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Schleifvorrichtung an Tuchschneidemaschinen mit hin- und hergehendem
Messer Uic Frhndung 1>ezie,lit sich auf Tuchschneidetnaschinen lnit hin- und liergelietidem
-Messer und betrifft Einrichtungen zum Schärfen der Messer an solchen Maschinen.
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Es sind die verschiedensten Vorrichtungen zum mechanischen Schürfen
der Messer solcher Tuchschncidentaschinen bekanntgeworden. Ihnen allen haftet der
Mangel an, daß die Schleifsteine so angebracht sind, daß sie die volle Schneidfältigkeit
der Maschine lieeitttr:iclitigetl und während des Gebrauches die freie Sicht des
Bedienenden behindern.
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So ist es lrekanntge.wot-den, eine Schleifscheibe bei
solchen
"I'ucli=chlieidemaschilieti an das Messer zu führen und unter ständiger Drehung
am :Messer hin-und hc°rzul.e\\-egeli. Bei diesen bekannten Einrichtungen wird die
Schleifscheibe längs zum Messer geführt, ohne daB i rgend"velche Ausschwenkbewegun,
gen hierbei durchgeführt werden. In der Ruhelage der Schleifscheibe bei dieser bekannten
Einrichtung behindert die am Messer anliegende Schleifscheibe erheblich die Sicht
des die Schneidemaschine hedielictlden, und die, volle Schneidlänge des Messers
kann nicht in weitestgehendem Umfang ausgenutzt werden. Es sind zwar auch schon
Schleifvorrichtungen ;in Tuchschneidemaschinen mit hin- und hergehendem 'Messer
bekanntgeworden, bei denen auch (las Ausschwenken der Schleifsätze durchgeführt
werden kann. Dieses Ausschwenken der Schleifsätze
muß aber bei den
bekannten. Maschinen in besonderem Arbeitsgang durchgeführt werden:, so daß an die
Aufmerksamkeit des die Schneidevorrichtung bedienenden Arbeiters beim Ein- und Ausschwenken
der Schleifsätze erhebliche Anforderungen gestellt werden. Die gleiche erhebliche
Aufmerksamkeit benötigen alle die Tuchschneidemaschinen, bei denen der Schleifvorgang
in; besonderem Arbeitsgang von Hand bewerkstelligt werden muß, gleichgültig, ob
es sich dabei um ein einfaches Hin- und Herführen der Schleifsätze oder um ein gleichzeitiges
Heranführen und Wiederfortführen der Schleifsätze vom Messer handelt. Neuzeitliche
Zuschneidereien leiden erheblich unter den von den. vorbekannten Maschinen gestellten
Anforderungen an die Aufmerksamkeit des Bedienenden, da diese Aufmerksamkeit sich
in erheblichem Leerlaufskosten des Gesamtbetriebes auswirkt. Insbesondere ist es
für den Zuschneidebetrieb von Nachteil, wenn solche Schärfarbeiten des Schneidmessens
Arbeitsvorrichtungen bedingen, die den normalen Schneidbetrieb durch Unübersichtlichkeit
der Schneidfläche beeinträchtigen.
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Die vorstehende Erfindüng beseitigt die genannten Mängel dadurch,
daß bei Auslösung des Schleifvorganges die Schleifsätze durch Antriebsmittel selbsttätig
in Schleifstellung eingeschwenkt, über die ganze Länge des Messers unter ständiger
Drehbewegung hin- und hergeführt und. am Ende des Schle-ifvorganges selbsttätig
irndie Ruhelage zurückgeschwenkt und, stillgesetzt werden. Hierdurch wird erreicht,
daß der mit der Vorrichtung beschäftigte Arbeiter sein Augemmer* nicht dem Schleifen
der Messer zuwenden muß und daß die eigentlichen Ziischneidearbeiten durch den Schleifvorgang
in keiner Weise behindert werden.
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Zur Durchführung dieses Erfindungszieles werden bei Auslösung des
Schwenkvorganges die auf einem parallel zum Schneidrnesser beweglichen Schlitten
um den Anpreßfuß der Schneidemaschine schwenkbar angeordneten Schleifsätze entweder
durch Kupplung mit dem Antriebsmotor der Schneidevorrichtung oder durch besonderen
Motor unter Abwärtsbewegung des Schleifschlittens selbsttätig in die Schleifstellung
eingeschwenkt. Nach dem Einschwenken werden die Schleifsätze über die ganze Länge
des Messers unter von den gleichen Antriebsmitteln abgeleiteter ständiger Drehung
erst heral)-, dann durch Aufwärtsbem-egen des Schlittens heraufgeführt sowie am
Ende des Schleifvorganges selbsttätig in die Ruhelage ei.naeschwenkt und stillgesetzt.
