DE830884C - Anlass- und Stillsetzvorrichtung fuer eine Naehmaschine - Google Patents

Anlass- und Stillsetzvorrichtung fuer eine Naehmaschine

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DE830884C
DE830884C DER1381A DER0001381A DE830884C DE 830884 C DE830884 C DE 830884C DE R1381 A DER1381 A DE R1381A DE R0001381 A DER0001381 A DE R0001381A DE 830884 C DE830884 C DE 830884C
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DE
Germany
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clutch
finger
stitch
switch
sewing
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DER1381A
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English (en)
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DE1617101U (de
Inventor
Marion Cramer Rich
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Reece Corp
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Reece Corp
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B69/00Driving-gear; Control devices
    • D05B69/22Devices for stopping drive when sewing tools have reached a predetermined position

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

  • Anlaß- und Stillsetzvorrichtung für eine Nähmaschine Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Nähmaschinen und betrifft im besonderen die Anlaß-und Stillsetzvorrichtung für die Stichbildevorrichtung.
  • Die letzten Erfindungen auf dem Gebiete des Nähmaschinenbaues haben verbesserte Maschinen, insbesondere Knopflochnähmaschinen, geschaffen, die auf hydraulischem Wege durch Druckflüssigkeit betätigt werden. Sobald die Einzelvorrichtungen dieser Maschinen in automatischer Folge entsprechend den gemachten Vorschlägen durch unter Druck stehende Flüssigkeit betrieben werden, ergibt sich durch diese neue Antriebsart eine sehr viel schneller laufende, kompaktere, leichtere, wirtschaftlichere und stoßloser arbeitende Knopflochnähmaschine. AJs vorteilhaft wurde dabei befunden, einige der hin und hergehenden, dieNadeln und dieGreifer tragenden Teile der Stichbildevorrichtungen durch direkte mechanische Gestänge von kraftgetriebenen Vorrichtungen aus anzutreiben. In diesen Fällen werden die kraftgetriebenen Vorrichtungen für gewöhnlich auch zum Erzeugen der Druckflüssigkeit zur Betätigung aller anderen Bewegungen in der Maschine verwendet.
  • Bei den oben erwähnten Maschinen wird die Auf-und Abbewegung der Nadelstange und das Verschwingen der Greifer in der unteren Stichbildevorrichtung durch ein mechanisches Gestänge ausgeführt, das auf jeden Fall über eine die Stichbildevorrichtung antreibende Kupplung wirkt, die während des Nähens eingeschaltet ist, um die erwähnten Teile der Stichbildevorrichtungen zu betätigen, und die vor und nach dem Nähen sowie während des übrigen Teiles des vollautomatischen Arbeitszyklus der Maschine ausgeschaltet ist. Um das Arbeiten dieser Maschinen automatisch zu steuern, ist in einem elektrischen Steuerstromkreis eine elektrische Antriebs- und Steuervorrichtung vorgesehen, die Steuerschalter für die verschiedenen von Druckflüssigkeit betätigten Motoren aufweist, wobei die Schalter an verschiedenen vorbestimmten Stellen des Arbeitszvklus der Maschine automatisch betätigt werden. Bei einer solchen -Maschine, bei der die meisten Einzelvorrichtungen durch Druckflüssigkeit betätigt, einige der auf und ab gehenden Teile der Stichbildevorrichtungen jedoch von der Hauptwelle aus auf mechanischem Wege angetrieben werden, ist es er-,vünscht, eine Anlaß- und Stillsetzvorrichtung für die Antriebskupplung der Stichbildevorrichtungen vorzusehen, deren Arbeiten auf elektrischem Wege gemeinsam mit dem automatisch arbeitenden elektrischen Steuersystem und dem Mechanismus der Maschine geregelt wird.
  • Gemäß der Erfindung sind diese Ziele durch die Schaffung einer auf elektrischem Wege betätigten _\nläß- und Stillsetzvorrichtung für die \ ähantriebskupplung erreicht worden, die zu vorbestimmter einstellbarer Zeit im N ähzykltls der Maschine arbeitet.
