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Verfahren zum Scheiden von edelmetallhaltigem Seheidgut.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Aufarbeiten von Scheidgut, wie es beispielsweise durch Zusammenschmelzen von Abfällen aus der Goldschmiedearbeit od. dgl. erhalten wird und welches ausser Edelmetallen, wie Silber. Gold und Platinmetallen, noch unedle Metalle, wie Kupfer. Wickel. Zink u. dgl., enthält.
Zwecks Scheidung kupferhaltigen Scheidgutes ist man bisher meist derart vorgegangen, dass man dasselbe in oxydierender Atmosphäre mit Blei trieb, wodurch neben edelmetallreichen Abziigen bzw.
Schlickern eine kupferreiehe Edelmetallglätte gewonnen wird. Die Verarbeitung dieser Glätte erfordert einen langwierigen Konzentrations-und Raffinationsprozess, während die Edelmetalle vorwiegend im Blick angereichert und hieraus einzeln entweder durch Elektrolyse oder durch Säureseheidung gewonnen werden.
Nach der Erfindung verfährt man nun derart, dass man das Scheidgut, welches Kupfer und andere Unedelmetalle, wie Nickel, Zink u. dgl., enthält, unmittelbar der Elektrolyse mit einem schwach sauren,
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Lösen in einer Salzsäure-Goldchlorid-Lösung als Elektrolyten mit Kathodenblechen aus Feingold vorgenommen werden.
Als Elektrolyt für die Elektrolyse des Scheidgutes bedient man sich z. B. einer schwach salpetersauren Lösung von Kupfernitrat oder Alkali-bzw. Erdalkalinitrat bzw. einer Mischung dieser Nitrate.
Anstatt die Lösung anzusäuern, kann man sie auch z. B. neutral halten oder durch Zusatz von z. B. Ammonnitrat schwach alkalisch machen. Hiebei hält man zweckmässig eine derartige Konzentration dieser Salze, dass die Lauge z. B. etwa 40-80 g Kupfer in Gestalt von Kupfernitrat oder 25-50 g Kupfer in Gestalt von Kupfernitrat und 30-50 g Natronsalpeter im Liter enthält.
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pro m. Anodenfläehe, anwendet.
Die Verfahrensweise nach der Erfindung soll an folgenden zwei Beispielen eingehend dargetan werden.
Beispiele :
1. Ein Scheidgut, welches 782# Silber, 61#2# Gold. 0#28# Platin und 0#02# Palladium an edlen Bestandteilen und 141# Kupfer, 4# Blei, 4# Zink, 0#5# Zinn, 1#5# Nickel und 0-3'/Eisen enthält, wird als Anode in eine Lösung eingehängt, welche 40 g Kupfer als Nitrat und 40 g Natriumnitrat im Liter enthält. Die Stromdiehte wird bei 350 Amp. pro m2 Anodenfläche gehalten.
Der an der Anode gewonnene Schlamm ist bereits bedeutend mit Gold und Platinmetallen angereichert.
Nach dem Auskochen mit Salpetersäure wird ein Rohgold erhalten, welches 9670/00 Gold und nur noch wenig Silber enthält. Der Kathodenschlamm enthält nach dem Waschen und Auslaugen mit kalter, verdünnter Schwefelsäure 772 /oo Silber, während der Rest im wesentlichen aus Kupfer besteht. Dieser Kupfergehalt stammt, wie erwähnt, zu einem Teil aus dem Scheidgut, zum andern aus dem allmählich an Kupfer verarmenden Elektrolyten. Nachdem der Schlamm oxydierend bei Rotglut geglüht und mit verdünnter Schwefelsäure gelaugt ist, beträgt sein Feingehalt mindestens 980'/Silber.
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in gleicher Weise, wie im Beispiel 1 angegeben, als Anode in ein Bad eingehängt, welches eine ähnliche Zusammensetzung hat wie der Elektrolyt des Beispiels 1.
Die Elektrolyse wird mit einer Stromdichte von 1200-1500 Amp. pro m2 Anodenfläehe durchgeführt, wobei man zweckmässig Kupferbleche, V2A- Bleche od. dgl. als Kathoden verwendet. Die an der Anode und an der Kathode abgeschiedenen Niederschläge bzw. Schlämme werden in ähnlicher Weise behandelt, wie in Beispiel 1 beschrieben.
Die Scheidung des Scheidgutes nach dem Verfahren der Erfindung gestattet die Gewinnung von reinen Metallen durch wenige und einfache Massnahmen, wobei das Verfahren den besonderen Vorzug hat, dass die einzelnen Edelmetalle nicht verzettelt und damit festgelegt werden, wie dies bei der Durchführung des bisher gebräuchlichen trocknen oder des teils trocknen, teils nassen Verfahrens unvermeidlich war.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Scheiden von edelmetallhaltigem Scheidgut, dadurch gekennzeichnet, dass dasselbe als Anode in einem schwach sauren, alkalischen oder neutralen Elektrolyten, welcher Nitrate des Kupfers, der Alkalien oder Erdalkalien oder Mischungen solcher gegebenenfalls neben Nitraten anderer Metalle enthält, der Elektrolyse mit der Massgabe unterworfen wird, dass Kupfer und Silber kathodisch niedergeschlagen werden, hierauf durch Auslaugen des Niederschlages mit verdünnter Schwefelsäure das Kupfer gelöst wird, wobei das Silber als Zementsilber ungelöst zurückbleibt, das Kupfer in an sieh bekannter Weise aus der Lösung gewonnen und der Anodenschlamm mit Mineralsäure, z. B.
Salpetersäure, bei erhöhter Temperatur ausgelaugt, der ungelöste Rest mit Versehlackungsmitteln geschmolzen und in bekannter Weise aufgearbeitet wird, z. B. nach Wohlwill auf Feingold.