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Schlafsack Die Erfindung bezieht sich auf einen Schlafsack, insbesondere
auf die Ausbildung eines Schlafsackes aus Teilen mit vielseitiger Verwendungsmöglichkeit.
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Die bisherigen Schlafsäcke mit einer elastischen Füllung, z. B. aus
Wildseide, Daunen, Wollflaum u. dgl., sind teilweise so gearbeitet, daß sie an drei
Seiten geschlossen sind und man lediglich an der Kopfseite in .den Schlafsack einschlüpfen
kann. Zur Erleichterung des Einschlüpfens ist der Schlafsack in der Mitte ein Stück
geschlitzt. Der Schlitz kann geschlossen werden z. B. mit Hilfe von Knöpfen oder
auch durch einen fortlaufend schließenden Verschluß, z. B. Reißverschluß. Man kennt
auch schon Schlafsäcke, die so aufgeschlagen werden können, daß sie eine flache
Decke ergeben. Bei den bisherigen Ausführungen ist der Schlafsack nur für einen
vorher bestimmten Zweck verwendbar, d. h. entweder für eine Person oder in entsprechend
großer Gestaltung für zwei Personen.
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Die Erfindung .hat einen Schlafsack zum Gegenstand, der aus Teilen
zusammengesetzt wird, die für vielfache Zwecke verwendet werden können. Dieser Teil,
aus dem der Schlafsack entweder für eine oder für zwei Personen hergestellt wird,
zeichnet sich dadurch aus, daß die Schl,afsackteile völlig voneinander trennbar
sind und deren Verbindungsteile, z. B. Reißverschlüsse oder auch Knöpfe und Knopflöcher
u.,dgl., mit Unterbrechung an einer Stelle und wechselseitig sich ergänzend angeordnet
sind. Der Schlafsackteil selbst weist ,die Größe eines
Ober- oder
Unterteiles für ,einen Z:weimannschlafsack auf und die Unterbrechung der Verbindungsteile
wird in der Mitte der Fußseite vorgesehen. Der Schlafsackteil gemäß der Erfindung
dient in gleicher Weise zur Schaffung eines Einer- wie auch eines Zweierschlafsackes.
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Als Verbindungsmittel der erfindungsgemäßen Schlafsackteile werden
vorzugsweise teilbare Reißverschluß,bä'nder verwendet, .die so angeordnet sind,
daß sie mit den lösbaren Endstücken in der Mitte der Fußseite beginnen und je :bis
zum oberen Ende führen und daß die Seiten der Schlafsackteile wechselseitig mit
sich ergänzenden Reißverschlußendstiicken versehen sind. Auf diese Weise ist es
möglich, aus einem Schlafsackteil ,gemäß der Erfindung einen geschlossenen Schlafsack
für eine Person und bei Verwendung von zwei Teilen einen geschlossenen Schlafsack
zur Aufnahme von zwei Personen herzustellen, wobei der geschlossene Schlafsack an
.den Längsseiten von oben beginnend getrennt wenden :kann. Man kann die Anordnung
auch so treffen, daß die lösebaren Endstücke der Reißverschlußbänder Sam oberen
Ende beginnen und je bis zur Mitte der Fußseite führen, wodurch der Reißverschluß
von der Fußseite aufziehbar isst.
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Die erfindungsgemäße Ausbildung des Schlafsackes aus einem Einheitsteil
hat den Vorteil einer universellen Verwendungsmöglichkeit. Außerdem wind die Herstellung
verbilligt, da sowohl für den Einer- als auch für :den Zweierschlafsack dasselbe
Einheitsstück verwendet werden kann. jeder Schlafsackteil kann ferner mit einer
üblichen Kapuze oder einem Kopfkissen versehen wenden. Hierbei ist es vorteilhaft,
.die Anbringungsmöglichkeit so vorzusehen, ,daß die Kapuze oder das Kissen an beiden
Hälften jedes Schlafsackteiles wahlweise befestigt werden kann. Dadurch ist die
weitere Möglichkeit gegeben, :daß jeder Schlafisackteil und jede Hälfte dieses Teiles
wahlweise als Unter- oder als Oberteil verwendbar ist.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel dies Erfindungsgegenstandes
veranschaulicht.
