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Reinigungsgerät für Tabakpfeifen Es sind bereits Reinigungsgeräte
für Tabakpfeifen bekanntgeworden, bei denen zwei ebene Profilschaber zum Reinigen
der Wandungen eines Pfeifenkopfes benutzt werden. Nach einer besonderen Ausführungsform
sind diese Schaber zu einer Einstellspindel achsparallel und tan,gential angeordnet.
Die Spindel liegt dabei während des Gebrauches in der Achse des Pfeifenkopfes und
ragt mit zwei Nocken, die an ,ihrem Ende radial ab-,stehen, in entsprechende Ausnehmunge:n
der Schaher hinein. Diese sind wiederum in vier Schlitzen einer die Spindel achsgleich
umgebenden Hülse aufgenommen, so daß eine Verdrehung der Spindel ein Ausspreizen
der Schaber bewirkt. Auf diese Weise können die Schaber jedem Kopfdurchmesser angeglichen
werden. Die Bewegung der Spindel wird durch gegenüber den Nocken um go° versetzte
und radial abstehende Anschläge begrenzt, die sich in den Endlagen gegen die Schaber
legen. Die Einstellung der Spindel gegenüber der Hülse und damit die Schaberstellung
kann durch einen mit der Spindel verbundenen Flügelschlüssel bewirkt und durch Anziehen
einer auf dem Spindelende angeordneten Kordelmutter festgelegt werden. Hierbei liegt
die Stirnfläche des Flügelschlüssels gegen die Stirnfläche der Hülse an. Die einzelnen
Stellungen können durch Eingreifen eines Nockens am Flügelschlüssel in entsprechende
Rasten an der Hülse festgelegt werden.
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Ein derartiges Reinigungsgerät isst zwar brauchbar, soweit die Reinigung
des Pfeifenkopfes durchzuführen ist. Es ist indessen mit dem Nachteil behaftet,
daB ein weiterer Verwendungszweck nicht mit diesem Gerät erfüllt werden kann und
infolgedessen für .die übrigen Reinigungsvorgänge, d. h. für die Säuberung des Kanals
sowie auch für da,s
Nachstampfen des Tabaks während des Rauchens
besondere Geräte vorzusehen sind, die wiederum Raum beanspruchen.
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Zweck der Erfindung ist es nun, ein Gerät zu schaffen, das zwar auf
dem bekannten und im vorhergehenden beschriebenen Gerät aufgebaut ist, wobei indessen
dieses so abgeändert ist, daß eine Reinigung mit weiteren Geräten möglich ist. Außerdem
.soll bei der bekannten Ausführung der Flügelschlüssel in Fortfall geraten, da er
mit seinen seitlich herausstehenden Flügeln beim Tragen unangenehm ist und in der
Tasche des Benutzers zu stark aufträgt. Vielmehr soll das kombinierte Reinigungsgerät
gemäß der Erfindung, trotzdem es zu vielseitigen Zwecken verwendbar ist, durch Fortfall
des Flügelschlüssels noch kleiner und raumsparender gehalten werden als das bisher
bekannte und es soll etwa die Ausmaße und die äußere Form eines üblichen Feuerzeuges
annehmen.
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Gemäß der Erfindung wird dieser Zweck erreicht, indem man an Stelle
des Flügelschlüssels die Hülse in ihrer Länge unterteilt. Verbindet man den oberen
Teil, d. h. also den Teil, ,der den Schabern abgewandt ist, mit der Spindel und
sichert die beiden Teile gegen Verdrehung, so tritt dieser obere Hülsenteil an Stelle
des bisherigen Flügelschlüssels. Die Sicherung gegen Verdrehung kann dabei auf eine
übliche Weise, z. B. über radiale achsparallele oder ähnliche feinistufige Rasten,
Rändelungen, Aufrauhungen o. dgl. erfolgen, die zwischen den benachbarten Stirnflächen
der beiden Hülsenteile vorzusehen sind. Die vorerwähnte Kordelmutter wird dann weiterhin
zum Andrückendes oberen Hülsenteiles -gegen den unteren über die Spindel benutzt.
