DE87760C - - Google Patents

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
. Die vorliegende Erfindung betrifft eine an Cylinder-Schnellpressen jeder Bauart anzubringende Vorrichtung, welche in selbsttätiger Weise entweder das Anlegen der zu bedruckenden Bogen oder das Einlegen von Makulaturbogen zwischen die frisch bedruckten Bogen auf dem Auslegetische bewirkt. Die Vorrichtung kann ohne Weiteres für den einen oder anderen Zweck benutzt werden, es hängt nur davon ab, an welcher Stelle der Maschine sie angebracht wird. Die Vorrichtung kann natürlich auch an einer Presse in zwei Ausführungen angebracht werden, so dafs die eine das Bogenanlegen, die andere das Makulatureinlegen besorgt; einen solchen Fall stellen die beiliegenden Zeichnungen dar. Die Vorrichtung arbeitet in der Weise, dafs der jeweils oberste Bogen des auf dem Anlegetische liegenden Stapels von mit Klebmasse versehenen, vorher jedesmal angefeuchteten Fingern erfafst, durch die Adhäsion angehoben und in den Bereich von Greifern gebracht wird, welche an einem Schlitten sitzen und den Bogen von den Leimfingern abnehmen und an seinen Ort führen.
Auf den Zeichnungen stellt Fig. 1 eine Presse mit Bogen-Anlege- und Makulatur-Einlege-Vorrichtung in der Längenansicht mit theilweisem Schnitt dar, wobei jedoch nur die zum Verständnifs der Erfindung erforderlichen Theile gezeichnet sind. Fig. 2 giebt einen Theil des Grundrisses vom Karrenuntergestell wieder. Fig. 3 zeigt mit theilweisem Schnitt ein Stück vom Anlegetische, den schrägen Zuführungstisch und den Druckcylinder mit der Anlege-Vorrichtung. Fig. 3a stellt ein Stück vom Druckcylinder der Fig. 3 im Grundrifs dar.
Fig. 3b bis 3ε sind Sonderdarstellungen der Leimfinger und des Greiferschlittens der Anlege-Vorrichtung der Fig. 3. Fig. 4 zeigt das Schubkurbelgetriebe zur Bewegung der Greiferschlitten im Grundrifs. Die Fig. 5 und 6 veranschaulichen in Längenansichten mit theilweisem Schnitt den Auslegetisch, den Makulatur-Anlegetisch und die Haupttheile der Makulatur-Einlege-Vorrichtung; es sind in gröfserem Mafsstabe zwei für den Arbeitsgang wesentliche Stellungen gezeichnet. Fig. 7 ist ein Grundrifs des zur Makulatur-Einlege-Vorrichtung gehörigen Stabsystems.
Es ist mit A' das Maschinengestell, mit B der Anlegetisch für die zu bedruckenden Bogen, mit C der zum Druckcylinder hinabführende schräge Zuführungstisch, mit D der Druckcylinder, mit E der Auslegetisch, mit F der Makulatur-Anlegetisch, mit G das Untergestell des Karrens, mit K die Kurbelwelle zum Karrenbetriebe und mit L die Vorgelegewelle zum Betriebe der ganzen. Presse bezeichnet.
Zunächst werden die Anlege-Vorrichtungen beschrieben, wobei jedoch zu bemerken ist, dafs die Leimfinger und ein Theil des Triebwerks bei beiden Vorrichtungen vorkommen und mit denselben Bezeichnungen versehen sind. Der Antrieb vom Karrengestell bezw. von der Kurbelwelle K aus ist beiden Vorrichtungen gemeinsam.
