DE865060C - Verfahren zur Herstellung von Lederersatz aus gemahlenen Abfaellen aus Lederersatz - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Lederersatz aus gemahlenen Abfaellen aus LederersatzInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Lederersatz aus gemahlenen Abfällen aus Lederersatz Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren, nach welchem es möglich ist, Lederersatzabfälle zu regenerieren, um sie in einen Stoff zu verwandeln, der an Stelle des natürlichen Leders oder des Lederersatzes verwendet werden kann.
- Die Blätter, Stränge oder sonstigen Kunstlederstücke, wovon die Abfälle herrühren, die nach der Erfindung behandelt werden sollen, bestehen im allgemeinen aus tierischen, pflanzlichen oder mineralischen Fasern, die durch ein polymerisierbares Bindemittel zusammengehalten werden.
- Um nun einen Teig zu bilden, der es ermöglicht, einen solchen Lederersatz wieder zu bilden, ist es bekannt, die Abfälle einem längeren Mahlvorgang oder einer beträchtlichen Erhitzung zu unterwerfen und ein Lösungsmittel für das Bindemittel zu verwenden, das einen Bestandteil der behandelten Abfälle bildet.
- Um die Wirkung des Lösungsmittels zu begünstigen, arbeitet man jedoch bei einerTemperatur von mehr als 7o@, und es läßt sich feststellen, daß die in den meisten Lederersatzsorten enthaltenen Fasern bei einer solchen Temperatur schwer geschädigt werden.
- Wird die Masse andererseits einem längeren mechanischen Arbeitsvorgang unterworfen, um die Auflösung des Bindemittels zu erleichtern, so werden die Fasern, die für den Lederersatz ein nachgiebiges Gerüst bilden, gebrochen, und das so erhaltene Erzeugnis weist eine zusammenhanglose Beschaffenheit auf. _ Die Erfindung bezweckt, diesen Nachteilen abzuhelfen.
- Erfindungsgemäß werden die zu behandelnden Abfälle einem heftigen aber kurzen Mahlvorgang bei einer Temperatur von 5o bis 60'° unterworfen.
- Unter diesen Bedingungen werden die Fasern nicht beschädigt, und es wurde festgestellt, daß eine vollkommen unerwartete Erscheinung auftritt, nämlich, daß das Bindemittel vorübergehend entpolymerisiert und somit für die Lösungsmittel bei der gewöhnlichen Temperatur empfindlich wird:-Um diese Eigenschaft auszunutzen, wird sofort nach dem obenerwähnten heftigen und kurzen Mahlvorgang ein längerer aber sanfter Rührvorgang in Gegenwart eines Lösungsmittels, z. B. eines Chlorkohlenwasserstoffes, wie Dichloräthylen, Trichloräthylen oder Tetrachlorkohlenstoff, vorgenommen, wobei dieser letztgenannte Arbeitsvorgang ohne Erwärmung erfolgt. Dieses Umrühren kann in einem Teigflügelknetwerk erfolgen und soll mindestens 3 Stunden lang dauern.
- Auf diese Weise erhält man einen Teig, dem man nach üblichem Verfahren jede gewünschte Form geben kann.
- Bei der praktischen Durchführung der Erfindung verwendet man eine Mühle, wie z. B. eine Kautschukpulvermühle mit zwei nebeneinander angeordneten Hohlzylindern, deren Umfangsgeschwindigkeiten in einem Verhältnis von 1/z bis 1/s zueinanderstehen, um eine kräftige Reibung zu erzeugen. Die Umfangsgeschwindigkeit des langsamer laufenden Zylinders soll mindestens 30 m in der Minute erreichen.
- Die Hohlzylinder der Mühle werden von einem Heiz- oder Kühlmittel durchflossen, um die Temperatur der Masse zwischen 5o und 6o,°' zu halten. Soll .das Endierveugnis gegen Oxydation und Verschleiß widerstandsfähig sein, so ist es vorteilhaft, es wieder zu polymerisieren. Zu diesem Zweck werden dem Teig beim Austritt aus der Knetmaschine und nach einer mechanischen Verarbeitung von mindestens a Stunden die hierfür erforderlichen; Beschleuniger zugesetzt.
- Wünscht man endlich, die Zähigkeit des aus regenerierten Abfällen bestehenden Teiges zu verändern, so kann man während der Arbeit in der Knetmaschine und vor dem Zusetzen der Beschleuniger indifferente unlösliche Füllkörper oder Plastifizierungsmittel der Masse einverleiben, wie z. B. Porzellanerde, Calciumcarbonat oder Baryumsulfat oder Mineralöl oder ein gegebenenfalls -geschwefeltes Pflanzenöl.
- Man kann ferner auch tierische, pflanzliche oder mineralische Fasern oder auch Kautschuk zusetzen.
- Die gemäß der Erfindung hergestellten Erzeugnisse können in gleicher Weise wie Natur- oder sonstiges Kunstleder verwendet werden und diese Ledersorten in den meisten Fällen ersetzen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Lederersatz aus gemahlenen Abfällen von Lederersatz, der aus Faserstoff und einem Polymerisat als Bindemittel besteht, unter Verwendung eines Lösungsmittels, dadurch gekennzeichnet, daß man die Abfälle zuerst kurz und kräftig bei einer Temperatur von 5o bis 6o°, mahlt, unmittelbar nach diesem Mahlvorgang in Gegenwart eines Lösungsmittels, gegebenenfalls unter Zusatz von Füllstoffen und sonstigen Beimischungen mehrere Stunden langsam bei gewöhnlicher Temperatur rührt und den so erhaltenen Teig nach üblichem Verfahren verformt.
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| FR865060X | 1936-04-30 |
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|---|---|---|---|
| DES988D Expired DE865060C (de) | 1936-04-30 | 1937-02-28 | Verfahren zur Herstellung von Lederersatz aus gemahlenen Abfaellen aus Lederersatz |
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1937
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