DE83565C - - Google Patents
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
- C25B—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES FOR THE PRODUCTION OF COMPOUNDS OR NON-METALS; APPARATUS THEREFOR
- C25B1/00—Electrolytic production of inorganic compounds or non-metals
- C25B1/01—Products
- C25B1/24—Halogens or compounds thereof
- C25B1/26—Chlorine; Compounds thereof
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Description
KAISERLICHES
PATENTAM
Bei der elektrolytischen Zersetzung von reiner Salzsäure erhält man an der Anode
nur dann ein reines Chlorgas, wenn die Säure mehr als 23 pCt. HCl enthält. Bei Anwendung
von schwächerer Säure entsteht immer ein Gemenge von Chlor und Sauerstoff (vergl.
Bunsen, Pogg. Ann., Bd. 100, S. 64). Nach ausgeführten Versuchen sinkt die Ausbeute an
Chlor bei abnehmender Concentration immer mehr, so dafs bei einem Gehalte der Salzsäure
von ca. 7 ρCt. H Cl die Ausbeute nur noch
einige 70 pCt. der der Stromstärke entsprechenden Chlormenge beträgt. Bei einem Gehalte
von 3 pCt. H Cl beträgt diese Stromausbeute nur noch ca. 50 pCt. Die elektrolytische Zersetzung
einer solchen schwachen Salzsäure wird also nicht mehr lohnend sein. Ein Verfahren
wäre infolge dessen von gröfstem Werthe, welches gestattet, auch schwache Salzsäure mit hoher Stromausbeute zu zersetzen.
Elektrolysirt man eine Chlornatriumlösung ohne Anwendung eines Diaphragmas, so wird
in der Anodenflüssigkeit stets unterchlorigsaures Natrium gebildet und es entweicht nur
ein Theil des primär gebildeten Chlors; befinden sich die Elektroden sehr nahe an einander,
so wird fast alles Chlor zur Bildung von unterchlorigsaurem Salze verbraucht. Bei
der Elektrolyse einer 16 proc. Chlornatriumlösung wurden z. B. zu Anfang nur 58 pCt.
und nach 20 Minuten nur noch 43 pCt. der der Stromstärke entsprechenden Chlormenge frei.
Eine Chlorgewinnung durch Elektrolyse von Kochsalzlösung ohne Diaphragma erscheint
also ebensowenig lohnend wie die Elektrolyse schwacher Salzsäure. Da nun selbst die schwächste Salzsäure unterchlorigsaure
Salze unter Chlorentwickelung zersetzt, so lag es nahe, das Verhalten einer mit Chlornatriumlösung
versetzten Salzsäure bei der Elektrolyse zu prüfen.
Löst man z. B. in 1 1 7 procentiger Salzsäure 160 g Chlornatrium und elektrolysirt diese
Flüssigkeit, so werden zunächst 98 pCt. der theoretischen Chlormenge frei. Diese Ausbeute
sank mit der Zeit auf 85 pCt. Als nun die Operation unterbrochen wurde,
enthielt die Flüssigkeit nur noch Spuren freier Salzsäure. Wird der Procefs derart geleitet,
dafs die Flüssigkeit nach der Elektrolyse noch etwas freie Säure enthält, so bleibt
die ursprünglich angewendete Menge Chlornatrium stets erhalten. Die Ausbeute an freiem Chlor ist eine ebenso hohe als bei
der Elektrolyse concentrirter Salzsäure. Die übrigbleibende schwachsaure Chlornatriumlösung
würde im Grofsbetriebe in die SaIzsäurecondensation wieder zurückgeführt und
nach Aufnahme neuer Salzsäure wieder elektrolysirt werden.
An Stelle des Chlornatriums können zu demselben Zwecke andere Metallchloride verwendet
werden, deren Metalle unterchlorigsaure Salze bilden.
Die Versuche wurden in der Art ausgeführt, dafs eine U-förmige Röhre mit der zu elektrolysirenden
Flüssigkeit beschickt wurde und
zwei in die Schenkel der Röhre eingeführte Kohlenstäbe als Elektroden dienten. Ein
Diaphragma wurde nicht angewendet.
Das vorliegende Verfahren beruht demnach auf der intermediären Bildung von Hypochlorit
und der Einwirkung von Salzsäure auf letzteres. Ein ideal wirkendes Diaphragma würde die Bildung von Hypochlorit und die
damit verbundene höhere Ausbeute an Chlor verhindern, indessen würde der Procefs bei
Anwendung eines unvollkommenen, durchlässigen Diaphragmas ebenfalls durchführbar
sein.
In der englischen Patentschrift Nr. 2265/1862 ist die Elektrolyse von Salzsäure unter Zusatz
von Eisenchlorid oder Kupferchlorid erwähnt. Indessen wird hierdurch vorliegendes Verfahren
in keiner Weise berührt, denn
i. sollen diese Stoffe nur in dem Kathodenraum zugefügt werden, während bei vorliegendem
Verfahren die geeigneten Chloride in der Gesammtmenge der zu elektrolysirenden Salzsäure
gelöst sind, und
2. bilden die in der englischen Patentschrift erwähnten Zusätze keine Hypochlorite, so dafs
dieselben sicher nicht in obigem Sinne zur Erhöhung der Chlorausbeute beitragen, wie
sich aus dem folgenden Versuche ergiebt: Eine schwache Salzsäure lieferte ohne irgend
welchen Zusatz bei der Elektrolyse ohne Anwendung eines Diaphragmas eine Chlorausbeute
von 57 pCt.; nachdem dieselbe Salzsäure mit Kupferchlorid versetzt war, lieferte
sie nur noch 43 pCt. Ausbeute.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Darstellung von Chlor durch Elektrolyse von Salzsäure sowie von Salzsäure liefernden Mischungen unter Zusatz von Hypochlorit bildenden Metallchloriden, um auch bei Anwendung von schwacher Salzsäure eine hohe Stromausbeute zu erzielen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE83565C true DE83565C (de) |
Family
ID=355867
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT83565D Active DE83565C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE83565C (de) |
-
0
- DE DENDAT83565D patent/DE83565C/de active Active
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