DE87149C - - Google Patents

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DE87149C
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    • D—TEXTILES; PAPER
    • D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05B—SEWING
    • D05B35/00—Work-feeding or -handling elements not otherwise provided for
    • D05B35/02—Work-feeding or -handling elements not otherwise provided for for facilitating seaming; Hem-turning elements; Hemmers

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Obwohl es bekannt ist, überstehende Stoffkanten als Abfall von Stoffbahnen vor oder während einer·;·Näharbeit auf der Maschine abzuschneiden, ist es bisher nicht gelungen, Stoffbahnen auf der Maschine selbst in einzelne Stücke (Taschentücher, Servietten) zu zerschneiden und letztere gleichzeitig zu säumen. Eine Schwierigkeit zur Ausführung dieser Mafsnahme besteht darin, dafs sich eine Stoffbahn von zwölf und noch mehr Einzelstücklängen nicht ohne Weiteres mit ihren mitten im Stoff liegenden Stellen, welche durchschnitten und besäumt werden sollen, zwischen den Schneid- und Nähapparaten durchführen läfst. Diese Schwierigkeit ist in der vorliegenden Erfindung dadurch beseitigt worden, dafs die Stoffbahn um die scharfe Kante eines Führungslineals h an der zu zerschneidenden und zu säumenden Stelle herumgelegt wird und hierauf zwischen zwei Messerschneiden hindurchgeführt, durchschnitten und entlang der einen erst durch den Schnitt erhaltenen Kante des einen Stoffstückes gesäumt werden kann. Durch das Umlegen der Stoffbahn wird einerseits jede zu trennende Grenzstelle zwischen zwei im Stoff noch zusammenhängenden Einzelstücken in die richtige Arbeitslage zum Messer und Säumer gebracht und andererseits der Stoff selbst dorthin verlegt, wo bewegliche und feststehende Maschinentheile seiner Vorwärtsbewegung nicht hinderlich sind.
Zur Ausführung der neuen Mafsnahme kann die in Fig. 1 bis 5 dargestellte Einrichtung dienen.
Es wird das Messer, welches die Stoffbahn nach einander in Einzelstücke zerlegen soll, von einer Schneide a1, welche oben auf dem Drückerfufs b festgeschraubt ist, und einer Schneide α2 gebildet, welche ein Arm c trägt. Letzterer ist an eine Hülse d der Drückerfufsstange e drehbar angehängt und andererseits mittelst eines kleinen Lenkers c1 und einer an dieser sitzenden Rolle c2 auf den Stoffschieber f oder dessen Platte gestützt. Der Lenker untergreift den Arm c mittelst eines Stiftes c3. Eine an der Hülse d sitzende Feder g ist bestrebt, den Arm c und mit diesem die Messerschneide a2 gegen die Maschinenplatte hinabzudrücken, wobei die Schneide α2 scheerenartig an der anderen Schneide a1 vorüberbewegt wird.
Die Schneidflächen des Messers verlaufen in Richtung des FUhrungsliqeals h, um dessen scharfe Kante die Stoffbahn herumgelegt und durch den Stoffschieber f einem mit dem Drückerfufs b verbundenen Säumer zugeführt wird (Fig. 5). Der Säumer mag eine bekannte, aus Umlege- und Führungsflächen bestehende Einrichtung haben und tritt in Thätigkeit, nachdem die über das Führungslineal herumgelegte Stoffbahn durch das Scheerenmesser eingeschnitten worden ist. Der Stoff bewegt sich zwischen den beiden Messerschneiden hin-

Claims (3)

  1. durch, welche durch die Maschine auf- und abbewegt werden. Die Schneide α1 folgt den Bewegungen des Drückerfufses, die Schneide ä2 wird durch den sich hebenden Stoffschieber / mittelst Rolle c-, Lenker c1 c3 und Arm c gehoben und durch die Feder g wieder gesenkt. Die Bewegungen der Schneide a2 sind gröfser als die der Schneide a1, so dafs beim Heben beider Schneiden das Scheerenmaul sich etwas öffnet und den Stoff aufnimmt und beim Senken der Schneiden die sich mehr senkende Schneide α2 an der sich weniger senkenden Schneide herabgleitet und oberhalb des Führungslineals den Stoff entlang der Linie η η durchschneidet, dessen eine durch den Schnitt erhaltene Kante von dem Säumer umgelegt und von diesem und der Nadel gesäumt wird.
    Die vorbeschriebene Vorrichtung ist nach Fig. 6 und 7 in der Weise abgeändert, dafs die Schneide-α1, anstatt auf dem Drückerfufs, am Tragestück dl des Armes c sitzt und dieses Tragestück, welches an der Drückerfufsstange e angebracht ist, quer zur Richtung der Stoffschnittlinie η η verschoben werden kann. Infolge dessen kann das Messer a1 a2 in verschiedene Lagen über dem Drückerfufssäumer eingestellt und daher können verschieden breite Säume erhalten werden.
    Patent-Ansρrüche:
    ι . Verfahren, in einer Stoffbahn gewebte Einzelstücke (Taschentücher, Servietten) dadurch auf einer Saumnähmaschine von einander zu trennen und zu säumen, dafs die Stoffbahn nach einander an den Grenzstellen zwischen je zwei Einzelstücken um eine feste Führungskante umgelegt und durch das Messer und den Säumer unbehindert von anderen Maschinentheilen geführt wird.
  2. 2. Ein zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 dienendes Messer, bestehend aus einer über dem Säumer sitzenden Schneide (a1) und einer an die Drückerfufsstange (e) angehängten und von dem Stoffschieber (J) unterstützten Schneide fa-J, deren Schneidflächen in Richtung der herzustellenden Säume verlaufen und durch die, Maschine mit ungleich grofsen Ausschlägen neben einander auf- und abbewegt werden.
  3. 3. Ein für das Verfahren nach Anspruch 1 benutzbares Messer, dessen Schneidflächen quer zur Richtung der Stoffschnittlinie (n n) über dem Drückerfufssäumer verschoben werden können, um verschieden breite Säume erhalten zu können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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