DE8280C - Garbenbindmaschine - Google Patents

Garbenbindmaschine

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DE8280C
DE8280C DE18798280D DE8280DD DE8280C DE 8280 C DE8280 C DE 8280C DE 18798280 D DE18798280 D DE 18798280D DE 8280D D DE8280D D DE 8280DD DE 8280 C DE8280 C DE 8280C
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DE
Germany
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rope
sheaf
shaft
grain
bell
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Expired
Application number
DE18798280D
Other languages
English (en)
Original Assignee
C. NERGER in Wismar
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Publication date
Application filed by C. NERGER in Wismar filed Critical C. NERGER in Wismar
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Publication of DE8280C publication Critical patent/DE8280C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01DHARVESTING; MOWING
    • A01D39/00Independent binders, e.g. for hay; Binders attachable to mowers

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Binders And Loading Units For Sheaves (AREA)

Description

1879.
CARL NERGER in WISMAR.
Garbenbindmaschine.
Patentirt im Deutschen Reiche vom ii. April 1879 ab.
Die vorliegende Maschine hat den Zweck, das mit der Hand oder mit der Maschine gemähte Getreide vom Boden aufzuraffen und mit Stroh oder ungedroschenem Getreide zu Garben zu binden.
In ihrer Wirkungsweise unterscheidet sie sich von den bisherigen Maschinen wesentlich dadurch, dafs das Getreide nicht durch einen an der Maschine angebrachten Elevator hochgehoben und von oben her dem Binde-Apparat zugeführt wird, sondern von dem Aufraffer direct vom Boden erfafst und dann gebunden wird.
Die von der Maschine zu leistende Arbeit läfst sich in vier Theile zerlegen:
1. Das Zusammenbringen der Garben,
2. das Aufraffen und Emporheben derselben,
3. das Zusammenpressen und Umspannen der Garbe mit dem Strohseile und das Schürzen des Knotens,
4. das Ablegen der gebundenen Garbe.
Die Construction der Maschine ist auf beiliegender Zeichnung im Grundrifs, Fig. 1, und Seitenansicht, Fig. 2,. dargestellt und sind mehrere Theile derselben im Detail aufgezeichnet.
Die Bewegung der einzelnen Mechanismen erfolgt durch die Drehung der Fahrräder A unter Zuhülfenahme von auswechselbaren Zahnrädern B (oder deren Aequivalent) von der Hauptwelle D aus, welche durch eine Kuppelung α mit den von den Fahrrädern getriebenen Rädern in und aufser Eingriff gebracht werden kann, wie aus Fig. 1 ersichtlich.
Das Zusammenbringen der Garbe geschieht mittelst eines Rechens, der aus mehreren Zinken b besteht, welche lose auf einer Stange angebracht sind. Diese Zinken werden durch die Stange c gehoben, wenn sich die zu einer Garbe erforderliche Getreidemenge vor dem Rechen angesammelt hat. Das Heben der Stange c, welche durch Arme an der Welle d befestigt ist, erfolgt durch den Daumen e auf der von D getriebenen Vorgelegswelle B und die Druckstange /.
Die Drehung der Welle D ist mit Hülfe von Satzrädern regulirbar, so dafs sie jedesmal dem dichteren Stande des Getreides entspricht. Wenn an einzelnen Stellen das Getreide dünner steht, wird die' Bewegung der Hauptwelle D mit Hülfe der Kuppelung a so lange unterbrochen, ■bis sich vor dem Rechen eine Garbe von genügender Stärke angesammelt hat. Der Stift i, Fig. i, welcher an dem Gestelle der Maschine befestigt ist, gestattet nur in einer solchen Stellung der Maschine das Auslösen der Kuppelung, dafs mit Ausnahme des Rechens die arbeitenden Theile der Maschine vom Boden abgehoben sind.
Um die Maschine zum Transport geeignet zu machen, wird die Kuppelung ausgelöst und das Hebelwerk so· weit verschoben, dafs der Rechen gleichfalls vom Boden aufgehoben ist.
