DE86334C - - Google Patents

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DE86334C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C1/00Chemical treatment prior to tanning
    • C14C1/08Deliming; Bating; Pickling; Degreasing

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 28: Gerberei.
(Luxemburg).
Patentirt im Deutschen Reiche vom 31. März 1895 ab.
Es ist bekannt, dafs die Mineralsäuren bei ihrer Anwendung zum Aufschwellen von Häuten insofern einen nachtheiligen Einflufs auf das resultirende Leder ausüben, als das letztere spröde, porös und brüchig wird und dann nicht den Anforderungen entspricht, welche man an ein gutes Leder stellt, da die Mineralsäuren bis zu einem gewissen Grade lösend auf die im Leder vorhandenen Leimsubstanzen einwirken und so die angegebenen Uebelstände verursachen.
Um ein tadelloses Leder zu erhalten, welches beim Biegen nicht bricht, wird nach dem vorliegenden Verfahren an Stelle der Mineralsäuren Glycerinschwefelsäure [C3H5 (OH)^ -HSO1] verwendet, die in üblicher Weise aus Glycerin durch Einwirkung einer äquivalenten Menge Schwefelsäure von ^60° B. gewonnen wird. Durch diese Glycerinschwefelsäure werden auch diejenigen Häute, welche sich nur schwierig auftreiben lassen, schnell und vollständig aufgetrieben in einer Weise, wie es bisher noch nicht geschehen konnte. Liegen Häute vor, welche dem Auftreiben weniger Widerstand leisten, so empfiehlt es sich, urn das Verfahren billiger zu gestalten, der Glycerinschwefelsäure ein Gemisch von Aethyl- und Methylschwefelsäure zuzusetzen, wie man dasselbe durch Einwirkung von Schwefelsäure auf Rohsprit, welcher mit Holzgeist denaturirt ist, erhält. Die Menge der zuzusetzenden Schwefelsäure ergiebt sich aus dem zu bestimmenden Gehalte des Rohsprits an Aethyl- und Methylalkohol. Zu beachten ist, dafs sich keine freie Schwefelsäure in dem Säuregemisch befinden darf, wenn das Verfahren seinen Zweck, geschmeidige, nicht brüchige Häute zu erzielen, erfüllen soll. Als besonders vortheilhaft hat sich beispielsweise die Anwendung eines Gemisches erwiesen, welches in der Weise dargestellt wurde, dafs eine Mischung aus 3,5 Theilen mit Holzgeist denaturirtem Rohsprit und 4 Theilen Rohglycerin unter Umrühren mit 15 Theilen Schwefelsäure von 60 ° B. versetzt und 7 1 dieser Flüssigkeit nach dem Erkalten auf 5000 1 mit Wasser verdünnt wurden. Dieses Gemisch wird mit dem Namen »Malattinsäure« bezeichnet.
Von einem in der Patentschrift Nr. 49857 angegebenen Verfahren, welches die Darstellung der sogen. »Naphtotannine« bezweckt, unterscheidet sich das vorliegende Verfahren wesentlich dadurch, dafs hier freie Glycerinschwefelsäure bezw. die freien Alkylschwefelsäuren zur Anwendung kommen, während dort das a-ßdioxynaphtalindisulfosaure Natriumammonium benutzt wird, und zwar nicht zum Aufschwellen, sondern einfach zum Gerben der Häute. Das Verfahren zur Herstellung dieses Salzes ist aufserdem so umständlich und kostspielig, dafs eine praktische Verwerthung in der Gerberei ausgeschlossen erscheint. Das vorliegende Verfahren vereinigt den Vortheil der einfachen Darstellungsweise der Säuren mit der Billigkeit ihrer Anwendung.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Das Verfahren des Schwellens von Häuten mittels Glycerinschwefelsäure mit oder ohne Zusatz eines Gemisches von Aethyl- und Methylschwefelsäure.
    BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
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