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In der Zeichnung sind zwei verschiedene Ausführungsbeispiele der Vorrichtung
nach der Erfindung zum Bewegen der Steine während des Schleifvorganges dargestellt.
Im ersten Beispiel wird die Bewegung von dem Motor abgeleitet, der das Messer hin-
und herbewegt. Im zweiten Ausführungsbeispiel ist ein besonderer Antriebsmotor vorgesehen.
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In der Zeichnung gibt Fig. i die Seitenansicht einer üblichen Tuchschneidemaschine
mit hin- und hergehendem Messer wieder und zeigt im Senkrecht-schnitt einen Schleifsteinantrieb,
der vom Hauptmotor der Maschine abgeleitet ist; Fig. 2 ist eine Ansicht des oberen
Endes der @-Iaschine nach Fig. i und zeigt die gegenüberliegende Seite der Maschine;
Fig. 3 ist eine Vorderansicht des in Fig. 2 dargestellten Maschinenteiles; Fig.
4 gibt im Einzelteil die Anlaufsvorriclitung, wobei die Mittel dargestellt sind,
die einen Anlauf verhindern, bevor nicht der Anpreßfuß in seiner tiefstem Stellung
ist; Fig. 5 ist ein Querschnitt nach der Linie 5-5 der Fig. 3 ; Fig. 6 ist ein Senkrechtschnitt
in etwas vergrößertem Maßstabe nach der Linie 6-6 der Fig. i ; Fig. 7 ist ein Querschnitt
nach der Linie 7-7 der Fig. 6; Fig. 8 ist ein, Querschnitt nach der Linie 8-8 der
Fig. i ; Fig. 9 ist ein Querschnitt nach der Linie 9-9 der Fig. 6; Fig. io ist eine
Seitenansicht einer üblichen Tuchschneidemaschine mit hin- und hergehendem Messer,
bei der der Antrieb der Schleifsteine von einem besonderen Antriebsmotor 'hergeleitet
wird; Fig. i i ist ein senkrechter Längsschnitt in, etwas vergrößertem Maßstabe
durch den Antrieb der Schleifsteine nach Fig. io; Fig. 12 ist eine Einzelarnsicht
des Schalters. der den Anitriebsmotor betätigt; Fig. 13 ist ein Senkrechtschnitt
nach der Linie 13-i3 der Fig. i.i ; Fig. 14 ist ein Querschnitt mach die Linie 14-14
der Fig. i i ; F.i.g. 15 ist ein Querschnitt nach der Linie 15-i5 der Fig. i i ;
Fig. 16 zeigt die Eingriffsverhältnisse der Schleifsteine in das Messer am untersten
Ende der Steinführung; Fig. 17 ist eine Ansicht und teilweise ein Schnitt einer
besonderen Ausgestaltung des ,anpreßfußes und seiner Führung.
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Zuerst soll die in den Fig. i bis 9 dargestellte i\Iaschine erläutert
werden. Die Tuchschneidemaschine, die hier dargestellt ist, ruht auf dem üblichen
Aufläger i, auf dem ein Traggestell 2 aufgesetzt ist, das den Motor 3 und ein Antriebsgehäuse
4 trägt. Ein Messer 5 ist so angeordnet, daß es in senkrechter Führung auf der Vorderkante
des Traggestelles 2 hin- und herbewegt werden kann. Die Einrichtung zum Hin- und
Herbewegen besteht auseinem Kreuzkopf 6, einer Pleuelstange 7 und einem Kurbelzapfen
8, der auf dem Schwungrad 9 der Motorwelle befestigt ist. Der Motor wird durch einen
Schalter io gesteuert, und die gesamte 'Maschine wird durch einen Handgriff i i
geführt. Unmittelbar vor dem Messer 5 wird ein senkrecht gelagerter Anpreßfuß 12
von einer Führung 13 des Anpreßfußes getragen. Die obigen Angaben betreffen eine
übliche Bauart und bilden keinen Teil der Erfindung.
