DE2807723C2 - Vorrichtung zum selbsttätigen Entstapeln von plattenförmigen Gegenständen - Google Patents
Vorrichtung zum selbsttätigen Entstapeln von plattenförmigen GegenständenInfo
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Description
45
Pie Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum selbsttätigen Entstapeln von plattenförmigen Gegenständen
mit einer einen Stapel der Gegenstände aufnehmenden Hebebühne, die aus einer Ladeplattform und einer mit ^o
dieser gelenkig verbundenen Anlagewand besteht, wobei Mittel vorgesehen sind, durch die die Hebebühne
aus der Beladestellung, in der im wesentlichen die Ladeplattform waagerecht und die Anlagewand lotrecht
ist, derart hochschwenkbar ist, daß sich die Ladeplattform in Richtung zur Anlagewand neigt und
der Winkel zwischen der Ladeplattform und der
Anlagewand größer wird.
Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art (US-PS 07 568) erfolgt das Verändern des Winkels zwischen
der Ladeplattform und der Anlagewand in Abhängigkeit von der Hochschwenkbewegung der Hebebühne.
Sowohl der Neigungswinkel der Ladeplattform als auch der Winkel zwischen dieser und der Anlagewand sind
also für die Abgabestellung der Hebebühne ein für b5 allemal festgelegt, so daß keine Möglichkeit besteht, die
Vorrichtung den speziellen Eigenschaften unterschiedlichen Aufgabematerials anzupassen. Daher ist bei dieser
bekannten Vorrichtung ein zusätzlicher Förderer vorgesehen, der die gestapelten Gegenstände nacheinander
in die Stellung bringt, in der sie von der oberen Kante der Anlagewand freikommen. Es ergibt sich
daSei zwangsläufig, daß die Gegenstände auf der Anlagewand immer flacher zu liegen kommen und sich,
sobald sich der hinterste Gegenstand mit seiner oberen Kante nicht mehr gegen die Ladeplattform abstützen
kann, ganz flach auf die AnJagewand bzw. auf die Förderbänder legen. Die dann noch auf der Anlagewand
befindlichen Gegenstände werden dann von den Förderbändern alle auf einmal von der Anlagewand
abgeworfen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile zu vermeiden und eine gattungsgemäße
Vorrichtung zu schaffen, die ein einzelnes Abgeben der Gegenstände vom Stapel gewährleistet. Dies wird
erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß für das Hochschwenken der Hebebühne und für das Verändern des
Winkels zwischen Ladeplattform und Anlagewand unabhängig voneinander steuerbare Mittel vorgesehen
sind und der Winkel zwischen Ladeplattform und Anlage wand bis auf etwa 180° streckbar ist.
Für das Steuern der Hebebühne werden vorzugsweise hydraulische Stempel od. dgl. vorgesehen, und zwar
für das Hochschwenken der Hebebühne ein vorzugsweise an der Ladeplattform angreifender, sich am
Boden abstützender Hubstempel und für das Verändern des Winkels zwischen der Ladeplattform und der
Anlagewand diese beiden Teile miteinander verbindende hydraulische Gestänge. An diesen Teilen können
Anschläge vorgesehen werden, die ein Über- bzw. Unterschreiten bestimmter Winkel zwischen ihnen
verhindern. Die Bemessung der hydraulischen Gestänge kann auch so gewählt sein, daß sie in ihrer jeweiligen
Endstellung die Aufgabe der Anschläge übernehmen.
Um ein vorzeitiges Abgleiten des Stapels über die Anlagewand zu vermeiden, kann die Anlagewand
konvex ausgebildet sein.
Die Ladeplattform und die Anlagewand (beide müssen nicht als geschlossene Wände ausgebildet sein,
sondern können auch aus Schienen od. dgl. bestehen) können durch die verschiedensten Mittel bewegt
werden, damit der gewünschte Bewegungsablauf stattfindet. Dieser besteht vorzugsweise darin, daß
zunächst die Ladeplattform zusammen mit der A.nlagewand unter Beibehaltung des zwischen ihnen eingeschlossenen
Winkels von vorzugsweise 90° bis zum Gleitwinkel hochgeschwenkt und dann der Winkel
zwischen den beiden Teilen gestreckt wird. Das Strecken dieses Winkels kann aber auch schon während
des Hochschwenkens der beiden Teile erfolgen und es kann dieser Winkel nach dem Strecken wieder etwas
verkleinert werden, wenn man merkt, daß zu viele Gegenstände abzurutschen drohen.
