DE831724B - Bei gewöhnlicher Temperatur abbindende, wasserabstoßende und wasserdampfundurchlässige Überzüge ergebende Zemente - Google Patents

Bei gewöhnlicher Temperatur abbindende, wasserabstoßende und wasserdampfundurchlässige Überzüge ergebende Zemente

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DE831724B
DE831724B DE1950S0018851 DES0018851 DE831724B DE 831724 B DE831724 B DE 831724B DE 1950S0018851 DE1950S0018851 DE 1950S0018851 DE S0018851 DES0018851 DE S0018851 DE 831724 B DE831724 B DE 831724B
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DE
Germany
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lead
resin
parts
benzene
solution
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Pending
Application number
DE1950S0018851
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English (en)
Inventor
Lyon Rhone PieTre Pascal Peyrot (Frankreich)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Rhone Poulenc SA
Original Assignee
Societe des Usines Chimiques Rhone Poulenc SA
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Publication date
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Publication of DE831724B publication Critical patent/DE831724B/de
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Description

(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 18. FEBRUAR 1952
S18851 IVa/22i
Die vorliegende Erfindung betrifft wasserabstoßende und wasserdampfundurchlässige Überzüge ergebende Zemente auf der Basis bekannter siliciumorganischer Harze, welche bei gewöhnlicher Temperatur abbinden.
Es ist bekannt, daß die siliciumorganischen Harze, welche aus Polysiloxanen bestehen und τ bis 2 einwertige organische Radikale pro Siliciumatom enthalten, die im Augenblick ihrer Herstellung flüssig und bzw. oder löslich sind, durch längeres Erhitzen bei erhöhter Temperatur in den festen und unlöslichen Zustand übergehen.
Es wurde schon vorgeschlagen, die Trocknungstemperatur der siliciumorganischen Harze zu erniedrigen und diesen Prozeß zu beschleunigen, indem man diesen Harzen Bleimonoxyd oder organische Verbindungen verschiedener Metalle einverleibt.
Beispielsweise wurde bekannt, daß die Einverleibung von 5 bis 6o Gewichtsteilen Bleiglätte zu ioo Teilen eines siliciumorganischen Harzes es gestattet, die Dauer der Trocknung dieses Harzes von io auf 3 Stunden und die Temperatur von 300 auf 2oo° zu reduzieren.
Andererseits wurde auch beschrieben, daß man zu vergleichbaren Ergebnissen gelangte, wenn den siliciumorganischen Harzen selbst noch so kleine Mengen organischer Verbindungen, wie Naphthenate, oder Salze verschiedener Metalle einverleibt werden. In diesem Fall kann die Trocknung des Harzes in einigen Stunden bei 1500 erzielt werden. Diese Temperatur ist jedoch noch zu
hoch für die Aufbringung auf wärmeempfindliche Unterlagen.
Es würde nun gefunden, daß man aus l>ekannten siliciumorganischen Harzen wasserabstoßende Überzüge ergebende, bei gewöhnlicher Temperatur abbindende Zemente in nachstehend beschriebener AVeise erhalten kann, welche auf den verschiedensten Materialien anhaften.
Diese Zemente werden hergestellt, indem man ίο einem siliciumorganischen Harz oder seiner Lösung in einem geeigneten organischen Lösungsmittel einerseits mineralische Füllstoffe in einem für die Erzielung einer zähen Paste genügenden Mengenverhältnis und andererseits eine kleine Alenge einer der folgenden organischen Metallverbindungen einverleibt: Bleiacetat, ein Gemisch aus Bleiphenolat und Bleistearat. Lithiumphenolat. organische Natriumsalze, /.. IS. Natriumacetat. Diese Substanzen spielen die Rolle von Abbindungsbeschleunigern.
Als siliciumorganische Harze kann man die verschiedensten Harze, welche im Mittel ein bis zwei einwertige organische Gruppen pro Siliciumatom enthalten, verwenden. Man kann das Harz entweder als solches oder mit einem Gehalt von einer gewissen Menge eines geeigneten organischen Lösungsmittels benutzen. Als besonders geeignete Lösungsmittel kann man Benzol. Äthylacetat, Toluol nennen. Der Anteil an Lösungsmitteln beeinflußt die Trocknungsdauer. welche unter sonst gleichen Bedingungen um so kürzer ist, je größer der Gehalt an Lösungsmitteln ist. Es ist allerdings wichtig, kein Harz mit einem Gehalt von mehr als etwa 10% Lösungsmittel zu verwenden, da sonst im Verlauf der Trocknung Sprünge auftreten können.