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Nachstehend wird beschrieben, wie die Schleifsteine befestigt und
zum Schwingen gebracht werden. Auf dein Vorderteil des Motorgehäuses ist ein
Tragrahmen
15 befestigt, der senkrechte Gleitführungen 16 besitzt. In diesen Gleitführungen
kann ein Schleifschlitten 17 laufen, der an seinem unteren Ende durch eine Platte
18 abgeschlossen ist. Diese Platte erstreckt sich nach innen auf das Motorgehäuse
zu. Am inneren Ende dieser Platte sind zwei senkrechte Wellen 19 angebracht, die
an ihren unteren Enden Schwenkarme 20 tragen, auf (leiten die Schleifsteinköpfe
21 aufgebracht sind. Diese Köpfe tragen die Schleifsteine 22 und 23. Eine Schraubenfeder
24 umgibt jede Welle und ist mit ihrem einen Ende mit ihr verbunden. Am anderen
Ende steht sie mit der Platte 18 in Anlage. Üblicherweise zwingen diese Federn die
Schwenkarme 2o, die in Fig. 8 dargestellte Lage einzunehmen. Eine gleiche Lage ist
strichpunktiert in der Fig. 1 dargestellt, in der diie Steine in Schleifstellung
am Ende des Messers 5 dargestellt sind. Um die Steine außer Berührung mit dem Messer
am oberen Ende ihres Hubes auszuschwingen und um das untere Ende des @lotorgehäuses
freizulegen, sind zwei feststehende Spindelmuttern 25 (vgl. Fig. 1) zwischen dem
Tragrahmen 15 und dein Motorgehäuse angebracht, die die oberen Enden der Wellen
19 aufnehmen. In die oberen Enden dieser Wellen sind steilgängige Gewinde
26 eingeschnitten, so daß die Wellen, wenn sie durch die Muttern 25, mit
denen sie im Gewindeeingriff stehen, hindurchgehen, um eine Winkelbewegung von etwas
mehr als 15o° gegen die Wirkung der Federn 24 gedreht werden und damit die Schleifsteine
so nach auswärts ausschwingen, daß sie eine in den Fig. 1, 2, 3, 6 und 7 dargestellte
Lage unmittelbar unterhalb des Tragrahmens 15 einnehmen. In dieser Lage beeinträchtigen
sie nicht die freie Sicht des die Maschine Bedienenden.
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Nachstehend wird die Einrichtung zum Übertragen einer Drehbewegung
auf die Schleifsteine beschrieben.
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In dem Schlitten 1? ist eine Vierkantwelle 28 eingelagert, an deren
unterem Ende ein Ritzel 29 befestigt ist. Dieses dreht über die Zahnräder 30, 30'
und ;1 die Schleifsteine 22 im Uhrzeigersinne, wie in Fig.B dargestellt ist. Gleichzeitig
dreht dieses Ritzel 29 Tiber die Stirnräder 32, 33, 33' und 34 den Schleifstein
23 in dem Uhrzeigersinne entgegengesetzter Richtung. Die Zahnräder 30 und
30' sind auf demselben Wellenstumpf aufgesetzt und drehen sich gemeinsam. Dasselbe
ist bei den Zahnrädern 33 und 33' der Fall. Die Vierkantwelle 28 durchdringt gleitfähig
eine Vierkantbuchse eines Kegelrades 35, das in einer Platte 36 drehbar eingelagert
ist. Diese Platte 36 ist am Tragrahmen 15 befestigt. Das Kegelrad greift in ein
anderes Keg@elra,d, 37 ein, das im Tragrahmen 15 drehbar eingelagert ist. Auf der
Welle dieses Kegelrades ist ein Zahnrad 38 befestigt und steht mit dein Zahnrad
39 im Eingriff. Auch dieses ist litt Tragrahmen drehbar gelagert. Das Stirnrad 39
steht seinerseits im Eingriff mit einem Ritzel 40. Dieses Ritzel ist in einen Schwenkarm
41 drehbar eingelagert, der um den Zapfen 42 schwenkbar ist. Auf gleicher Achse
mit dem Ritzel 40 ist ein Reibrad 43, das zum treibenden Eingriff mit dem Schwungrad
9 des Motors gebracht werden kann (vgl. Fig. 4). Wenn das Treibrad 43 mit denn Schwungrad
9 durch nachfolgend noch zu beschreibende Mittel in Treibeingriff gebracht wird,
werden über die vorstehend beschriebenen Zahnradtriebe die Schleifsteine in Drehbewegung
versetzt.
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Nachstehend wird die Einrichtung beschrieben, mittels welcher die
Schleifsteine während ihrer Drehbewegung längsverschoben werden. An der Außenseite
des Tragrahmens 15 sind zwei Kettenräder 45 aufgelagert, über die eine Kette 46
läuft. Ein Glied dieser Kette ist mit einer Rolle 47 versehen, die in einer Langlochführung
48 läuft. Diese Langlochfiihrung .ist am oberen Endre des Gleitschlittens 17 befestigt.
