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Badewanne Die Erfindung bezieht sich auf eine Badewanne, insbesondere
für Kleinwohnungen, und. bezweckt, die Wanne mit Wasch- und Spülgeräten und anderen
zusätzlichen Einrichtungen zu verbinden, durch welche der Gesamtraumbedarf der Wohnung
wesentlich herabgemindert wird, insbesondere der Baderaum mit der Küche 'vereinigt
werden kann, und: gesonderte Wasser- und Abflußleitungen sowie Warmwasserbereitungseinrichtun:gen
für Küche und Badegelegenheit erübrigt werden.
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Es ist bekannt, mit auf den Längsrändern einer Badewanne. aufgelegten
Tragbügeln Waschbecken oder andere beim Waschen oder Baden benutzte Geräte abnehmbar
anzubringen, ohne daß dabei der Aufbau der Wanne eine Änderung erfährt. Dabei 'handelt
es sich jedoch um behelfsmäßige Einrichtungen, durch welche eine Zusammenfassung
s mtlieber Spül- und Waschgeräte der Wohnung und eine wesentliche Raumersparnis
nicht erreicht wird. Außerdem treten. erhebliche Unanne'hmlic'hkeiten dadurch auf,
d-aß die Wanne durch das in sie ablaufende Abwasser ständig verschmutzt wird.
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Zur Vermeidung dieser Nachteile und zur Lösung der eingangs genannten
Aufgabe sind gemäß der Erfindung mehrere gegebenenfalls klappbar angebrachte Tragbügel
vorgesehen, die zum Aufsetzen z. B. eines Waschbeckens, eines Spülkastens und eines
Waschkübels oder einer Kinderbadewanne .dienen, und unterhalb des wandseitigen Randes
durch die Wannenwand tretende Abflußrohre angebracht, in welche die Abflußstutzen
der aufgesetzten Gefäße hineinragen.
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Durch diese Maßnahme können. sämtlicheWasch-und Spülgeräte d"--r Wohnung
mit der Badewanne
vereinigt werden, wobei nur eine Wasserzufluß-
und -abflußleitung erforderlich ist und sich ein besonderer Baderaum erübrigt.
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Ferner wird jedem Waschbecken oder Spülkasten ein Kalitwasserhahn
zugeordnet; Warmwasser wird den Zapfstellen. über -einen Umschalter von einem elektrischen
Überlaufspeicher aus zugeleitet.
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Ohne zusätzlichen Raumbedarf kann die Badewanne mit einem Reservebett
vereinigt werden, dessen Matratzenrahmen im Raum unter dem vorderen Längswulstrand,
der Wanne klappbar angeordnet wird. Der Raum unter .dem wandseitigen Längsrand;
der Wanne wird zur Unterbringung von Tafeln, eingerichtet, die zu einer auf :die
Wanne aufzulegenden Tischplatte zusammengesetzt werden können.
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Weitere Erfindungsmerkmale ergeben sich aus den Ansprüchen in Verbindung
mit der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles. In der Zeichnung
zeigt Fig. i einen Grundriß der erfirndungsgemäß ausgestatteten Badewanne, Fig.
2 eine dazugehörige Seitenansicht mit einer Darstellung des Wasserleitungssystems
und Fig. 3 einen Schnitt nach dier Linie III-III der Fig. i.
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Auf die beiden Längsränder i und 2 (Fig. i) der Badewanne 3 kö.nuM
Doppeltragbügel 4, 5, 6 aufgelegt werden, an welchen Wasch- und Spülgeräte der verschiedenen
Art befestigt sein können, z. B. ein Waschgefäß 7, ein Waschkübel oder eine Kinderbadewanne
8 und ein Spülkasten 9.
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Die verschließbaren Ablaufstutzen i i dieser Wasch- und Spülgefäße
sitzen. am hinteren Ende der Gefäße und sind schräg nach unten gerichtet. Sie treten,
je in, eine Abfluß:rohr 12 (Fig. 3) ein, das ,durch .die Wannennvand hindurchgeführt
ist. Diese Abflußrohre sind miteinander durch eine Leitung 13 vereinigt, welche
hinter dem. Abflußventil 14 der Badewanne mündet, so daß das Abwasser der aufgesetzten
Wasch- oder Spülgefäße der Wanne unter Umgehung des Wannenraumes unmittelbar abgeführt
wird. Jedem Spül- oder Waschgefäß ist ein Kaltvas-s@erhahrn 15 (Fig. i) zugeordnet,
der von einer gemeinsamen Zuflußleitung 16 gespeist wird. Diese speist auch, über
einte Leitung 1117 einen elektrischen Überlauf speich.er 18, welcher über eine Leitung
19, einen Umschalter 2,1 und die Leitungen 2,z, 23, 2'4 das warme Wasser zu den
einzelnen Zapfstellen 15 bringt. Neben den Auslaufrohren z5 der Kaltwasserhähne,
die in bekannter Weise schwenkbar ausgebildet sein können,, können besondere Auslaufrohre
für das Warmwasser angebracht werden,; jedoch kann-das Warmwasser auch in die Auslaufrohre
25 der Kaltwasserhähne geleitet werden.
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Zum Gebrauch der Badewanne werden die Wasch- und Spülgeräte abgehoben,
und beiseite gestellt. Die Abflußrohre 1:2 können zum Einsetzern von beim Baden
benutzten Geräten, wie Seifen-oder Schwammschalen od:. dgl., benutzt werden.
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Auf der rechten Seite dies Spülkastens 9 (Fig. i) ist ein Spülbrett
26 angeordnet, das mittels Haltestangen 27 in einem Scharnier 28 an der Wand klappbar
befestigt ist, bei Nichtgebrauch senkrecht an, die Wand geschwenkt und dort durch
einen Riegel befestigt werden kann.
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In den-unterhalb der Längswulstränder der Badewanne befindlichen Räumen
können zur weiteren Raumausnutzung Wohnungsausstattungsgegenstände untergebracht
sein; z. B. kann die Badewanne mit einem Reservebett verbunden sein, in, dem unter
dem vorderen Längsrand 2 Scharniere 29 angebracht sind, an welchen ein Matratzenrahmen
3.1 schwenkbar aufgehängt ist, der aus der sen'krec'ht hängenden Lage in die waagerechte
Lage 31' geschwenkt werden kann. Der Rahmen ist mit klappbaren und feststellbaren
Stützen 32 versehen. Von den Auflegematratzen. können zwei Stück bei Nichtgebrauch
unterhalb der Badewanne, ein Stück an der Stirnseite und das Keilkissen an d :er
anderen Stirnseite untergebracht werden. Bei- Nichtgebrauch des Reservebettes kann
die zurückgeklappte Matratze durch eine VerkleidÜng 34, die mit einem umgebogenen
Rand 35 an. dem Badewanrnenrand 2 aufhän,gbar ist, abgedeckt sein.
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Auch der Raum unter dem wandseitigen Längsrand i der Badewanne kann
vorteilhaft ausgenutzt werden, indem dieser zum Abstellen von Platten 36 (Fig. 3),
zweckmäßig drei Stück, benutzt wird, die zu einer langen Tischplatte zusammensetzbar
sind, welche auf die oberen Ränder der Badewanne bzw. auf die Ränder .der aufgesetzten,
Gefäße gelegt wird. Um Zutritt zu dem Raum hinter der Badewanne zu erhalten, ist
der obere Rand i an Scharnieren 37 nach innern klappbar ausgebildet, und zwar in
drei Teilen, damit je nach Bedarf eine der drei Platten 36 herausgenommen werden
kann.