Als mineralische Füllstoffe kann man verschiedene Substanzen allein oder in Mischung verwenden, wie Bleimonoxyd, Bariumsulfat. Calciumcarbonat, Kieselsäure, Asbestpulver.
Die Menge an Metallverbindung, welche notwendig ist, um das Abbinden bei gewöhnlicher Temperatur hervorzurufen, ist sehr gering. Gewichtsmengen von V100O bis 5Λοο derjenigen des Harzes reichen im allgemeinen aus. Die Natur des Metalls beeinflußt die elektrischen Eigenschaften des erhaltenen Zements. Der elektrische Widerstand der Zemente auf der Basis von Lithiumphenolat ist größer als der von Zementen auf der Basis von organischen Natriumsalzen. Derjenige von Zementen auf der Basis von Bleisalzen ist noch größer.
Die Zugabe der Bestandteile Harz, Füllstoff und Metallverbindung kann auf verschiedene Weise erfolgen. Man kann z. B. das Harz mit einer genügenden Menge Füllstoff mischen, um eine zähe Paste zu erhalten, und dann die Metallverbindung zugeben, vorzugsweise in gelöster Form, um die Dispersion desselben in der Masse zu erleichtern.
Dabei ist es von Vorteil, wenn das Lösungsmittel des Harzes mit dem Lösungsmittel der Metallverbindung mischbar ist. Man kann im Gegensatz dazu auch zuerst den Füllstoff und die Metallverbindung mischen und dann dieses Gemisch dem siliciumorganischen Harz einverleiben.
Das Abbinden des Zements erfolgt im allgemeinen in einigen Stunden bei gewöhnlicher Temperatur. Die erfindungsgemäß erhaltenen Zemente sind für Wasserdampf undurchlässig und auf der Oberfläche wasserabstoßend. Wenn die als Abbindungsbeschleuniger dienende Metallverbiudung geeignet ausgewählt wird, besitzen sie auch noch einen hohen elektrischen Widerstand. Diese ausgezeichneten Eigenschaften gestatten, daß sie mit Vorteil in der Elektro- und Radioindustrie, in der Vakuumtechnik usw. verwendet werden. So können sie z. B. mit \'orteil die Isolationskitte für Abdichtungen auf der Basis von Bleiglätte und Glycerin ersetzen, welche sonst üblicherweise in der Elektroindustrie verwendet werden, und die den Nachteil haben, daß sie feuchtigkeitsempfindlich sind, weshalb sie unter der Einwirkung von Wasser mehr oder weniger leitend werden. Sie können im übrigen auch als Überzüge auf elektischen Teilen, welche durch Wasserdampf beschädigt werden können, oder als Schutzschichten von bereits vorhandenen Zementen verwendet werden. Weiterhin gestattet die Tatsache, dal.i die erfindungsgemäßen Zemente bereits bei gewöhnlicher Temperatur abbinden, sie auf Materialien, welche wärmeempfindlich sind, aufzubringen, insbesondere auf Papiere, Kartone. Gewebe usw., auf denen die Haftfestigkeit ausgezeichnet ist.
Die folgenden Beispiele zeigen die praktische Anwendung der Erfindung, ohne sie zu beschränken. R/Si bedeutet das zahlenmäßige Verhältnis einwertiger organischer Gruppen pro Siliciumatom. und die Teile bedeuten Gewichtsmengen.
Beispiel 1 loo
Alan stellt eine Mischung aus 42 Teilen einer cjogewichtsprozentigen benzolischen Harzlösung (R/Si = 1,25) und 58 Teilen Bariumsulfat her. Man gibt ein Gemisch von Bleistearat und Bleiphenolat in benzolischer Lösung zu. und zwar in solcher Menge, daß
Fb 5
Harz 1000 beträgt.
Dieser Zement bindet in 1(1 Stunden bei gewöhnlicher Temperatur ab.
Beispiel 2
Man stellt ein Gemisch aus S3 Teilen einer cjogewichtsprozentigen benzolischen Harzlösung (R/Si = 1,25) und 17 Teilen leichter, in bekannter Weise wasserabstoßend gemachter Kieselsäure her.
Ein Gemisch aus Bleiphenolat und Bleistearat (1,5 g Phenolat auf 3,5 g Stearat) wird in ausreichender Menge zugegeben, daß das Verhältnis
Pb
Harz
,1
100
beträgt.
Dieser Zement bindet in 5 Stunden bei gewöhnlicher Temperatur ab.