  • Bei den sehr viel höheren Arbeitsgeschwindigkeiten der hier erwähnten `Maschinen ist es erwünscht und notwendig, leichte, schnell arbeitende und einfache Regelvorrichtungen zu haben, die genau zeitlich abgestimmt werden können, um mit den anderen Vorrichtungen der Maschine zusammen zu arbeiten. Es ist auch verständlich, daß die diesen Frfordernissen entsprechende Steuer- oder Regelvorrichtung in der Lage sein muß, die schweren Stöße beim plötzlichen Anlassen und Stillsetzen der mit hoher Geschwindigkeit umlaufenden Teile aufzufangen. -Mit der Erfindung ist eine Kupplungssteuereinrichtung geschaffen worden, die die für diese Erfordernisse angemessene Widerstandsfähigkeit hat und zu gleicher Zeit empfindlich und sofort ansprechend auf Regelimpulse ist, die durch (las fein eingestellte elektrische Steuersystem übertragen werden.
  • Die Einrichtung der vorliegenden Erfindung ist in (her folgenden Beschreibung und den Zeichnungen bei ihrer.Durchführung in einer auf hydraulischem Wege arbeitenden Maschine zum Herstellen von einggefaßten Knopflöchern beschrieben, jedoch ist nur beabsichtigt, eine Ausführungsmöglichkeit der Erfindung darzustellen und den Bereich der Erfindung nicht weiter, als es der Stand der Technikerfordert, zu begrenzen.
  • In den Zeichnungen ist Fig. i eine teilweise im Schnitt und teilweise mit weggebrochenen Teilen dargestellte Seitenansicht einer zur Herstellung von eingefaßten Knopflöchern dienenden Maschine mit der Vorrichtung gemäß der l? rfiiidullg, Fig. 2 eine teilweise im Schnitt dargestellte Vorderansicht einer Antriebskupplung und ton Teilen des Gestänges zum Hinundherbewegen der Nadelstange und der Greifer der Stichbildevorrichtung, Fig.3 eine Ansicht eines Teiles der in Fig.2 dargestellten Vorrichtung, Fig. 4 ein Schaltschema,
    Fig. 5 eine Seitenansicht der Vorrichtung gemäß
    der Erfindung, aus der die Arbeitsbeziehung zu der
    in Fig.2 dargestellten Kupplung ersichtlich ist,
    Fig.6 eine Vorderansicht eines Teiles der in
    Fig. 5 dargestellten Vorrichtung.
    Fig. ; eine teilweise iin Schnitt dargestellte
    seitliche Teilansicht der Vorrichtung mit eingelegter
    Kupplung und mit der in linlaufstellung befind-
    lichen Anlaß- und Stillsetzvorrichtung,
    Fig. 8 eine der Fig. 7 ähnliche Ansicht mit aus-
    gelegter Kupplung und stillstehender @llilaß- und
    Stillsetzvorrichtung und
    Fig. 9 ein Schnitt nach der l.iitie 9-9 der Fig. 2.
