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Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen zur Ubertragung von Stromstößen
Die Erfindung betrifft elektrische Signalsysteme, wie automatische Telefonsysteme,
in welchen Impulsreihen verwendet werden, um automatische Schaltungen oder ähnliches
einzustellen, und sie befaBt sich im besonderen mit Einrichtungen, mit denen Verzerrungswirkungen
in Unterbrechungsverhältnissen von Impulsen für Unterbrechungen in normal geschlossenem
Stromkreis aufgehoben werden. Es ist bekannt, daß derartige Verzerrungen durch die
induktiven und kapazitiven Eigenschaften der Leitung an dem entsprechenden Relais
hervorgerufen werden und sehr gefährlich werden können, wo lange Leitungen oder
eine Anzahl von Impulswiederholungen vorhanden sind. Ein Vorgang, der hinsichtlich
der lleidung von Verzerrungen zufriedenstellend ist, besteht darin, daß eine Impulsregenerierungsvorrichtung
vorgesehen ist, welche die empfangenen Impulse aufnimmt, sie auf das entsprechende
Verhältnis verbessert und die nominelle Geschwindigkeit der betreffenden Einrichtung
verbessert, d. h. als vollkommene Impulse, zurückträgt. Derartige Impu'lsregenerierungsvorrichtungen
sind jedoch teuer und kompliziert und bewirken manchmal mehr, als wirklich für eine
zufriedenstellende Arbeitsweise erforderlich ist. Es wurden verschiedene Vorschläge
für die Korrektur der Impulse ohne tatsächliche Aufspeicherung gemacht, so daß die
Geschwindigkeit
konstant bleibt. Diese Anordnungen wurder jedoch
auf Grund der Tatsache vorweggenommen daß ein Minimum der Zeit für die Unterbrechungsperiode
und ein Minimum an Zeit für die Einschaltdauer vorgesehen sein muß, aber es wurde
nicht versucht, dieses Verhältnis und unter gewissen Umständen das Impulsverhältnis
tatsächlich in der Weise zu ändern, daß es weiter von dem angenommenen Wert abweicht.
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Das Hauptmerkmal ist, Verbesserungen zur Korrektur verzerrter Impulse
vorzusehen, und zwar durch die Wahl eines Verhältnisses, um sich einem bestimmten
Wert zu nähern, wobei die Geschwindigkeit selbstverständlich ungeändert bleibt,
weil keine Aufnahme vorliegt. Dies veranlaßt die Benutzung eines mittleren Wertes
für den ersten Wiederholungsimpuls, weil die Charakteristiken der ersten ankommenden
Impulse nicht voll bekannt sind, und infolgedessen die allmähliche Korrektur nach
dem gewünschten Verhältnis 'hin, wenn festgestellt wurde, daß der gewählte Wert
für die tatsächlichen Bedingungen nicht richtig ist.
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Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß eine Zeitbegrenzungsvorrichtung
zur Bestimmung der Dauer der Stromstoßunterbrechung für die erste Unterbrechung
auf einen bestimmten Wert eingestellt ist und bei jeder nachfolgenden Unterbrechung
im Einklang mit der Dauer der unmittelbar vorangehenden Schließung in einem solchen
Sinn arbeitet, daß mit der Vergrößerung der Schließdauer auch die Dauer der Unterbrechung
zunimmt, so daß die nachfolgenden abgehenden Impulse nach und nach einem bestimmten
Wert des Unterbrechungs- und Schließverhältnisses ohne Rücksicht auf das Stromstoßverhältnis
der ankommenden Impulse näher kommen.
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Die Erfindung ist in den Zeichnungen und in der folgenden Beschreibung
erläutert.
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Fig. i bis 3 zeigen die Anwendung der Erfindung bei einem Sendeimpülswiederholungsrelaisapparat
einer automatischen Serientelefonanlage. Der Zugang zu dem Relaisapparat geht über
eine oder mehrere Reihen von Serienwählschaltern, die über eine Abzweigleitung von
einer automatischen Rufanlage bedient werden, während der eigentliche Relaisapparat
mit einer ausgehenden Abzweigung der Serienanlage zu einer außerhalb liegenden automatischen
Anlage verbunden wird.