Wo Anlegetisch B und Zuführungstisch C im stumpfen Winkel zusammenstofsen, erheben sich aus dem Obergestell zwei senkrechte Geradführungen α. In den Gleitlagern a1, welche in ihnen laufen, liegt eine quer über die Maschine reichende Achse 1. Auf derselben
sitzt eine Anzahl knieförmiger Arme 2 (Fig. 3 und 3b), welche mit den rundlichen Polstern 3 aus Klebmasse die Leimfinger bilden. Die Endglieder der Arme sind hohl, und die aus einer genügend consistenten Klebmasse bestehenden Polster sitzen mit stielartigen Fortsätzen in den Höhlungen fest. Im Gestell von α liegt quer über den Anlegetisch ein Trog 4 (Fig. 3 und 3 b), in welchen das zum Theil senkrecht ausgespannte Tuch 5 hineinragt. Das Tuch wird oben von einem Querstabe getragen und an der Trogwandung durch die mittelst Stellschrauben vorzutreibenden Platten 6 festgespannt. Der untere lose Theil des zweckmäfsig aus weichem Leder gebildeten Tuches saugt das in dem Troge befindliche Wasser auf, so dafs das Tuch immer feucht ist. Durch Reiben der Klebstoffpolster am feuchten Tuche wird bei jedem Arbeitsgange die Klebmasse oberflächlich gelöst, so dafs die Leimfinger am Bogen haften. Man könnte aber auch die Leimfinger mit einem weichen, porösen Polster versehen und das Tuch eine dünne Klebstofflösung aufsaugen lassen, um bei der Berührung eine geringe Klebstoffmenge vom Tuche zu entnehmen.
Das nunmehr zu beschreibende Hebelsystem zur Bewegung der Klebfinger kann doppelt, d. h. an jeder Seite der Maschine mit durchgehenden Hebelachsen, vorhanden sein, damit die bewegenden Kräfte nicht einseitig angreifen. Zur Erkenntnifs des Wesens der Erfindung genügt es aber, wenn wir es als einmal vorhanden annehmen und demgemäfs von den Hebeln u. s. w. in der Einzahl sprechen. Das Gleiche gilt auch vom Triebwerke für die Greiferschlitten.
An eines der Gleitstücke al greift durch die Schubstange 7 (Fig. 1 und 3) der bei 8a im Gestell A gelagerte, durch die Feder 9 beeinflufste Hebel 8 an. Er bewirkt zunächst die senkrechte Verschiebung der Leimfingerachse 1. Da die Höhe des Bogenstapel Z auf B im Verlaufe der Druckarbeit abnimmt, läfst man die Abwärtsbewegung der Achse, bei welcher die Leimfinger auf den Bogenstapel niedergedrückt werden, durch den Druck der Feder 9 erfolgen, während die Aufwärtsbewegung eine zwangläufige ist. Sie erfolgt mit Hülfe der an 8 angreifenden Stange 10 (Fig. 1) durch den Hebel 11, welcher um den Zapfen iia am Untergestell schwingt. Die Gleitrolle am freien Hebelarme wirkt mit der Curvenbahn 12 zusammen, welche vom Karrengestelle G getragen wird. Die Senkung der Achse 1 geschieht kurz vor dem (Fig. 1) rechten Hubwechsel des Karrens, indem die Schrägfläche am linken Ende der Curvenbahn die Rolle am Hebel 11 hinablaufen und die Feder 9 zur Wirkung kommen läfst; hat der Karren seinen Weg nach links angetreten, so findet durch eben diese Schrägfläche die Hebung der Leimfingerachse statt. Hiernach läuft beim Linksgange des Karrens die Rolle am Hebel 11 auf der wagerechten ebenen Fläche der Curvenbahn. Die Leimfingerachse wird in einer Zwischenstellung festgehalten, bis endlich die Rolle gegen den Hubwechsel links auf den Theil 12a der Curvenbahn aufläuft, wodurch Achse 1 noch etwas höher gehoben und für eine kurze Zeit in dieser höchsten Stellung festgehalten wird. Beim nunmehr erfolgenden Rechtsgange des Karrens soll aber das Reiben der Leimfinger am Tuche stattfinden. Dies wird bewirkt, indem die Achse 1 mehrmals um ein kleines Stück gesenkt und wieder gehoben, zugleich aber um etwa go° gedreht wird, so dafs die Leimfinger abwechselnd die Stellung in der Fig. 5 und diejenige in der Fig. 6 einnehmen und dabei am Tuche reiben. · Die Senkung und Hebung der Achse wird dadurch erzielt, dafs die Rolle am Hebel 11 beim Karrenrechtsgange auf der welligen Oberfläche der Curvenbahn 12 läuft. Die Drehbewegungen aber erfolgen durch das Zusammenwirken der Zahngabel 13 auf Achse 1 mit dem festen Stift 14 an der Geradführung α (Fig. 3, 3b, 5, 6). Eine auf 1 gewundene, an eines der Gleitstücke angreifende Feder strebt die Leimfinger in der Stellung nach Fig. 6 zu erhalten; läuft aber die in dieser Stellung schräg nach oben gerichtete Gabel gegen den Stift, so wird er bei der weiteren Aufwärtsbewegung der Achse im Verein mit den Zähnen der Gabel wie ein Zahnräderpaar wirken und die verlangte Drehbewegung hervorbringen.