Der Umlauf der Kette bewirkt daher eine Hin- und Herbewegung des Schlittens 17 in
seinen Führungen 16, so daß mit dem Schlitten zusammen die Schleifsteine ebenfalls
hin- und herbewegt werden. Die Schleifsteine werden ständig während der Hin- und
Herbewegung des Schlittens auf Grund der Tatsache getrieben, daß die Vierkantwelle
28 sich in bezug auf das Kegelrad 35 senkrecht verschieben kann und trotzdem zu
jeder Zeit in Treibverbindung mit diesem Kegelrad bleibt. Die Kette wird durch folgende
Zahnrad.-untersetzung angetrieben. Ein Ritzel 49 ist auf dem Zahnrad 39 befestigt
und: läuft mit diesem um. Das Ritzel greift in ein Stirnrad 5o ein, mit dem ein
Ritzel 51 wiederum in fester Verbindung ist. Dieses letztere Ritzel greift in ein
Zahnrad 52 ein, das auf der Welle des unteren Kettenrades 45 befestigt ist. Damit
wird die Drehbewegung .des Reibrades 43 nicht nur zum Antrieb der Schleifsteine
herangezogen, sondern bewirkt auch die Bewegung der Schleifsteine längs dem Messer
vor und zurück, d. h. über die wirksame Schneidfläche des Messers.
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Nachstehend wird nun beschrieben, wie der Schleifvorgang eingeleitet
wird und wie die Vorrichtung selbsttätig den Schleifvorgang am Ende ausschaltet.
Der Schleifvorgang wird durch Bedienung einer Taste 54 eingeleitet, die an, der
einen Seite des Tragrahmes 5o befestigt ist. Diese Taste ist mit ihrer Drehwelle
einem Gleitlager 56 drehbar eingelagert. An dem nach innen zu gelegenen Ende der
Tastenwelle 55 ist ein kurzer Schwenkhebel 57 aufgesetzt, an den ein längerer Hebel
58 schwenkbar angeilagert ist. Dieser Hebelarm 58 wird durch eine Schraubenfeder
59 in Richtunig auf die Maschine zu angezogen. Das untere Ende des Hebelarmes 58
steht über ein Zwischengelenk 6o mit dem Schwenkhebel 41 in Verbindung. Bei der
in Fig.4 dargestellten Stellung, in der der Hebelarm 57 durch eine nachfolgend noch
zu beschreibende Tastenklinke gehalten wird, ist das Zwischengelenk 6o so gelagert,
daß die auf den Arm 58 wirkende Feder 59 das Treibrad 43 aus der Berührung mit dem
Schwungrad 9 des Motors heraushält. Um dies Treibrad 43 mit dem Schwungrad in Treibeingriff
zu bringen, muß die Taste, die Tastenwelle und der Hebelarm 57 in der in Fig. 4
dargestellten Ansicht nach: rechts ausgeschwungen werden, bis der untere Gelenkpunkt
des Zwischengliedes 6o rechts einer Linie zu liegen kommt, die durch den oberen
Gelenkpunkt des Verbindungsgliedes und den Schwenkzapfen 42 des
Schwenkhebels
41 geht. Daraufhin preßt die Feder j9 das Treibrad 43 in treibende Verbindung mit
dem Schwungrad und hält es in dieser Lage. Auf dier Taste ist eine Tastenklinke
62 befestigt, deren unterer Arm in einen Anschlag 63 eingreift, der sich auf dem
Schlitten 17 befindet. Normalerweise wird die Taste in der in Fig. 3 und
4 dargestellten Lage hierdurch gehalten, d. 11. in einer Stellung, in der das Treibrad
außer Berührung mit dem Schwungrad steht. Der obere Arm der Klinke wird in dieser
Ruhestellung von der Taste 54 durch eine Blattfeder abgezogen.
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Die vorstehend beschriebene Einrichtung arbeitet wie folgt: Um den
Schleifvorgang einzuleiten, ergreift der die Maschine Bedienende das obere Ende
der Taste 54 und der Tastenklinke 62 zwischen Daumen und Zeigefinger und zieht beide
zusammen. Damit wird die Klinke vom Anschlag abgezogen. Die so freigegebene Taste
wird dann nach rechts ausgeschwungen, um das Treibrad in Berührung mit dem Schwungradeinschnappen
zu lassen, wie vorher beschrieben. Unter der Annahme, daß das Schwungrad sich dreht,
wird hierdurch das Zahnradgetriebe in Bewegung gesetzt, wobei drei Vorgänge ablaufen.
i. Es werden die Schleifsteine in Drehbewegung versetzt; 2. der Schlitten gleitet
abwärts, und 3. durch Zusammenwirken der feststehenden Muttern 25 und die Steilgangspindiel26
werden die sich drehenden Schleifsteine um die Führung des Anpneßfußes herumgeschwenkt,
so daß die Federn 24 die Schleifsteine in Berührung mit der Messerschneide bringen.