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Fig. i zeigt die vollständigen Stromkreise des fraglichen Relaisapparates,
während Fig.2 und 3 nur Teilstücke von alternativen Stromkreisverbindungen mit einem
sogenannten stabilisierenden Kondensator QY darstellen, der dazu dient, die Schwingungen
der Sendeimpulsverhältniskontrolle, durch den Stromkreis von Fig. i hervorgerufen,
herabzusetzen.
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Vor der Beschreibung der Einzelheiten: des Stromkreises soll das Prinzip
des Verfahrens im allgemeinen erläutert werden, und es wird hervorgehoben, daß die
Stromkreisanordnung das Verhältnis der ankommenden Impulse vollständig außer acht
läßt und nur auf der Grundlage ihrer Geschwindigkeit arbeitet, um ein geeignetes
Ausstoßverhältnis, das für irgendeinen Wähler innerhalb des Systems passend ist,
zu erzielen.
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Artgenommen, daß das Telefonnetzwerk Wählschalter der dezimalen Stufen
Zweiwegetype anwendet unter Verwendung des bekannten
A-, B- und C-Impulses,
was dem Dreiecksrelais entspricht, und auf Impulse bei einer nominellen Geschwindigkeit
von io Impulsen pro Sekunde und einem nominellen Unterbrechungs- bzw. geschlossenen
Verhältnis von 2:I einwirkt. Die Schaltungen arbeiten auf Impulse, die einen Geschwindigkeitsbereich
von 8 bis 12 Imp./s haben, vorausgesetzt, daß keine ernstliche Verhältnisverzerrung
vorhanden ist. Die übertragenen Unterbredhungs- und Schließperioden innerhalb dieser
Geschwindigkeitsbereiche sind wie folgt:
| Geschwindigkeit Unterbrechungsperiode Schließperiode |
| Iinp./s ms ms |
| 12 55 28 |
| 1o 66' , s 33i; |
| 8 83 42 |
In einer Impulswiederholungsrelaisanlage, die erfindungsgemäß arbeiten soll, ist
es unmöglich, die betreffende Impulsgeschwindigkeit zu bestimmen, bevor der erste
Impuls empfangen wird, und somit wird zur Vermeidung von Stauungen die Länge des
ersten Sendeunterbrecherimpulses ohne Rücksicht auf die Geschwindigkeit auf einen
bestimmten Wert festgelegt. Ein passender Wert für die vorbestimmte erste Unterbrecherperiode
ist 55 ms, der sowohl für die Magnete als auch für die B- und C-Relais genügt, die,
da sie schon erregt sind, wenn die Impulse beginnen, einen guten Überschuß- vor
dem ersten Impuls haben und im allgemeinen dazu neigen, nur bei der letzten einer
langen Reihe von ungefähr 9 oder-ro Impulsen zu versagen.
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Beim ersten Auslösen des Relaisimpulses, das dem A-Relais entspricht,
wird eine 55-ms-Unterbrecherperiode in den Ausgangsstromkreis ohne Rücksicht auf
die Zeitdauer, während der das A-Relais unten bleibt, geleitet. Nach der 55-ms-Periode
wird der Rest des ersten Impulses gemessen, bis das A-Relais wieder beim Beginnen
der Unterbrecherperiode des zweiten Impulses auslöst; diese Periode bildet die Schließperiode
des ersten Sendeimpulses.