    Die Fig. i zeigt eine zur Herstellung von einge-
    faßten Knopflöchern dienende -laschine. Eine solche
    1laschine enthält eine obere @tichbildevorrichtung
    io und eine untere Stichbildevorrichtung ii. Die
    ollere Sticbbildevorrichtung i o wird von einet]
    Gehäuse 14 getragen, das finit Bezug auf die
    Maschine in Riclittiiig von \orn nach hinten und zur
    Grundplatte 2 festliegt, die clie untere Stichbilde-
    vorrichtung i i trägt. die in:t lleztig auf die 'Maschine
    in Richtung von vorn nach 'hinten ebenfalls fest-
    liegt. Das nicht dargestellte Stoffstück wird ton
    einer eine Stoffklemme ; aufweisenden Vorrichtung
    gehalten, die sich relativ zu den Stichliildevorrich-
    tungen io und ii bewegt, tim <fiesen zu ermöglichen,
    eilte Reihe von Stichen iii dem Stoffstück herzu-
    stellen. Die Stoffklemme 7 ist atif der Grundplatte 2
    nach rechts und links, gesellen in Fig. i, finit Bezug
    auf die Stichbildevorrichtungen 1o und i1 ver-
    schiebbar. Die obere Stichbildevorrichtung io
    enthält eine senkrecht auf und alt gellende Nadel-
    stange 12, an deren tinterein Ende ei il Nadelkopf 15
    mit zwei Nadeln 16, von denen nur eine sichtbar ist,
    sitzt, die durch da: Stoffstuck hindtirchstechen und
    in Zusammenarbeit mit zwei der unteren Stichb»lde-
    vorrichtung i i zugehörenden. nicht dargestellten
    Greifern, (hie durch die Hinundlierbewegung einer
    den Arm 13 enthaltenden Vorrichtung ausge-
    schwungen werden, eine Stichnaht bilden. Die
    Vorrichtung zum :@ufundabbewegen der Nadel-
    stange 12 enthält den iin Gehäuse 14 gelagerten
    Schwinghebel 18 und eine Verbindungsstange i9,
    deren .lufundalibewegung mittels eines Exzenters
    20 erfolgt, der auf dein getriebenen Teil 25b der
    Nähmaschinenantriebswelle 25 sitzt, deren Teil 25°
    der treibende Teil ist, (her mittels Riemen 26 ton
    einer sticht dargestellten hraft(Itielle aus, beispiels-
    weise einem Elektromotor, in Umlauf gesetzt wir(-.
    Der hin und her schwingende Teil 13 der unteren
    Stichbildevorrichtung i i ist finit dem getriebenen
    Teil 25b der Welle 25 mittels einer Verl>in(iungs-
    stange 28 und einer Kohlsole 29 verbunden.
    Der treibende Teil 25a der Welle 25 und der
    Riemen 26 laufen während des ganzen _1rl)eitszyklus
    der Maschine mit gleichbleibender Geschwindigkeit
    um.
    Eine die @\'elleltteile 25° ull(l 25b verbindende,
    allgemein mit 30 bezeichnete Alitriebskupplung
    wird zu Beginn des N ähens eingelegt, um den ge-
    triebenenTeil 25b sowie die Stichbildevorrichtungen
    io und i i zu treiben, und wird nacht Beendigung des
    Nähens ausgelegt, um diese Teile zu einem sofortigen Stillstand zu bringen. Ein geflanschter Antriebsteil 3 t ist auf dem treibenden Wellenteil 25" befestigt. Ein getriebener Kupplungsteil 32 sitzt fest auf dem getriebenen Wellenteil 25b, und zwar wird ein Teil dieser Vorrichtung von dem treibenden Teil 31 umschlossen und schwebt frei auf dem Ende des antreibenden Wellenteiles 25°. An dem getriebenen Teil 32 ist ein die Kupplungsbacken tragender "heil 33 befestigt, all dem bei 3,4 und 35 (Fig. 7, 8 und 9) zwei innere Kupplungsspreizbacken 4o und 41 schwingbar gelagert sind, die in ihrer ausgeschwungenen Stellung (Fig. 7) die Innenfläche 42 des treibenden Teiles 31 berühren, wodurch der treibende Teil 31 finit dem getriebenen Teil 32 verbunden wird, während in der angezogenen Stellung (hig.8) der getriebene Teil 32 von cleni treibenden Teil 31 abgekuppelt ist. Um die Nabe des getriebenen Teiles 32 herum dreht sich schwebend ein Backenspreiznocken 45 (Fig. 2 ulid 3), der zwei Nockenflächen 46 hat, die mit all den Spreizlacken 4o und 41 sitzenden Rollen 47 in Berührung treten, wodurch die Backen auseinandergespreizt werden, sobald eilte Drehung im Gegenuhrzeigersiinie, wie 111 Fit"'. 7 dargestellt, erfolgt, wahrend die Backen unter der Spannung von Federn 120 sich zusammenziehen, sobald eine Drehung im Uhrzeigersitnie, gesehen in Fig. 8, relativ zu dein getriebenen Kupplungsteil 32 vor sich geht.
