DE8318C - Wassermesser - Google Patents

Wassermesser

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DE8318C
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Germany
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H. KESSLER in Oberlahnstein
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    • G—PHYSICS
    • G01—MEASURING; TESTING
    • G01F—MEASURING VOLUME, VOLUME FLOW, MASS FLOW OR LIQUID LEVEL; METERING BY VOLUME
    • G01F3/00—Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow
    • G01F3/02—Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow with measuring chambers which expand or contract during measurement
    • G01F3/04—Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow with measuring chambers which expand or contract during measurement having rigid movable walls
    • G01F3/14—Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow with measuring chambers which expand or contract during measurement having rigid movable walls comprising reciprocating pistons, e.g. reciprocating in a rotating body

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Description

1879.
Klasse 42.
H. KESSLER in OBERLAHNSTEIN. Wassermesser.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 29. April 1879 ab.
Der Apparat besteht aus einem cylindrisch ausgebohrten Gehäuse a, in dessen einer ebenen Wand ein konisch abgedrehter hohler Stahlzapfen b excentrisch eingesetzt und durch die Mutter c wasserdicht befestigt wird, Fig. 1 und 2.
An das äufsere Ende des Stahlzapfens b wird das Wasserzuführungsrohr befestigt, wobei ein feines Drahtsieb zum Abhalten grober Verunreinigungen an der Verdichtungsstelle eingelegt werden kann.
Im Innern des Gehäuses α hat der Zapfen b eine Oeffhung k, wodurch, das von der Wasserleitung kommende Wasser in das Laufrad d dl gelangt.
Dies besteht aus einer beliebigen Anzahl um eine gemeinschaftliche Nabe d vereinigter Cylinder d1, welche Nabe d auf dem Zapfen b drehbar und zu diesem Zweck konisch ausgebohrt ist.
Die Cylinder d1 stehen nicht radial zu dem Zapfen b, sondern sind schief gestellt, so dafs die Verlängerungen der Cylinderaxen den Mittelpunkt χ des Zapfens b nicht treffen, sondern in beliebiger Entfernung an demselben vorbeigehen, Fig. i.
In den Cylindern d1 bewegen sich Plunger e, Fig. 3, welche an dem innerhalb des Cylinders befindlichen Ende eine angeschraubte Lederkappe g besitzen; dieselben tragen an dem anderen Ende eine Rolle/ mit vernietetem Zapfen, welche nur wenig vorsteht. Damit die Plunger e sich nicht drehen, befindet sich in der Seite derselben eine Nuth, in welche die Spitzen der Stellschrauben q und des Mitnehmers .1 eingeführt sind. Im Boden eines jeden Cylinders befinden sich drei Löcher s, durch welche das Wasser aus dem Rohr b und der Oeffnung k eintreten kann. In der Seitenwand der Cylinder d\ dicht am Boden, befinden sich Oeffnungen r, durch welche das durch die Oeffhungen s in die Cylinder gelangte Wasser durch die Plunger e wieder entfernt wird.
Die Bewegung des Laufrades dd1 geschieht durch die Wirkung des einströmenden Wassers auf die Plunger e und die Böden der Cylinder dl während der Zeit, wenn die Cylüiderbodenöffnungen s die Zapfenöffnung k passiren.
Am Anfang und Ende dieser Zeit stehen die betreffenden Cylinder radial zum Gehäuse a; in der Zwischenzeit jedoch in einem Winkel zum Umfang des Gehäuses a, welcher sie zum Fortrollen in der Richtung des Pfeiles antreibt. In der horizontalen Stellung der Plungerkolben, d. h. wenn dieselben sich in der Verlängerung der Linie x-y befinden, sind die Cylinder links ganz geleert, rechts ganz gefüllt.
Sobald die Cylinder die Oeffhung k passirt haben und mit Wasser ganz gefüllt sind, beginnt die Entleerung derselben dadurch, dafs die sich um einen excentrischen Mittelpunkt bewegenden Plungerrollen während des Passirens der oberen Gehäusewandung α sammt den Plungern ganz in die Cylinder hineingedrückt werden, wodurch das in denselben enthaltene Wasser durch die Oeffnungen r in das Gehäuse α gelangt. Das Wasser tritt bei / aus dem Gehäuse aus.
Während der Zeit, in welcher das Wasser in die Cylinder einströmt, sind deren Oeffnungen r durch die Scheibe h geschlossen. Die Scheibe h hat die Form eines halben Ringes, welcher auf einer Nabe befestigt ist; derselbe ist durch eine Spiralfeder m an das Laufrad angedrückt, zu welchem Zweck die Messingmutter i einen überstehenden Rand hat.
Während der Dauer der Entleerung der Cylinder sind die Oeffnungen r von der Scheibe h nicht bedeckt; diese wird durch einen eingenieteten Stift u an der Mitdrehung verhindert.
Das Zeigerwerk im Gehäuse ο wird durch den Mitnehmer / und die Stange η in Bewegung gesetzt und ist auf bekannte Art eingerichtet.
Das Zifferblatt hat vier Zeiger p; durch eine Stopfbüchse w wird der Zapfen ν der Stange η gedichtet; zur gröfseren Sicherheit ist noch eine Spiralfeder ζ nebst Scheibe angebracht, welche den Konus und die Fläche am Zapfen ν fest gegen die Wand des Gehäuses α anzieht.
Bei Benutzung der Construction als AYassermotor mufs der Zapfen ν stärker ausgeführt und entweder durch das Zifferblatt verlängert werden oder das Zeigerwerk wird weggelassen.
Bei Dampf- und Gasmotoren werden die Plungerdichtungen statt durch Lederscheiben durch Metallringe bewirkt, wie dies bei Dampfcylinderkolben geschieht.

Claims (1)

  1. Fig. 5 zeigt die Construction als rotirende Pumpe. Die Rollenzapfen sind an einer Seite der Cylinder verlängert und je zwei gegenüberliegende Plunger durch eine gebogene Stange verbunden.
    Hierdurch werden die Rollen stets an der Peripherie erhalten und durch Umdrehen an einer Kurbel, welche an der verstärkten Axe ν, Fig. 2, angebracht ist, wird das Pumpen bewirkt.
    Das von den Plungern durch die Oeffnungen r angesaugte Wasser wird beim Eindrücken der ersteren durch den hohlen Zapfen b weggetrieben.
    Die rotirende Pumpe wird zum Motor, wenn Wasser mit Drück in den Zapfen b eingeleitet wird. ■ '
    Patent,-Ans ρ ruch:
    Die eigentümlich geformte und gestellte Scheibe h, welche auf dem Zapfen b vor dem Laufrad sitzt, durch einen Zapfen und Nuth festgehalten und mittelst der Feder in gegen das Laufrad angedrückt wird und somit als Schieber zum Absperren und Oeffnen der Oeffnungen r dient.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT8318D Wassermesser Active DE8318C (de)

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