DE871399C - Steuereinrichtung fuer ein durch ein Druckmittel betriebenes Nietgeraet mit elektrischer Nieterwaermung - Google Patents

Steuereinrichtung fuer ein durch ein Druckmittel betriebenes Nietgeraet mit elektrischer Nieterwaermung

Info

Publication number
DE871399C
DE871399C DEO586D DEO0000586D DE871399C DE 871399 C DE871399 C DE 871399C DE O586 D DEO586 D DE O586D DE O0000586 D DEO0000586 D DE O0000586D DE 871399 C DE871399 C DE 871399C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pressure
cylinder
valve
pressure medium
riveting
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEO586D
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Jaeger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GM Deutschland Holdings GmbH
Original Assignee
Adam Opel GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Adam Opel GmbH filed Critical Adam Opel GmbH
Priority to DEO586D priority Critical patent/DE871399C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE871399C publication Critical patent/DE871399C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21JFORGING; HAMMERING; PRESSING METAL; RIVETING; FORGE FURNACES
    • B21J15/00Riveting
    • B21J15/02Riveting procedures
    • B21J15/08Riveting by applying heat, e.g. to the end parts of the rivets to enable heads to be formed

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Press Drives And Press Lines (AREA)

Description

  • Steuereinrichtung für ein durch ein Druckmittel betriebenes Nietgerät mit elektrischer Nieterwärmung Die Erfindung betrifft eine Steuereinrichtung für ein Nietgerät, bei dem der zu stauchende Niet nach Einführung in das Nietloch durch elektrischen Strom erwärmt wird, wonach ein durch ein Druckmittel, z. B. Druckluft bewegter Stempel den Schließkopf des Nietes formt.
  • Sie geht dabei von einer Steuereinrichtung mit einem in der Druckmittelzuleitung liegenden Steuerventil aus, bei dessen Öffnen das Druckmittel einerseits zu dem den Nietstempel betätigenden Druckzylinder und andererseits zu einem Betätigungszylinder für den Heizstromschalter gelangt.
  • Der Erfindung liegt im wesentlichen die Aufgabe zugrunde, den Nietvorgang nach Bedienung eines Handschalters durch den Ausführenden selbsttätig ablaufen zu lassen, um dadurch einen raschen und stets gleichmäßigen Arbeitsablauf zu erzielen.
  • Hierdurch wird erstens eine wichtige Forderung in der Großserienfabrikation erfüllt, und zweitens werden die Nietverbindungen gleichmäßig, d.li. die Sorgfalt bzw. (Güte der Verbindungen ist nicht mehr in so hohem Maße wie früher vom Geschick und der Aufmerksamkeit des Ausführenden abhängig.
  • Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, den Ablauf der einzelnen Nietoperationen zeitlich zu regeln. Um gute und beanspruchungsgerechte Nietverbindungen herzustellen, ist es erforderlich, den Druck zum Formen des Schließkopfes nach dem Abschalten des Stromes noch eine Zeitlang auf den geformten Schließkopf einwirken zu lassen. Diese bekannte Maßnahme, wie sie vornehmlich bei größeren Nieten ratsam ist, macht die während der Erwärmung stattgefundene Ausdehnung des Nietschaftes wenigstens teilweise wieder rückgängig.
  • Weitere Merkmale sowie Einzelheiten der Erfindung gehen aus der nun folgenden Beschreibung und Zeichnung hervor. Es stellt dar Fig. i einen Längsschnitt durch das Nietgerät gemäß Linie I-I der Fig. 2, Fig. 2 eine Aufsicht auf das Nietgerät oberhalb der Linie II-II der Fig. i, Fig. 3, eine Vorderansicht, Fig. 4 einen Grundriß und Fig. 5 bis 7 Schnitte durch die zur Steuerung dienenden Vorrichtungen nach den Linien V-V, VI-VI und VII-VII,der Fig. 3.