Es ist schon erwähnt, dafs die Rolle am Hebel 11 beim Linksgange des Karrens auf der ebenen wagerechten Fläche, beim Rechtsgange auf der wellenförmigen Fläche der Curvenbahn läuft. Da nun aber die Rolle in derselben senkrechten Ebene verbleibt, so mufs durch Verschieben der Curvenbahn bald die eine, bald die andere Fläche unter die Rolle gebracht werden. Zu diesem Zwecke ist der Theil 12a der Curvenbahn am Karrengestell G starr, der ganze übrige Theil aber wagerecht verschiebbar befestigt. Der letztere Theil, welcher nach Fig. 2 die beiden wirksamen Flächen unmittelbar neben einander enthält, führt sich mit den Schwalbenschwanzleisten 1 5 im Karrengestell G. Es greifen an 15 die Winkelhebel 16 an, welche wiederum mit einer an G längsverschieblichen Stange 17 in gelenkiger Verbindung stehen. Die Stange 17 aber stöfst bei den Hubwechseln abwechselnd auf feste Anschläge 18 (Fig. 1), welche von Ständern getragen werden, die auf der Grundplatte der Maschine befestigt sind. So wird bald die ebene, bald die wellige Lauffläche von 12 in die senkrechte Ebene des festen Theiles 12a und der Rolle gebracht.
Durch die bisher beschriebenen Theile wird ■ der jeweils oberste Bogen vom Stapel Z an seiner vorderen Kante angehoben, so dafs er, an den Leimfingern haftend, dieselbe Lage einnimmt, wie der Makulaturbogeny in Fig. 6. Es handelt sich nun darum, den Bogen nach der Druckstelle zu schaffen.
Nahezu parallel mit der Fläche des schrägen Zuführungstisches C sind an den Längskanten desselben die Stangen aP- abwärts geführt, am Maschinengestelle befestigt, und dienen zur Führung des Greiferschlittens H. Er besteht aus zwei Gleitstücken, welche je eine der Stangen umfassen und durch eine Schiene 19 winkelförmigen Querschnitts starr verbunden sind. Der wagerechte Schenkel von 19 ist kammartig durchbrochen und es bilden die dadurch entstandenen Lappen im Verein mit den beweglichen Fingern 20 die Greifer. Die Greiferfinger 20 sitzen auf gemeinsamer Achse 21; eine auf letztere gewundene Feder hat das Bestreben, die Finger 20 der Schiene 19 zu nähern, also die Greifer zu schliefsen. Sie werden in der linken Endstellung des Schlittens (Fig. 3 punktirt, Fig. 3d) dadurch geöffnet, dafs ein bei 22a am Gestell gelagerter Winkelhebel 22 an den Arm 23 auf der Achse 21 angreift, was beim Hubwechsel des Karrens rechts geschieht. Alsdann läuft das Keilstück 24 an G (Fig. 1) auf die Rolle des Hebels 25 auf, welcher um den Zapfen 25a am Maschinengestell A drehbar ist und durch die Feder 27 entgegen der Einwirkung des Keilstückes beeinflufst wird. Eine Stange 28 stellt die Verbindung des Hebels 25 mit dem Winkelhebel 22 her. Nun sitzt auf der Achse 21 die Nase 29 (Fig. 3c und 3ε), welche bei geschlossenen Greifern auf dem von einer Feder beeinflufsten Sperrhebel 30 ruht (Fig. 3c). Der Ausschlag nach links, welchen Winkelhebel 22 dem Arm 23 ertheilt, hat zur Folge, dafs die Nase 29 über den linken Arm des Sperrhebels hinausgeht, so dafs letzterer vor der Nase einschnappen kann (Fig. 3 ε). Die Greifer bleiben also offen, während der