Eine bekannte Vorrichtung dieser Art zeigt Begrenzungsanschläge, die
in einem Drehkörper angeordnet sind, der mit der Papierwalze in Antriebsverbindung
steht. Diese Vorrichtung stellt einen Tabulator für senkrechte Tabellierung eines
Formblattes dar. Um die Einstellung des Tabulators durchzuführen, muB das Formblatt
in d.ieMasch,ine eingelegt und die Schreibwalze gedreht werden, damit bei entsprechenden
Einstellungen auf bestimmte Zeilen je ein Begrenzungsanschlag vorgeschoben werden
kann. Dann muß die Schreibwalze so weit zurückgedreht werden, Abis das Formblatt
mit der ersten eingestellten Zeile in Schreibstellung steht. Für die nächste zu
beschreibende Zeile wird ein besonderer Hebel so weit herabgedrückt, bis der nächste
vorgeschobene Begrenzungsanschlag die weitere Drehung der Schreibwalze verhindert.
Ändert sich die Tabellderung, so muB die Einstellung besonders gelöscht werden.
Diese Vorrichtung ist nicht in der Lage, die Aufgabe zu erfüllen,
die der Erfindung zugrunde liegt und die vor allen Dingen bei dier Beschriftung
von Formblättern mit je einer Zeile in der Forderung auftritt, für das nächste Formblatt
die erforderliche Zeileneinstellung vornehmen zu können, wenn <las letzte Formblatt
sich noch in der eingespannten
Lage befindet bzw. noch beschriftet
wird. Das Bedürfnis nach einer solchen Vöreinstellun.g besteht vor allen Dingen
bei Buchungsmaschinen mit hoher Arbeitsgeschwindigkeit, ,bei denen sich der Beschriftungsvorgang
selbsttätig abwickelt (z. B. durch Lochkartensteuerung), wenn der Schreibbogen in
die richtige Stellung gebracht worden ist. Während der Beschriftung des eingespannten
Bogens hat der Bedienende der Maschine Zeit, die Einspannung des nächsten Bogens
vorzubereiten, und er muß die Einspannung zu diesem Zeitpunkt vorbereiten können,
wenn die hohen ArbeitsgeschNvindigkeiten solcher Maschinen ihren Sinn nicht verlieren
sollen.
Die Vorrichtung besteht aus einem seginentartigen Hauptkörper (i),
an dem alle Teile, wie Einstellknöpfe, Einstellhebel, Zahnräder, Anschläge usw.,
befestigt bzw. drehbar gelagert sind. Dieser Hauptkörper ist durch Bolzen 2 an dem
Maschinenrahmen 3 der betreffenden Schreib-, Buchungs- oder Registriermaschine befestigt.
Der Körper i trägt an seiner vorderen, dem Bediener der Maschine zugewandten Seite
eine Anzahl von Einstellknöpfen 4, die in einem Segment 5, welches ein U-Profil
aufweist. radial verschiebbar gelagert sind. Im vorliegenden Fall sind 4o Einstellknöpfe
4 vorgesehen, die in zwei Reihen zu je 2o Knöpfen in zwei Segmenten 5 rechts und
links von dem Hauptkörper angeordnet sind. Entsprechend den zwei Reihen von Einstellknöpfen
sind auch zweiRiegelleisten iovorgesehen. Indessen braucht naturgemäß diese Zahl
nicht auf 40 beschränkt zu bleiben, sondern die Anzahl der Knöpfe kann der jeweiligen
größeren Zeilenzahl angepaßt werden. Der Knopf besteht aus einer zylindrischen Hülse
6. welche durch einen Stift mit dem zylindrischen Teil eines Anschlagstiftes 7 fest
verbunden ist. Dieser Anschlagstift 7 weist in seinem unteren rechteckigen Teil
eine Nase 9 auf, die sich hinter einen Riegelansatz 9 einer für 20 1?instellknöpfe
gemeinsamen Riegelleiste io legen kann und dadurch in der eingestellten Lage festgehalten
wird. Jeder der Einstellknöpfe 4 wird in der Grundstellung unter Wirkung einer Feder
i i in dieser Lage gehalten. Jede Riegelleiste io wird unter Wirkung einer Feder
12 dauernd gegen alle ihr gemeinschaftlich zugeordneten Nasen 8 gedrückt. Die Führung
jeder Riegelleiste geschieht duroh Schlitze 13 in dem U-förmigen Teil 5. An ihrem
oberen Ende weist jede Riegelleiste io einen Stift 14 auf, hinter welchen der aufrecht
stehende Teil eines @N"inkelhebelpaares 15 faßt. Dieses Winkelhebelpaar 15 wird
unter `Wirkung der Feder i6 gegen einen Anschlagstift 17 in Grundstellung gehalten.