  • Das Nietgerät besteht aus einem bügelförmigen Rahmen i. Dieser trägt den fest darin isoliert gelagerten, gekühlten und mit der einen Heizstromzuleitung 26 verbundenen Stempel 18 und den beweglichen Stempel 28, der mittels Kniegelenkübersetzung von einem in einem schwingbar gelagerten Zylinder 32 verschiebbaren Kolben 35 bewegt wird. Boden und Deckel des Zylinders sind mit "Bohrungen 38 und 39, versehen, an welche die das Druckmittel zu- und abführenden Rohre anschließen. Der Tragbügel i ist mit einem Handgriff 4o ausgestattet, mit Hilfe dessen das Nietgerät in die gewünschte Lage gerückt werden kann. Ein Hebel 41 ist an dieser Handhabe drehbar so angeordnet, daß ihn die Finger der auf dem Griff 40 liegenden Hand des das Nietgerät Bedienenden erreichen können. Beim Aniiehen des Hebels 41 wird ein Schalter 42 umgestellt und dadurch ein Stromkreis geschlossen, der die Umstellung der Steuerventile für das Druckmittel veranlaßt und den Nietvorgang einleitet.
  • Das Werkstück wird unter Vermittlung eines die vorgeformten Köpfe der Nieten in Aussparungen aufnehmenden, elektrisch leitenden Blokkes 6 von einer mit der anderen Heizstromzuleitung verbundenen, gekühlten Kupferplatte 5 gestützt, die von einem ortsfesten Gerüst 2, 3 unter Zwischenlage einer Isolierschicht 4 getragen wird. Das bewegliche Nietgerät wird nun unter Ergreifung der Handhabe 40 so eingestallt, d.aß der zu stauchende Niet 8 mit den Nietstempeln gleicha'chsig zu liegen kommt. Der beim Einschalten des Druckmittels vorgeschobene Kolben 35 wirkt nun auf den beweglichen Stempel 28; dieser legt sich gegen das feste Widerlager 2 mit ,der Wirkung, daß das ganze Nietgerät mit seinem festen Stempel 18 gegen das aus dem Werkstück herausstehende Ende des Nietbolzens 8 gedrückt wird. Dabei schließt sich der Heizstrom, der Bolzen erwärmt sich und gibt dem noch auf ihm lastenden Stempeldruck nach, der Nietkopf wird geformt.
  • Die Steuerung des beschriebenen Nietgerätes geschieht durch die den Gegenstand der Erfindung bildende, in den Fig. 3 bis 7 dargestellte Einrichtung. , Diese weist zunächst ein elektromagnetisches Relais 43 auf, dessen Stromkreis durch den Sehalter 42 (Fig. i) geöffnet und geschlossen werden kann. An dem Anker des Elektromagneten 43 ist eine Stange 44 angebracht, die gelenkig mit einem doppelarmigen Hebel 45 verbunden ist. Durch den Hebel 45 wird ein Ventil 47 betätigt, das den Zustrom eines Druckmittels, insbesondere von Druckluft, zu dem rückwärtigen Teil des Zylinders 32 (Fig. i) freigibt oder absperrt. Die Ausführung des Ventils 47 ist im einzelnen aus Fig. 5 ersichtlich. Es besteht aus einem Zylinder 48, auf dem ein Gehäuse 49. aufgeschraubt ist, das durch eine öffnung 5o mit der Druckmittelzuleitung in Verbindung steht. Der Zylinder 48 weist an seinem oberen Ende einen Kugelsitz 51 auf, gegen den eine Kugel 52 von einer im Gehäuse 49 angeordneten Feder 53: gedrückt wird. Die Kugel 52 wird bei einer Drehung des Hebels 45 im Uhrzeigersinn (Fig. 3) durch einen auf dem Hebel ruhenden- Steuerschieber 54 abgehoben, der in seinem unteren Teil in den Zylinder 48 dicht eingepaßt ist.