Schlitten nach rechts (aufwärts) geht. Währenddessen wird die Leimfingerachse ι in der oben beschriebenen Weise durch die ebene Oberfläche von 12 in der Zwischenstellung festgehalten. Die vordere Kante des von den Leimfingern erfafsten Bogens liegt im Bereich der herannahenden Greifer und wird von ihnen umfafst. Nun aber läuft die Rolle am Hebel 11 auf den Theil 12a der Curvenbahn auf und Achse 1 geht noch weiter aufwärts. Hierbei wirkt ein Stift 31 am emporgehenden Gleitlager von unten her auf den rechten Arm des Sperrhebels 30 ein (Fig. 3c) und hebt den Sperrhebel aus der Nase 29 aus. Die auf Achse 21 gewundene Feder kommt zur Wirkung und läfst die Finger 20 an die Schiene 19 anschlagen. Die Greifer sind jetzt geschlossen und der Schlitten H kann mit dem von ihm erfafsten Bogen abwärts gehen, bis in der Linksstellung die Greifer in der beschriebenen Weise wieder geöffnet werden. Um die Kante des Bogens aus den Greifern zu entfernen, sitzen auf gemeinsamer Achse 32 (Fig. 3, 3d, 3ε) die gebogenen Finger 33, welche in ihrer Gesammtheit einen Rechen bilden. Sie spielen in den Einschnitten des wagerechten Schenkels von 19 und werden zu einem Ausschlag nach rechts veranlafst, wenn beim Oeffnen der Greifer die Nase 34 an der Achse 21 auf die Nase der Achse 32 trifft (Fig. 3d). Alsdann streifen die nach rechts schwingenden Finger die Kante des Bogens aus den Greifern heraus. Die Kante des Bogens, die bisher bei ^1 (Fig. 3) gehalten wurde, fällt flach auf den Zuführungstisch C herab (in die Stellung ^2) und der lose auf C liegende Bogen kann von den beim Stillsetzen des Cylinders in bekannter Weise geöffneten Greifern d erfafst werden.
Die Hin- und Herbewegung des Schlittens H (und des Greiferschlittens für die Makulatur-Einlege-Vorrichtung) geschieht von der Kurbelwelle K aus durch Schleppkurbelgetriebe und Hebelwerk. Die in der Pfeilrichtung (Fig. 1 und 4) umlaufende Kurbelwelle K schleppt mittelst der Kurbel 36 den mit einer Gleitrolle versehenen Zapfen 37a des Armes 37 in der durch eine punktirte Linie mit Pfeilspitzen (Fig. ι) bezeichneten unrunden Bahn um das ebenso gestaltete feststehende Führungsstück 38 herum; der unteren Kante von 38 folgt im concentrischen Kreisbogen die Kante 38a zur Führung der Rolle von 37a. An 37a aber greift die Schubstange 39 an, welche das Schleppkurbelgetriebe mit dem um 40a schwingenden Winkelhebel 40 verbindet. Letzterer steht durch die Stange 41 mit dem um 42a schwingenden Winkelhebel 42 und dieser durch die Schubstange 43 mit dem Schlitten H in Verbindung. Wenn Zapfen 37a um das Führungsstück herumläuft, so wechselt im Verlaufe einer vollen Umdrehung zweimal eine Verticalverschiebung mit einer Horizontalverschiebung der Stange 39 ab. Die verticalen Verschiebungen (nach unten und nach oben) bringen eine Bewegung des Hebelsystems 40 bis 43 (im praktischen Sinne) nicht hervor und lassen den Schlitten H in einer seiner Endstellungen verharren, die horizontalen Verschiebungen lassen dagegen den Schlitten durch das Hebelwerk aus einer Endstellung in die andere übergehen.