Beide Winkelhebel sind um je einen Bolzen 18 drehbar angeordnet. In dem Mittelpunkt
dieses segmentartigen Grundteils ist der Handhebel i9 schwenkbar gelagert, welcher
unter Wirkung einer Verdrehungsfeder 20 in der Ruhelage gegen einen Anschlag 21
gedrückt wird. In dem gleichen Mittelpunkt ist konaxial mit dem Handhebel i9 ein
Arm 22 schwenkbar gelagert, welcher an seinem oberen Teil einen Anschlag 23 trägt.
Dieser Anschlag kann gegen den rechteckigen Teil 7 eines jeden Einstellknopfes 4
gelangen, wenn der Handhebel i9 und damit der Arin 22 geschwenkt wird. Die Mitnahme
des Armes 22 durch den Hebel i9 geschieht unter Wirkung eitler Feder 24, -,i-eiche
die beiden sich gegenüberliegenden Fortsätze des Armes 22 und Hebels i9 gegencinanderzieht
und dadurch den an dem Arm 22 in dem bohnenförmigen Fortsatz 25 hineitiragetideli
Bolzen 26 in der Ruhestellung dauernd gegen das iin Bilde links liegende Ende des
bohnenförmigen Durchbruchs 27 zieht. llit dem Arm 22 und Hebel 19 ist weiter konaxial
ein Zahnrad 28 gelagert. welches in das ZahnradritZel 29 der Papiertratisportwalze
30 übergreift. An dem Hebel i9 ist über den Zähnen des Zahnrades 28 eine
Klinke 31 schwenkbar angeordnet. welche unter Wirkung einer Feder 32 dauernd gegen
einen an .demGrundteil i festgelagerten Bolzen 33 gezogen wird und dadurch in der
Grundstellung; des Handhebels i9 außer Eingriff finit den Zähnen des Zahnrades 28
kommt. Ati dem 3olzen 26 ist fest und gegen Verdrehung gesichert der Finger 34 befest-i:gt,
welcher mit seinem unteren Ende sich gegen die Stirnkante der Klinke 31 legen kann,
wenn diese bei der Schwenkung des Annes i9 in Eingriff mit dem Zahnrad 28 gelangt.
