DE85162C - - Google Patents

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DE85162C
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    • G—PHYSICS
    • G01—MEASURING; TESTING
    • G01G—WEIGHING
    • G01G23/00—Auxiliary devices for weighing apparatus

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.^
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. April 1895 ab.
Mit der neuen Gewichtsaufdruckvorrichtung, die in der Form eines Schiebkastens bei den eingestellten Laufgewichten einer Waage einschiebbar ist, wird bezweckt, Aufdruckvermerke entsprechend einer Reihe geschehener Wägungen zur späteren Controle auf einem fortlaufenden Papierstreifen herzustellen. Die neue Anordnung ist eine derartige, dafs die Aufdruckvorrichtung während der Wägung abgenommen sein mufs und erst behufs Registrirung jedesmal angebracht und mittelst Griffes bethätigt wird.
Beim Einschieben der zugleich die Auf- und Abwickelungsorgane für den Papierstreifen einschliefsenden Aufdruckvorrichtung findet eine die Laufgewichtsbewegung aufhebende Verriegelung und die Weiterschaltung des Papierbandes selbstthätig statt. Die in Vereinigung der nachher bezeichneten Theile bestehende Neuerung hat demnach — im Gegensatz zu den bekannten derartigen Vorrichtungen (Patent Nr. 1525, 53014 und 62150) — das Kennzeichen, dafs die Wäge- oder Mefsvorrichtung nur bei abgenommener Aufdruckvorrichtung benutzt werden kann, wodurch eine Sicherheit gegen irrthümliche oder mifsbräuchliche Benutzung der Aufdruckvorrichtung gegeben ist.
Auf beiliegender Zeichnung ist:
Fig. ι eine Endansicht des auf einem Waagebalken F stellbaren Laufgewichtes A mit Stellerschiebern F1 F2, an welchem unten der den Erfindungsgegenstand bildende Druckvorrichtungskasten anzubringen ist, der in
Fig. 2 in Oberansicht dargestellt ist;
Fig. 3 ist eine Seitenansicht des Laufgewichtes in Verbindung mit der im Längsschnitt nach der Linie x-y (Fig. 2) dargestellten Druckvorrichtung, und
Fig. 4 ist die in gröfserem Mafsstabe dargestellte Vorrichtung zur Verriegelung der Schiebergewichte.
Die Druckvorrichtung ist,. indem sie einen rechteckigen Kasten α bildet, ein von dem Laufgewicht A unabhängiger Bestandtheil und kann an der Laufgewichtsunterseite, wo Führungen n> für entsprechende Kastenleisten a1 vorgesehen sind, schubkastenartig eingeschoben werden. Die in dem Kasten α eingebaute Vorrichtung selbst besteht zunächst aus den zwei in Wangenlagern b2 drehbaren parallelen Wellen b b1 mit den Rollen e e1 zur Papierband-Auf- und -Abwickelung. Eine dieser Wellen ist rechts, die andere links von einer Rippe a2 angeordnet, die den Kasten α in zwei Räume theilt. Durch mittelst Schrauben i i1 an der Rippe a1 befestigte Federn jj1 werden die Wellen b b1 auf dem Grunde ihrer Lager b*2 niedergehalten.
In einem den Rollen e e1 gegenüber befindlichen Ausschnitte der Rippe a1 ist ein auf einer Spindel 0 befestigter Daumen m drehbar so angebracht, dafs man ihn mit Hülfe eines an dem Spindelaufsenende befestigten Handgriffes ρ aufserhalb des Kastens α drehen kann. Dem Angriff dieses Daumens m unterliegt ein in verticalen Führungsnuthen an a1 verschiebliches Widerlagsstück Z, das ausgehöhlt und mit einem Kautschukkissen Z1 versehen ist.
Letzteres befindet sich genau unterhalb von Ziffertypen t an der Unterseite des Waagebalkens F und der Gewichtsschieber FF1; durch eine Feder k wird das Widerlagsstück I übrigens in seinen Führungen abwärts gedrückt, um sich nur unter dem Angriffe der Schwellung ml des Daumens m gegen jene Ziffertypen bei t emporzuheben, wenn man den Griff ρ
dreht. Die Griffdrehung und Daumenwirkung wird durch einen auf den Anschlag p3 treffenden Stift p2 (Fig.. 2) begrenzt.
Damit beim Einschieben des Drückkastens a die Ziffertypen mit Druckfarbe versehen werden, ist in dem Kasten die Farbwalze h vorgesehen, die mittelst eines rechteckigen Halters in einem an der Rippe a2 ausgesparten Raum vertical verschieblich und auf einer Feder /j'2 gelagert ist, welche die Farbwalze h gegen die Typenstege t zu drücken strebt, wenn sie an ihnen vorbeikommt.