  • 'An seinem oberen Teil 55 ist der Steuerschieber 54 abgesetzt, so daß zwischen der Wandung des Zylinders und dem Teil 55 ein ringförmiger Raum 56 gebildet wird. Dieser Raum 56 steht über eine Bohrung 57 (Fig. 5) und Rohransatz 57d (Fig. 3) über eine strichpunktiert angedeutete Leitung (Fig. 3) mit der Bohrung 38 des Zylinders 32 in Verbindung. Beim Anheben der Kugel 52 kann also das Druckmittel in den Zylinder 32 (Fig. i) auf die Rückseite' des Kolbens 35 gelangen und letzteren nach vorn bewegen, wobei der Kniehebel 29, 3ü in die gestreckte Lage bewegt wird. Der Zylinder 48 weist ferner dicht oberhalb der Stelle, an der sich der .,Absatz des Steuerschiebers 54 befindet, wenn die Kugel 52, auf ihrem Sitz ruht, einen ins Freie führenden Auslaß 58 auf, durch den bei geschlossenem Kugelventil 52 das Druckmittel beim Rückgang des Kolbens 35 entweichen kann. Beim Anheben der Kugel 52 durch die Stange 54 wird die Öffnung 58 sofort verschlossen.
  • In der Wandung des Zylinders 48 ist ferner eine Bohrung 59 vorgesehen, die in der Offenstellung des Ventils 52 durch eine Ringnut 6o, eine axiale Bohrung 6r und zwei radiale Bohrungen 62 und 63 mit dem Ringraum 56 in Verbindung steht. Die Bohrung 59 steht über die Leitung 78 mit einem Reduzierventil 77 und weiter über Leitung 8o mit dem in Fig.6 in größerem Maßstab im Schnitt dargestellten Zylinder 64 in Verbindung. In diesem Zylinder kann sich ein Kolben 65 bewegen, der auf seiner dem Druckmitteleinlaß 66 gegenüberliegenden Seite eine Stange 70 trägt, die in einem den Zylinder 64 abschließenden Stopfen 68 geführt ist. Eine Feder 69 sowie die in dem oberen Teil des Zylinders eingeschlossene Luft sind bestrebt, den Kolben 65 entgegen der Wirkung des Druckmittels 'nach unten zu drücken. Die Stange 70 ist an ihrem 'oberen Ende mit einem Isolierstück 70a versehen, mit dem sie auf ein Kontaktstück 71 einwirken kann (Fig. 3), das durch eine federnd ausgebildete Leitung 72 mit einer nicht dargestellten Stromquelle verbunden ist. Dem Kontaktstück 71 gegenüber ist ein von einer Feder 75 belastetes Kontaktstück 73. in einem Halter 74 verschiebbar angebracht, das mit dem anderen Pol der Stromquelle durch eine Leitung 76 über ein nicht dargestelltes Relais zum Einschalten des Heizstromes für das Nietgerät in Verbindung steht.
  • In die von der Bohrung 59 des Zylinders 4.8 zu der Bohrung 66 des Zylinders 64 führende Leitung ist bei der dargestellten Ausführungsform ein in Fig. 7 im Schnitt gezeigtes' Reduzierventil 77 eingeschaltet, durch das der Druckmittelzufluß aus dem Zylinder 48 in den Zylinder 64 geregelt werden kann. Es weist zwischen einem mit der Bohrung 59 durch die Leitung 78 (Fig. 3) in Verbindung stehenden Raum 79 (Fig. 7) und einem durch die Leitung 8o (Fig. 3) mit der Bohrung 66 (Fig. 6) im Zylinder 64 in Verbindung stehenden Raum 8i eine Bohrung 82 auf, die durch das schwach konisch zulaufende Ende 83 einer in dem Ventilkörper geführten Schraube 84 mehr oder weniger verschlossen werden kann.
  • Die Feder 69, die den Kolben 65 belastet (Fig. 6), ist so stark gewählt, daß der Druck des Druckmediums auf den Kolben 65 so lange nicht zu seiner Verschiebung ausreicht, als der Kolben 35 im Zylinder 32 (Fig. i) sich merklich bewegt und das Druckmittel daher Gelegenheit hat, in den Zylinder einzuströmen.
  • Die Einrichtung muß so getroffen werden, daß bei der Schließung des Kugelventils 51, 52 (Fig. 5) der Kontakt zwischen den Kontaktstücken 71 und 73 (Fig. 3) möglichst sofort und jedenfalls eher unterbrochen wird, als der Kolben 35 (Fig. i) sich zurückzubewegen beginnt. Dem in dem Zylinder 64 eingeschlossenen Druckmittel muß daher Gelegenheit gegeben werden, aus ihm möglichst ungehindert auszutreten. Bei der dargestellten Ausführungsform ist zu diesem Zweck von der Bohrung 59 in dem Zylinder 48' eine Zweigleitung 85 (Fig.5) abgezweigt, die in der in Fig. 5 dargestellten tiefsten Lage des Steuerschiebers 5-1, eine Verbindung mit einer zweiten Ringnut 86 herstellt, die in dem Steuerschieber 54 vorgesehen ist und durch eine axiale Bohrung87 und radiale Bohrungen 88 und 89 mit dem Außenraum in Verbindung steht. Die Querschnitte dieser Verbindungsleitung sind so zu wählen, daß das Druckmittel möglichst ungehindert abfließen kann. Gegebenenfalls kann auch an dem Zylinder 64 selbst ein Auslaßventil vorgesehen sein, das beim Offnen des Schalters 42 geöffnet wird.
  • Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Nachdem das Werkstück, in das vorher die Nietbolzen 8 eingesetzt wurden, derart gelagert ist, daß die vorgeformten Köpfe 8a der Bolzen iii die ,Aushöhlungen des Blockes 6 zu liegen kommen, bringt der Arbeiter das Nietgerät in eine solche Lage, daß die Achsen des zu nietenden Bolzens, der Elektrode 18 und des Druckstempels 28 zusammenfallen. Der Druckstempel 28 befindet sich dabei in seiner tiefsten Lage, in der der Kolben 35 an der hinteren Wand des Zylinders 32 anliegt. Durch Umlegen des Schalters 42 mittels des Hebels .41t wird der Stromkreis des Relais 43 geschlossen, der Anker 4.4. angezogen und der Hebel 45 im L'hrzeigersinn gedreht. Dabei wird der Steuerschieber 54 des Ventils 47 nach oben bewegt und auf diese Weise das Kugelventil 51, 52 geöffnet. Gleichzeitig wird die Bohrung 58: des Zylinders 48 geschlossen und die Verbindung des Zylinders 64 (Fig. 6) mit der Außenluft über die Zweigleitung 85 und die Ringnut 86 unterbrochen, während die Ringnut 6o in die gleiche Höhe wie die Bohrung 59 gelangt ist. Das Druckmittel kann also jetzt aus dem Ringraum 56 durch die Bohrungen 57 und 38 und die sie verbindende Leitung in den Zylinder 32 gelangen und den Kolben 35 in Bewegung setzen, durch den über die Stange 37 der Kniehebel -a9, 30 durchgedrückt wird, so daß sich der Stempel 28 relativ zum Rahmen 16 nach oben bewegt. Letzterer wird dabei nach unten gezogen, sobald die Spitze des Stempels 28 mit dem als Widerlager dienenden Rahmen 3 in Berührung kommt. Wenn der Einsatz 24 auf das Ende des Nietbolzens 8 trifft, kann sich der Kolben 35 nicht weiter bewegen, da der Druck nicht ausreicht, den kalten Nietbolzen zu verformen; der Druck in dem Ringraum 56 steigt daher an, und das Druckmittel, das durch die Bohrungen 63, 61 und 62, den Räum 6o, die Bohrung 59, die Leitung 78, das Reduzierventil 77, die Leitung 8o.und die Bohrung 66 in den Zylinder 64 gelangt ist, ist jetzt imstande, den Kolben 65 nach oben zu drücken, so daß die Kontaktstücke 71 und 73 in Berührung kommen. Dadurch wird ein Stromkreis geschlossen, der ein Relais betätigt, welches den Primärstromkreis eines Transformators schließt, der den zur Erwärmung des Nietes nötigen Heizstrom liefert. Dieser wird dem Nietbolzen einerseits durch die Leituitg 12, die Platte 5 und den Block 6 und andererseits durch die Leitung i9, die Elektrode 18 und den Einsatz 24 zugeführt. Durch dein Strom wird der Bolzen 8 so weit erwärmt, daß der von dem Druckmittel in dem Zylinder 32 auf den Kolben 35 ausgeübte und durch den Kniehebbl 29, 3o auf den Stempel 28 übertragene Druck genügt, den oberen Nietkopf in der Aushöhlung 25 des Einsatzes 24 zu formen. Wenn dieser Vorgang beendet ist, läßt der Arbeiter den Hebel 41 los, so daß der Schalter q.2 geöffnet wird. Die Unterbrechung des Stromkreises kann jedoch auch selbsttätig geschehen, wenn der Stempel 28 eine bestimmte, von der Länge des Nietbolzens 8 abhängige und regelbare Stellung erreicht.