Um ein genaues Anlegen der zu bedruckenden Bogen an den Druckcylinder zu bewirken, empfiehlt es sich, den vom Schlitten H herabgebrachten und von dessen Greifern losgelassenen Bogen für das Zufassen der Greifer d durch eine Geradelegevorrichtung bekannter Art (wie
solche ζ. B. in D. R. P. Nr. 4581g und 47556 beschrieben) zurechtrücken zu lassen. An Stelle oder neben einer solchen Vorrichtung bringt man zweckmäfsig die folgende an: Die Kante { des auf C herabrutschenden Bogens (Fig. 3 und 3 a) legt sich an zwei Finger 44 (in den Figuren ist nur einer ersichtlich) an, welche zwischen den Greifern d des Cylinders liegen und mit ihren Ansätzen etwas vorspringen. Sie werden von Hebeln 45 auf der im Cylinder gelagerten Achse 46 getragen (in Fig. 3 werden die Hebel durch den aufserhalb des Cylinders auf Welle 46 sitzenden Hebel 47 verdeckt) und durch Federn 48 nach der Achse des Cylinders gezogen. Auf den Hebel 47 aber drückt der Nocken 49 auf der aufserhalb des Cylinders in A gelagerten Achse 50, an deren Arm 51 die mit dem Excenter 5 3 auf der Cylinderachse verbundene Schubstange 52 angreift. Erfährt das im Uebrigen für die Erfindung nicht weiter in Betracht kommende Excenter durch die Theile 53a bis 56 (letzterer ein Keilstück an G, Fig. 1) eine Schwingung um die Achse des ruhenden Cylinders, so wird durch Nocken 49 Hebel 47 in der Pfeilrichtung (Fig. 3) gedreht und es schieben die Hebel 45 die Finger 44 vor, und zwar nur so weit, dafs die Kante des Bogens von den demnächst zufassenden Greifern d immer noch gepackt werden kann. Durch das geringe Zurückschieben wird aber der Bogen, der vielleicht in etwas schräger Lage auf C herabrutschte, auf alle Fälle gerade gerückt.
Die Arbeitsweise der beschriebenen Anlege-Vorrichtung ist im Zusammenhang die folgende: Der Karren G steht nach Fig. 1 und 3 im Hubwechsel links und der Greiferschlitten H in seiner oberen Endstellung; die Rolle am Hebel 11 ist auf 12a aufgelaufen, die Achse 1 der Leimfinger nimmt demgemäfs die höchstmögliche Lage ein; die Zahngabel 13 und der Stift. 14 sind in Thätigkeit getreten und die Leimfinger mit den Polstern 3 gegen das Tuch gekehrt und Stift 31 (Fig. 3 c) hat auf den Sperrhebel 30 an H gewirkt, mithin sind die Greifer des Schlittens geschlossen worden und haben den in der Zwischenstellung der Achse 1 bereit gehaltenen Bogen erfafst. Die Steuerstange 17 an G ist auf den linken Anschlag 18 gestofsen und das bewegliche Stück der Curvenbahn 12 ist nach aufsen, geschoben worden (Fig. 2), mithin liegt die wellige Fläche (mit 12a) in der senkrechten Ebene der Rolle 11. Geht jetzt der Karren nach rechts, so dreht sich der Cylinder D und es wird der angelegte Bogen bedruckt, während der Schlitten den eben erfafsten Bogen abwärts führt.
Beim Rechtsgange des Karrens läuft zunächst die Rolle am Hebel'11 über die Wellenfläche, die Leimfingerachse senkt und hebt sich abwechselnd, während sie zugleich schwingt, die Polster 3 der Leimfinger reiben sich an dem feuchten Tuche 5. Gegen das Ende des Rechtsganges senken sich endlich die Leimfinger unter dem Zuge der Feder 9 auf den Stapel Z herab und berühren die obersten Bogen. Inzwischen ist der Greiferschlitten H links unten angekommen, Karren G befindet sich im Hubwechsel rechts und die Greifer am Schlitten sind geöffnet worden. Beim nunmehr beginnenden Linksgange läuft die Rolle am Hebel 11 auf die ebene, wagerechte Fläche der umgesteuerten Curvenbahn 12 auf, Achse 1 wird in die besprochene Zwischenstellung gehoben, die emporgehenden Leimfinger heben den Bogen vom Stapel ab und halten ihn für das Zufassen der Greifer am Schlitten H bereit. Der Schlitten ist inzwischen herangekommen und die Greifer erfassen die vordere Kante des Bogens. Nun läuft die Rolle am Hebel 11 wieder auf die Cuvenbahn 12a auf, Stift 31 (Fig. 3c) kommt zur Wirkung und die Greifer schliefsen sich. Es ist die Stellung nach Fig. 1 und 3 eingetreten. Beim zweiten Rechtsgange des Karrens führt der Schlitten H nun den Bogen über C abwärts, die Greifer werden im Hubwechsel rechts geöffnet und der Bogen liegt lose auf C, um von den Greifern erfafst und in bekannter Weise bedruckt zu werden.
