DE84263C - - Google Patents

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    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H29/00Delivering or advancing articles from machines; Advancing articles to or into piles
    • B65H29/02Delivering or advancing articles from machines; Advancing articles to or into piles by mechanical grippers engaging the leading edge only of the articles
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Bogen-Auslegevorrichtung für Cylinder-Schnellpressen arbeitet selbstthätig. Die Bandleitung fehlt und es fallen demgemäfs die bekannten Uebelstände einer solchen fort. Das Auslegen geschieht durchweg zwangläufig und die ausgelegten Bogen werden sauber auf einander gestapelt.
Es sind auf dem Druckcylinder mit einem ihrer Enden federnde Bänder befestigt, welche während der Druckperiode an dem Cylinder anliegen, nach erfolgtem Druck aber freigegeben werden und den Boden vom Cylinder abheben, worauf die Greifer eines Schlittens den Bogen erfassen, über den Auslegetisch führen und dann freilassen. Diese wesentlichen Merkmale der neuen Auslegevorrichtung werden zweckmäfsig ergänzt durch ein Hebelwerk, welches die Thätigkeit der federnden Bänder in gewisser Beziehung regelt und dieselben zur Aufnahme eines neuen Bogens wieder an den Cylinder anlegt. Eine derartige Ausführungsform der Auslegevorrichtung ist auf den beiliegenden Zeichnungen dargestellt.
Es bezeichnet A den Druckcylinder, B das Maschinengestell, C das Rädergestell des (im übrigen nicht dargestellten) Karrens. D den schrägen Anlegetisch, E den Auslegetisch. Auf dem Umfang des Cylinders A sind innerhalb der beiden Zahnräder mit je einem ihrer Enden die Stahlbänder 1 befestigt. Die Befestigungsstellen liegen im Sinne der durch Pfeile angedeuteten Umdrehungsrichtung des Cylinders hinter den Greifern α, also dort, wo die Druckflache beginnt. Die Länge der beiden Stahlbänder entspricht der gröfsten Formatlänge.-Auf den Bändern sind Schieber 2 (Fig. 2, 3 und 5) verstellbar, welche mit einander durch eine Schnur 3 oder ein Band verbunden sind. Je nach der Formatlänge werden die Schieber so eingestellt, dafs die (im Sinne der Umdrehungsrichtung) hintere Papierkante auf der Schnur 3 ruht. Die Breite des Formates spielt keine wesentliche Rolle. Es ist gleichgültig, ob das Papier mit seinen Längsrändern auf den Bändern 1 liegt oder nicht. An den Cylinder angelegt, umspannen die Bänder einen Bogen von der Länge der Druckfläche und greifen mit ihren Haken 4 in Vertiefungen am Cylinder ein. Hier werden sie (während der Druckperiode) durch die Nasen der Fallenhebel 5 festgehalten, welche in die Haken 4 eingreifen (Fig. 4). Die Hebel 5 sitzen fest auf einer Welle 6, welche parallel zu seiner Achse im Cylinder gelagert ist. Die Welle trägt an dem einen Ende den von einer Feder 8 beeinflufsten Hebel 7. Ein am Arm sitzendes Röllchen wirkt mit der Nockenscheibe 9 am einen Cylinderende zusammen.
