-
Ausrückvorrichtung für Imprägnierpump en
Bei der Herstellung von kohlensanrem
Wasser erfolgt die Sättigung des zufließenden Wassers mit Kohlensäure im allgemeineil
bei einem Druck von 3 oder mehr atü. Die Kohlensäure wird hierzu der bekannten Kohlensäureflasche
entnommen. Sinkt in dieser der Druck unter die angegebene Höhe, dann muß die Imprägnierpumpe,
durch welche das Wasser mit Kohlensäure angereichert wird, abgestellt werden. Die
bekannten Ausrückvorrichtungen sprechen aber erst bei einer erheblichen Druckabsenkung
an. Infolgedessen findet sich oft in dem Wasserbehälter ungenügend imprägniertes
Wasser, das für den Verkauf ungeeignet ist. Der Wasserbehälter muß daher vor der
weiteren Imprägnierung und Abfüllung von Wasser entleert werden.
-
Um die hierdurch entstehende Betriebsunterbrechung zu vermeiden,
wird vorgeschlagen, eine selbsttätige Vorrichtung zum Ausrücken bei sinkendem Kohlensäuredruck
mit einer Membran anzuordnen, auf deren eine Seite der Druck der Kohlensäureflasche
einwirkt, welcher durch eine Feder aufgehoben wird.
-
Als zweckmäßige Ergänzung soll ein Luftauslaßventil am Steuerzylinder
der Kupplung vorgesehen werden, welches von der Membran aus gesteuert wird. Weiter
soll ein Sperrhebel angeordnet werden, welcher durch die Membran ausgelöst wird
und dabei das Luftauslaßventil öffnet.
-
Am Ende der Kolbenstange des Steuerkolbens der Kupplung soll ein
Ventilteller angebracht werden, welcher das Luftauslaßventil bei Stillstand von
dem Steuerzylinder abschließt.
-
In der Zeichnung ist eine Imprägnierpumpe mit einer Aurückvorrichtung
nach der Erfindung dargestellt. Es zeigt Abb. I die Imprägnieranlage im Betriebszustand,
Abb. 2 die Ausrückvorrichtung nach der Auslösung, Abb. 31 einen Querschnitt durch
das Luftauslaßventil am Steuerzylinder.
-
Die Anlage besteht im wesentlichen aus der Imprägnierpumpe I, der
Kohlensäureflasche 2 und dem Wasserbehälter 3 Die Imprägnierpumpe wird angetrieben
von einem Motor 4, der mittels Keilriemen 51 über eine Kupplung 6 und ein Getriebe
7 den Kurbeltrieb & der Pumpe I in Bewegung versetzt. Die dargestellte Pumpe
I besitzt zwei getrennte Zylinder g und 10 und einen doppelt wirkenden Kolben in
der in der Mitte von einer gegabelten Pleuelstange 12 gefaßt wird. Eine Umführungsleitung
I3 verbindet die beiden Zylinder g und 10. Oberhalb des ersten Zylinders g ist der
Mischraum 14 angeordnet. Das Wasser tritt durch die Saugleitung 15 in den Zylinder
g ein und durch die Leitung I6 aus dem Zylinder 10 aus. Diese Leitung i6 verbindet
die Pumpe I mit dem Wasserbehälter 3.
-
Die Kohlensäureflasche ist in bekannter Weise mit einem Druckminderventil
I7 ausgestattet. Eine Leitung I8 verbindet sie mit der Imprägnierpumpe I und dem
Wasserbehälter 3.. Dieser besitzt im Deckel die Anschlüsse 19 zur Imprägnierpumpe
I und zur Kohlensäureflasche 2 Der Anschlußstutzen I9 ist mit einem Manometer 20
zur Messung des Kohlensäuredruckes ausgerüstet. Der Gasraum des Behälters ist durch
die Leitung 43 mit der Ausrückvorrichtung verbunden. Im Wasserbehälter 31 ist ein
Schwimmer angeordnet, von welchem aus die Steuerung der Imprägnierpumpe erfolgt.
Der Schwimmer betätigt ein Ventil 22, durch welches entweder der Druck im Gasraum
des Wasserbehälters über die Leitung 31 auf der Steuerung übertragen wird oder das
in der zur Steuerung führenden Leitung befindliche Gas ins Freie entweicht.
-
Die Steuerung der Imprägnierpumpe erfolgt durch den Steuerkolben
23, im Steuerzylinder 24.
-
Die Stellung des Steuerkolbens 23 wird mit Hilfe der Kolbenstange
25. und dem Hebel 26 auf die Kupplung 6 übertragen. Der Steuerzylinder 24 ist mit
einem Gehäuse 2i7 verbunden, in dem ein Gasauslaßventil 28. angeordnet ist. Dieses
Gasauslaßventil 28 wird durch eine Feder 29 geschlossen gehalten. Eine Feder 30
versucht den Kolben 23 entgegen dem Druck der durch die Leitung 3+I zuströmenden
Kohlensäure in Ruhestellung zu bringen. Am Ende der Kolbenstange 25 befindet sich
ein Teller 32, der in der Ruhestellung das Gehäuse 27 von dem Steuerzylinder 24
abschließt.