Was nun die Makulatur-Einlege-Vorrichtung ■ anbelangt, so wirkt diese genau in der gleichen Weise, und es sind nur ihr Zusammenwirken mit der Bogen-Auslege-Vorrichtung und vom vorher Beschriebenen abweichende oder dasselbe ergänzende Einzelheiten in den Triebwerken der arbeitenden Theile zu beschreiben. Aufserdem ist noch zu bemerken, dafs die Makulatur-Einlege-Vorrichtung in Verbindung mit dem gewöhnlichen Ausleger mit Bandleitung angewendet werden kann, wenngleich die nothwendige Rücksicht auf Raumverhältnisse und zweckmäfsige bauliche Anordnung der Presse ihre Verbindung mit der im D. R. P. Nr. 84263 beschriebenen Auslege-Vorrichtung als besonders vorteilhaft erscheinen lä'fst. Dieser Fall ist denn auch der zeichnerischen Darstellung zu Grunde gelegt.
Die bedruckten Bogen werden durch Stahlbänder, welche während der Druckperiode dem Druckcylinder anlagen, vom Cylinder abgehoben und durch den Schlitten / mit Greifern i (Fig. 5 und 6) über den Auslegetisch E geführt.
Der Makulaturbogenstapel Y wird auf den Anlegetisch ,F(FJg. i, 5 und 6) gelegt. An diesem Tische befindet sich wiederum eine Gradführung a, es befinden sich ferner Leimfinger 2 und 3 auf der in der Höhe verschiebbaren Achse ι und ein Trog 4 mit Tuch 5, wie oben beschrieben. Ueber den Auslegetisch E führen die Stangen as hin, auf welchen der Schlitten I
gleitet, Die Bewegung der Leimfingerachse ι wird von einem Arm 63 des Hebels 11 durch Lenkstange 64, Arm 65, Lenkstange 66 (Fig. 1), Winkelhebel 67 und Lenkstange 68 (s. auch Fig. 5 und 6) abgeleitet. Eine der Feder 9 entsprechende, nicht gezeichnete Feder wirkt auf den Hebel 67. Der Schlitten / ist mit dem Hebel 42 zur Bewegung des Schlittens H durch eine Lenkstange 69 (Fig. 1) verbunden. Am Schlitten I selbst befindet sich wieder eine Querschiene 70 mit Einschnitten (Fig. 5 und 6), welche im Verein mit den beweglichen Fingern 71 die Greifer bildet. Die Finger 71 sitzen auch hier auf einer gemeinsamen Achse 72, welche eine Feder im Sinne des Schliefsens der Greifer zu drehen strebt. Ebenso ist eine Nase 73 auf der Achse 72 vorhanden, durch welche im Zusammenwirken mit dem von einer Feder beeinflufsten Sperrhebel 74 die geöffneten Greifer festgestellt ■ werden. Wie oben wird in der äufseren Endstellung des Schlittens (in Fig. 1 rechts, in Fig. 5 und 6 links) der Sperrhebel 74 durch die aus der Zwischenstellung in die höchste Stellung übergehende Leimfingerachse 1 zwecks Schliefsens der Greifer ausgelöst, während das Oeffnen der Greifer in der entgegengesetzten Endstellung durch einen Hebel 75 bewirkt wird, welcher dem Hebel 22 entspricht und wie dieser vom Hebel 25 aus durch Lenkstange 76, Winkelhebel yy, Lenkstange 78, Winkelhebel 79 und Lenkstange 80 bethätigt wird (Fig. 1). Hebel 75 wirkt auf den Arm 81 der Achse 72 ein. In dieser Endstellung wird endlich auch in derselben Weise, wie bei der Anlege-Vorrichtung eine Reihe von Fingern 82 zum Herausstreifen des Bogens bewegt, und zwar von der Achse 72 aus durch Arm 83, Lenkstange 84 und Winkelhebel 85, wodurch letzterer auf die Nase an der Achse der Finger 82 wirkt, wenn der Achse 72 durch den Hebel 75 ein Ausschlag verliehen wird.. Was am Schlitten I in den in Frage kommenden Figuren sonst noch ersichtlich ist, gehört zu der im D. R. P. Nr. 84263 beschriebenen Auslegevorrichtung.