Durch den Kettenumlauf fährt der Schlitten die Steine bis zum Ende des Messers und
führt sie dann wieder zurück. Bei der Aufwärtsbewegung kommen die mit steilgängigem
Gewinde versehenen Wellenenden 26 wieder mit den Muttern 25 in Eingriff. Die Steine
werden nach außen um die Führung des Anpreßfußes ausgeschwungen, so daß die gegenläufige
Bewegung der Steine stattfindet gegenüber der Bewegung am Anfang des Schleifvorganges.
Sobald der Schlitten seine oberste Lage erreicht hat, jedoch, wie in Fig.6 dargestellt,
der Schleifvorgang in dieser Stellung fortgesetzt werden soll, würde sich der Kreislauf,
wie bereits beschrieben, wiederholen. Tetzt aber greift der Anschlag 63 in das untere
Ende der Klinke 62 und wirft die Taste nach links, so daß vermittels des Zwischengelenkes
6o die Treibwelle aus der Berührung mit dem Scbw-ungrad ausklinkt. Um ein Weiterlaufen
der Einrichtung zu verhindern, ist ein feststehender Bremsschuh 65 vorgesehen, der
in das Treibrad 43 bremsend eingreift, sobald dieses aus der Berührung mit dem Schwungrad
gebracht wird.
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Nachstehend werden die Vorrichtungen beschrieben, die vorgNesehen
sind-, um eine Einleitung des Schleifvorganges zu verhindern, bevor nicht der Anpreßfuß
in die Berührung mit der Grundplatte i abgesenkt ist. Wie am besten aus Fig.4 ersichtlich,
ist an dem Schwenkhebel 41, der das Treibrad 43 trägt, ein sich aufwärts erstreckender
Arm 66 angebracht, dessen Endre 67 nach innen gebogen ist. Sobald der Anpreßftiß
in irgendeiner angehobenen Stellung sich befindet, ragt die Führung 13 über das
Ende 67 des Hebelarmes 66. Sollte der Bedienende versuchen, die Klinke so auszuschwingen,
daß der Schleifvorgang eingeleitet wird, so wird ihm dies unmöglich gemacht. Das
Ende 67 würde nämlich gegen die Führung 13 drücken, so daß das doppelgelenkige Verbindungsglied
6o nicht das, Treibrad 43 in Eingriff mit dem Schwungrad zum Einschnappen bringen
kann. Ruht aber der Anpreßfuß auf der Grundfläche i der Maschine, so läßt das obere
Ende der Führung 13 ein Ausschwingen des Hebelarmes.66 mit seinem Ende 67 über sein
oberes Ende zu.
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Wie in Fig. 6 und 16 dargestellt, besteht der Schleifstein 22 aus
zwei gleichachsigen, getrennten Teilen, die auf einem einzigen Wellenstumpf aufgesetzt
sind. Demgegenüber besteht der Schleifstein 23 nur aus einem Teil. Die Ebene dieses
Schleifsteines liegt zwischen den beiden Ebenen der einzelnen: Teile des anderen
Steines. Am unteren Ende der Längsverschiebung nehmen die Meine mit Bezug auf das
Messer die Stellung ein, die in Fig. 16 dargestellt ist. Dabei ist das Messer am
unteren Ende seiner Hin- und Herführung gezeichnet. Es wird darauf verwiesen, daß
der untere Teil des Steines 22 wallständig das Messer überschritten hat. Würde dieser
Teil für sich allein befestigt sein, so würde die Feder, die ihn in schleifende
.Anlage mit dem Messer bringt, bewirken, daß er unter die Kante des Schrägschliffes.
ausschwingen würde, so daß heim Rücklauf eine Scharte am unteren Schrägschliff entstehen
könnte. Da die Teile des Steines 22 jedoch fest miteinander verbunden und auf demselben
Wellenstumpf befestigt sind', kann dies nicht eintreten, denn der obere Teil des
Schleifsteines 22 liegt am Messer an und hält in gleicher Lage damit den unteren
Teil. Es ist selbstverständlich, falls erforderlich, auch möglich, an Stelle des
oberen Teiles einen nicht schleifendien Teil zu verwenden. Es hat sich jedoch als
vorteilhaft erwiesen, zwei einzelne Schleifteile zur Anwendung zu bringen.