Ein an dem Hebel ic sitzender Anschlag 35 trifft bei seiner Bewegung auf einen auf
der Rückseite des Anschlages 23 liegenden weiteren Anschlag 26 auf. An dein olleren
Ende des Armes 22' ist ein mit Rolle 37 versehener einarmiger Hebel 38 schwenkbar
um Bolzen 39 gelagert, welcher unter @N7irkung einer Feder 40 in der Grundstellung
dauernd gegen einen Stift -I.i Bezogen wird. Arlwitsweise Entsprechend der auf dem
Kontoblatt tisw. zunächst zu bedruckendeZeile wird der entsprechende Einstelliknopf
4 eingestellt. Diese Knöpfe sind zu dem Zweck mit Nummern 1 bis 40 versehen, entsprechend
den nuinerierten Zeilen des Kontoblattes. Durch das Drücken des Knopfes wird dieser
entgegen der Wirkung der Feder i i in die durch die Riegelleiste io verriegelte
Stellung gebracht, in welcher das untere rechteckige Ende 7 des Einstell,knopfes
4 in die Balin des ausz,uscliwenkendeii Anschlages 23 gelangt. Nachdem die Einstellung
des Knopfes 4 vorgenommen ist.wird durch Ziehen an dem Handgriff 19" des Handgiebels
i9 dieser entgegen der Wirkung der Feder 20 nach vorn gezogen. Der Weg, den der
Arni 22 mit. Anschlag 23
unter Wirkung der Feder 24 durch die Bewegung
desHandhebels i9 heschrei.bt,entspricht derZeilenanzahl der bereits auf dem Kontoblatt
vorher beschrifteten Zeilen, d. h. die Karte wird so weit durch die Papierwalze
3o hindurchgezogen, wie es der Zeilenzahl von :der ersten bis zu der neu zu beschriftenden
Zeile entspricht. Da jedoch alle diese Formulare einen sog. Formularkopf aufweisen,
muß die Karte einen um diesen Betrag zusätzlichen Weg vollführen. Dieses geschieht
.durch .die relative Bewegung des Handhebels i9 gegenüber dem Arm 22, wodurch die
Feder 24 gespannt wird. Die relative Bewegung findet ihr Ende, wenn der Anschlag
35 des Handhebels i9 auf den Anschlag 36 auftrifft. Die Bewegung des Handhebels
und somit die Größe :des Weges, den dieser von der Grundstellung bis zum Auftreffen
auf einen Einstellknopf 4 zurücklegt, wird. wie bereits erwähnt, durch die Klinke
31 unter Vermittlung des Zahnrades 28 und des Ritzels 29 direkt auf die Schreibwalze
30 übertragen. Zu Beginn der Bewegung des Handgriffes i9 wird unter Wirkung
der Feder 32 die Klinke 31 sofort nach Verlassen des Anschlagstiftes 33 in die Zähne
des Zahnrades 28 .hineingeschoben, so daß die Bewegung des Handhebels i9 unmittelbar
ohne Wegverlust auf das Zahnrad und somit auf die Papierwalze 30 übertragen
wird. Am Ende der Blewegung, :d. h. wenn der Arm 22 Mit seinem Anschlag 23 nicht
nur bei dem eingestellten Knopf 4 angelangt ist, sondern auch die relative Bewegung
des Handhebels 19 gegenüber :dem Arm 22 ihr Ende gefunden hat, wird ein überschleudern
der Papierwalze 30 dadurch verhindert, daß die Stirnfläche der Klinke 31
sich gegen den Finger 34 gelegt hat, wodurch das durch die Bewegung ,des Handhebels
i9 der Walze 30 erteilte Drehmoment beim plötzlichen Stillstand des Hebels
sich nicht ungünstig auf die Einstellung auswirken ,kann und somit ein Herausschleudern
:der Klinke 31 aus den Zähnen des Zahnrades 28 verhindert wird. Beim Loslassen des
Hebels i9 'kehrt dieser unter Wirkung der Feder 2o in die Grundstellung zurück,
und der Arm 38 trifft mit seiner Rolle gegen den nach abwärts ragenden Arm des Winkelhebelpaares
15 und nimmt diesen entgegen der Wirkung der Feder 16 ein Stück mit zurück. Durch
diese Bewegung werden die Riegelleisten io entgegen der Wirkung der Federn 12 eine
Bewegung im Uhrzeigersinne ausführen, so daß der zuletzt eingestellte Knopf 4 unter
Wirkung seiner Feder i i in die Ausgangsstellung zurückkehrt. Dabei ist gleichzeitig
der Arm 38 hinter :den abwärts ragenden Arm des Winkelhebelpaares 15 gelangt. Bei
der darauffolgenden Vorwärtsbewegung des Armes i9 zum Zwecke der Einführung eines
neuen Kontoblattes usw. weicht der Arm 38 entgegen der Wirkung der Feder 4o aus,
bis er den herabragenden Arm des Winkelhebelpaares 15 passiert hat und schnappt
dann wieder in die Grundstellung am Anschlagstift 41 zurück.