Dieses Zusammenwirken kat den Zweck, die Fallenhebel 5 zeitweise aus den Haken 4 auszulösen. Die Nockenscheibe sitzt lose auf der Cylinderachse und ist einer vom Cylinder unabhängigen Eigenbewegung (Theildrehung) fähig. Unter dem Zuge der Feder 11, welche an den Arm 10 der Nockenscheibe angreift, nimmt dieselbe für gewöhnlich die aus den Figuren ersichtliche Stellung ein. Durch die relative Beweglichkeit des Armes 7 zum Cylinder läuft das Röllchen auf den Vorsprung ga der ruhenden Nockenscheibe an 7 auf, um die
in Fig. 2 punktirt angedeutete Stellung einzunehmen, wenn der Cylinder nach vollbrachter Umdrehung durch die Auffanggabel festgehalten wird. In dieser punktirten Stellung lassen die Fallenhebel 5 die Haken 4 frei. Inzwischen geht der Karren bei ruhendem Cylinder nach rechts, wie es in Fig. 1 angenommen ist. Hierbei läuft kurz vor dem Hubwechsel das Keilstück 12 am Karrengestell auf die vom Winkelhebel 13 getragene Rolle auf; sie schwingt nach unten aus und verleiht dem Nockenarm 10 durch die Lenkstange 14 einen Ausschlag, der im Sinne der Fig. 1 nach rechts, im Sinne der Fig. 2 nach links erfolgt (vergl. die eingezeichneten Pfeile). Durch diesen Ausschlag geht (bei immer noch ruhendem Cylinder) Vorsprung ga unter dem Röllchen an 7 hinweg, welches nunmehr unter dem Zuge der Feder 8 in die durch volle Linien angedeutete Stellung der Fig. 2 übergehen kann. Die Fallenhebel greifen wieder ein. Bei der demnächst eintretenden Drehung des Cylinders bleibt nun die Nockenscheibe ohne Einflufs auf die Fallenhebel, bis endlich am Ende der Drehung das Röllchen wieder auf 9 a aufläuft.
So werden also beim Stillsetzen des Cylinders (nach vollzogenem Druck) die Fallenhebel ausgelöst, die während der Druckperiode am Cylinder liegenden Stahlbänder freigegeben. Durch ihre Federkraft wickeln sie sich vom Cylinder ab, um emporzuschnellen und unter Mitwirkung der Schnur 3 den Bogen abzuheben. Der bedruckte Bogen würde jetzt, mit der einen Kante noch in den inzwischen geöffneten Greifern α liegend, waagrecht auf dem Cylinder und der Schnur 3 ruhen, wobei Cylinder und Stahlbänder die aus Fig. 1 und 5 ersichtliche Stellung einnehmen. In dieser Lage wird der Bogen von den Greifern eines Schlittens erfafst, um über den Auslegetisch E gebracht und dort niedergelegt zu werden. (Dieser Vorgang und das zu seiner Ausführung dienende Getriebe wird weiter unten beschrieben.)
Die Stahlbänder müssen vor oder bei der Bewegung des Cylinders zur Aufnahme eines neuen Bogens an den Cylinder wieder angelegt werden. Das könnte z. B. durch Rollen geschehen, welche dicht über dem Cylinder zu lagern wären und die Stahlbänder zwischen sich selbst und dem Cylinderumfang hindurchlaufen liefsen. Die Bänder würden dann bei der Drehung des Cylinders an diesen angedrückt werden, und die Haken 4 würden in die ihnen ausweichenden Fallenhebel einschnappen. Andererseits mufs die Aufwärtsbewegung der freigelassenen und sich abwickelnden Stahlbänder begrenzt werden, damit sie nicht zu weit emporschnellen und der Bogen in den Bereich der Greifer am Schlitten gebracht wird. Ein einfacher fester Anschlag würde diesem Zweck entsprechen, allein das heftige Emporschnellen der Bänder nicht verhindern können.