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Nachstehend wird die zweite Ausführung beschrieben, die in den Fig.
io bis i 5 dargestellt ist. Die Tuchschneidemaschine selbst, die in diesen Figuren
dargestellt ist, ist an sich genau die gleiche wie in den vorangegangenen Darstellungen
und braucht deshalb nicht besonders beschrieben zu werden. Es wird zuerst beschrieben,
wie die Steine dieser zweiten Ausführungsform angeordnet und ausgeschwungen werden.
Im Lager 70 ist der Rahinen 71 der Vorderfläche des Motorgehäuses schwenkbar
angelagert. Dieser Rahmen 70 besitzt Gleitschienen 72, in denen ein Schleifschlitten
73 gleitfähig eingelagert ist. Dieser Schleifschlitten ist an seinem unteren Ende
durch die Platte 74 abgeschlossen, die sich nach denn Motorgehäuse zu einwärts erstreckt.
An der Unterfläche der Platte 74 ist bei 75 schwenkbar ein Armpaar 76 angelagert,
das sich einwärts gegen die Maschine erstreckt, und an den Endren jedes, Armes sind
Schleifsteine 77 angeordnet, die, soweit es die ;Ausbildung der Steine betrifft,
genau den Schleifsteinen 22 der bisher beschriebenen Ausführungsform gleichartig
sind. Durch bogenförmige Schlitze 7R in der Grundplatte
7:1 greifen
Zallfell.79 durch, mit denen gebogene Arme gelenkig verbunden sind. Die nach einwärts
gerichteten Enden dieser Arme sind in ihrer Breite eingezogen und bilden 'Lungen
81 und Schultern 82. Die Zungen 81 greifen übereinander und werden durch doppelt
gegabelte Enden eines Hebelarmes 83 auseinandergespreizt, der schwenkbar auf einem
vom Schlitten 73 getragenen Kreuzkopf 84 gelagert ist. Die gebogenen Arme 8o stehen
untereinander über eine Schraubenfeder 8; in Verbindung, die bewirkt, daß die Arme
76 und die Steine 77 gegeneinander und in Berührung mit der `lesserschneide wüliren(1
des Schleifvorganges gedrückt werden, wie es gestrichelt in Fig. 14 eingetragen
ist. Das obere Ende des Hebelarmes 83 trägt eine Rolle 86, die, sobald sie mit der
M'andung des Rahmens 71 in Eingriff kommt, die doppelt gegabelten unteren Enden
der Arme 83 gegen die Schultern 82 drückt und damit unter Vermittlung der gebogenen
Arme 8o die Tragarme 76 der Schleifsteine 77 seitwärts aussch wenkt. wie es in den
Fig. 14 und 15 gezeichnet ist.
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Nachstehend wird die Einrichtung beschrieben, die die Steine in Drehl).ewegung
versetzt. Auf den Schlitten 73 ist ein Motor 89 aufgesetzt, der durch einen Schalter
9o unter Vermittlung eines Schalthebels 91 eingeschaltet wird. Ein Kitzel 92 auf
der Motorwelle greift in ein Stirnrad 93 der Welle 94 ein, an dessen unterem Ltlde
ein Stirnrad 95 über die Zahntriebe 96, 97# 98. 99, ioo und ioi d-ie Drelibew-egung
auf die Steine überträgt. Sämtliche Zahntriebe werden von der Grundplatte 74 getragen.
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Es wird nachstehend die Einrichtung zur Längsverschiebung der Schleifsteine
beschrieben. Auf der Innenfläche des Schlittens 73 sind Kettenräder 102 angebracht,
über die eine Kette 103 läuft. Ein Glied der Kette ist gelenkig mit einem
Schwenkhebel 104 verbunden, der um einen Zapfen los des Rahmens 71 schwenkbar ist.
Das untere Kettenrad 102 ist auf eurer Welle tob befestigt, auf der frei drehbar
ein Kegelrad 107 mit einem Kegelritzel lob der Welle 941äuft. I_in Ititzel
1o9, das aus dem Hals des Kegelrades 107 herausgearbeitet ist, greift in
ein Leerlaufsrad i i o ein. (las seinerseits über einen mit ihm in Verbindung stellenden
Kitzeltrieb .das Stirnrad 112 treibt. Dieses Stirnrad ist mit der Welle loh versplintet.
(I)er den vorbeschriebenen Reduktionstrieb treibt der Motor 89 das untere Kettenrad
102 und damit die Kette 103. l)er Kettenumlauf bewirkt über den Hebel 104.
