 angeordnet.
Es ruht infolge seiner eigenen Schwere mit einer Kante auf dem Boden auf und ist
so breit gehalten, daß es in einem spitzen Winkel zum Boden steht. Um die gleiche
Achse,16 ist einAufnahmeblech 17 schwenkbar, dessen seitliche Ränder Umbördelungen
18 aufweisen. Das hintere Ende des Aufnahmebleches 17 trägt einen federnden Verschlußbügellig,
der sich unter Reibung an die Rückwand 2o des Fahrzeuggehäuses legt.
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Das Getriebegehäuse 6 nimmt ein übliches Triebwerk in sich auf, das
nicht nur in eben beschriebener Weise die Kehrbürste, sondern in üblicher Weise
die Hinterachse des Kehrwagens antreibt. Es besteht aus einer Feder 21, die auf
ein Zahnrad.22 einwirkt. Das Zahnrad 22 treibt ein Ritzel ,2i3, das auf der Achse
g, welche das Zahnrad 8 des seitlichen Vorgeleges trägt, fest angeordnet ist. Auf
der Welle 9 befindet sich ferner ein Zahnrad 24, welches ein Ritzel 25 antreibt,
das mit einem Zahnrad 26
starr verbunden ist. Dieses treibt ein Ritzel 27,
auf dem sich ein Rastenrad 12,8 befindet, in dessen Rasten eine Klinke 29 eingreift,
die ein Rückwärtsdrehen des Getriebes verhindert. Ritzel 27 und Rastenrad 28 sitzen
fest auf einer Welle 3:0, die beim Betrieb des Fahrzeuges eine sehr große Drehzahl
erreicht. Auf diese Welle 30 wirkt ein Bremshebel p, der an der Außenwand
des Gehäuses 6 um einen Zapfen 3,2 schwenkbar ist. Dieser Hebel 31 besitzt an seinem
unteren Ende eine Schrägfläche 33, die sich beim Umlegen des Hebels 31. bremsend
gegen die Achse 30 legt. Der Antrieb der Hinterachse 5 erfolgt von dem Zahnrad 2b
aus unter Zwischenschaltung eines Zahnrades 4o.
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Nach obenhin ist das vordere Teil des Fahrzeuges durch ein oberes
Abdeckblech 34 geschlossen, das etwa der Haube eines Motorfahrzeuges nachgebildet
sein kann. Ein waagerechtes Blech 35 dient gleichzeitig als Sitz für eine Fahrerpuppe
und zum Abdecken des hinteren Teiles des Fahrzeuggetriebes. Zwischen den Blechen
3,4 und 35 ragt der Handgriff 37 des Bremshebels @3ii heraus, der von dem Spielenden
leicht betätigt werden kann.
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Läuft das aufgezogene Spielzeug über eine Tischfläche, auf der sich
beispielsweise Brotkrumen befinden, so werden diese von der Kehrbürste 13 über das
Kehrblech 36 auf das Aufnahmeblech 17 befördert. Hat sieh auf diesem eine gewisse
Menge von Brotkrumen od. dgl. angesammelt, so kann der Spielende das Fahrzeug anheben
und das Aufnahmeblech J7 nach Läsen des Verschlußbügels 19 aufklappen, um den gesammelten
Schmutz auszuleeren; Durch Betätigung des Hebels 31 kann das Fahrzeug jederzeit
gebremst und wieder angelassen werden.
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Es ist möglich, das Fahrzeug mit einer Lenkvorrichtung für die Vorderachse
zu versehen. Auch kann das beschriebene Fahrzeug in üblicher Weise abgewandelt werden.
Beispielsweise kann es als Dreiradfahrzeug ausgebildet sein. Auch ist es möglich,
Kehrwagen ohne-Triebwerk, die durch Schieben oder Ziehen des Spielenden betätigt
werden, in entsprechender Weise auszubilden, wobei dann der Antrieb der. Kehrbürste
von den Fahrzeugrädern aus erfolgt.