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Filmband von begrenzter Länge mit in sehr kleinem Maßstab aufgenommenen,
mit bloßem Auge nicht erkennbaren Photographien von Dokumenten Die Erfindung betrifft
ein Filmband begrenzter Länge, das mit in sehr kleinem Maßstab aufgenommenen, mit
bloßem Auge nicht wahrnehmbaren, einen Mikrofilm bildenden Photographien von Dokumenten
versehen ist und außerdem makroskopische, in seiner Längsrichtung aufgezeichnete!
Beschriftungen als mit bloßem Auge ablesbare Kennzeichnungen der Photographien aufweist.
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Es ist bei kinematographischen Bildfilmen bekannt, Ziffern in der
Längsrichtung des Films zwischen dem äußeren Rand der Lochungen und der benachbarten
Seitenkante des beidseitig gelochten Filmbandes als Kennmarken der einzelnen Bilder
anzubringen. Im Gegensatz hierzu ist nach der Erfindung bei einem Mikrofilmband
der eingangs gekennzeichneten Art der die makroskopischen Beschriftungen tragende
Längsstreifen des Filmbandes auf einem nicht gelochten, zwischen Bildrand und Filmrand
an der einen Filmbandseite liegenden Teil des Films oder auf dem in den Löchern
ausgefüllten Lochteil des Films vorgesehen.
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Dadurch ergibt sich der wesentliche Vorteil, daß für die makroskopischen
Beschriftungen auf dem Filmband ein viel breiterer Streifen als bei der
bisher
für kinematqgraphi#5che .Bildfilme angewendeten Art des Auftrages vön Ziffern benutzt
werden kann, da dieser Streifen hierbei nicht nur die Höhe zwischen äußerem Lochungsrand
und benachharter Filmhandkante, noch die ganze Höhe der Lochungen in der Querrichtung
des Films umfaßt; so daß man die Beschriftungen in vielgrößeren und stärkeren und
daher auch viel leichter lesbaren Lettern ausführen kann, die beispielsweise den
üblichen Schreibmaschinenlettern gleichkommen können.
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Dieses bequeme und rasche Ablesen erweist sich von besonderer Bedeutung,
wenn man ein Filmband aus einer größeren Zahl von in einem Ordner eingereihten Filmbändern
heraussuchen will, indem in diesem Fall ein Blick genügt,' um durch überfliegen
aller Beschriftungen der im Ordner enthaltenen Filmbänder schnell festzustellen,
öb' man den Ordner mit dem gesuchten Film in Händen hat. Ferner gestattet der erfindungsgemäß
für die Kennzeichnung von Filmbändern gewonnene breite Längsstreifen auch die Ausführung
von über mehrere Bilder oder die ganze Filmbandlänge sich erstreckenden Beschriftungen,
während die bei kinematographischen Bildfilmen gebräuchliche Kennzeichnung zwischen
äußerem Lochungsrand und benachbarter Filmseitenkante nur die Anbringung von einzelnen
Nummern in verhältnismäßig großen Abständen gestattet.
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Der für die Beschriftungen bestimmte Längsstreifen des Filmbandes
kann durch Einfärben oder Bestreichen farbig ausgeführt sein, um einen das Erkennen
der Eintragungen mit bloßem Auge erleichternden Untergrund zu bilden. Die makroskopischen
Beschriftungen oder sonstigen Kennzeichnungen können auf photographischem Wege oder
durch Aufdruck auf dem dafür ausgesparten; Längsstreifen des Filmbandes erzeugt
oder auf einem auf. -dieses nachträglich aufgeklebten Band wiedergegeben sein. Auch
können die Beschriftungen gleich- oder gegensinnig zu den mikroskopischen Bildern
auf dem Filmband aufgezeichnet sein, je nachdem man sie unmittelbar ablesen oder
auf einen Schirm projizieren will.
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Die Zeichnung veranschaulicht einen Bildfilm nach der Erfindung beispielsweise
in einer Ausführungsform.
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Fig. i zeigt in vergrößertem Maßstab einen Teil .des Films; Fig. 2
und 3 lassen im Querschnitt und in Ansicht einen Ordner für den Film erkennen; Fig.4
gibt einen Teil eines Films mit für das Lesen mit bloßem Auge und mittels Projektion
bestimmten Aufzeichnungen wieder.
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Fig. i zeigt einen normalen kinematographischen, am Rand gelochten
Film i von 3 5 mm Breite, auf dem die einzelnen photographierten Bild- oder Schriftdokumente
2 der Einfachheit halber durch Schraffur ahgedeutet sind. Erfindungsgemäß ist außerhalb
der Zone dieser mikroskopischen Bilder 2 ein Teil des nutzbaren Formats des Films
in der Form eines Längsstreifens 3 für die Anbringung von makroskopisch ausgeführten,
mit bloßem Auge lesbaren- Beschriftungen vorbehalten, während, der in den Bildern
aufgezeichnete Text mikroskopisch wiedergegeben ist. Nach Fig. i liegt dieser Längsstreifen
3 zwischen den Lochungen des einen Filmrandes und den Photographien, ähnlich dem
bei sprechenden kinematographischen Filmen für die Aufzeichnung .der Lautkurve ausgesparten
Längsstreifen. Man kann den Platz für die makroskopischen Beschriftungen 'auch zwischen
Lochungen des Films oder an der Stelle der vorher ausgefüllten Lochungen und bei
nicht gelochten Filmen beliebig vorsehen.
