DE864726C - Wasch- und Desinfektionsmittel - Google Patents

Wasch- und Desinfektionsmittel

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DE864726C
DE864726C DEP2868A DEP0002868A DE864726C DE 864726 C DE864726 C DE 864726C DE P2868 A DEP2868 A DE P2868A DE P0002868 A DEP0002868 A DE P0002868A DE 864726 C DE864726 C DE 864726C
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disinfectants
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DEP2868A
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Adolf Dr Schmitz
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Evonik Operations GmbH
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TH Goldschmidt AG
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    • A61K8/18Cosmetics or similar toilet preparations characterised by the composition
    • A61K8/30Cosmetics or similar toilet preparations characterised by the composition containing organic compounds
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    • A61Q17/005Antimicrobial preparations
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    • C11D1/10Amino carboxylic acids; Imino carboxylic acids; Fatty acid condensates thereof
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    • C11D3/00Other compounding ingredients of detergent compositions covered in group C11D1/00
    • C11D3/48Medical, disinfecting agents, disinfecting, antibacterial, germicidal or antimicrobial compositions

Description

  • Wasch- und Desinfektionsmittel Gegenstand der Erfindung bilden neuartige und besonders vorteilhafte Wasch- und Desinfektionsmittel.
  • Alle bisher bekannten und gebräuchlichen Mittel, die zur Desinfektion der menschlichen Haut dienen, sind mit einem großen Nachteil behaftet. Sie werden durch Gegenwart von Eiweiß in ihrer Wirkung stark beeinträchtigt, eine Erscheinung, die vielfach durch Ausfällung gelösten Eiweißes sichtbar wird.
  • Da die Krankheitserreger meistens von Eiweißhüllen (Blut, Eiter, Auswurf) umgeben sind, die den größten Teil des angewandten Desinfektionsmittels binden, ist überhaupt die Wirkung solcher Mittel auf die Erreger oft sehr in Frage gestellt. Außerdem wirkt sich die Eigenschaft, an Eiweiß gebunden zu werden, nachteilig auf die menschliche Haut aus, da auch das Keratin der Haut mit den Desinfektionsmitteln reagiert und dadurch verändert wird. Die Behandlung der Haut mit solchen Mitteln macht sich daher im günstigsten Falle durch Rauh- und Rissigwerden der Haut, oft aber durch Bildung von Erythemen und Ekzemen bemerkbar.
  • Es wurde nun die überraschende Feststellung gemacht, daß Möglichkeiten dafür bestehen, Desinfektionsmittel von sehr hoher bakterizider Wirksamkeit durch Zusatz anderer Stoffe so zu beeinflussen, daß die Reaktion mit Eiweiß unterbunden wird, die antibakterielle Wirksamkeit aber erhalten bleibt. Dabei ergab sich auch noch die weitere, ebenfalls mit Vorteil auswertbare Tatsache, daß es sich bei den zu genanntem Zweck und mit erwähnter Wirkung zuzusetzenden Mitteln um Substanzen mit gutem Wasch-und Schaumvermögen handelt. Gemäß der Erfindung gelang es so, neuartige Mittel zu schaffen, die gleichzeitig Wasch- und Desinfektionsmittel darstellen und allen einschlägigen bekannten Mitteln wesentlich überlegen sind.
  • Diese Wasch- und Desinfektionsmittel gemäß der Erfindung bestehen aus einervorzugsweise im Gewichtsverhältnis von etwa 2 : = bis 9 : r gehaltenen Mischung von dem als Waschkomponente dienenden Salz einer beliebigen anorganischen oder organischen Säure mit einer Aminosäure, die neben einem aliphatischen Rest mit zo bis z8 C-Atomen mindestens z, vorzugsweise 3 oder mehr basische Stickstoffatome und mindestens eine Carboxylgruppe enthält, einerseits und von dem als Desinfektionskomponente dienenden Salz einer beliebigen anorganischen oder organischen Säure mit einer Aminosäure, die neben mindestens zwei aliphatischen Resten mit 6 bis zo C-Atomen mindestens 2, vorzugsweise 3 oder mehr basische Stickstoffatome und mindestens eine Carböxylgruppe enthält, vorzugsweise von Octyl-di-(aminoäthyl)-octylaminoessigsäurehydrochlorid .oder Di-(octylaminoäthyl)-aminoessigsäurehydrochlorid andererseits. Diese erfindungsgemäßen Wasch- und Desinfektionsmittel können dabei auch aus Mischungen bestehen, die mehr als zwei der genannten Komponenten enthalten.
  • Die den erfindungsgemäßen Mischungen zugrunde liegenden Bestandteile lassen sich nach verschiedenen Verfahren gewinnen. Besonders geeignet sind als Waschkomponente z. B. Verbindungen der folgenden Formel: R.NH' C112. CH2.NH..CH2' CH2.NH' C112. COOH -HCl, in der R = C16 H33 ist, oder auch das Acetat oder Laktat dieser Aminosäure.
  • Die Zusammensetzung der vorzugsweise als Desinfektionskomponente in Betracht kommenden obengenannten Stoffe ist die folgende: Octyl -di- (aminoäthyl) - octylaminoessigsäurehydrochlorid Di- (octylaminoäthyl) - aminoessigsäurehydrochlorid (C$1117 ' NH ' C112 ' C112)2 ' N ' C112 . COOH - HCl.
  • Diese zwei genannten Stoffe werden, allein für sich angewandt, durch Gegenwart von Eiweiß in ihrer antibakteriellen Wirksamkeit geschädigt; gelangen sie aber in Mischung mit der obengenannten Waschkomponente zur Anwendung, so tritt mit Eiweiß weder eine Fällung noch eine Wertminderung auf. Eine Lösung der beiden Komponenten in physiologischer Kochsalzlösung, die von einer solchen Konzentration gehalten ist, daß sowohl Gram-positive wie Gramnegative Bakterien von dieser Lösung innerhalb 5 Minuten abgetötet werden, ist in ihrer Wirkung völlig übereinstimmend mit einer gleichen Lösung, die statt mit physiologischer Kochsalzlösung mit unverdünntem Blutserum hergestellt ist. Ein unter denselben Bedingungen durchgeführter Vergleichsversuch mit bekannten und gebräuchlichen Desinfektionsmitteln ergab für Alkyldimethylbenzylanimoniumchlorid, Chlorbenzylat eines höheren Alkylamids der Dimethylaminoessigsäure, p-Chlor-m-kresol und p-Chlorxylenol in Fettseife starke Wertminderungen bei Gegenwart von Serum.
  • Wochenlang durchgeführte und mehrmals täglich wiederholte Waschungen der Hände mit den erfindungsgemäßen Wasch- und Desinfektionsmitteln werden selbst von ekzematösen Personen und solchen mit besonders empfindlicher Haut völlig reizlos vertragen. Die Reinigungs- und Schaumwirkung ist als sehr gut zu bezeichnen, so daß auch stark haftende Beschmutzungen leicht und rillensauber entfernt werden. Nach dem Waschen mit den erfindungsgemäßen Mitteln hinterbleibt auf der Haut ein angenehmes weiches Gefühl. Schließlich sind als weiterer Vorzug auch noch die neutrale bis schwachsaure Reaktion und die völlige Kalkbeständigkeit der erfindungsgemäßen Mittel zu erwähnen.
  • Die Kombination aller dieser günstigen Eigenschaften machen die erfindungsgemäßen Mittel zu einem besonders wertvollen Fortschritt in der Entwicklung der Desinfektionstechnik.
  • Beispiele x. =oo Teile der 3o6/sigen wäßrigen Lösung einer Verbindung, die der Formel C161133' NH ° C112 # C112' NH # C112 - C112 . NH' C112 - C112' NH' C112 # COOH' 2 HCl entspricht, werden mit 5o Teilen der 3o6/oigen wäßrigen Lösung einer Verbindung, die der Formel entspricht, gemischt und mit r5o Teilen Wasser verdünnt.
  • Man erhält ein Wasch- und Desinfektionsmittel, das den in Beispiel z und 2 genannten Mitteln gleichwertig ist. 2. mo Teile der in Beispiel r genannten ersten Lösung werden mit 5o Teilen der 3o °/6 igen Lösung einer Verbindung, die der Formel (C81117' NH' C112' C112)2' N # C112' COOH' C113' COOH entspricht, gemischt und mit Wasser verdünnt.
    3. Es wird eine Lösung hergestellt, die ioo/o einer Verbindung der Formel
    C12H25-NH-CH2-CH2-NH-CH2-CH2-NH-CH2-COOH-HCl,
    q. % einer Verbindung der Formel
    CIEH33-NH-CH2-CH2-NH-CH2-CH2-N-(CH2-COOH)2-HCl,
    i °/o einer Verbindung der Formel (C8H17 - NH - CH, - CH.), - N - CH2 - COOH - HCl enthält.