Zum Zwecke des Fortschaltens des Papierbandes ^ drückt gegen den Umfang der Papierrolle e1 eine Riffelwalze e2, welche unter Beibehaltung ihrer Parallellage sich nach Mafsgabe der Durchmesseränderung der Bandrolle e1 zufolge Papier-Auf- und -Abwickelung einstellt, indem ihre Drehzapfen dl von einem an der Welle g1 drehbaren Schwinggestell oder Rahmen g aufgenommen werden. Die Welle g1 ist in den nach unten vorstehenden Lappenansätzen ab des Kastens α gelagert. Durch eine Blattfeder s, die an der inneren Wange des Kastens α befestigt ist, wird die Welle d mit ihrer Riffelwalze e2 ständig nach der Welle b1 hingedrückt. Zur schrittweisen Drehung der Riffelwalzenwelle d dient ein Klinkenschaltwerk. Dieses besteht aus einem an genannter Welle befestigten Schaltzahnrad η und aus einem an derselben Welle frei drehbaren Klinkenhebel q, welcher die Klinke nl trägt, die durch eine bei ns am Hebel selbst befestigte Feder n2 in Eingriff mit den Schaltradzähnen gehalten wird.
Wenn man den so eingerichteten Vorrichtungskasten α unter dem Laufgewicht A nach Art eines Schubkastens einschiebt, so führt sich (Fig. 1) das seitlich herausstehende Schwanzende q1 des Hebels q in einen Schrägschlitz einer mit A fest verbundenen Platte r1 ein und erfährt dadurch, im Schlitz emporgleitend, eine Einstellung, die durch Vermittelung der Klinke n1 und des Schaltrades η eine Theildrehung der Welle d nebst Riffelwalze e2 derart zur Folge hat, dafs das Papierband um ein genügendes Stück vorgeschoben wird, um einen neuen Theil für den Aufdruck darzubieten. Hierdurch wird das Uebereinanderdrucken verschiedener Gewichtsangaben ausgeschlossen.
Auf dem Stege a2 ist eine Winkelschiene f (Fig. 4) angebracht, welche mit ihrem Verticalflantsch beim Einführen des Kastens α zwischen die Typen t (Fig. 3) des Waagebalkens und der Schiebergewichte V1 V'2 greift. Durch diese Schiene werden die Schiebergewichte für die Zeit, in welcher der Abdruck der Zahlen auf dem Papierstreifen erfolgt, gegen eine Längsverschiebung so lange gesichert gehalten, als der Kasten α seine Lage am Gewicht A innehat. Gleichzeitig mit dem Entfernen des Kastens nach erfolgtem Druck werden alsdann die Schiebergewichte sowie das Laufgewicht selbst für die Längsverschiebung wieder freigegeben.
Nachdem der Gegenstand in üblicher Art abgewogen ist, wobei man das Laufgewicht A auf dem Waagebalken und die Stellerschieber V1 F2 an dem Laufgewicht entsprechend verschiebt, erhält man den gedruckten Gewichtsvermerk durch folgende Mafsnahmen.
Man schiebt die Druckvorrichtung α unter dem Laufgewicht A ein; bei dieser Bewegung bewirkt zunächst die Farbwalze h die Auftragung von Farbe oder Schwärze auf die Ziffertypen f, während der von dem Anlauf r gehobene Klinkenhebel q mit der Klinke nl das Schaltrad η und die Riffelwalze e'2 um eine Schaltweite fortrückt, so dafs das Papierband £, welches sich beispielsweise von e abwickelt und auf e1 aufwickelt, zur Darbietung einer zu bedruckenden Leerstelle vorgezogen wird. Dieses Feld des Papierb'andes % befindet sich alsdann gerade über, dem Kautschukkissen I1. Man dreht nun mittelst des Handgriffes ρ den Daumen m, so dafs dessen Schwellung m1 das Widerlagsstück / emporprefst und das darauf lagernde Papier ^ gegen die infolge der Waageeinstellung sich darbietenden Ziffertypen bei t zum Ausdruck bringt. Man zieht darauf die Druckvorrichtung wieder von dem Laufgewicht heraus .und kann eine, andere Wägung, in derselben Weise vornehmen. Bei der Auszugbewegung der Aufdruckvorrichtung geht das Ende q1 des Klinkenhebels q nieder und die Klinke ηl fafst den nächsten Zahn an dem Schaltrade n.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Gewichtsaufdruckvorrichtung an Laufgewichtswaagen mit einem nach Art eines Schubkastens am Laufgewicht .(A). einzuschiebenden, die Druckvorrichtung aufnehmenden Kasten (a), gekennzeichnet durch die Anordnung von aus der Unterkante des Waagebalkens (F) und der Schiebergewichte (V1 V'2) hervorspringenden Typen (t) sowie einer Winkelschiene (f) auf dem Mittelsteg (a2) des Druckkastens (a) derart, dafs die Schiene mit ihrem Verticals flantsch beim Einschieben des Kastens am Laufgewicht zwischen die Typenknaggen (t) des Waagebalkens und der Schiebergewichte eingreift und die Lage des. Laufgewichtes und der Schiebergewichte während des Druckvorganges sichert.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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