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Wenn diese Sendeschließperiode 28 ms beträgt und somit der 55-ms-Uriterl>rec'hung
entspricht, welche eine Geschwindigkeit von 12 Imp./s erreicht, kann die zweite
Sendeunterbrechungsperiode mit einer daraus folgenden Schließperiode von 28 ms ebenfalls
55 ms betragen, und diese Werte können unverändert während der ganzen Reihe bestehen
bleiben. Wenn die erste Sendeschließperiode 28 ms übersteigt und damit anzeigt,
daß die Geschwindigkeit einen kleineren Wert als 12 Imp./s beträgt, wird eine geeignete
Steigerung in der zweiten Sendeunterbrecherperiode erreicht. Die zweite Sendeschließperiode,
die den Unterschied zwischen der vollständigen zweiten Impulszeit und der zweiten
Unterbrecherperiode enthält, wird daraufhin die Länge für die dritte Unterbrecherperiode
bestimmen
usw. In der gleichen Art wird in dem kaum eintreffenden Fall, daß die Schließperiode
weniger als 28 ms beträgt und dabei eine 12 Imp./s übersteigende Geschwindigkeit
anzeigt, die zweite Sendeunterbrecherperiode in geeigneter Weise von dem 55 ms Wert
vermindert. Die zweite Sendeschließperiode, welche durch die Verminderung der Unterbrecherperiode
größer als die erste Sendeschließperiode sein wird, wird dann die Länge der dritten
Sendeunterbrecher- und Schließperiode bestimmen usw. In dieser Weise werden die
Sendeunterbrecher- und Schließperioden so eingestellt, daß bei jeder Geschwindigkeit
ein für die Wählschaltungen passendes Unterbrecherschließverhältnis erreicht wird.
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Unter Bezugnahme auf Fig. i verlängern sich die einlaufenden linken
negativen, positiven und P-Leitungen vom Stand der Serienwählanlage, während die
rechten negativen und positiven Leitungen der am auslaufenden Ende mit einer fernliegenden
automatischen Wählanlage verbunden sind. Die verschiedenen Zeitbetätigungen, die
in der Stromkreisbetätigung wirksam sind, werden durch Kondensator-Widerstandszeitstromkreise
in Gang gesetzt, jeder derselben speichert nach einer vorherbestimmten Ladeperiode
ein genügendes Potential in dem Kondensator auf, um eine gasgefüllte Entladungsröhre,
die mit dem Stromkreis verbunden ist, zu zünden und auf diese Art ein Relais zu
erregen, um die gewünschte Kontrollbetätigung zu erreichen. Die Röhre NTA, die möglichst
eine Neonröhre sein soll, und der zugehörige Kondensator QX verrichten die Zeitbetätigung
in Verbindung mit dem Verhältnisersatzmerkmal des Relaisapparates, während die Neonröhre
NTB in Gemeinschaft mit dem Kondensator QW die Geschwindigkeitszeitbetätigung vornimmt,
um die geeigneten Stromkreisveränderungen an dem Ende jeder Impulsreihe einzuleiten.
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Am besten werden die Neonröhren so angeordnet, daß sie hei einer Spannung
von 150 V zünden, die in den Kondensatoren erreicht wird, die mit der Austauschbatterie
von 5o V in der Weise verbunden werden, daß ein Hochspannungssammler HV mit einem
Potential von i 5o V über einen passenden verstellbaren Widerstand in Reihe verbunden
wird. Der Sammler HV ist, getrennt in verschiedenen Teilen des Stromkreises,
als Batterie dargestellt, in der gleichen Art wie in der gewöhnlichen 5o-V-Austauschbatterie,
und sein negativer Pol wird geerdet, so daß eine Ladespannung von 200 V von den
zwei Batteriereihen verfügbar ist.
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Wenn die Relaisanlage in Gang gesetzt wird, hetätigt sich Relais
A und bei Kontakt mit a i verbindet es Relais B, welches die
Kontakte b i schließt und bei Kontakt mit b 2 einen Stromkreis für das Relais
PU vorbereitet; beim Kontakt mit b4 wird Erdschutz für die Zuleitung P gebildet,
beim Kontakt mit p 5 verbindet es eine Schleife, die die überwachenden Relais D
und 1 enthält, quer über die negativen und positiven Konduktoren, um die entfernte
automatische Einrichtung zu erfassen, und beim Kontakt mit b 3 vervollständigt es
einen Ladekreis für den Kondensator QX über die Potentiometeranordnung, die die
verstellbaren Widerstände YY und YZ enthält. Die Werte dieser Widerstände sind solche,
daß der Kondensator QX mit einer etwas niedrigeren Spannung geladen wird als der
Zündwert der Neonröhre NTA beträgt, etwa ioo V, und der Stromkreis ist jetzt in
die Lage versetzt, Impulsreilhen zu empfangen.