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Fig. i zeigt einen Schlafsack für zwei Personen, bestehend aus den
erfindungsgemäßen Schlafsackteilen, in Fig.2 ist die Ausbildung des Einerschlaf@sackes
aus dem erfindungsgemäßen Sclilafslackteil veranschaulicht.
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Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Schlafsäcke werden Schlafsackteile,i
bzw. 2 verwendet, die etwa die Größe eines :Ober- oder Unterteiles eines Schlafsackes
aufweisen und für einen Zweierschlafsack unmittelbar Ober- und Unterteile bilden.
Diese Teile i und 2 erhalten teilbare Reißverschlüsse in der Weise, daß zwei unabhängige
Reißverschlußbänder längs der Lälugs,seiten 3 und 4 und der Fußseite 5 verlaufen,
bis sie sich in der :Mitte bei 6 treffen. An dieser Stelle ist .die Verbindung unterbrochen.
Hier beginnen die teilbaren Verschlußenden, und zwar in wechselseitiger Umkehrung,
d. h. an dem Teil i zur Seite 3 hin der Schieber 7 mit Zugschlaufe, während an demselben
oberen Teil i zur Seite 4 :hin sich das Endglied 8 des anderen Reißverschlusses
befindet. Umgekehrt ist der untere Teil z zur Seite 3 hin mit dem lösbaren Endglied
9 versehen, wogegen an den unteren Teil 2 zur Seite 4 hin der Schiaber io vorhanden
ist. Nach Zusammensetzen der Reißverschlußenden 7 und '9 bzw. 8 und io kann man
die Fußseite 5 und danach die Seite 3 bzw. 4 bis zu den oberen Enden i i bzw. 12
schließen. Dadurch erhält man einen Schlafsack zur Aufnahme von zwei Personen, der
an den Enden m und 12 geöffnet werden kann.
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Auf Grund der erfindungsgemäßen Anordnung mit Aufteilung der teilbaren
Verscblußbänder kann jeder Teil i oder 2 für sich als Einerschlafsack verwendet
werden. Ein solcher ist in der Fig. 2 dargestellt. Der Einerschlafsack der aus dem
Teil 2 gebildet isst, ist in üblicher Weise um die !Mitte:r3 umgeschlagen, so daß
:diese Seite geschlossen ist. Alsdann werden nie an sich zu verschiedenen Verschlußbändern
.gehörenden Verschlußteile 9 und io ineinandergesteckt und :die Seiten 14 und 15
miteinander geschlossen. In gleicher Weise kann mit dem Schlafsackteil i verfahren
werden.
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Es ist ferner möglich, die Schieberenden 6, 8 bzw. 9, io gegen die
Enden i i und 12 zu vertauschen, so :diaß die lösbaren Scahieberendstücke der Rei-ßverschl,uß:lyänder
sich an .den oberen Enden i i und i2 des Schlafsackes befinden. Statt der Benutzung
von fortlaufend schließenden Verschlüssen, wie z. B. Reißverschlüssen, kann man
auch andere geeignete Verschlußarten anwenden. Bei Benutzung einer fortlaufenden
Reihe von Knöpfen bzw. Knopflöchern :sind :die Reihen der Versc'hlußteile an einer
Stelle unterbrochen und ergänzen sich wechselseitig, d. h. wenn :beispielsweise
an der Seite 4 :des Oberteil@es i Knöpfe vorhanden sind, die bis zur Stelle 6 reichen,
ist die andere Seite 3 des Oberteiles i mit Knopflöchern versehen. Umgekehrt besitzt
die Seite 4 ,des Unterteiles 2 die Knopflöcher, während die andere Seite 3 des Unterteiles
2 fortlaufend mit Knöpfen versehen ist.
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Wenn eine Kapuze oder ein @Kissen 1,6 an dem Schlafsackteil erwünscht
ist, wird sie erfindungsgemäß vorteilhaft so angeordnet, daß der Teil 16 zweimal
nebeneinander, wie in der Fig. i dargestellt ist, an :dem Sch-lafsackteil i oder
2 angebracht werden kann. Auf diese Weise ist die Möglichkeit @gegeben, bei einem
Schlafsack die Teile i oder 2 als Unter- oder Oberteil oder bei einem Einerschlafsack
die Hälften der Teile i oder 2 wahlweise als Unter- oder Oberteil mit befestigter
Kapuze oder einem Kissen verwenden zu können.