  • Ein ittit dein Nockenteil45 aus einem Stück bestehender Anschlag 5o ragt nach außen durch eilten Schlitz 52 des getriebenen Teiles 32 hindurch. Das stach vorn zti liegende Ende des Schlitzes 52 ist durch die Linie 53 (F1 'g. 7, 8 und 9) und das rückliegende Fade des Schlitzes durch die Linie 54 dargestellt. Eitle zwischen dem getriebenen Teil 33 und dein \ockentei145 eingeschaltete Spiralfeder 56 verdr:ingt den Nocken 45 drehend mit Bezug auf den getriebenen Teil 32 itt der Weise, daß -der Anschlag 5o für gewöhnlich in dem nach vorn zu liegenden 1?tidc ;3 des Schlitzes 52 sich befindet oder im Gegenuhrzeigersinne relativ zu dem getriebenen Teil 32 verdrängt ist, so daß für gewöhnlich der treibende 'Feil 31 mit dem getriebenen Teil 32 zum Antreiben der Stichbi ldevorrichtungen io und 11 gekuppelt ist. Solange der Anschlag so ununterbrochen mit dem Teil 30 umlaufen darf, stehen die Stichbildevorrichtungen io und i i in Antriebsverbindung mit dem treibenden @Velleilteil 25«. Sobald jedoch der Umlauf des Anschlages 5o unterbrochen wird, wird der Anschlag in dem Schlitz 52 relativ zu dem Umlauf des getriebenen 'feiles 32 zurückgehalten, die Kupplungsbacken 4o und 41 können sichzusammenziehen, \@ ie aus Fig. 8 erkenntlich, der angetriebene Teil 32 wird von dein treibenden Teil 31 abgekuppelt, und sobald der .Anschlag 5o (las nacheilende Ende 54 des Schlitzes 52 erreicht, ist der getriebene Teil 32 zu eitlem sofortigen vorbestimmten Stillstand gebracht worden. Die bisher beschriebene Einrichtung der Kupplung 30 ist eine bekannte Einrichtung in einer für gewöhnlich eingelegten, selbst auslegenden Kupplung, bei der die Unterbrechung des Umlaufes eitles Teiles der Kupplung nicht nur die Kupplung auslegt, sondern ihre getriebene Seite auch zum sofortigen Stillstand bringt.
  • Um gemäß der Erfindung die Stichbildevorrichtungen stillzusetzen und anzulassen, ist ein die Kupplung unterbrechender Finger 6o vorgesehen, der bei 61 an einem Arm 62 schwingbar gelagert ist, der seinerseits bei 63 an einem Teil des Maschinenrahmens 64 (Fig. 5) schwingbar sitzt. Sobald der Finger 6o in der gehobenen Stellung sich befindet und den Anschlag 5o berührt (Fig. 5 und 8), wird die Kupplung 3o ausgelegt, stillgesetzt, und die Stichbildevorrichtungen io und i i werden in Ruhestellung gebracht. Sobald der Finger 6o in gesenkter Lage sich befindet (Fig. 7), ist die Kupplung 30 eingelegt, und die Stichbildevorrichtungen io und 11 arbeiten.
  • Um den Finger 6o aus der Bahn des Anschlages 5o herauszusenken, ist ein die Kupplung einschaltendes Solenoid 70 vorgesehen, dessen Kern 71 an dem Finger 6o mittels eines Lenkers 72 angelenkt ist. Am unteren Ende des Kerns 71 ist ein Schwinghebel 73 befestigt, der bei 74 am Maschinengestell 64 schwingbar gelagert ist und dessen anderes Ende 75 eine rechtsliegende Stillsetzstellung (Fig. 5) einnimmt, sobald der Kern 71 des Solenoides 70 sich in der unteren Lage befindet und der Finger 6o die Kupplung in Ausschaltstellung hält. Sobald der Arm 75 sich in dieser Stellung befindet, stößt er gegen das Ende eines zweiten Solenoidkernes 8o, der einem die Kupplung ausschaltenden Solenoid 81 angehört, wodurch der Kern 8o gegen die Wirkung einer Feder 82 nach rechts, wie in Fig. 6 dargestellt, gehalten wird.