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Wenn das Relais A bei der Unterbrecherperiode des ersten empfangenen
Impulses auslöst, wird Relais PU schnell betätigt, schließt Kontakt pu i
und öffnet die Schleife bei Kontakt mit puh, um die Unterbrecherperiode des
Impulses zu der entfernten automatischen, Wählanlage zu wiederholen. Beim Kontakt
Pu 3 vervollständigt es einen Ladekreis für den Kondensator QX über den veränderlichen
Widerstand YX und beim Kontakt mit pu 5 be-
tätigt es das Relais'C, um das
Laden des Geschwindigkeitszeitbegrenzerkondensators Q W über den veränderlichen
Widerstand YW vorzubereiten, und schließt mit Kontakt c2; das Laden dieses Kondensators
wird dabei zeitweise durch die Verbindung des Nebenschlußwiderstandes über die Kontakte
Pu 4
und Widerstand YA verhindert. Die Kontakte pu 2
verbinden die Neonröhre
NTA und das Relais E über den Kondensator QX, während die restlichen Kontakte pul
nur in den Vereinfachungen der Fig. 2 und 3 benötigt werden. Wenn Relais C in Betätigung
ist, trennt es beim Kontakt mit c i den ursprünglichen Potentiometerstromkreis,
schließt beim Kontakt c3 und beim Kontakt c4 die überwachenden Relais D und 1 kurz,
um eine impedanzfreie, impulswiederholende Schleife zu der entfernten Anlage vorzusehen.
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Bei der Betätigung von Relais PU beginnt der Kondensator QX aufzuladen,
und dieser wird so angeordnet, daß er die Zündspannung der Neonröhre NTA in 55 ms
erreicht. Die Röhre NA zündet dann und betätigt Relais E, welches beim Kontakt
e i das Relais PU auslöst ohne Rücksicht darauf, ob das impulsempfindliche
Relais A noch in Ruhe ist oder nicht. Wenn Relais A noch in Ruhe ist, vervollständigt
das Relais E einen geschlossenen Stromkreis. Beim Auslösen von Relais
PU wird beim Kontakt Pu 3 ein Entladeweg für Kondensator QX über den Widerstand
YZ vervollständigt. Beim Kontakt puh wird die Schleife zu der auswärtigen Anlage
geschlossen, so daß der Unterbrecherteil des ausgehenden Impulses beendet wird,
und beim Kontakt pu4 wird der Nebenschluß über den Kondensator QW entfernt, um das
Laden dieses Kondensators einzuleiten. Man wird sehen, daß Relais C über Kontakt
er 2 und c 3 geschlossen bleibt, unabhängig von Relais PU, und eine weitere
Berücksichtigung der Betätigung des Geschwindigkeitszeitbegrenzerkreises zur Kontrolle
von Relais C und die mit betroffene Röhre NTB und Kondensator QW wird zurückgestellt,
bis die Betätigung des Verhältnis-Ersatz-Stromkreises vollständig beendet wurde.
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Wie erwähnt, vervollständigt Relais PU beim Wiederherstellen der Kontakte
Pu 3 einen Entladekreis für den Kondensator QX, während bei den
Kontakten
pul der Stromkreis für Relais E geöffnet wird. Das letztere Relais bleibt so lange
betätigt, wie Relais A normal über die Kontakte e i, b 2 und
a i bleibt und diese Anordnung die Gewähr gibt, daß Relais PU bis
zur nächsten Auslösung von Relais A nicht wieder betätigt wird.