Claims (2)

Beispiel 3 Man stellt einen Füllstoff her, indem man 90 g Bleiglätte mit iog Bariumsulfat mischt und 4,3 ecm einer benzolischen Lösung aus Bleiphenolat und Bleistearat, deren Konzentration 1 °/o beträgt (bezogen auf das Blei), zugibt. Man mischt dann 65 Teile dieses Füllstoffes mit 35 Teilen eines siliciumorgariischen Harzes (R/Si = 1,25), das bei 2stündigem Erhitzen auf ioo° einen Gewichtsverlust von 7,4% erleidet; ein solches Harz ist sehr viskos. Der erhaltene Zement bindet in etwa 10 Stunden bei gewöhnlicher Temperatur ab. B e i s ρ i e 1 4 Man mischt, wie oben angegeben, 27 Teile einer benzolischen QOgewichtsprozentigen Harzlösung (R/Si = 1,25), 73 Teile Bleiglätte und Bleiacetat in einer Menge, die V1000 des Gewichts des Harzes entspricht. Das Bleiacetat wird in Form einer methylalkoholischen Lösung zugegeben, welche man dem Harz einverleibt, oder man kann die Lösung des Bleisalzes auch zu der Bleiglätte geben, um auf diese Weise durch Zerreiben eine homogene Mischung zu erhalten, wobei das Lösungsmittel im Verlauf des Zerreibens verdampft. Dieser Zement bindet in 1 Stunde bei gewöhnlicher Temperatur ab. Beispiel 5 30 Teile einer benzolischen 9ogewichtsprozentigen Harzlösung (R/Si = 1,15): 70 Teile Bleiglätte; lileiacctat in benzolischer Lösung in einer solchen Menge, daß das Verhältnis pb j Harz 200 beträgt. Man mischt das Bleiacetat und die Bleiglätte und gibt dann da's Harz zu. Der erhaltene Zement bindet in 15 Minuten bei gewöhnlicher Temperatur ab. In dem Fall, wo der mineralische Füllstoff aus Bleiglätte besteht, hat man festgestellt, daß die Masse in der Kälte abbindet, ohne daß die Zugäbe einer Metallverbindung notwendig wäre, wie dies die nachfolgenden Beispiele zeigen. Der Prozeß ist allerdings viel langsamer als in Gegenwart einer Metallverbindung, wie aus den folgenden Beispielen hervorgeht: Beispiel 6 Man stellt eine Mischung aus 23 Teilen einer benzolischen o,ogewichtsprozentigen Harzlösung (R/Si = 1,5) und yy Teilen Bleiglätte her. Dieser Zement bindet innerhalb von 48 Stunden bei gewöhnlicher Temperatur oder in 24 Stunden bei 500 ab. Beispiel 7 , Man mischt, wie imBeispielo angegeben. 34Teile einer benzolischen o.ogewichtsprozentigen Harzlösung (R/Si = 1,25) und 66 Teile Bleiglätte. Dieser Zement bindet innerhalb von 18 Stunden bei gewöhnlicher Temperatur ab. P A T K N TA N S 1· R Γ C. II K :
1. Bei gewöhnlicher Temperatur abbindende, wasserabstoßende und wasserdampfundurchlässige Überzüge ergebende Zemente, gekennzeichnet durch eine zähe, pastenförmige Mischung aus einem bekannten siliciumorganischen Harz, einem mineralischen Füllstoff und einer geringen Menge folgender organischer Metallverbindungen: Bleiacetat, Gemisch aus Bleiphenolat und Bleistearat, Lithiumphenolat, organische Natriumsalze.
2. Zemente nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Gehalt an Bleiglätte.
DE1950S0018851 1950-08-31 Bei gewöhnlicher Temperatur abbindende, wasserabstoßende und wasserdampfundurchlässige Überzüge ergebende Zemente Pending DE831724B (de)

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DE831724B true DE831724B (de) 1952-01-17

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1061467B (de) 1956-12-22 1959-07-16 Gen Electric Abdichtung zwischen Laeufer und Gehaeuse eines Kreiselverdichters, bei der der Laeufer das noetige Spiel selbst aus der Dichtung herausschabt

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1061467B (de) 1956-12-22 1959-07-16 Gen Electric Abdichtung zwischen Laeufer und Gehaeuse eines Kreiselverdichters, bei der der Laeufer das noetige Spiel selbst aus der Dichtung herausschabt

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