  • Um die Kupplung 3o ausgelegt zu halten, wird der Finger 6o für gewöhnlich in seiner gehobenen Stellung durch das Gewicht des Kernes 71 des die Kupplung einschaltenden Solenoides 70 gehalten, teilweise mitunterstützt durch die Spannung einer zwischen dem Gestell 64 und dem Arm 75 liegenden Feder 83. Sobald das Solenoid 7o erregt wird, hebt sich der Kern 71 des Solenoides und der Finger 6o gibt den Anschlag 5o frei, so daß die Kupplung 3o einschaltet und die Stichbildevorrichtungen io und i 1 mit der Stichbildung beginnen. Gleichzeitig bewegt sich der.Arrh 75 nach links, gesehen in Fig. 5, und gestattet eine Bewegung des Kernes des die Kupplung ausschaltenden oder stillsetzenden Solenoides 81 nach links, am Arm 75 vorbei, in die in gestrichelten Linien in Fig. 6 dargestellte äußerste Stellung. Die jetzt erreichte Stellung des Kernes 8o des die Kupplung ausschaltenden Solenoides 81 verhindert die Rückkehr des Hebels 75 in seine dem Gestell 64 zugekehrte andere Endlage und sichert damit über das Gestänge 73, 71, 72 den Finger 6o in seiner gesenkten Stellung außer Berührung mit dem Anschlag 5o, also im Zustande eingerückter Kupplung. Dieser Zustand ist auch dann sichergestellt, wenn der ihn bewirkende Stromimpuls des Solenoides 7o ein nur kurzzeitiger war. Am Ende des Nähvorganges wird das die Kupplung ausschaltende Solenoid 81 kurzzeitig erregt, verschiebt seinen Kern 8o zurück nach rechts, ge§ehen in Fig. 6, utid zwar genügend lange, um ein Abfallen des Kernes 71 zuzulassen und den Arm 75 nach rechts, gesehen in Fig. 5, zu bewegen, was wiederum bewirkt, daß der Finger 6o den Anschlag 5o berührt und die Kupplung 3o auslegt. DieKupplung 30 wird so lange ausgelegt gehalten, bis das die Kupplung einschaltende Solenoid 70 wieder erregt wird.
  • Sobald der Finger 6o den Anschlag 5o berührt, versucht dieser mit außergewöhnlich hoher Geschwindigkeit umlaufendeAnschlag, den Arm 62 im Uhrzeigersinne, gesehen in Fig. 5, zu drehen, sobald der Anschlag 50 sieh nach dem nacheilenden Ende 54 des Schlitzes 52 hin bewegt hat und die Schwungkraft der getriebenen Teile hinter ihm liegt. Der bei dem plötzlichen Stillsetzen der Kupplung auftretende Stoß wird von einer schweren Feder 85 aufgenommen, die auf das untere Ende des Armes 62 einwirkt.
  • Nachdem der Finger 6o den Anschlag 5o berührt hat, wird ein bei 9i schwingbar gelagerter, am Gestell 64 drehbarer, den Rücklauf sichernder Finger 9o durch eine Feder 92 in eine Rast 93 des getriebenen Teiles 33 der Kupplung 30 gedrängt, um die Kupplung in ihre nacheilende Stellung zu bewegen und zu verhindern, daß die Kupplung 30 zurückläuft und unter der Wirkung der Feder 56 sich selbst einlegt. Sobald das Solenoid 70 erregt wird, um den Finger 6o freizumachen, läuft ein Knopf oder Vorsprung 94 am Finger gegen eine Schrägfläche 95 an einem unteren Arm des Fingers 9o und hebt den Finger 9o aus der Rast 93, bis die Kupplung wieder ausgelegt wird. Nachdem das Stoffstück aufgelegt worden ist, ist der erste Arbeitsvorgang in dem Arbeitszyklus der dargestellten Maschine das Nähen. Der Zyklus wird begonnen durch das Schließen eines von Hand betätigten Schalters ioo mit einem Druckknopf toi (Fig. i und 4), wodurch das Solenoid 7o erregt wird und die Stichbildevorrichtungen io und i i mit dem Arbeiten beginnen. Gleichzeitig verschiebt sich durch die in der oben erwähnten Anmeldung beschriebenen Einrichtungen die Stoffklemme 7 nach links, gesehen in Fig. i. Ein verstellbarer, an der sich bewegenden Stoffklemme 7 befestigter Schaltnocken rot berührt den Arm io5 eines für gewöhnlich offenen Schalters io6, um diesen Schalter am Ende des Nähvorganges zu schließen. Das Schließen des Schalters io6 erregt das Solenoid 8 1 und unterbricht das Nähen. Der Schaltnocken 102 ist in seiner Lage einstellbar, so daß das Nähen am Ende einer Stichgruppe vorbestimmter Länge unterbrochen werden kann.