Statt der eben genannten Mittel zum Wiederanlegen der Bänder und zur Ausschlagsbegrenzung empfiehlt sich das mehrerwähnte Hebelwerk. Dasselbe führt nicht nur die gedachten Verrichtungen in zweckentsprechender Weise aus, sondern es regelt auch die Thätigkeit der Bänder, insofern es das heftige Emporschnellen derselben verhindert. Das Hebelwerk besteht aus zwei völlig übereinstimmenden Hebelsystemen, je eins für jedes Stahlband, welche durch die gemeinsame Welle 1 5 (Fig. 1 und 5) und ein gemeinsames Triebwerk vom Karren aus bethätigt werden. Es sitzen auf der Welle 15, dicht innerhalb der Gestellwangen, die zweiarmigen Hebel 16, welche am freien Ende die Finger 17 tragen. Diese letzteren sind Arme von Winkelhebeln, deren andere Arme mit den zweiarmigen Hebeln 18 gelenkig verbunden sind. Die Hebel 18 sind an 16 gelagert und greifen bei 19 (am Maschinengestell sitzende Bolzen) an. Es führen demnach bei der Schwingung der Hebel 16 um die Welle 15 die Finger 17 zugleich eine Schwingung um ihre Drehbolzen aus. Dies geschieht, damit die gelenkigen Finger 17 beim Herabgehen der Hebel 16 die Enden der Stahlbänder ι an den Cylinder andrücken, die Haken 4 in den Bereich der Fallenhebel 5 bringen können (Fig. 4). Auf der Welle 15 sitzt ferner ein Arm 20 mit zwei Zapfen, an weiche die Schubstangen 21 und 22 angreifen. Sie stehen mit den Armen 23 und 24 in Verbindung, deren im Untergestell der Maschine gelagerte Wellen nach innen verlängert sind und hier die Arme 25 und 26 tragen. Auf einem Querstabe des Karrengestells sitzen fest die Mitnehmer 27 und 28. 27 wirkt um den Zeitpunkt des Hubwechsels in der Linksstellung des Karrens mit 2 5 zusammen (nach Fig. 1 geht der Karren nach rechts und 27 hört auf zu wirken). Ebenso wirkt beim Hubwechsel rechts Mitnehmer 28 mit Arm 26 zusammen. (25 und 27 liegen in einer anderen Längsebene wie 26 und 28.) Den Rückgang des Hebelwerks bewirkt eine Feder 29 (Fig. 5), doch kann diese ihre Spannkraft nur so weit äufsern, als bei der Bewegung des Karrens die Mitnehmer 27 und 28 die Arme 25 und 26 langsam zurückgehen lassen.
Die Feder 29 strebt das Hebelwerk in derjenigen Stellung zu erhalten, welche in Fig. 1 gezeichnet und in Fig. 4 in punktirten Linien angedeutet ist; das beschriebene Triebwerk veranlafst die Ausschwingung nach unten (Fig. 4). Eine solche findet bei jeder Arbeitsperiode zweimal statt: einmal beim Hubwechsel rechts, wobei die auf die Bänder 1 drückenden Finger 17 die ersteren an den Cylinder an-
legen und die Haken 4 in die Fallenhebel 5 einschnappen lassen, das andere Mal beim Hubwechsel links, wobei die Finger 17 abwärts gehen, um die von den Fallenhebeln freigelassenen Bänder, auf denen sie ruhen, langsam nach oben zu führen. In letzterem Falle werden zunächst die Fallenhebel in der oben beschriebenen Weise ausgelöst; die Bänder gehen aber erst aufwärts, wenn die Finger 17 ihren Rückweg nach oben antreten.
An dem Obergestell der Maschine befinden sich zwei waagrechte Führungsstangen 30, auf welchen der mit 31 bezeichnete, in Fig. 6 besonders dargestellte Schlitten gleitet. Der Schlitten erstreckt sich quer über die ganze Maschine und es greift an denselben die Schubstange 32 an, welche mit ,dem Winkelhebel 33 verbunden ist. Eine weitere Schubstange 34, welche an den kurzen Arm des um 3 5 schwingenden Winkelhebels angreift, stellt die Verbindung mit dem Hebel 36 dar. Dieser schwingt um einen Bolzen 37 am Gestell B und trägt an seinem freien Arm eine Rolle. Das Karrengestell aber trägt eine Platte 38, in deren Seitenfläche eine Führungsnuth eingearbeitet ist, welche sich aus zwei kurzen waagrechten Strecken und einer dazwischenliegenden, schräg verlaufenden Strecke zusammensetzt. Die Länge der Führungsnuth entspricht der Gröfse des vom Karrenuntergestell zurückgelegten Weges. Indem die Rolle an 36 in der Nuth läuft, wird durch die eben beschriebene Hebelverbindung der Schlitten 31 hin- und hergeschoben, so lange die schräge Strecke der Nuth auf die Rolle wirkt, jedoch in einer der beiden Endstellungen festgehalten, so lange sich die Rolle in einer der kurzen waagrechten Strecken befindet. Geht der Karren nach rechts, so geht der Schlitten nach links, und umgekehrt.