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Die Spannung, zu welcher der Kondensator QX entlädt, ist davon abhängig,
daß das Zeitrelais PU
normal ist, d. h. bis zum Beginn der Unterbrechungsperiode
des zweiten empfangenen Impulses, wo Relais PU wieder betätigt wird und beim
Kontakt mit PU 3 den Kondensator QX bis zu dem Ladekreis über den Widerstand YX
verbindet. Wenn diese Auslöseperiode von Relais PU, welche die Schaltperiode
des ersten Sendeimpulses bestimmt, gerade die genaue Länge hat, um einer 55-ms-Unterbrechung
zu entsprechen, d.h. wenn sie nicht länger ist als die 28-ms-Schließperiode, welche
bei 12 Imp./s erreicht wird, ist vorgesehen, daß der Kondensator QX auf demselben
Wert, nämlich ioo V, entladen hat, wie beim Beginn der ersten Unterbrechung. Daher
beträgt die zweite Sendeunterbrechung ebenfalls 55 ms mit einer sich daraus ergebenden
Schließperiode von 28 ms, wie dies durch den Unterschied zwischen der vollständigen
Impulslänge von 83 ms und der Sendeunterbrecherperiode von 55 ms bestimmt wird,
und diese Werte bleiben unverändert über die ganze Reihe.
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Wenn deshalb Impulse bei einer Geschwindigkeit 12 Imp./s empfangen
werden, so werden diese ohne Rücksicht auf ihr Verhältnis mit einem zurückgesetzten
Unterbrechungsschaltverhältnis von 2:1 (55 ms Unterbrechung, 28 ms Schließen) wiederholt,
welches dem nominellen 2 : i-Verhältnis entspricht, bei welchem diese an dem fernen
Sendungsende übertragen wurden, und welches am besten für die zufriedenstellende
Betätigung der automatischen Fernwähler geeignet ist. Wenn die Zeitlänge, während
der Relais PU ausgelöst ist, 28 ms übersteigt und damit anzeigt, daß die
Länge des Gesamtimpulses größer als 83 ms und somit die Impulsgeschwindigkeit weniger
als 12 Imp./s ist, fällt der Kondensator QX bei seiner Entladung über den Widerstand
YZ unter seine ursprüngliche Spannung von ioo V, und die Zeit, die benötigt wird,
um diesen wieder auf die röhrenzündende Spannung von i5o V aufzuladen, wird deshalb
länger sein, so daß die Unterbrecherperiode des nächsten. Impulses verlängert wird.
In dem kaum eintretenden Fall, daß die Auslöserperiode von Relais PU zu kurz
ist, um einer 55-ms-Unterbrecherperiode zu entsprechen und dabei eine größere Impulsgeschwindigkeit
als i2 Imp./s anzeigt, hat der Kondensator QX nicht genügend Zeit, um auf seinen
ursprünglichen ioo-V-Wert zu entladen, und die Periode, die benötigt wird, um den
Röhrenzündwert aufzuladen, wird daher gekürzt und gibt somit eine entsprechende
Verminderung in der Unterbrecherperiode des zweiten Impulses.
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In den oben beschriebenen Beispielen sind die Unterbrecher- und Schließperioden
des Sendeimpulses für jeden empfangenen Impuls so eingestellt, um ein geeignetes
Verhältnis für alle Geschwindigkeiten zu erhalten, so daß die bestmögliche Betätigung
der Wählschalter erreicht wird.
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Es kann noch bemerkt werden, daß in einigen Fällen es nicht ausschlaggebend
ist, beim Senden das nominelle :2 : i-Unterbrechungsschließverhältnis bei allen
Impulsgeschwindigkeiten beizubehalten, da, um die günstigste Betätigung der Wählerschaltungen
zu erreichen, es wünschenswert ist, geringe Änderungen in dem Sendeverhältnis über
den Geschwindigkeitsbereich zu erzielen..
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Wenn die Betätigung des Geschwindigkeitszeitbegrenzungsstromkreises
mit Kondensator QW und Röhre NTB berücksichtigt wird, so arbeitet diese durch die
Festlegung, ob die tatsächliche Länge jedes Impulses größer oder kleiner als eine
festgesetzte, vorausbestimmte Periode ist, welches ungefähr die Länge des längsten
zulässigen Impulses, nämlich ein i43-ms-Impuls, der der Minimumwä'hlgeschwindigkeit
von 7 Imp./s entspricht, ist.