  • Die Solenoide 70 und 81 können an die Leitungen i io und i i i eines elektrischen Stromnetzes über die Schalter ioo und io6, wie in dem vereinfachten Schaltungsbild nach Fig. ,4 dargestellt, angeschlossen sein und können mit den elektrischen Steuereinrichtungen sowie mit den Druckflüssigkeitseinrichtungen der Nlaschitie zusammenarbeiten.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Anlaß- und Stillsetzvorrichtung für eine -Nähmaschine mit einer Stichbildevorrichtung und einer Stoffklemme, die relativ zueinander bewegbar sind, wobei die Anlaß- und Stillsetzvorrichtung dazu dient, die Stichbildevorrichtung mit kraftgetriebenen Vorrichtungen zu kuppeln oder von diesen Vorrichtungen zu entkuppeln. gekennzeichnet durcheine Kupplung, durch eine elektrisch betätigte Steuervorrichtung, die die Kupplung bei Beginn des Nähens einlegt und die alsdann die Kupplung auslegt und die Stichbildevorrichtung zum Stillstand bringt, ferner gekennzeichnet durch Steuerschalter im Stromkreis der elektrisch betätigten Steuervorrichtung, die an vorbestimmten Stellen im Arbeitszvklus der 'Maschine arbeiten.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplung einen für gewöhnlich eingeschalteten getriebenen Teil und einen umlaufenden Anschlag (5o) aufweist, der, wenn angehalten, die Kupplung ausschaltet und den getriebenen Teil zum sofortigen vorbestimmten Stillstand bringt, und daß die Steuervorrichtung für die Kupplung einen Ausschaltfinger (6o) aufweist, der mit dem Anschlag (5o) in Berührung tritt, um die Kupplung am Ende des Nähens auszuschalten und stillzusetzen, und der denAnschlag (5o) freigibt, um die Kupplung zu Beginn des Nähens einzulegen, wobei die elektrische Antriebseinrichtung zur Betätigung dieses Ausschaltfingers (6o) Solenoide enthält.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsvorrichtung ein die Kupplung einschaltendes, den Finger (ho) frei machendes Solenoid (7o) enthält, mit dem ein Steuerschalter und ein %-on Hand betätigter :@nlaßschalter (ioo, ioi) verbunden sind, und daß ein dieKupplung ausschaltendes, den Finger (6o) einlegendes Solenoid (8i) vorgesehen ist, mit dem ein Steuerschalter \ erbunden ist, der an vorbestimmten Punkten leim Arbeiten der Maschine in Tätigkeit tritt.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausschaltfinger (6o) schwingbar an einer Stoßdämpfereinrichtung gelagert ist.
DER1381A 1950-03-29 1950-03-29 Anlass- und Stillsetzvorrichtung fuer eine Naehmaschine Expired DE830884C (de)

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DE (1) DE830884C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1036615B (de) * 1954-09-15 1958-08-14 Reece Corp Vorrichtung fuer Naehmaschinen zum Anhalten derselben in bestimmter Stellung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1036615B (de) * 1954-09-15 1958-08-14 Reece Corp Vorrichtung fuer Naehmaschinen zum Anhalten derselben in bestimmter Stellung

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