  • Die Einrichtung muß so getroffen sein, daß der Strom zur Erwärmung des Nietbolzens eher ausgeschaltet wird, als der Nietdruck nachläßt. Dies könnte dadurch bewirkt werden, daß durch den Schalter 42 nicht nur der Stromkreis des Elektromagneten 43, sondern auch der durch das Relais für die Einschaltung des Heizstromes fließende Strom unterbrochen wird. Der Nietdruck wird solange aufrechterhalten, als sich der Kolben 35 in der vorderen Endlage in dem Zylinder 32 befindet. Die Rückführung des Kolbens 35 könnte durch eine auf seiner Vorderseite angeordnete, sich gegen die Vorderwand 36 des Zylinders 32 abstützende Feder geschehen, die den Kolben-35 zurückdrückt, wenn nach dem Abfallen des Ankers von dem Relais 43: der Steuerschieber 54 in die in Fig. 5 gezeigte Lage zurückgeht und die Auslaßöffnung 58 freigegeben wird.
  • Bei der dargestellten Ausführungsform geschieht jedoch die Rückführung des Kolbens 35 ebenfalls durch Druckluft. Zu diesem Zwecke ist die Druckluftleitung über ein weiteres Ventil go (Fig. 3) mit einer nicht dargestellten, zu der auf der Vorder-*seite des Zylinders 3.2 angebrachten Öffnung 39 führenden Leitung verbunden. Das Ventil go ist ähnlich ausgeführt wie das Ventil 47. Es weist ebenfalls eine federbelastete Kugel auf, die von ihrem Sitz durch die ;Anhebung eines Steuerschiebers gii abgehoben werden kann, der auf dem Arm 45a des Hebels 45 aufliegt. Ferner sind den Bohrungen 57 und 58 des Ventils 47 entsprechende Bohrungen vorgesehen, von denen die erstere zum Anschluß der zu der Bohrung 39. führenden Leitung und die letztere als Auslaß dient. Die weiteren Bohrungen 59 und 85 im Zylinder 48 sowie die axialen und radialen Bohrungen und die Ringnuten des Steuerschiebers 54 haben kein Gegenstück bei dem Ventil go..
  • Im Rühezustande befindet sich das Ventil 47 und die Stange 45 in der in Fig. 3 und 5 dargestellten Lage. Die Kugel 52 des Ventils 47 verhindert den Eintritt von Druckmittel, und die zur Bohrung 38 des Zylinders 32 führende Leitung ist über oder Anschlußöffnung 57 und Bohrung 58 mit der Außenluft verbunden.
  • Die Kugel des Ventils go@ aber ist durch den Arm 45a angehoben, wodurch die zur Bohrung 39 des Zylinders 32 führende Leitung unter Druck steht. Infolgedessen ist der Kolben 35 ganz nach rechts verschoben, und der Stempel 2'81 befindet sich in seiner tiefsten Stellung.
  • Beim Schließen des Schalters 42 werden durch den Hebel 45 die Kugel des Ventils 47 angehoben und hierdurch die oben beschriebenen Vorgänge eingeleitet, während die Kugel des Ventils go den Zutritt von Druckmittel . verhindert. Das auf der linken Seite des Kolbens 35 befindliche Druckmittel kann dabei über die Bohrung 39 und eine Leitung zu Ventil go durch eine Öffnung entweichen. Diese Öffnung entspricht der- Bohrung 58 des Ventils 47. Wird nach beendeter Nietung der Schalter 42 geöffnet, der Stromkreis des Elektromagneten also unterbrochen, so fällt der Anker mit der an ihm angebrachten Stange 44 ab, und der Hebel 45 dreht sich entgegen dem Uhrzeigersinn. Dadurch verhindert die Kugel des Ventils 47 die Druckmittelzufuhr, und die Kugel des Ventils go hebt sich von ihrem Sitz.