Im Schlitten 31 befinden sich durch Zahntriebe 39 nach der Formatlänge verschiebbare und durch Klemmschrauben feststellbare Zahnstangen 40. Sie tragen die Querleiste 41, welche im Verein mit einer Mehrheit von Fingern 42, die auf gemeinsamer Achse 43 sitzen (Fig. 6), die Greifer zum Erfassen des Bogens bildet. Mit 44 ist in Fig. 6 einer der Zinken bezeichnet, welche zwischen den Fingern 42 an 41 sitzen und der Kante des Bogens als Anschlag dienen. Ein Stab 45 ist im Knaggen an der Zahnstange 40 verschiebbar gelagert und greift durch Arm 46 an die Achse 43 an. Am Schlitten ist ferner ein Winkelhebel 47 gelagert, welcher auf einen vom Stab 45 getragenen Bolzen wirkt. Eine auf die Achse 43 gewickelte Feder strebt die Finger 42 an 41 anzudrücken, Stab 45 also nach links zu verschieben.
Die durch die Feder geschlossen gehaltenen Greifer müssen zweimal geöffnet werden: einmal in der Rechtsstellung, um den Bogen von den Stahlbändern aufzunehmen, das andere Mal in der Linksstellung, um den Bogen loszulassen. Im ersteren Falle drückt kurz vor dem Hubwechsel links das Keilstück 48 am Karrengestell auf die vom Hebel 49 getragene Rolle entgegen dem Zuge der Feder 50 (Fig. 1). Die Ausschwingung des linken Hebelarms nach unten wirkt durch Schubstange 50,- Winkelhebel 51, Schubstange 52, Winkelhebel 53 und Schubstange 54 auf den Hebel 55, welcher um den Zapfen 56 im Obergestell schwingt, im Sinne der eingezeichneten Pfeile ein. Ein auf 56 sitzender Arm 57 trägt die Stange 58 und diese drückt mit dem Finger 59 auf den Winkelhebel 47 des Schlittens, wenn derselbe in seine Rechtsstellung gelangt und der Bolzen am rechten Arm des Winkelhebels unter 59 getreten ist. Es werden also die Greifer in der Rechtsstellung so lange offen gehalten, bis die Bänder 1 aufwärts gegangen sind und die (über Schnur 3 hinausragende) Kante des Bogens in die Greifer eingeführt haben. In der Linksstellung erfolgt das Oeffnen der Greifer in folgender Weise: Es greift an den Arm 60 die Stange 61 an, welche in einem Knaggen 62 auf dem Hebel 36 mit genügendem Spielraum gelagert ist, um sowohl sich gegen den Hebel verschieben, als dessen Schwingungen folgen zu können. Eine Feder 63 strebt die Stange nach links zu schieben. Das über den Knaggen 62 hinausragende Endstück der Stange ist zu einem Haken umgebogen und kommt nahe dem Hubwechsel rechts, bei gesenktem Hebel 36, in den Bereich des Mitnehmers 64 am Karrengestell. Dadurch wird die Stange für den letzten Theil der Karrenbewegung nach rechts mitgenommen. Diese überträgt ihre Bewegung durch den Arm 60, Schubstange 65,'Winkelhebel 66 und Schubstange 67 im Sinne der Pfeile in Fig. 1 auf den links im Obergestell gelagerten Arm 68, welcher wiederum auf den Winkelhebel 47 des Schlittens wirktv Sodann fällt die linke Kante des bedruckten Bogens, dessen rechte Kante sich bereits gesenkt hatte, auf den Auslegetisch E hinab.
Der Arbeitsgang der beschriebenen Auslegevorrichtung ist im Zusammenhang der folgende:
Es ist auf D ein unbedruckter Bogen angelegt worden; derselbe wurde von den Greifern a erfafst; der Karren ging nach links, der Cylinder drehte sich in der Pfeilrichtung (Fig. 1) und der Bogen wurde bedruckt. Kurz vor dem Hubwechsel links wirkt nun Mitnehmer 27 auf den Arm 2 5, das Hebelwerk 16 bis 18 schwingt nach unten aus, die Finger 17 legen sich auf die Stahlbänder 1. Inzwischen ist, während der Cylinder durch die Gabel aufgefangen wurde, das Röllchen an 7 auf den Nockenvorsprung 9a aufgelaufen. Die Fallenhebel 5 werden aus den Haken 4 ausgelöst.