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Wenn der vorausbestimmte Wert überschritten wird, ohne daß ein weiterer
Impuls ankommt, ist dies ein Zeichen, daß entweder die Impulsreihe beendet ist oder
daß der Teilnehmer vorzeitig abgehängt hat. In dem vorhergehenden Fall löst der
Stromkreis beim Anlassen und dem Einsetzen von Relais ER das Relais C beim Kontakt
er 2 aus und setzt die überwachenden Relais D und 1 der auslaufenden Leitungen
beim Kontakt er 3 wieder ein, während im letzteren Fall das Relais A normal
sein wird, das Relais B ebenfalls bei Kontakt er i ausgelöst und die
Relaisanlage auf normal gebracht wird.
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Wenn die Impulse einander innerhalb der vorbestimmten Zeitperiode
folgen, wird der nächste Impuls die Zeitvorrichtung durch Entladen des Kondensators
QW wieder einschalten und die Zeitablaufbetätigung wird wieder beginnen.
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Diese Wiedereinschaltung wird für jeden Impuls innerhalb einer Reihe
wiederholt, bis der letzte Impuls der Reihe empfangen wurde, wenn die Röhre NTB
in der Lage ist zu zünden und das Relais ER, wie oben beschrieben, zu betätigen.
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In einer bekannten Anordnung (britische Patentschrift 549 047) wird
,der Zeitbegrenzungsstromkreis angeordnet, um eine Schaltbetätigung nach 143 ms,
vom Anfang der Unterbrecherperiode des ersten Impulses einer Reihe gemessen (die
Betätigungszeit für den Magnet wird vernachlässigt), zu erzielen. Die Anordnungen
sind dabei so, daß wieder geschaltet wird, wenn eine darauffolgende Unterbrechung
innerhalb dieser 143-ms-Periode empfangen wird. Im vorliegenden Fall ist es günstiger,
anstatt einen 143-ms-Zeitbegrenzungsstromkreis um die Periode zwischen dem Beginn
einer Unterbrecherperiode bis zu demselben Punkt in der nächsten zu vergleichen,
die zwei verfügbaren Zeitbegrenzungsstromkreise in gemeinsamer Verbindung zu benutzen.
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Beim Betätigen von Relais PU um die Unterbrec'herperiode des ersten
Sendeimpulses einzusetzen, setzt dieses das Relais C ein, um die Aufladung des Geschwindigkeitszeitbegrenzerkondensators
QW
vorzubereiten. Nach dem Ablauf der ersten festgelegten 55-ms-Sendeunterbrecherperiode,
ohne Rücksicht auf die in Frage kommende Geschwindigkeit, löst Relais PU aus, und
es setzt das Aufladen von Kondensator QW ein. Im schlimmsten Fall, d. h. bei der
Minimumgeschwindigkeit der Impulse von 7 Imp./s betätigt sich das Relais
PU erst wieder bis 143 - 55 - 88 ms später, und der Kondensator QW wird deshalb
so angeordnet, daß die Zündspannung der Neonröhre NTB in einer Zeit, die nicht geringer
als 88 ms ist, erreicht wird und man damit eine Gesamtzeitbegrenzungsperiode von
143 ms erhält. Im Fall eine Impulsreihe bei irgendeiner Impulsgeschwindigkeit über
dem Minimum von 7Imp./s ist, wird das Relais PU betätigt, um die Unterbrecherperiode
des nächsten Impulses vor dem Ablauf von 143 ms von seiner ersten Betätigung einzusetzen;
und damit wird der Kondensator QW entladen, ohne die Röhre zu zünden. Am Ende der
zweiten Sendeunterbrecherperiode wird das Relais PU, wie vorbestimmt, durch die
betreffende Impulsgeschwindigkeit beim Auslösen den Zeitablauf einer zweiten 88-ms-Periode
einsetzen und so fort bis zum Ende der Impulsreihe.