(laß der Schlitten 73, der den Motor, (lic Kette. die verschiedenen Zahntriebe und
die Schleifsteine trägt. sich in bezug auf den Rahmen 7 1 verschiebt. Wie in den
Fig. io und t i dargestellt, werden der Ra-htnen 71 und alle von ihm getragenen
einzelnen Sclileifvorriclitungen in einem Winkel zur Senkrechten gehalten, während
der normale Schneidvorgang verläuft. Dabei sind die Schleifsteine außerhalb der
Führung des Anpreßfußes und oberhalb des Harndgriffes der Maschine. Der Rahmen wird
in dieser Lage durch einen Arm 115 gehalten, der schwenkbar an l 1lotorgehäuse bei
16 gelagert ist und in der Ruhelage senkrecht in der gezeichneten Stellung der Fig.
to durch eine Feder 117 gehalten wird. Das nach außen stehende Ende des Armes t
15 ist mit einer Klaue 118 versehet, die dazu bestimmt ist, in eine Rolle i 1g des
Hebels 84 in nachstehend zu beschreibender Weise einzugreifen.
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Die vorbeschriebene Einrichtung arbeitet wie folgt: Der Bedienende
drückt den Schalthebel g1 herunter, um den Schalter go einzuschalten und den Motor
89 zum Anlaufen zu bringen. Beim Abwärtslaufen des Schlittens 73, währenddessen
die Schteifsteine sich drehen, schwingt der Arm i 15 uni seinen Zapfen 116
aus, und der Rahmen 71 wird unter Einwirkung einer Feder 12o in senkrechte Lage
gebracht. Bei der Abwärt,§bewegung des Schlittens kommt die Rolle 86 außer Anlage
mit der Innenfläche des Rahmens 71, wobei sie über eine Ablauffläche 121 ausläuft.
Damit wird. die Feder 85 freigegeben, und diese schwenkt die Steine in die Berührung
mit dem Messer. Dabei sind die Steine inzwischen über die Führungdes Anpreßfußes
einwärts geschwenkt. Die Steine setzen ihre Abwärtsbewegung unter ständigem Drehen
in schleifender Berührung mit der Messerschneide fort und kehren in ihrer Bewegutig
dank des Umlaufes der Kette 103 um. Bei der Aufwärtsbewegung werden die bei der
Abwärtsbewegung durchgeführten Einzelvorgänge in umgekehrter Reihenfolge durchgeführt.
Die Rolle i 1g kommt zwischen diiie Klaue 118 des Armes 115. Gleichzeitig kommt
die Rolle 86 mit der Auflauffläche 121 in Eingriff. Während der Rahmen 71 um seit.
oberes Schwenklager 7o auswärts schwenkt, werden gleichzeitig die Schleifsteine
an ihren Armen 76 auseinandergeschwungen- und geben die Führung des Anpreßfußes
frei. Um die Bewegung nach Beendigung eines einzelnen Schleifvorganges zu beenden,
ist an einem Kettenglied ein Anschlag 122 artgeordnet, der in einett Zapfen. 123
eingreift. Dieser Zapfen ist am Schalterarm befestigt und greift durch einen Schlitz
124 in den Schlitten 73 ein. Da der Vorschub des Anschlages 122 längs einem kleineren
Schwenkradius erfolgt als der des Schwenkweges. des Zapfens 123, kommt der Anschlag
und der Zapfen in dem Moment außer Eingriff, in dem der Schalter geöffnet wird.
Um zu verhindern, daß die Steine unnötig in ihrer am weitesten auseinandergespreizten
Stellung verbleiben, sobald sie sich in Ruhelage befinden, ist eine Öffnung 125
in der Rückwand des Tragrahmens 71 vorgesehen, in die die Rolle 86 eingreifen kann
und damit der Feder 85 gestattet, die Schleifsteine enger aneinanderzuziehen. Damit
werden die Steine aus einer die Sicht des die Maschine Bedienenden beeinträchtigenden
Lage herausgebracht.
