DE84079C - - Google Patents

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DE84079C
DE84079C DENDAT84079D DE84079DA DE84079C DE 84079 C DE84079 C DE 84079C DE NDAT84079 D DENDAT84079 D DE NDAT84079D DE 84079D A DE84079D A DE 84079DA DE 84079 C DE84079 C DE 84079C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B35/00Disazo and polyazo dyes of the type A<-D->B prepared by diazotising and coupling
    • C09B35/38Trisazo dyes ot the type
    • C09B35/44Trisazo dyes ot the type the component K being a hydroxy amine
    • C09B35/46Trisazo dyes ot the type the component K being a hydroxy amine the component K being an amino naphthol

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
In der Patentschrift Nr. 49139, Zusatz zum Patent Nr. 44954, ist ein Verfahren zur Darstellung von gemischten Azofarbstoffen beschrieben, welches darin besteht, dafs man ι Mol. einer Tetrazoverbindung mit 1 Mol. gewisser dort näher bezeichneter Farbstoffcomponenten (Amine, Phenole und deren Sulfo- oder Carbonsäuren) und 1 Mol. eines Chrysoidins vereinigt. Das Patent Nr. 49950, Zusatz zum Patent Nr. 46804, ferner hat die Darstellung analoger gemischter Azofarbstoffe zum Gegenstand, die aber an Stelle der Chrysoidine Farbstoffe der Bismarckbraungruppe enthalten. Die nach beiden Patenten erhältlichen Farbstoffe ziehen ohne Beize auf Baumwolle und erzeugen hierbei meist gelb bis rothbraune bezw. violette Nuancen.
Nach den neueren Untersuchungen gelangt man zu noch schöneren und viel dunkleren, vorwiegend braun- bis blauschwarzen directziehenden Azofarbstoffen, wenn man an Stelle der in den beiden genannten Patenten benutzten Farbstoffcomponenten die U1 a4-Amidonaphtolß2 ß3-disulfosäure verwendet und demgemäfs die durch Kuppelung von 1 Mol. der Tetrazoverbindung eines p-Diamins mit 1 Mol. der letztgenannten Säure entstehenden Zwischenproducte auf 1 Mol. eines Chrysoidins bezw. eines Farbstoffes der Bismarckbraungruppe einwirken läfst.
Von den Tetrazoverbindungen wurden bis jetzt vorzugsweise die folgenden verwendet:
Tetrazodiphenyl, Tetrazoditolyl, Tetrazophenyltolyl, Tetrazodiphenoläther, Tetrazomonäthoxydiphenyl und Tetrazomonäthoxyphenyltolyl, Tetrazostilbendisulfosäure. .
Die Darstellung dieser neuen Farbstoffe erfolgt im allgemeinen in der Weise, dafs man zunächst 1 Mol. der Tetrazoverbindung eines p-Diamins mit 1 Mol. der genannten Amidonaphtoldisulfosäure, z. B. in essigsaurer Lösung, kuppelt und das so gebildete Zwischenproduct auf ι Mol. eines Chrysoidins bezw. eines Farbstoffes der Bismarckbraungruppe einwirken läfst. Die Kuppelung der Tetrazoverbindungen mit der Amidonaphtoldisulfosäure läfst .sich auch in neutraler bezw. ätzalkalischer Lösung bewirken. In ätzalkalischer Lösung verläuft die Kuppelung am glattesten, wenn man die ätzalkalische Lösung der Säure in die alkalisch gemachte Lösung der Tetrazoverbindung einlaufen läfst; es entstehen so dieselben Zwischenproducte, welche auch beim Kuppeln in schwach saurer bezw. neutraler Lösung erhalten werden.
Beispiel:
21,2 kg Tolidin werden in bekannter Weise mittelst 14 kg Nitrit und ca. 64 kg Salzäure (200 B.) diazotirt. Zu der erhaltenen Tetrazolösung fügt man unter Kühlung eine Auflösung von 36,3 kg des Natronsalzes der U1 ^-Amidonaphtoldisulfosäure in ca. 95 1 Wasser hinzu. Auf Zusatz von essigsaurem Natron beginnt sofort die Abscheidung des Zwischenproductes. Wenn die Bildung des letzteren beendigt ist, trägt man das Gemisch in eine wässerige Auflösung von 29,2 kg der aus diazotirter Sulfa-
nilsäure -f- m-Pheny]endiamin erhältlichen Chrysoidinsulfosäure ein, läfst einige Zeit unter Umrühren stehen, .macht alkalisch und kocht auf. Der gebildete gemischte Farbstoff wird durch Aussalzen, Filtriren, Pressen und Trocknen isolirt. Derselbe erzeugt auf ungeheizter Baumwolle blauschwarze Töne.