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Am Ende der Reihe wird das Relais PU nicht wieder betätigt
und der Kondensator QW wird deshalb die Zündspannung der Röhre NTB 88 ms nach dem
Ende der letzten Unterbrecherperiode erreichen. Röhre NTB wird aufleuchten und Relais
ER einsetzen. Beim Betätigen von Relais ER öffnet dieses den geschlossenen Kreis
oder das Relais C, und beim Kontakt er 3 verbindet es Widerstand YB über
die ausgehenden Sprechkonduktoren. Beim Auslösen von Relais C werden die überwachenden
Relais D und 1 parallel mit Widerstand YB über die ausgehenden Sprechkonduktoren
geführt, wobei der Widerstand YB dazu dient, jede Gefahr einer Auslösung der entfernten
batteriespeisenden Relais zu verhindern, was auf die anfängliche hohe Impedanz der
überwachenden Relais zurückzuführen ist. Wenn die Spannung des Kondensators QW unter
die Haltespannung der Röhre NTB fällt, wird diese Röhre erstionisiert und das Relais
ER beginnt langsam auszulösen. Beim Auslösen von Relais ER wird der Widerstand YB
von dem ausgehenden Sprechkonduktoren unterbrochen.
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Alle folgenden empfangenen Impulsreihen werden dann so behandelt,
wie im Vorhergehenden beschrieben, und nachdem die letzte Reihe empfangen wurde,
betätigt sich die Relaisanlage in der bekannten Art; das Relais D, das von den Gleichrichtern
MRA und MRB polarisiert wird, dient dazu, die Überwachungssignale der Empfängerseite
zurück auf die Rufseite des Stromkreises durch Umkehren der Verbindungen des Relais
A zu den Sprechkonduktoren auszudehnen.
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Wenn der Teilnehmer während des Wählens anhängen sollte, wird eine
Unterbrechung, die einen Impuls vortäuscht, empfangen, so daß, wenn Relais F_ sich
nach der Ladeperiode des Kondensators QX betätigt, das Relais PU ausgelöst
wird und das Relais E zu den geerdeten Rückkontakten a i geschlossen bleibt, damit
Relais PU nicht wieder betätigt werden kann. 88 ms nach der Auslösung des
Relais PU leuchtet die Röhre NTB auf, um Relais ER einzusetzen, welches wie
vorher den Schließkreis von Relais C öffnet. Da jedoch das A-Relais jetzt nicht
betätigt wird und da der alternative Stromkreis für Relais B durch Kontakte
er i geöffnet wird, wird in diesem Fall Relais B jetzt auslösen und Relais
E auslösen und die Auslösung der Verbindung einleiten.
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Zurückgehend zu dem für das Verhältnis Umstellung maßgebenden Begrenzungskreislauf,
wo die 55 ms festgesetzte erste Sendeunterbrecherperiode der Unterbrecherperiode
eines i2-Imp./s-Unterbrecherimpulses bei dem nominellen 2 : i-Unterbrecherschließverhältnis
entspricht und wo es wünschenswert ist, daß bei einer Geschwindigkeit von 12 Imp./s
die Sendeimpulse dieses Verhältnis haben sollen, um die bestmögliche Betätigung
der Wähler zu gewährleisten, so folgt daraus, daß, wenn die sich ergebende erste
Sendeschließperiode 28 ms beträgt und einer Impulsgeschwindigkeit von 12 Imp./s
entspricht, es notwendig ist, den Kondensator QX zur Entladung von 150 V
auf etwa ioo V in 28 ms zu bringen und somit eine zweite 55-ms-Unterbrecherperiode
zu gewährleisten und so weiter, wie beschrieben.
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Wenn jedoch die empfangenen Impulse eine Geschwindigkeit von etwa
io Imp./s haben, wird die erste Sendeschließperiode 45 ms sein und der Kondensator
QX wird auf einen niedrigeren Wert als ioo V entladen. Wenn das 2 : i-Unterbrecherschließsendeverhältnis
bei dieser Geschwindigkeit ebenfalls beibehalten werden soll, muß die nächste Ladezeit,
die vom Kondensator QX benötigt wird, um den Zündwert der Röhre NTA zu erreichen,
66p/3 ms sein, um die geeignete zweite Sendeunterbrecherperiode für io Imp./s zu
erzeugen. In diesem Fall wird der Kondensator QX in der Folge nur 331/3 ms Entladezeit
während der zweiten Sendeschließperiode haben: Er wird dann eine Spannung zwischen
dem ioo-V-Wert und dem Wert, auf welchem er in der ersten 45-ms-Schließperiode entladen
hat, erreichen, und es ist klar, daß die dritte Ladeperiode deshalb nicht so groß
wie 661/s ms sein wird, so daß die dritte Sendeunterbrecherperiode irgendwo zwischen
55 und 662/s ms liegen wird usw.