In der Zeichnung ist die Erfindung veranschaulicht, und zwar zeigt
F i g. 1 in schematischer Darstellung einen Bewegungsablauf der Vorrichtung, bei dem der Winkel
zwischen Ladeplattform und Anlagewand gleichzeitig mit dem Hochschwenken der Ladeplattform gestreckt
wird,
Fig.2 in entsprechender Darstellung einen Bewegungsablauf
der Vorrichtung, bei dem der Winkel erst nach dem Hochschwenken der Ladeplattform gestreckt
wird, und
Fig.3 bis 5 ein Ausführungsbeispiel in drei verschiedenen
Stellungen des in Fig.2 dargestellten Bev» -
gungsabluul's ι in Schnitt, und
Fig.ö eine Ansicht des Ausführungsbeispiels in
Endsiellung.
In allen Darstellungen ist die Ladeplattform mit 1 und
die Anlagewand mit 2 bezeichnet. Beide Teile sind durch
ein Gelenk 3 miteinander verbunden. Die Anlagewand ist außerdem nahe ihrem oberen Rand um eine Achse 5
schwenkbar gelagert. Von dieser Stelle geht eine Zubringerbahn oder Rutsche 6 aus, die zu einer
Zerkleinerungsmaschine 7 oder in sie hineinführt. An der Ladeplattform bzw. der Anlagewand sind Anschläge
8 und 9 vorgesehen, die den von beiden Teilen eingeschlossenen Winkel β nach unten auf etwa 90° und
nach oben auf 180° begrenzen. Der Winkel β kann auch
nach unten durch die Anordnung und Baulänge des hydraulischen Gestänges 13 begrenzt sein. Die Anlagewand
2 ist gewölbt ausgebildet.
Wie aus den Fig. 3 bis 6 ersichtlich, greift an jeder
Seite des freien Endes der Ladeplattform 1 ein hydra-ilischer Hubstempel 10 mittels eines Schwenkbolzens
11 an. Die Hubstempel sind auf dem Fundament bei ν 12 schwenkbar abgestützt. Außerdem sind beidseitig
^hydraulische Gestänge 13 zwischen der Ladeplattform 1 .,und der Anlagewand 2 vorgesehen, die den Winkel β
' zwischen diesen beiden Teilen bestimmen. Es ist auch möglich, nur einen Hubstempel am freien Ende der
Hebebühne mittig vorzusehen. Die auf der Ladeplattform gestapelten Gegenstände sind mit 14 bezeichnet.
Bezüglich des Bewegungsablaufs der Ladeplattform 1 und der Anlagewand 2 erkennt man aus Fi g. I1 daß die
Ladeplattform in der Stellung a waagerecht liegt und die Anlagewand lotrecht steht. Die zu entstapelnden
Gegenstände 14 werden vorzugsweise so auf dei Ladeplattform gelagert, daß sie an der Anlagewand
anliegen. Dieses Anliegen kann aber auch erst im Verlauf des Anhebens der Hebebühne selbsttätig
erfolgen. Beim Intätigkeittreten des Hubstempels 10 wird auch das hydraulische Gestänge 13 langsam
gestreckt, so daß sich der Winkel β während des Hochschwenkens der Hebebühne 1, 2 allmählich
vergrößert, bis er in Stellung d 180° beträgt, so daß auch
der letzte auf der Hebebühne befindliche Gegenstand abrutschen kann. Dabei fogt in diesem Beispiel die
Anlenkstelle 11 des Hubstempels 10 eir.er Kreisbahn 15.
Durch Änderung der Geschwindigkeit des hydraulisehen
Gestänges 13 während des Hochschwenkens der Hebebühne kann die Abgleitgeschwindigkeit der
Gegenstände verändert werden. So kann z. B. eine exakte Vereinzelung dadurch erreicht werden, daß
gegen Ende des Hochschwenkens der Hebebühne der Winkel/? auf diese Weise wieder etwas vei «leinen wird.