Auch bei dieser Vorrichtung werden die Leimfinger zunächst angefeuchtet, dann auf den Papierstapel unter Federdruck herabgesenkt und mit dem obersten Bogen in die Zwischenstellung gehoben. Die geöffneten Greifer nähern sich dem angehobenen Bogen, umfassen dessen Kante, die Leimfingerachse geht weiter aufwärts, die Greifer schliefsen sich, der Schlitten führt den Bogen über den Auslegetisch und läfst ihn endlich los. Nur ist hier -der Schlitten doppelt wirkend insofern, als er abwechselnd einen frisch bedruckten Bogen vom Cylinder und einen Makulaturbogenj^ vom Stapel Y entnimmt und auf den Tisch E legt. Es wird also immer ein Makulaturbogen zwischen zwei bedruckte Bogen gelegt: Der Zweck der Vorrichtung ist natürlich der, das Abschmutzen der frischen Drucke zu ver·^ hüten.
Um zu verhindern, dafs der vom Schlitten / über den Auslegetisch geführte Makulaturbogen auf dem vorher abgelegten Druck schleife und der letztere abschmutze, empfiehlt es sich, die im Folgenden zu beschreibende Hülfsvorrichtung anzuwenden. Dieselbe' bewirkt auch, namentlich "wenn sie durch ein zweites Exemplar ihrer Art für die bedruckten Bogen ergänzt wird, ein sauberes Aufeinanderstapeln der Bogen, indem sie verhütet, dafs der neu hinzukommende Bogen die bereits daliegenden durch die schleifende Berührung verschiebt.
Man läfst zu gedachtem Zweck die (in der Bewegungsrichtung hintere) frei herabhängende Kante des Makulaturbogens y (Fig. 5) nicht auf den Auslegetisch bezw. den entstehenden Stapel herabfallen, sondern fängt sie durch ein System von Stäben auf, welches sich während der Bewegung des Bogens über den Tisch bezw. Stapel ausstreckt. Dieses Stabsystem ist in. Fig- 7 im Grundrifs gezeichnet. Die den Bogen auffangenden Stäbe 86 sind an der Schiene 87 um die Bolzen 88 drehbar. Die mit ihnen starr verbundenen Arme 89 sind unter einander durch Lenkstangen 90, mit dem um Zapfen 91 drehbaren Hebel 92 durch Lenkstangen 93 verbunden. Auf dem Zapfen 91 aber sitzt ein Arm 94, welcher durch Lenkstange 95 u. s. w. mit dem' Hebel 98 in Verbindung steht. Hebel 96 und 98 sind am Gestell gelagert. Die Arbeitsstellung des Systems ist in ausgezogenen Linien, die Ruhestellung in punktirten Linien angegeben. Der Uebergang aus der einen Stellung in die andere wird durch den Schlitten / bewirkt, und zwar bei dessen Rechtsgang im Sinne der Fig. 5 und 7. Am Schlitten sitzt die federnde Nase 99, welche beim Hubwechsel links dem in ihren Weg tretenden, die punktirt angedeutete Stellung einnehmenden Arm von 96 ausweicht, um endlich hinter diesem Arm einzuschnappen und denselben beim Rechtsgange in die durch ausgezogene Linien angedeutete Stellung zu bringen. Damit ist das ganze Stabsystem in die Arbeitsstellung gelangt. Beim weiteren Rechtsgang gleitet die Nase 99 vom Hebelarm ab. Kurz vor dem Hubwechsel rechts kommt dann der seitlich vorstehende Arm 100 an I mit dem Hebel 98 in Berührung, wodurch das Stabsystem in die Ruhestellung gebracht wird. Die Stäbe 86 sind also so lange ausgestreckt, als der B°gen in Bewegung ist; ist er am Ende seiner Bewegung angelangt, so werden sie zurückgedreht und der inzwischen auch von den Greifern des Schlittens losgelassene Bogen kann auf den entstehenden Stapel herabfallen. In Fig. 6 ist bei M das bereits er-