Des weiteren soll gemäß der Erfindung der obere Teil der Hülse über eine gewisse
Länge hin mit einem größeren Durchmesser und diese Verbreiterung mit einer Rändelung
o. dgl. versehen is-ein, so daß die Einstellung des oberen Teiles gegenüber dem
unteren ohne Schwierigkeiten möglich -ist. Es hat sich nämlich gezeigt, daß eine
derartige Ausbildung an Stelle des bisher verwendeten Flügelschlüssels durchaus
genügend ist, um eine Verstellung mühelos herbeizuführen, zumal auch nach der bekannten
Ausführung der Mutter die Angriffsfläche des Flügelschlüssels kein-er gleichwertigen
an der Hülse entsprach, während die durch die Schaber selbst gebildeten Unebenheiten
im unteren Hülsenteil nunmehr der entsprechenden Ausbildung des oberen Hülsenteiles
angepaßt sind. Schließlich 6o11 das bekannte Gerät durch einen zylindrischen Behälter
vervollständigt werden, der zur Aufnahme des Gerätes dient. Die Verbindung -des
Gerätes mit dem Behälter kann durch einfaches Einstecken des ersteren, .durch einen
entsprechenden und genau in den Behälter passenden Bund, durch Gewinde, Bajonettverschluß
oder .durch :im Behälter vorgesehene Federn o. dgl. erfolgen. Damit sind über das
vorbeschriebene Ziel der Vereinfachung des bekannten Gerätes hinaus, ohne zusätzlichen
Raum zu beanspruchen, .die durch,den Gebrauch stark verschmutzten Schaber abgeschlossen
und eine Beschmutzung z. B. der Kleider des Benutzers oder der Hände lyei der Benutzung
des Gerätes vermieden.
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Das vorbeschriebene Gerät ist an sich gegenüber dem bekannten bereits
wesentlich verbessert und dadurch brauchbarer gemacht. Indessen soll die bisher
bekannte Kordelmutter gemäß der weiteren Ausbildung der Erfindung durch eine Sicherungsmutter
ersetzt werden, die an ihrer oberen Stirnfläche eine ringartige Ausnehmung aufweist.
In diese Ausnehmung soll dann ein an seiner nach außen liegenden Stirnfläche gerändelter
Ringkörper eingelassen werden, der spulenartig ausgebildet ist, und auf den ein
biegsames und durch einen Schlitz im Mutterumfang nach außen ragendes Metallband
aufgewickelt ist. Dieses Band soll an seinem freien Ende einen Haken eine Öse o.
dgl. tragen und dient zum Durchführen durch den Spitzenkanal. In den Haken bzw.
die Öse kann dann ein Wollfädchen o. dgl. eingehängt werden, das mittels des Bandes
durch den Kanal gezogen wird und diesen auf diese Weise reinigt. Eine ähnliche Ausführung
ist zwar an sich bekannt und wird als Bandmaß benutzt. Sie ist jedoch als besonders
kleine Ausführung, und versehen mit einem Widerhaken o. dgl., in ihrer Anwendung
als Reinigungsgerät neu und es läßt sich infolgedessen die erfindungsgemäße Sicherungsmutter
auch ohne die in ihrem Innern angeordnete Gewindebohrung als unabhängiges Reinigungsgerät
mitführen und selbständig verwenden. Im Zusammenhang mit der Erfindung soll jedoch
diese Sicherungsmutter über einen entsprechenden Gewindeteil mit der Spindel verbunden
sein, während der Ringkörper, der in diese Sicherungsmutter eingelegt wird, gegenüber
dem Gewindeteil der Mutter über einen Sprengring o.,dgl. drehbar, aber nicht abnehmbar
gesichert sein kann.
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Um das Aufspulen des 1fletallbandes auf den Ringteil zu erleichtern,
soll letzterer mit einer Rändelwulst ausgestattet sein, welche die Mutter radial
nicht überragt, in Achsrichtung indessen aus ihr hervorsteht. Diese vorspringende
Wulst mag also beispielsweise Kegelstumpfform aufweisen oder aber einen halbkreisförmigen
Querschnitt haben. Eine derartige Ausbildung hat den Vorteil, daß der genannte Zweck,
auf diese Weise das Metallband aufspulen zu können, ohne weiteres erfüllt wird.