Bei dem in F i g. 2 schematisch veranschaulichten Bewegungsablauf tritt zunächst nur der Hubstempel 10
in Tätigkeit. Dadurch wird die Ladeplattform 1 zusammen mit der über das hydraulische Gestänge 13
mit ihr verbundenen Anlagewand 2 aus der Stellung a in
die Stellung b angehoben In dieser Stellung weist die
Hebebühne die zum Abrutschen der Gegenstände notwendige Neigung auf. Dann wird unier ue;behaliung
dieser Neigung durch weiteres Belangen des Hubstempels 10 der Winkel β mittels des hydraulischen
Gestänges 13 gestreckt, bis er schließlich 180" beträgt.
Während dieses Bewegungsabschnittes gleiten die Gegenstände nacheinander von der Ladeplattform 1
über den oberen Rand der Anlagewand 2 auf die Zubringerbahn 6.
Ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung zum Entstapeln von plattenförmigen Gegenständen zur Durchführung
des unter Hinweis auf Fig.2 beschriebenen Bewegungsablaufs ist in Fig.3 bis 6 in größerem
Maßstab und mit besser erkennbaren Einzelheiten dargestellt. Man erkennt insbesondere gut, wie die
Wölbung der Anlagewand 2 bewirkt, daß die jeweils obersten Gegenstände mit ihrem vorderen Ende sich
unter einem spitzeren Winkel 4 gegen die gewölbte Anlagewand anlegen als die darunterliegenden. Auch
erkennt man, daß der Winkel β in waagerechter Stellung der Ladeplattform 1 etwas größer als 90°, z. B. 115° sein
kann. Dadurch ziehen sich die gestapelten Gegenstände 14, wie aus Fig.4 ersichtlich, schon während des
Anhebens etwas auseinander, wodurch die Vereinzelung erleichtert wird.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Vorrichtung zum selbsttätigen Entstapeln von plattenförmigen Gegenständen mit einer einen
Stapel der Gegenstände aufnehmenden Hebebühne, die aus einer Ladeplattform und einer mit dieser
gelenkig verbundenen Anlagewand besteht, wobei Mittel vorgesehen sind, durch die die Hebebühne aus
der Beladestellung, in der im wesentlichen die Ladeplattform waagerecht und die Anlagewand
lotrecht ist, derart hochschwenkbar ist, daß sich die Ladeplattform in Richtung zur Anlagewand neigt
und der Winkel zwischen der Ladeplattform und der Anlagewand größer wird, dadurch gekennzeichnet,
daß für das Hochschwenken der Hebebühne (1,2) und für das Verändern des Winkels (ß) zwischen Ladeplattform (J) und Anlagewand (2)
unabhängig voneinander steuerbare Mittel (10 bzw. 13) vorgesehen sind und der Winkel zwischen
Ladeplattform und Anlagewand bis auf etwa 180° streckbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Mittel für das Hochschwenken der Hebebühne (1,2) in bekannter Weise aus einem sich
am Boden abstützenden hydraulischen Hubstempel (10) und das Mittel für das Verändern des Winkels (ß)
zwischen der Ladeplattform (1) und der Anlagewand (2) aus einem die Ladeplattform und die Anlagewand
miteinander verbindenden hydraulischen Gestänge (13) bestehen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Mittel (10) für das Hochschwenken
der Hebebühne (1, 2) an der Ladeplattform (1) angreift.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel
(ß) zwischen Ladeplattform (1) und Anlagewand (2) durch einen Anschlag (8) nach unten und durch einen
Anschlag (9) nach oben begrenzt ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anlagewand (2) konvex gewölbt ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE2807723A DE2807723C2 (de) | 1978-02-23 | 1978-02-23 | Vorrichtung zum selbsttätigen Entstapeln von plattenförmigen Gegenständen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2807723A DE2807723C2 (de) | 1978-02-23 | 1978-02-23 | Vorrichtung zum selbsttätigen Entstapeln von plattenförmigen Gegenständen |
Publications (2)
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|---|---|
| DE2807723A1 DE2807723A1 (de) | 1979-08-30 |
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ID=6032719
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2807723A Expired DE2807723C2 (de) | 1978-02-23 | 1978-02-23 | Vorrichtung zum selbsttätigen Entstapeln von plattenförmigen Gegenständen |
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Families Citing this family (2)
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| US2707568A (en) * | 1951-05-02 | 1955-05-03 | Universal Corrugated Box Mach | Sheet feeding machine |
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1978
- 1978-02-23 DE DE2807723A patent/DE2807723C2/de not_active Expired
Also Published As
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| DE2807723A1 (de) | 1979-08-30 |
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