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Bei dem Film nach Fig. i ist die normale Bildteilung von etwa i 9
mm eingehalten, und der Längsstreifen 3 für die makroskopischen Beschriftungen hat
eine Breite von 6 mm. Diese Streifenbreite genügt reichlich für die Anbringung von
zwei oder drei Zeilen Beschriftungen. Die Bilder sind Quadrate mit i 8 mm Seitenlänge,
wodurch die Notwendigkeit des Lesens der Beschriftungen in der Höhe oder in der
Quere vermieden ist und die Betrachtungsgeräte vereinfacht werden können. Die makroskopische
Beschriftung kann z. B. wie bei der linken Hälfte des Films nach Fig. i eine Zahl
oder bei der rechten Filmhälfte ein Wort sein und sich wie diese Zahl auf ein einzelnes
Bild oder wie dieses Wort auf mehrere Bilder beziehen. Wenn die Art der Aufnahme
oder der Kopie es erfordert, kann man leicht den Platz der Schriftzeichen so wählen,
daß diese nicht über der Trennfuge zweier Bilder zu liegen kommen und nicht die
bildweise Aufnahme oder Kopie stören.
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Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäß beschrifteten Filme besteht
darin, daß diese in besonderen Ordnern von der Art der Briefmarkenordner eingereiht
werden können, bei denen der Streifen mit den makroskopischen Beschriftungen frei
sichtbar ist. Ein Ordner dieser Ausführung weist nach Fig. 2 und 3 einen Träger
4 mit mehreren übereinanderliegenden Taschen 4 auf, in die man die Filme 6 geeigneter
Länge einlegt. Diese Taschen ,gestatten, wie Fig. 3 zeigt, das Ablesen der makroskopischen
Beschriftungen der Filme, die z. B. aus den Zahlen 17253 bis 17257 bestehen. Die
Auswahl der Filme kann somit ohne weiteres mit bloßem Auge ohne Zuhilfenahme irgendeines
Betrachtungsgerätes erfolgen. Auch können die einzelnen Filme nach Belieben dem
Ordner entnommen und wieder in diesen eingeführt werden, ohne daß die jeweils benachbarten
Filme dadurch gestört oder in Unordnung gebracht werden.
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Wie sich gezeigt hat, wird bei diesen Ordnern das Ablesen der makroskopischen
Beschriftungen in bestimmten Fällen wesentlich erleichtert, wenn man den für :die
Beschriftungen vorgesehenen Längsstreifen des Films auf der Rückseite färbt. Auf
diese Weise vermeidet man, daß die transparente Sichtbarkeit der Beschriftungen
auf der Ordnerwandung durch die Farbe dieser Wandung oder durch die Natur oder die
Richtung des dem Filmvorführer auf seinem Aufenthaltsplatz zur Verfügung stehenden
Lichtes beeinträchtigt wird. Der Filmvorführer kann die Beschriftungen auch leicht
lesen,
wenn er den Film aus dem Ordner entnommen hat und gegen einen beliebigen Untergrund
hält.
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Die Färbung des für die Beschriftungen bestimmten Längsstreifen des
Films kann in irgendeiner passenden Farbe, z. B. in Weiß, erfolgen und gestattet
das Lesen der Beschriftungen unabhängig von der Farbe der Ordnerwand. Auch kann
sie sowohl durch Farbauftrag als auch durch Einfärben oder auch durch Aufkleben
eines farbigen Bandes oder auf sonst eine geeignete Weise erreicht werden. Ferner
kann sie nach der Entwicklung des Films oder auch vorher vorgenommen werden, und
im letzteren Fall kann sie der Filmhersteller ausführen, so daß sich der Benutzer
des Films nicht mehr damit zu befassen braucht.
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Ein weiterer Vorteil der Filme nach der Erfindung liegt darin, daß
der Richtungssinn der makroskopischen Schriftzeichen vom Ansehen den Richtungssinn
der mikroskopischen Schriftzeichen zu erkennen gestattet. Die Aufnahmen können in
einem solchen Richtungssinn bewirkt werden, daß die Projektion auf einen Schirm
oder das Ablesen richtig erfolgt, wenn die makroskopische Beschriftung vom Filmvorführer
im richtigen Richtungssinn gesehen wird. Dadurch wird die Notwendigkeit des tastenden
Ausprobens beim Einbringen der Filme in den Projektionsapparat vermieden. Für eine
gewöhnliche Projektion müssen dabei, wenn die makroskopischen Schriftzeichen aufrecht
stehen, die mikroskopischen Schriftzeichen, symmetrisch zu einem Punkt, umgekehrt
gerichtet sein, wie die in Fig. 4 angegebenen Schriftzeichen A, B, C, D in bezug
auf die makroskopischen Beschriftungszahlen 1252 bis 1255 zeigen.
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Die Erfindung kann im einzelnen auch in einer von dem Beispiel der
Zeichnung abweichenden Weise ausgeführt werden. So können z. B. die makroskopischen
Beschriftungen statt mit Hilfe der Photographie auch auf irgendeinem anderen geeigneten
Wege auf dem dafür ausgesparten Längsstreifen des Films oder Filmbandes oder auf
einem besonderen auf den Film aufzuklebenden Streifen erzeugt sein.