Dagegen wird die an der Sicherungsmutter erforderliche und bisher bei der Kordelmutter
bereits angewandte Kordelung an der Außenseite nicht beeinträchtigt. Man kann also
unabhängig voneinander den Umfang der Sicherungsmutter ergreifen, um die Mutter
auf der Spindel festzuziehen und damit den oberen Hülsenteil gegen den unteren zu
sichern, nachdem die Schabereinstellung vorgenommen wurde. Man kann aber ebenso
gut das Metallband aufspulen, nachdem man es durch Herausziehen dein Hakens aus
dem Schlitz in der Sicherungsmutter gebrauchsfertig gemacht und benutzt hat. -Die
Herstellung des Metallbandes ist verhältnismäßig einfach und es ist im übrigen belanglos,
ob
dieses Band aus einem anderen geeigneten Stoff angefertigt ist,
wobei indessen die nötige Steifheit vorhanden isein muß, um das Band durch die Bohrung
der Spitze hindurchführen zu können. An Stelle des Bandes läßt sich also ohne weiteres
ein Draht benutzen, so wie auch auf den Haken zum Durchziehen eines Fädchens verzichtet
und dieser durch einen Knopf o. dgl. ersetzt werden kann, der kalibriert sein möge
und zur Säuberung der Bohrungswandungen, gleichzeitig aber auch als Anschlag beim
Zurückziehen des Drahtes dienen kann. Verwendet man indessen, wie zunächist angenommen
und im Hinblick auf den geringen Raumbedarf vorteilhaft, ein an seinem freien Ende
zu einem Haken umgebogenes Metallband, so empfiehlt es sich in vielen Fällen, eine
Verstärkung dieses Hakenendes vorzunehmen, da diese Stelle des Bandes einerseits
am meisten belastet, andererseits aber durch die Knickurig am schwächsten ist. Eine
derartige Verstärkung kann man auf verschiedene Weise erreichen, so z. B., indem
man auf diese Stelle eine Schweißurig anwendet. Besonders bewährt hat sich indessen
das einfache Eintauchen des hakenförmigen Endes z. B. in flüssiges Zinn oder Bleilot.
Hierdurch entsteht bereits eine völlig ausreichende Verstärkung.
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Isst auf diese Weise der Verwendungszweck bereits wesentlich erhöht,
@so kann eine weitere Erhöhung vorgenommen werden, indem man die Spindel mit einer
Längsbohrung und die Wulst des Ringkörpers mit einem so großen Innendurchmesser
versieht, daß in die Vertiefung in der Sicherungsmutter und innerhalb des Ringkörpers
ein Stampfer eingefügt werden kann, der mit seinem Stiel in der vorbeschriebenen
Bohrung Aufnahme findet. Die Betätigung der übrigen Teile des Gerätes, sein Aussehen
und sein Raumbedarf sowie auch sein Gewicht nehmen durch diese Maßnahme in keiner
Weise zu.
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Um diesen Stampfer mit dem übrigen Gerät zu verbinden, empfiehlt es
sich, den Stiel gegen die Spindel in irgendeiner Weise festzulegen, damit er nicht
herausfällt. Dies kann auf .die verschiedenste Weise erfolgen. Man kann jedoch gemäß
der Erfindung eine besonders einfache Verbindung vorsehen und z. B. den Stiel lediglich
verkrümmen und auf diese Weise federnd in der Spindel halten. In gleicher Weise
läßt sich aber auch im Stiel oder in der Spindelbohrung ein zusätzliches federndes
Element anbringen. Der Stiel kann unter Umständen in seinem mittleren Teil längs
geschlitzt und federnd auseinandergebogen sein. Es können des weiteren an Stiel
und Spindel Rasten angeordnet werden, die eis erlauben, den Stiel in einer bestimmten
Höhe außerdem in seiner eingeschobenen Stellung in der Spindel festzuhalten und
einzustellen.
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Auch der Stampfer ist durch den Gebrauch verschmutzt, und man wird
deshalb die im vorstehenden eingehend beschriebene Aushöhlung zur Aufnahme des Stampfers
innerhalb des Ringkörpers so groß ausbilden, daß damit ein Beschmutzen von Kleidungsstücken
usw. nicht zu befürchten ist. Indessen besteht zunächst doch noch der Nachteil,
daß beim Herausnehmen des Stampfers ein Beschmutzen der Hände nur schwer vermieden
werden kann. Aber auch dieser Nachteil soll gemäß der weiteren Entwicklung der Erfindung
behoben werden, und zwar dadurch, daß man den Boden des Gehäuses etwa entsprechend
der Form einer Fingerkuppe einzieht und den Stampferstiel durch eine entsprechende
Bohrung etwa bis zur Unterkante des Gehäuses hervorragen läßt. Bei dieser Ausführung
genügt ein Druck auf das freie und aus dem Gehäuse herausragende Ende des Stampfers,
um .die Stampferplatte aus der Ringmutter hervorzutreiben und ihn zu benutzen, ohne
das übrige Gerät dabei zu verschmutzen. Durch den während der Benutzung in der Ausnehmung
ruhenden Finger wird die gegenseitige Lage der Teile auch ohne besondere Anschläge
gewahrt. Nach der Benutzung läßt sich der Stampfer leicht und ohne Berührung durch
die Finger zurückstoßen.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel für ein Reinigungsgerät
gemäß der Erfindung wiedergegeben, und zwar zeigt Abb. i ein Gerät ;im Längsschnitt,
Abb.2 das gleiche Gerät in herausgezogenem Zustand, Abb. 3 einen Schnitt nach Linie
III-III der Abb. 2 durch den eigentlichen Schäberteil und Abb.4 den gleichen Schnitt
wie Abb.3 bei gänzlich ausgeschobenen Schabern; Abb.5 schließlich zeigt den Schaber
im Gebrauch sowie den Stampfer in Gebrauchsis-tellung. Das Gehäuse io gemäß Abb.
