DE84468C - - Google Patents

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DE84468C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B02CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
    • B02CCRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
    • B02C4/00Crushing or disintegrating by roller mills
    • B02C4/28Details
    • B02C4/286Feeding devices

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Finish Polishing, Edge Sharpening, And Grinding By Specific Grinding Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Um den schädlichen Leerlauf bei Mahlgängen zu vermeiden, werden selbstthätig in Gang gesetzte Klingeln benutzt und ähnliche Einrichtungen getroffen, die den Arbeiter mahnen sollen, wann er die obere Gosse wieder öffnen soll. Wenn jedoch dieser Arbeiter abwesend ist oder des Zeichens nicht achtet, so tritt Leerlauf des Mahlganges ein. Bei vorliegender Mühlengosseneinrichtung ist man hingegen von der Aufmerksamkeit des beaufsichtigenden Arbeiters unabhängig, und ein Leerlauf des Mahlganges oder Stuhles ist leicht zu vermeiden. Das Mahlgut entleert sich aus der oberen Gosse durch einen mit Zahnstangen versehenen horizontalen Schieber in die unten unmittelbar am Mahlgang befindliche Gosse zur rechten Zeit dadurch, dafs in der unteren Gosse regulirbare Drehklappen an Hebeln angebracht sind, welche sich heben, wenn zu wenig Mahlgut über ihnen liegt und ein in Umdrehung befindliches Zahnrad mit der Zahnstange des oberen Schiebers auf so lange in Eingriff bringen, bis die untere Gosse gehörig gefüllt ist. Aehnliche Drehklappen können auch in den oberen Gossen angeordnet sein und können mit denjenigen der unteren Gossen bezüglich ihrer Function in Verbindung gebracht werden. In anderen Fällen können die oberen Gossen doppelt angeordnet werden, so dafs der Schieber abwechselnd die eine Hälfte der oberen Gossen öffnet und die andere schliefst.
Die Figuren haben folgende Bedeutung:
Fig. ι zeigt die Gossenvorrichtung im Querschnitt durch x-x in Fig. 2,
Fig. 2. dieselbe im Grundrifs,
Fig. 3 den Horizontalschieber zu Fig. 1 und 2, von oben gesehen,
Fig. 4, 5 und 6 die Gossenvorrichtung mit doppelter Obergosse, im verticalen Querschnitt durch y-y (Fig. 5), im Grundrifs und den Schieber von oben gesehen,
Fig. 7 die Zahnradverbindung im Einzelnen.
In Fig. ι und 2 ist A die obere Gosse und A1 die untere Gosse. Die letztere befindet sich direct über dem Mahlgang oder Stuhl. Das Mahlgut fällt von der oberen Gosse in die untere, sobald sich der verschiebbare Boden der ersteren Öffnet. Diesen Boden bildet ein Schieber a, welcher mit einer Oeffhung ο von der Gröfse des Bodens versehen ist, so dafs, wenn die Oeffnung 0 unter der Gosse A steht, diese unten ganz offen erscheint. In der anderen, in Fig. 1 gezeichneten Lage ist die obere Gosse durch den Schieber verschlossen,· und kein Mahlgut kann in die untere Gosse A1 herausfallen. Der Schieber α trägt ferner zu beiden. Enden Zahnstangen k und e, mit welchen die beiden an ihren um 1 und 2 drehbaren Hebeln gelagerten Zahnräder h und i in oder aufser Eingriff gebracht werden können (Fig. 1 und 2), zu welchen Zwecken diese Räder auch in Excentern gelagert sein können (Fig. 7), wie weiter unten angeführt ist. In den Gossen A und A1 befinden sich an den horizontalen Wellen 8 und 20 Drehschaufeln 9 und 22, welche an ihren Enden oben die Dachplatten 10 und 23 tragen. An denselben Wellen sind nach aufsen mit stellbaren Gegengewichten 11 und 21 versehene Hebelarme befestigt und so regulirt, dafs ihre Stellung in der oberen und unteren Gosse übereinstimmt.