  • Infolgedessen wird Druck auf die Vorderseite des Kolbens 3.5 ausgeübt und dieser zurückbewegt, wobei das Druckmittel, das sich auf der Rückseite des Kolbens 35 befindet, durch die Öffnung 58 des Ventils 47 ins Freie entweichen kann. Beim Zurückgehen in die in Fig. 5 dargestellte Lage der Kugel 52 bzw. des im Zylinder 48 verschiebbaren Steuerschiebers 54 wird gleichzeitig die Verbindung des Zylinders 64 mit demRingraum 56 unterbrochen und dafür über die Leitung 85 der Ringraum 86 und die radialen bzw. axialen Bohrungen 88, 87 und 89@eine Verbindung mit derAtmosphäre hergestellt. Das 'Druckmittel kann infolgedessen aus dem Zylinder 64 entweichen und der Kolben 65 unter dem Einfluß der Feder 69 zurückgehen, so daß die Kontaktstücke 71 und 73- getrennt werden und der Stromkreis des den Heizstrom steuernden Relais unterbrochen wird. Wie schon erwähnt, ist die Feder 69 so stark ausgebildet, daß schon bei einem geringen Nachlassen des Druckes in dem Zylinder 64 die Unterbrechung des Relaisstromkreises stattfindet, damit der Heizstrom abgeschaltet ist, ehe der Nietdruck merklich nachläßt.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Steuereinrichtung für ein durcheinDruckmittel betriebenes Nietgerät mit einem in der Druckinittelzuleitung liegenden Steuerventil, bei dessen Öffnen das Druckmittel einerseits zu dem den Nietstempel betätigenden Druckzylinder und andererseits zu einem Betätigungszylinder für den Heizstromschalter gelangt, dadurch gekennzeichnet, daß das von einem durch einen Handschalter (42) gesteuerten Hubmagneten (43) zu öffnende Steuerventil (47) gleichzeitig sowohl den Kolben (35) für den Nietstempel (28) als auch den die Schließung des Heizstromhilfsschalters (7i, 73) bewirkenden Kolben (65) unter Druck setzt, der durch eine Gegenfeder (69) so belastet ist, daß sie nur beim Auftreten des vollen Druckes eine Schließung des Heizstromhilfsschalters (7i, 73) zuläßt, und daß bei Rückbewegung des Hubmagneten (43) ein zweites Steuerventil (go) den Kolben (35) für den Nietstempel (28) unter Gegendruck setzt.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkörper des den Arbeitsdruck einleitenden Steuerventils (47) eine federbelastete Kugel (52) enthält, die durch einen Steuerschieber (54) von ihrem Sitz abhebbar ist, und daß der Steuerschieber in seiner einen.Stellung die Rohrleitungsanschlüsse (57 und 59) zum Druckzylinder (32) des Nietstempels und zum Betätigungszylinder (64) des Heizstromhilfsschalters mit der Druckmittelquelle verbindet und in der anderen Stellung das Kugelventil schließt und die Rohrleitungsanschlüsse . mit der Außenluft verbindet.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkörper des zweiten Steuerventils (go) eine federbelastete Kugel enthält, die durch einen Steuerschieber (9i) von ihrem Sitz abhebbar ist, und daß der Steuerschieber in seiner oberen Stellung die Gegenseite im Druckzylinder (32) des Nietstempels mit der Druckmittelquelle verbindet und in seiner unteren Stellung das Kugelventil schließt und dabei die Gegenseite des Druckzylinders mit der Außenluft verbindet.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch r und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerschieber (54, 9I) der beiden Steuerventile (47,go) auf den beiden Armen (45, 45a) eines doppelarmigen Hebels ruhen, der von den Hubmagneten (43) geschwenkt wird.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch r, gekennzeichnet durch ein in der Leitung zwischen dem den Arbeitsdruck einleitenden Steuerventil (47) und dem Druckzylinder (64) für die Schließung des Heizstromhilfsschalters angeordnetes Drosselventil (77). Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 4o6 8g3.
DEO586D 1939-06-14 1939-06-14 Steuereinrichtung fuer ein durch ein Druckmittel betriebenes Nietgeraet mit elektrischer Nieterwaermung Expired DE871399C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEO586D DE871399C (de) 1939-06-14 1939-06-14 Steuereinrichtung fuer ein durch ein Druckmittel betriebenes Nietgeraet mit elektrischer Nieterwaermung