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Bei der Sclileifeinrichtunng, die in: den Fig. i bis 9 dargestellt
ist, ist eine Sicherheitsvorrichtung vorgesehen, diie es verhindert, daß der die
Maschine Bedienende den Schleifvorgang einileitet, wenn der Anpreßfuß sich nicht
in seiner tiefsten Stellung befindet. Bei der in den Fig. 1o bis 15 dargestellten
Schleifeinrichtung ist eine andere Sicherheitseinrichtung vorgesehen. Diese Einrichtung
gestattet zwar dein Bedienenden, den Schleifvorgang einzuleiten, auch wenn der AnpreßfuB
sich in angehobener Stellung befindet. Trotzdem wird der -Schalter
selbsttätig
mit der Vorrichtung ausgeschaltet und der Antrieb zum Stillstand gebracht, bevor
die Steine den Anpreßfuß erreichen. Diese Sicherheitsvorrichtung besteht aus einem
Gestänge 126, das an seinem oberen Ende mit einer Gabel 127 gelernkig am Hebelarm
9i befestigt ist. Das untere Ende des Gestänges ist gleitfähig in einer Bohrung
der Platte 74 geführt und endet in einer Abkröpfung 128. Sobald der die Maschine
Bedienende den. Schalthebel abwärts schwenkt, um den Strom einzuschalten und den
Schleifvorgang einzuleiten, wirddieAbkröpfung 128 des Gestänges 126 in die
gestrichelte Lage der Fig. io vorgeschoben. Wenn während der Abwärtsbewegung der
Schleifsteine das Geslärngeende 126
in Eingriff mit dem Anpreßfuß kommen sollte,
der unzulässigerweise in angehobener Stellung gelassen worden ist, so würde der
Strom sofort ausgeschaltet und die Vorrichtung stillgesetzt werden, bevor eine Beschädigung
der Maschine eintreten könnte.
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In Fig. 17 ist eine dritte erfindungsgemäße Sicherheitseinrichtung
dargestellt. Diese umfaßt eine teleskopartig verlängerbare Führung des Anpreßfußes.
Der Anpreßfuß 130 ist am Ende eines Vierkantstabes 131 befestigt. Dieser
Vierkantstab greift in eine Vierkanthülse 132 ein, die an ihrem oberen Ende verschlossen
ist. Eine Schraubenfeder 133 verbindet das obere Ende des Vierkantstabes 131 mit
dem Deckel der Hülse 132 und hält den Anpreßfuß in Anlage an das untere offene Ende
der Hülse 132. Die Hülse 132 und der Vierkantstab 131 bilden die Führung des Anpreßfußes.
Dieser Anpreßfuß und seine Führung werden an der Maschine in bekannter Weise angebracht
und für die jeweilig zu schneidende Stofflage eingestellt. Bei Verwendung dieses
Fußes bei einer der hier dargestellten Maschinen, bei der aber jede andere Sicherheitsvorrichtung
fehlt, greifen die Lagerungen der Steine beim Abwärtst>ewegen der Schleifvorrichtung
in den Anpreßfuß ein und bewirken, d'a.ß er entgegen der Federwirkung 133 der Vierkantstäbe
131 in bezug auf die feststehende Gleithülse 132 abwärts gleitet. Beim Rückwärtsbewegender
Steine folgt der Anpreßfuß ihnen, wobei er durch dfie Zugwirkung der Feder 133 zurückgezogen
wird. Nach dem Schleifvorgang ist der Anpreßfuß in der gleichen Stellung, in der
er vorher gewesen ist.
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Beim Gebrauch der vorbeschriebenen Schleifeinrichtungen muß selbstverständlich
die Maschine zuerst vom Stoffentfernt werden. Mit Ausnahme der Fälle, in denen eine
verlängerbare Anpreßfußführung vorgesehen ist, muß der Anpreßfuß in seine tiefste
Stellung gebracht werden, bevor der Schleifvorgang eingeleitet wird.
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Wenn die Schleifeinrichtung in der Ausführung nach den Fig. i bis
9 Verwendung findet, ist es für den Bedienenden unmöglich, die Einrichtung anlaufen
zu lassen, bevor nicht der Anpreßfuß seine richtige Lage erhalten hat.
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Bei Verwendung der zweiten Ausführungsform, die in den anderen Figuren
dargestellt ist, kann zwar der Schleifvorgang eingeleitet werden, er wird aber selbsttätig
stillgesetzt, bevor noch die Steine an den Anpreßfuß herankommen, falls der letztere
nicht von vornherein abgelenkt worden ist. Wenn die Schleifsteine nicht gebraucht
werden, werden sie in beiden Fällen über das obere Ende des Messers geführt und
seitlich von der Führung gelagert. Auf diese `"eise kann die volle Schneidfähigkeit
des Messers ausgenutzt werden, und die Steine beeinträchtigen in ihrer Ruhelage
nicht den Überblick des Bedienenden über die Schnitt,mustermarkierurng auf dem zuzuschneidenden
Stück. Bei Verwendung eines doppelten Steines wird die Spitze des Schrägschliffs
geschärft, ohne daß ein störender Grat entsteht.