i ist an seinem Boden i i mit einer Aus.nehmung 12 versehen, die etwa einer Fingerkuppe
entspricht. Im Gehäuse sitzt die Hülse 13, wobei sich der obere Hülsenteil 14 (Abb.
2) mit einem Bund 15 gegen die Innenwand 16 des Gehäuses anlegt. Der untere Hülsenteil
13 liegt gegen den oberen Teil 14 in einer Stirnfläche 17 an, wobei in diese Stirnfläche
des unteren Teiles 13 mehrere Rasten 18 und im Oberteil 14 ein Nocken i9 vorgesehen
sind. Beide Teile werden von einer Spindel 2o durchsetzt, die gemäß Abb. 3 mit zwei
Nocken 21 und zwei etwa dreieckförmigen Anschlägen 22 versehen ist. Die Form der
Anschläge ergibt ,sich durch die Tangente an die Spindel, die sich mit Spiel in
der Innenwandung 23 einer zylindrischen Bohrung 24 des unteren Hülsenteiles schneidet.
Der zylindrische Ansatz 25 dos unteren Hülsenteiles 13 ist, wie Abb. 3 und 4 zeigen,
mit vier zur Achse parallelen Schlitzen 26 ausgestattet, die im Abstand der Spindel
voneinander liegen und .die Schaber 27 aufnehmen, die wiederum mit Ausnehmungen
28 (Abb. 4) für die Aufnahme der Nocken 21 versehen sind. Die Spindel 2o weist an
ihrem oberen Ende eine Abflachung 29 auf, in die ein entsprechender Vorsprung der
Bohrung 3o des oberen Hülsenteiles eingreift. Hierdurch sind die Spindel 20 und
der obere Hülsenteil 14 miteinander gegen Drehung gesichert. Des weiteren ist am
oberen Spindelteil ein Gewinde 31 vorgesehen, auf das .die Sicherungsmutter 32 aufgeschraubt
wird und damit Spindel 20, Oberteil 14, Unterteil 13 und die an
der
Spindel befestigten Schaber miteinander fest verspannt.
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Die Sicherungsmutter 32 ist mit einer ringförmigen Ausnehmung 33 ausgestattet,
in die ein entsprechenden Ringkörper 34 eingesetzt ist. Dieser hat eine gerändelte
Wulst 35 und einen spulenartigen Teil 36, auf dem ein Metallband 37 aufgewickelt
ist. Dieses ragt durch einen Schlitz 38 (Abb. i) aus der Sicherungsmutter hervor
und hat an seinem Ende einen Haken 39. Der Ringkörper überragt mit seiner Wulst
35 das Ende der Spindel 20, die auf ihre ganze Länge hin mit einer gestrichelt eingezeichneten
Bohrung 40 versehen ist. In diese Bohrung wird der Stiel 41 eines Stampfers eingeführt,
dessen Kopf 42 ,innerhalb der Wulst 35 des. Ringkörpers 34 Aufnahme findet.
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Die Sicherungsmutter 32 ist mit einer Rändelung 43 und der obere Hülsenteil
mit einer groben Nutung 46 (Abb. 5) versehen.
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Im Gehäuse io ist oberhalb des Bodens zwischen dem eigentlichen Gerät
und der Gehäusewandung noch ein Raum 44 zur Aufnahme von Wollfädchen 45 frei, die
zum Reinigen der Mundstückbohrung mitgeführt werden können.
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Der Ringkörper 34 ist in dem Gewindeteil der Sicherungsmutter 32 durch
einen Sprengring 47 zwar drehbar, aber gegen Abnahme gesichert.