Ebenso sind die Greifer α geöffnet worden. Der Karren tritt seinen Weg nach rechts an. In dem Mafse, als Mitnehmer 27 vor Arm 25 zurückweicht, schwingt das Hebelwerk 16 bis 18 nach oben und die Finger 17 lassen die Bänder mit dem bedruckten Bogen emporgehen. In der Zwischenzeit ist (beim Linksgange des Karrens) der Schlitten 31 nach rechts gegangen; dabei sind durch Keilstück 48, Hebel 49 und das Zwischengestänge 50 bis 59 mit Hülfe des Winkelhebels 47 die Greifer .41,42 geöffnet worden. Die linke Kante des Bogens wird also durch die emporgehenden Bänder in die geöffneten Greifer gebracht. Sobald dies geschehen, verläfst beim Rechtsgange das Keilstück die Rolle von 49, die Greifer schliefsen sich. Nunmehr ist die in Fig. 1 gekennzeichnete Stellung eingetreten. Der Karren geht weiter nach rechts, die schräge Strecke der Führungsnuth in 38 beginnt auf die Rolle des Hebels 36 zu wirken, der Schlitten 31 geht mit dem Bogen nach links. Kurz vor dem Hubwechsel rechts wirkt Mitnehmer 64 auf Stange 61. Es werden durch das Zwischengestänge 65 bis 68 unter Mitwirkung des Winkelhebels 47 am Schlitten die Greifer zum Loslassen des Bogens geöffnet. Kurz vor dem Hubwechsel rechts hat aber auch der Mitnehmer 28 an den Arm 26 angegriffen, das Hebelwerk 16 bis 18 ist zum zweiten Mal nach unten ausgeschwungen und die Finger 17 drückten die Bänder 1 an den Cylinder an. Durch die Einwirkung des Keilstückes 12 auf den Winkelhebel 13 wird die Nockenscheibe 9 mit ihrem Vorsprung ga unter dem Röllchen an 7 hinweggedreht; dadurch erhält das System 5, 6, 7 freie Beweglichkeit, die·Fallenhebel 5 schnappen unter dem Zuge der Feder 8 (Fig. 2) in die Haken 4 ein. Der Karren steht jetzt im Hubwechsel rechts, und es kann bei dem demnächst beginnenden Linksgange ein neu angelegter Bogen bedruckt werden.
An den Triebwerken, welche die für den Arbeitsgang wesentlichen Theile bewegen, kann vielerlei ohne Abweichung vom Erfindungsgedanken geändert werden. Es können nicht blos andere kinematische Ketten die Bewegung hervorbringen, sondern es können auch die Bewegungen von anderen bewegten Maschinentheilen als dem Karrengestell abgeleitet werden.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Bogen-Auslegevorrichtung für Cylinder-Schhellpressen, bei welcher auf dem Cy^ linderumfang liegende, mit einem Ende befestigte federnde Bänder (1) während der Druckperiode am freien Ende durch Haken (4) und im Cylinder gelagerte Fallenhebel (5) niedergehalten, nach Vollziehung des Druckes aber durch Auslösung der Fallenhebel freigegeben werden, um mittelst der zwischen ihnen ausgespannten Schnur (3) den Bogen vom Cylinder abzuheben, worauf der Bogen von den Greifern (41, 42) eines Schlittens (31) erfafst, durch den vorgehenden Schlitten über den Auslegetisch gebracht und endlich . von den Greifern losgelassen wird.
2. Bei der zu 1. gekennzeichneten Auslegevorrichtung die Anordnung eines Hebelwerks (15, 16, 18), welches im Verlaufe eines Arbeitsganges zwei Mal ausschwingt, um mit seinen gelenkigen Fingern (17) das eine Mal die durch die Fallenhebel (5) freigelassenen Bänder (1) mit dem Bogen nach oben und in den Bereich der Greifer des Schlittens zu führen, das andere Mal beim Herabgehen die Bänder an den Cylinder wieder anzudrücken.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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