-
Der Schaft 33 des Gasauslaßventils 28 ist einseitig abgeflacht; durch
den entstandenen Spalt kann bei Öffnung des Gasauslaßventils 28 die Kohlensäure
im Steuerzylinder und Gehäuse 27 ausströmen. Auf den Schaft 33 ist die Nase eines
Winkels 34 gerichtet.
-
Der andere Arm dieses Winkelhebels 34 wird durch eine Feder 35. gegen
den Sperrhaken des Sperrhebels 3.o gedrückt. An der Nabe des Winkelhebels 34 ist
ein Handgriff angebracht.
-
Die Ausrückvorrichtung besteht aus einem durch eine Membran38 in
zwei Räume 39 geteiltes Gehäuse 41. In dem Raum 39 herrscht der gleiche Druck wie
in dem Gasraum des Wasserbehälters 3.
-
In dem Raum 40 ist eine einstellbare Feder 42 angeordnet, welche die
Membran in der Ruhestellung hält.
-
Die Leistung der Imprägnieranlage ist im allgemeinen größer als die
der Abfüllanlage. Die Imprägnieranlage muß also selbsttätig stillgesetzt und in
Betrieb gesetzt werden. Das geschieht durch den Schwimmer 21. Dieser schließt in
seiner unteren Stellung den Auslaß des Ventils 22 ab und verbindet den Gasraum des
Wasserbehälters 3 über die Leitung 31 mit dem Steuerzylinder 24. Der Kohlensäuredruck
wird auf den Kolben 23 übertragen, welcher iiber die Kolbenstange 25. und den Hebel
26 die Kupplung 6 einrückt. Nunmehr fördert die Imprägnierpumpe I Wasser in den
Wasserbehälter 3, der Schwimmer steigt an, schließt die Verbindung zwischen dem
Gasraum des Wasserbehälters. 3 und dem Steuerzylinder 24 und öffnet sodann den Auslaß
des Ventils 22. Die in dem Steuerzylinder 24 und der Leitung unter Druck stehende
Kohlensäure tritt ins Freie. Die Feder 3bo zieht den Kolben 23 in die Ruhestellung,
wobei über die Kolbenstange 25 und den Hebel 26 die Kupplung6 ausgerückt wird. Bei
weiterer Entnahme von Wasser aus dem Wasserbehälter 3 fällt der Schwimmer 21 entsprechend
dem sinkenden Wasserspiegel wieder in die untere Lage, und die Imprägnierpumpe I
wird wieder eingerückt.
-
Der Steuerkolben 23 wird durch den Schwimmer 2.1 also erst dann betätigt,
wenn der der Feder 30 entgegenkommende Druck der Kohlensäure auf den Außendruck
absinkt. Läßt dagegen der Druck in der Kohlensäureflasche langsam nach, dann ist
die Feder 30 nicht stark genug, um die Imprägnierpumpe I stillzusetzen.
-
Um dieses zu erreichen, ist die Ausrückvorrichtung nach der Erfindung
angeordnet. Die Feder 42 ist so fein eingestellt, daß sie schon nach geringem Absinken
des Druckes der Kohlensäure im Raum 39 des Gehäuses 41 die Membran 38 durchdrückt.
Die Durchbiegung wird auf den Sperrhebel 36 übertragen, der den Winkelhebel 34 freigibt.
Dieser öffnet unter dem Druck der Feder 35 das Gasauslaßventil 28.
-
Darauf strömt die Kohlensäure aus dem Gehäuse 27 und dem anschließenden
Steuerzylinder 24 aus. Die Feder 3 ist nunmehr in der Lage, den Steuerkolben 25
in die Ruhestellung zu bringen.
-
Im Anschluß daran wird das Gehäuse 27 vou dem Steuerzylinder 24 durch
den Teller 32 wieder getrennt, so daß etwa in das Gehäuse 27 eintretende
Luft
nicht auf dem Wege über den Steuerzylinder 24 und die Leitung 3I in den Gasraum
des Wasserbehälters 3 übertreten kann.
-
Nach Auswechseln der Kohlensäureflasche 2 wird der Winkelhebel 34
mit Hilfe des Handgriffs 37 wieder in die Betriebsstellung gebracht, in welcher
der Winkelhebel 34 durch den Sperrhebel 36 gehalten wird.
-
Die in der Zeichnung wiedergegebenen konstrukeinen Einzelheiten sind
im wesentlichen durch den Aufbau der Anlage und die Bauart der Imprägnierpumpe bestimmt.
Die Erfindung beschränkt sich aber keineswegs auf dies, sondern kann allen Einzelfällen
angepaßt werden. Die Anordnung der Ausrückvorrichtung liegt auch dann im Rahmen
der Erfindung, wenn die Pumpe nicht mechanisch, sondern elektrisch gesteuert wird.