wähnte zweite Exemplar derselben Vorrichtung angedeutet, welches in derselben Weise auf den frisch bedruckten Bogen einwirkt.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Bogen-Anlege-Vorrichtung für Cylinder-Schnellpressen, bei welcher Leimfinger (2, 3), welche auf einer gemeinsamen, durch Curvenbahn (12, 12a) am Karrengestell und Hebelwerk (11, 10,8,7) ur>ter Mitwirkung einer Feder (9) in senkrechterGeradführung^aj verschiebbaren und bei der Verschiebung durch das Zusammenwirken einer Zahngabel (13) mit einem festen Stift (14) zugleich schwingend beweglichen Achse (1) sitzen, durch Reiben an einem feuchten Tuch (5) angefeuchtet, sich auf den jeweils obersten Bogen eines auf dem Anlegetische liegenden Bogenstapel niedersenken, die vordere Kante des Bogens durch Adhäsion anheben und in den Bereich von Greifern (19, 20) führen, welche an einem über dem schrägen Zuführungstische(C) durch Schleppkurbelgetriebe (36, 37, 37a, 38) und Hebelwerk (39,40,41,42,43) hin- und hergeführten Schlitten (H) angebracht sind, und in der einen Endstellung des Schlittens zum Erfassen des Bogens durch eine auf ihre beweglichen Finger (20) nach Auslösen des Sperrhebels (30) einwirkende Feder geschlossen, in der anderen Endstellung durch Drehung der Fingerachse (2 1) entgegen der Feder vermittelst Keilstückes (24) am Karrengestell und Hebelwerks (25, 28, 22, 23) geöffnet werden, um den über den Zuführungstisch herabgeführten Bogen zwecks Uebergabe an die Greifer des Cylinders frei zu lassen.
  2. 2. Die Ausführung der zu i. gekennzeichneten selbstthätigen Bogen-Anlege-Vorrichtung für Cylinder-Schnellpressen als Vorrichtung zum Einlegen von Makulaturbogen zwischen die frisch bedruckten Bogen in der Weise, dafs die Leimfinger (2, 3) mit ihrem Triebwerk an einem zweiten, dem Auslegetische der Maschine benachbarten Anlegetisch (F) für die Makulatur angebracht sind, und der Schlitten (I)'mit den Greifern (70, 71) zum Fortführen des von den Leimfingern angehobenen Bogens sich oberhalb des Auslegetisches (E) bewegt, um nach Auslegen eines bedruckten Bogens einen Makulaturbogen auf denselben zu legen.
  3. 3. In Verbindung mit der durch Anspruch 2 bestimmten Vorrichtung zum Einlegen von Makulatur zwischen die frisch bedruckten Bogen die Anordnung von Stäben (86), welche oberhalb der hinteren Kante des Auslegetisches (E) angebracht sind und bei der Bewegung des Schlittens (I) durch Vorsprünge (99, 100) am Schlitten in deren Einwirkung auf ein Hebelwerk (98, 97, 96, 95, 94, 93, 92, 90, 89) derart bewegt werden, dafs sie die herabhängende Kante des vom Schlitten (I) über den Auslegetisch geführten Makulaturbogens auffangen, um zwecks Verhütung des Abschmutzens die schleifende Berührung des Makulaturbogens mit dem frisch bedruckten Bogen zu verhindern, während die Stäbe zurückschwingen und den Makulaturbogen herabfallen lassen, sobald derselbe in der Endstellung angelangt ist.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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