Zu den analogen Producten gelangt man, wenn man im vorstehenden Beispiel anstatt der Tetrazoverbindung des Tolidins irgend eine andere der oben genannten Tetrazoverbindungen verwendet bezw. die Chrysoidinsulfosäure durch irgend ein anderes Chrysoidin oder durch einen Farbstoff der Bismarckbraungruppe ersetzt. Als Chrysoidine gelten allgemein die Einwirkungsproducte von ι Mol. einer Diazoverbindung auf ein ι Mol. eines m-Diamins (m-Phenylenbezw. m-Toluylendiamin) oder von ι Mol. einer Tetrazoverbindung auf 2 Mol. eines m-Diamins oder von 1 Mol. Tetrazoverbindung auf 1 Mol. eines m-Diamins und 1 Mol. irgend eines anderen Componenten, sowie die Sulfosäuren dieser Verbindungen.
Unter den Farbstoffen der Bismarckbraungruppe sind alle diejenigen Farbstoffe, welche durch Combination von Dis- oder Tetrazoverbindungen der m-Diamine auf m-Diamine entstehen, bezw. die Sulfosäuren dieser Producte, zu verstehen.
Die so entstehenden Farbstoffe färben ungebeizte Baumwolle in grau-, braun-, violettbis blauschwarzen echten Tönen an.
Zur weiteren Charakteristik werden für einige typische Vertreter dieser neuen Farbstoffe die auf ungeheizter Baumwolle in schwächeren bezw. stärkeren Ausfärbungen erhalten Nuancen angeführt:
Farbstoff aus gleichen Molecülen in schwächeren
in stärkeren
A u s f ä r b u η g e n
Benzidin 4- «,«4- Amidonaphtol - ß2 ß3 - disulfosäure 4- Chrysoidin (erhalten durch Kuppeln von diazotirtem a-Naphtylamin mit m - Phenylendiamin)
Tolidin 4- ax a4-Amidonaphtol-ß2 ß3-disulfosäure 4- Chrysoidinsulfosäure (erhalten durch Combiniren von diazotirter p-Sulfanilsäure mit m-Phenylendiamin
Benzidin 4- α, a4-Amidonaphtol-ß2 ß3-disulfosäure 4- Bismarckbraun (Einwirkungsproduct von 2 Mol. Nitrit auf 3 Mol. salzsaures m-Phenylendiamin)
violettschwarz
braunschwarz
blauschwarz
blauschwarz
grauschwarz
braunschwarz.
Die Farbstoffe lassen sich nach dem Fixiren auf der Faser weiter diazotiren und mit den gebräuchlichen Entwicklern (wie ß-Naphtol etc.) kuppeln, wobei noch intensivere und echtere Färbungen erhalten werden.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Verfahren zur Darstellung von gemischten Substantiven Farbstoffen aus Chrysoidinen bezw. Farbstoffen der Bismarckbraungruppe, darin bestehend, dafs man die aus 1 Mol. der Tetrazoverbindung eines ρ - Diamins durch Kuppeln mit 1 Mol. der ax ^-Amidonaphtol - ß2 ß3 - disulfosäure gebildeten Zwischenproducte einwirken läfst auf 1 Mol. eines Chrysoidins bezw. eines Farbstoffes der Bismarckbraungruppe, wobei unter Chrysoidinen allgemein die aus 1 Mol. einer Diazoverbindung + 1 Mol. m-Diamin, oder aus ι Mol. Tetrazoverbindung + 2 Mol. m-Diamin, oder aus 1 Mol. Tetrazoverbindung + ι Mol. m-Diamin -f- 1 Mol. einer anderen Componente entstehenden Producte bezw. deren Sulfosäuren, und unter Farbstoffen der Bismarckbraungruppe allgemein die durch Combiniren von Dis- oder Tetrazoverbindungen der m-Diamine mit m-Diaminen erhältlichen Producte bezw. deren Sulfosäuren verstanden werden.
    Als besondere Ausführungsformen des durch Anspruch 1 geschützten Verfahrens die folgenden Combinationen aus gleichen Molecülen:
    a) Tetrazodiphenyl + Ci1 a4-Amidonaphtolß2 ß3 - disulfosäure + Chrysoidin (aus diazotirtem a. - Naphtylamin -\- m-Phenylendiamin);
    b) Tetrazoditolyl + Ct1 c^-Amidonaphtolß2 ß3 - disulfosäure + Chrysoidinsulfosäure (aus diazotirter ρ - Sulfanilsäure + m-Phenylendiamin);
    c) Tetrazodiphenyl -f- C1 ci4-Amidonaphtolß.2 ßg-disulfosäure + Bismarckbraun.
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