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEO586D DE871399C (de) 1939-06-14 1939-06-14 Steuereinrichtung fuer ein durch ein Druckmittel betriebenes Nietgeraet mit elektrischer Nieterwaermung

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE871399C true DE871399C (de) 1953-09-28

Family

ID=7349248

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEO586D Expired DE871399C (de) 1939-06-14 1939-06-14 Steuereinrichtung fuer ein durch ein Druckmittel betriebenes Nietgeraet mit elektrischer Nieterwaermung

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE871399C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1054308B (de) * 1956-08-25 1959-04-02 Kugelfischer G Schaefer & Co Verfahren und Vorrichtung zum elektrischen Vernieten von Waelzlagerkaefigen durch Widerstandserhitzung
CN109127987A (zh) * 2018-09-26 2019-01-04 天津七所高科技有限公司 半自动铆接设备

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE406893C (de) * 1924-12-04 Thomas E Murray Verfahren zum elektrischen Nieten

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE406893C (de) * 1924-12-04 Thomas E Murray Verfahren zum elektrischen Nieten

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1054308B (de) * 1956-08-25 1959-04-02 Kugelfischer G Schaefer & Co Verfahren und Vorrichtung zum elektrischen Vernieten von Waelzlagerkaefigen durch Widerstandserhitzung
CN109127987A (zh) * 2018-09-26 2019-01-04 天津七所高科技有限公司 半自动铆接设备
CN109127987B (zh) * 2018-09-26 2024-01-26 天津七所高科技有限公司 半自动铆接设备

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2801249A1 (de) Vorrichtung zum entgraten beim widerstandsstumpfschweissen von schienen
DE2260556A1 (de) Vorrichtung zum abisolieren von leiterenden
DE871399C (de) Steuereinrichtung fuer ein durch ein Druckmittel betriebenes Nietgeraet mit elektrischer Nieterwaermung
DE1037331B (de) Heissspritzanlage fuer Farben, Lacke, plastische, z. B. bituminoese Stoffe
DE1293594B (de) Transportable Gesenk-Presse
DE2146644A1 (de) Nähmaschine zum Annähen von Knöpfen
DE1483579B1 (de) Vorrichtung zur Entlueftung von Giessformen an Druckgiessmaschinen
DE1054525B (de) Vorrichtung zum Anbringen von Verbindern oder Kabelschuhen an Leitern von einem ununterbrochenen Verbinderstreifen
EP3302843B1 (de) Biegewerkzeug für eine biegepresse und verfahren zum manipulieren eines solchen biegewerkzeuges
DE687165C (de) Nieteinrichtung mit Erwaermung des zu verformenden Nietes durch elektrischen Strom
DE958447C (de) Automatische Versenkmaschine
DE1964672A1 (de) Pneumatische Verzoegerungsvorrichtung
DE2700963C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Auswerfen der Werkstücke beim elektrochemischen Entgraten
DE3414522C1 (de) Bolzenschweißgerät
DE575059C (de) Stauchpresse
DE625775C (de) Elektrische Punktschweissmaschine
DE962624C (de) Widerstands-Schweisszange mit von Hand erzeugtem Elektroden-Anpressdruck
DE837039C (de) Durch ein Druckmittel betaetigte Nietpresse
DE2326921C2 (de) Anordnung zur Steuerung des Elektrodenhubes von elektrischen Widerstands-PunktschweiB-PunktschweiBwerkzeugen
DE970168C (de) Hand-Punkt-Schweisszange zum Steppschweissen und zum Einzelpunktschweissen
DE390447C (de) Einrichtung zum elektrischen Anschweissen von Metallstiften u. dgl. an Metallkoerper
DE923467C (de) Einrichtung zur Herstellung von Pressteilen, insbesondere mit einem Stueckgewicht bis zu 20 g
AT110051B (de) Spritzgußmaschine, bei der die Bewegung des Formschlittens, sowie das Öffnen und Schließen der Formhälften mittels Druckgas erfolgt.
DE427178C (de) Spritzgussmaschine
DE952886C (de) Maschine zum Pressen von Behaeltern durch hydraulischen Innendruck auf eine elastische Huelle