Claims (2)

  1. PATEN TANSPRÜ GHE: i. Wasch- und Desinfektionsmittel, bestehend aus einer vorzugsweise im Gewichtsverhältnis von etwa 2:1 bis 9:1 gehaltenen Mischung von dem als Waschkomponente dienenden Salz einer beliebigen anorganischen oder organischen Säure mit einer Aminosäure, die neben einem aliphatischen Rest mit io bis 18 C-Atomen mindestens 2, vorzugsweise 3 oder mehr basische Stickstoffatome und mindestens eine Carboxylgruppe enthält, einerseits und von dem als Desinfektionskomponente dienenden Salz einer beliebigen anorganischen oder organischen Säure mit einer Aminosäure, die neben mindestens zwei aliphatischen Resten mit 6 bis io C-Atomen mindestens 2, vorzugsweise 3 oder mehr basische Stickstoffatome und mindestens eine Carboxylgruppe enthält, vorzugsweise von Octyl-di-(aminoäthyl)-octylaminoessigsäurehydrochlorid oder Di-(octylaminoäthyl)-aminoessigsäurehydrochlorid andererseits.
  2. 2. Wasch- und Desinfektionsmittel nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daB dasselbe aus einer Mischung besteht, die mehr als zwei der genannten Komponenten enthält.
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