Fig. ι zeigt die gegenseitige Stellung dieser Drehschaufeln in dem Momente, wenn das Mahlgut in der unteren Gosse gerade zu Ende ist und der Schieber sich unter der oberen Gosse gerade zu öffnen anfängt. Die Drehschaufel 9 ist durch das Gewicht des darauf ruhenden Mahlgutes niedergedrückt, während die Schaufel 22, auf welcher kein Mahlgut mehr sich befindet, durch ihr Gegengewicht 21 gehoben wird, und folglich den Hebelarm 18, mit welchem sie durch ein Seil, eine Schnur oder dergl. 19 verbunden ist, herunterzieht, um seine Achse ι dreht und. demnach das Rädchen h hebt und in Eingriff mit der Zahnstange k bringt. Dieses Zahnrad h, sowie auch das andere Zahnrad i drehen sich unaufhörlich in den durch die Pfeile angedeuteten Richtungen (Fig. 1), indem sie beispielsweise von einer Scheibe 4 ihre Bewegung mittelst Riemen oder dergl. erhalten. Folglich wird der Schieber a sich von rechts nach links zu verschieben anfangen, die Oeffhung 0 gelangt unter die Gosse A und das Mahlgut fällt aus dieser oberen Gosse in die Gosse A1 ein, von da auf die Klappe bezw. auf das Dach 23, wodurch der Hebelarm 18 wieder frei wird und das Zahnrad h ausgelöst wird. Geht dann in der Gosse A das Mahlgut schon zu Ende, so dafs keine Last mehr auf das Dach 10 bezw. auf die Schaufel 9 wirkt, so geht wieder das Gewicht 11 herunter und zieht den Hebelarm 17 mit, indem es mit demselben durch eine über die Rollen 12 und 16 geführte Schnur oder dergl. verbunden ist. Dadurch kommt jedoch das Rad i in Eingriff mit der Zahnstange e, und demzufolge wird die Gosse A durch den Schieber α auf so lange geschlossen werden, bis man wieder so viel hineinschüttet, dafs die Klappe 9 wieder in die in Fig. 1 gezeichnete Lage zurückkehren würde.
Eine andere Ausführungsform der Gossen zeigen die Fig. 4, 5 und 6. Aus der doppelten oberen Gosse A2 ΑΆ, welche von dem Schieber α abwechselnd einmal unter A2 und das nächste Mal unter As geöffnet wird, fällt durch die Schieberöffnung ο das Mahlgut in die darunter und unmittelbar über dem Mahlgang oder Stuhl befindliche Gosse, welche innen mit den beiden Drehklappen 22 und 28 ausgestattet ist. Dieselben drehen sich um ihre horizontalen Drehachsen 20 und 27 und tragen wieder Dächer 23 und 29, an ihren Enden ■oben befestigt. Die anderen Hebelarme 21 und 26 erhalten Gewichte und sind mit den Armen der um die Achsen 3 und 24 drehbaren Hebel 18 und 17 mittelst Schnuren oder dergl. 29 und 25 derart verbunden, dafs, im Falle die Drehklappen 22 und 28 gesenkt sind, auch die Räder h oder i aufser Eingriff mit ihren Zahnstangen k bezw. e sich befinden, und umgekehrt. Es ist jedoch immer nur das eine von diesen beiden Zahnrädchen mit seiner Zahnstange im Eingriff und das andere ist dann aufser Eingriff. Nachdem sich diese beiden Zahnrädchen stets in einer bestimmten Richtung in Umdrehung befinden, mufs stets abwechselnd die eine Hälfte der oberen Gosse unten offen und die andere zu sein. Die Figur zeigt gerade diejenige Lage, bei welcher in der unteren Gosse links schon genug aufgeschüttet ist, während das Mahlgut über der Drehschaufel 28, 29 schon weg ist und diese Drehschaufel sich gehoben hat, so dafs die 'Schieberöffnung 0 anfängt, unter die rechte Gossenhälfte A3 vorzurücken und das Mahlgut in die untere Gosse rechts fallen zu lassen.
Statt die Zahnrädchen h und i mittelst eines drehbaren Hebels, an welchem sie gelagert sind, ein- und auszukuppeln, kann man dieselben auch excentrisch lagern, wie Fig. 7 zeigt.' Die Drehachse 20x erhält dann eine Scheibe, welche mit der an der oberen Drehachse (und excentrisch zur Radachse 3) angebrachten Scheibe m mittelst Ketten oder dergl. ρ q derart in Verbindung gebracht wird, dafs eine Drehung der Drehschaufel 22x ein Aus- oder Einkuppeln des Zahnrädchens h zur Folge haben mufs, wobei eine Regulirung durch Einstellen des am Hebelarm 21 1 befindlichen Gewichtes zu erzielen ist.
Die Dächer 10, 23 und 29, welche an den Enden der bezüglichen Drehschaufeln oben angemacht sind, haben den Zweck, auch hei geneigter Lage der Drehschaufeln dieselben gegen eine darauf ruhende Belastung durch Mahlgut empfindlicher zu machen, da sie dann horizontal stehen. Dasselbe liefse sich sonst auch durch passende Krümmung der Drehschaufeln erzielen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Selbsttätige Speiseregelungsvorrichtung für Müllereimaschinen mit über einander liegenden Gossen, dadurch gekennzeichnet, dafs mit den durch das Mahlgut niedergehaltenen Einlaufklappen der Gossen zwei beständig umlaufende Zahnräder (h i) derart in Verbindung gebracht sind, dafs sie in eine der beiden Zahnstangen des Abschlufsschiebers (a) der oberen Gosse dann eingreifen, wenn die untere Gosse sich geleert oder gefüllt hat.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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