DE829949C - Verfahren zur Gewinnung von Feinsilber - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Feinsilber

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DE829949C
DE829949C DEB12137A DEB0012137A DE829949C DE 829949 C DE829949 C DE 829949C DE B12137 A DEB12137 A DE B12137A DE B0012137 A DEB0012137 A DE B0012137A DE 829949 C DE829949 C DE 829949C
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silver
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nitric acid
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Expired
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DEB12137A
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Inventor
Heinz Janus
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HANS BECK DIPL ING
Original Assignee
HANS BECK DIPL ING
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25CPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25C1/00Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of solutions
    • C25C1/20Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of solutions of noble metals

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Electrolytic Production Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gewinnung von Feinsilber Es ist bei .der Gewinnung von Feinsilber aus kupferhaltigen Anoden in salpetersauren Bädern bekannt, den Elektrolyt so silberreich anzusetzen, <laß bis zur Aufarbeitung eines Anodensatzes der Mindestgehalt an Silber von etwa i 9/o nicht unterschritten wird. Da die Atomgewichte von Silber und Kupfer 107,88 bzw. 63,57 sind und ferner Kupfer als zweiwertiges Ion in Lösung geht, so wurden für jede anodisch in Lösung gehende Gewichtseinheit Kupfer dem Elektrolyt 107,88 dividiert durch 63,57 X 2 = rd. 3,4 Gewichtseinheiten Silber entzogen, und dieser Betrag war dem Elektrolyt in Form von Silbernitrat je nach dem Kupfergehalt der Anoden zuzusetzen. Werden z. B. von einer Anodenbesetzung insgesamt roo kg verarbeitet, so gehen bei einem Kupfergehalt von 30% der Anoden 3o kg Kupfer in Lösung, es müßten also dein Elektrolyt bisher außer dem Anfangsgehalt von i % jeweils an Silber 3,4 mal dem Kupfergewicht in. Form von Silbernitrat zugesetzt werden, das macht 3 kg + 3o X 3,4 = io5 kg Silber. Es müssen also bei der Verarbeitung kupferhaltiger Anoden beträchtliche Silbermengen dauernd in Betrieb gehalten und verzinst werden. Legierungen von 8oo/o Silber stellen im allgemeinen die Grenze dar, bei welchem die Scheidung auf diese Weise noch im Rahmender Wirtschaftlichkeit liegt, das Silber muß ferner in Salpetersäure gelöst werden, damit eine entsprechende Menge Silbernitrat zur Verfügung steht. Infolge der Entstehung von Stickoxyd werden beträchtliche Säuremengen verbraucht und umfangreiche Abzüge benötigt. Oft wird auch die Umgebung durch die Gase in Mitleidenschaft gezogen.
  • Im nachfolgenden wird nun ein Verfahren beschrieben, bei dem der durch den Kupfergehalt bedingte hohe Silberstock fortfällt und auch kupferreichere Legierungen als 200/0411 einem Gang direkt zu Feinsilber bei voller Wirtschaftlichkeit verarbeitet werden können. Diesem Verfahren liegt folgender Gedanke zugrunde: Bei der Abscheidung von Feinsilber aus salpetersaurem Elektrolyt wird eine dem abgeschiedenen Silber äquivalente ':Menge Salpetersäure frei, es müssen aber allein 3"I kg Silber niedergeschlagen werden, um die Säuremenge für die zusätzliche Lösung von i kg Kupfer aufzubringen. Setzt man laufend oder etappenweise eine der Auflösung der Kupfermenge äquivalente Säuremenge dem Bade zu, so besteht für die Auflösung der Anoden kein Säuremangel und es Werden Silber und Kupfer in Lösung gehen müssen. Bei dem großen Potentialunterschied von Silber und Kupfer wird infolge genügender Silberlösung stets Feinsilber abgeschieden, wie folgender Versuch beweist: Es wurden 7 kg Rohsilberanoden in einem 30-1-Bade verarbeitet. Der Anfangsgehalt des Bades an Säure und Silber betrug je 2%. Die :Anoden hatten einen Gehalt an Silber von 625 und an Kupfer von 375. Während der Raffinade wurden dem Elektrolyt etappenweise Säuremengen zugesetzt, die der zu lösenden Kupfermenge äquivalent waren. Während des ganzen Prozesses schied sich nur Feinsilber in der bekannten kristallinen Form ab. Der Endgehalt des Elektrolyt betrug an Säure l0/0, an Silber 1,5%. Das gesamte Kupfer war also ohne hohen Silberstock rein elektrolytisch gelöst worden. Der Anteil an Zementsilber war äußerst gering. Als einziger Nachteil zeigte sich eine schwache Gasentwicklung an den Anoden, die aber leicht durch Absaugung entfernt werden kann.
  • Das vorstehend beschriebene Verfahren eignet sich auch für die elektrolytische Vorscheidung silberhaltiger Goldlegierungen, deren Silbergehalt die direkte Gewinnung von Feinsilber lohnt und deren Kupfergehalt nicht so groß ist, daß bei Herstellung einer Sc=heidelegierung mit etwa 300g/kg Au durch Zulegieren von Silber das Verhältnis vom Gesamtsilbergehalt zum Gesamtkupfergehalt von etwa 3 :2 unterschritten wird. Dem Elektrolyt wird mindestens t % Silber in Form von Silbernitrat und etwa r bis 2010 Salpetersäure zugesetzt. Das Kupfer soll während der Elektrolyse in Lösung bleiben, deshalb wird die Säure auch hier ständig ergänzt und auf einen -Mindeststand von 1 bis 2010 gehalten. Kurz vor Beendigung der Vorscheidung ist das gewonnene Silber (lern Bade zu entnehmen oder besser der gesamte Anodensatz in ein anderes Bad einzusetzen, um zu verhüten, daß bei zu gering werdendem Nachschub von Silber das bereits Abgeschiedene kupferhaltig wird. Das Abstreifen der Silberkristalle erfolgt wie ini Silberbad.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Gewinnung von Feinsilber aus salpetersaurem Elektrolyt bei unmittelbarer Verarbeitung von Rohsilberanoden, auch solcher mit einem Silbergehalt unter 80%, ohne wie bisher dem Elektrolyt eine dem Kupfergehalt äquivalente -Menge an Silbernitrat zuzusetzen, dadurch gekennzeichnet, daß dem Elektrolyt während der Raffination laufend oder etappenweise Salpetersäure in einer Größenordnung zugesetzt wird, dcren -Mindestmaß dem Äquivalent der zu lösenden l@ rerndmetallegleichkommt.
  2. 2. Verfahren zur Vorscheidung von Goldlegierungen in salpetersaurem Elektrolyt bei gleichzeitiger Gewinnung von Feinsiilber an den Kathoden und Inlösunggehen des Kupfers, dadurch gekennzeichnet, claß durch Legieren mit Silber eine gebräuchliche Scheidelegierung hergestellt wird, deren Silber- und Kupfergehalt eine Anwendung des Verfahrens nach Anspruch i gestattet, wobei von einem .Anfangssäuregehalt und Anfangssilbergehalt von je mindestens i % ausgegangen wird.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1151128B (de) * 1960-07-29 1963-07-04 Demag Elektrometallurgie Gmbh Verfahren zur elektrolytischen Raffination von Silberlegierungen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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