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Die Verbesserung, die von dem Schema, wie in Fig. i gezeigt, erzielt
wird, ist somit schwankend in ihrer Natur und ist besonders bestimmt, wenn die Maximumverbesserung
bei dem zweiten Sendeimpuls einsetzt, wie oben als Beispiel beschrieben. Die Einführung
des Kondensators QY in den Verhältnis-Ersatz-Kreislauf in der Art von Fig. 2 ergibt
einen besonderen Beständigkeitseffekt, mit dem Ergebnis, daß sich das Sendeimpulsverhältnis
auf den berechneten geeigneten Wert beinahe sofort festlegt.
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Aus Fig. 2 geht hervor, daß der Kondensator QY anfänglich auf denselben
ioo-V-Wert wie Kondensator QX aufgeladen wird. Wenn das Relais PU
sich
betätigt, um den Kondensator QX mit dem Ladekreis beim Kontakt Pu 3 zu verbinden,
ist der Stromkreis für den Kondensator QY beim Kontakt Pu 7 unterbrochen.
Wenn der Kondensator QX entladen wird, nachdem er die Röhre NTA erleuchtet und das
Relais E mit der darauffolgenden Auslösung von Relais PU angesetzt hat, teilt
dieser anfänglich sehr schnell seine 15o-V-Zündspannung mit der ioo-V-Ladespannung
an Kondensator QY aus, und beide Kondensatoren fahren dann fort, über den Widerstand
YZ zu entladen.
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Bei der nächsten Betätigung von Relais PU, als Wirkung auf
die nächste Auslösung von Relais A, wird die Entladung von beiden Kondensatoren
beendet und Kondensator QX beginnt aufzuladen. Wenn Kondensator QX entladen werden
soll, wird dieser anfänglich seine i5o-V-Ladung mit derjenigen Ladung; die an Kondensator
QY nach der letzten Entladung verblieben ist, austeilen, und beide Kondensatoren
werden dann fortfahren, durch den Widerstand YZ wie vorher zu entladen. Das gleiche
gilt für jeden folgenden Impuls der Reihe.
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Die relativ besten Werte an den Kondensatoren QY und QX können durch
Berechnung der Kondensatorladung und Entlädezeiten und Spannungen unter einfachen
Bedingungen bestimmt werden; eine derartige Rechnung zeigt die bedeutende Verbesserung,
welche durch die Einführung des stabilisierenden Kondensators erzielt werden kann.
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Eine alternative .Methode der Stabilisierung ist in Fig.3 gezeigt,
aus der ersehen werden kann, daß, bevor der Kondensator QX fortfährt, über den Widerstand
Y7_ zu entladen, er seine Zündspannung von 150 V mit der Spannung, die der
Kondensator QY über den veränderlichen Widerstand Yh während der Ladezeit von Kondensator
QX angesammelt hat, austeilt.
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Es ist hervorzuheben, daß :der Verhältnis-Ersatz-Kreislauf vollständig
unabhängig von eingehenden Abzweigwiderstandswerten ist, so daß es für den Stromkreis
nicht nötig ist, mit irgendeiner besonderen Abzweigleitung verbunden zu werden.
Um so mehr, da dieser das Verhältnis der eingehenden Iihpulse vollständig vernachlässigt,
wird er so lange arbeiten, um den. gewünschten Sendestrom zu geben, als irgendwelche
Impulse empfangen werden. Dabei spielt es keine Rolle, wie weit diese verringert
sind, vorausgesetzt, daß Relais A seinen Rückkontakt genügend lange schließt, um
Relais PU zu betätigen und es lang genug zu öffnen, um Relais E auszulösen.