Das Aufraffen und Emporheben des zur Garbe bestimmten Getreides erfolgt durch den Aufraffer F. Derselbe besteht aus mehreren um eine Welle drehbaren und gemeinschaftlich befestigten Armen zu beiden Seiten des Binde-Apparates. Dieselben sind, wie Fig. 2 zeigt, gebogen und sind die vorderen Enden g scharnierartig mit den oberen Theilen verbunden. Die abgerundeten Spitzen haben eine solche Stellung, dafs sie den Erdboden unter einem Winkel von nicht 30 ° treffen und sind die Scharniere so eingerichtet, dafs sie nur eine Drehung im Sinne des bei g eingezeichneten Pfeils gestatten.
Die Spitzen des Aufraffers berühren den Boden behufs Aufraffens des Getreides von dem Augenblicke an, wo der Rechen anfängt, sich zu heben, um das gesammelte Getreide dem Aufraffer zu übergeben. Am Ende seiner Vorwärtsbewegung kommt der Aufraffer so lange zur Ruhe, bis der Knoten geschürzt ist und hält die vom Boden aufgehobene Garbe χ so lange kräftig gegen das Widerlager G, Fig. 2, geprefst.
Ist der Knoten fertig, so beginnt der Aufraffer seine Rückwärtsbewegung und läfst die fertig gebundene Garbe auf den Boden fallen, wobei er sich soweit hebt, dafs die Spitzen g nicht von der Garbe berührt werden.
Die Bewegung des Aufraffers erfolgt durch den Hebel H, der mit der Curve k versehen ist, welche den Bewegungsgesetzen des Aufraffers gemäfs geformt ist 'und in der die an der Scheibe ο angebrachte Rolle ni fafst; die Scheibe ο sitzt auf der Welle D. Die Schwingung des Hebels H wird auf das mit dem Aufraffer E verbundene Zahnsegment η übertragen, wie leicht aus der Fig. 2 ersichtlich ist.
Zu gleicher Zeit mit dem Aufraffer führt der Umschlingungsarm L seine Bewegungen aus. Dieser Umschlingungsarm hat den Zweck, das Strohseilende zu fassen und um die zusammengeprefste Garbe zu schlingen; während jedoch der Aufraffer nur einen Weg von 240° zurücklegt, beschreibt der Umschlingungsarm 400 bis 500 °, also mehr wie eine ganze Umdrehung.
Die Uebertragung der Bewegung auf die Welle des Umschlingungsarms erfolgt durch die konischen Räder p von der Welle des Aufraffers in leicht ersichtlicher Weise.
Der Umschlingungsarm trägt an seinem Ende eine Klaue zum Fassen des Strohseiles und ist seine Welle zu einem später zu beschreibenden Zweck in ihrer Axrichtung verschiebbar. Die Verschiebung der Welle erfolgt durch eine auf derselben angebrachte Schraubenschubcurve 2, in die ein fester Stift fafst.
Das Seil befindet sich auf einer Spule, welche in dem Gehäuse M untergebracht ist, und hängt das Seilende aus der Seilführung q heraus. Der Umschlingungsarm beginnt seine Vorwärtsbewegung in einer solchen Stellung, dafs die gabelförmig gespaltene Spitze desselben das aus der Seilführung hervorragende Seilende fafst und beim Vorwärtsgange hervorzieht. Wenn der Umschlingungsarm seine Vorwärtsbewegung beendet hat, so liegt das Seil von der Seilführung ausgehend auf dem Meifsel r, Fig. 1, des Abschneiders und die Garbe umschlingend, so dafs das in der klammerförmigen Spitze festgeklemmte Seilende noch 1 cm über die Stelle hinausragt, an welcher die Seilenden sich kreuzen.
Die Kreuzungsstelle liegt in der Mitte zwischen dem Meifsel und jener Spitze. Bei dieser Umschlingung macht der Arm infolge axialer Verschiebung seiner Welle eine seitliche Bewegung, grofs genug, um das festgeklemmte Seilende neben dem aus der Seilführung hervorragenden Seile vorbeizuführen.
Am Ende der Vorwärtsbewegung findet der Umschlingungsarm ein festes Widerlager, um das Ausstreichen des Seilendes aus der Klammer zu sichern.
Der Mechanismus zur Erzeugung des Knotens ist in Fig. 3 und 4 im Detail dargestellt. Derselbe besteht aus einer Glocke N von cylindrischer oder besser runder Form, in dem die korkzieherartige Schraube / sich befindet.
Diese Schraube ist an der Welle ί befestigt, welche in axialer Richtung etwas verschiebbar ist; auf der Welle sitzt ein Zahnrad mit schrägen Zähnen, das von dem Sector ti mit Unterbrechungen in der einen und anderen Richtung in Umdrehung versetzt wird; dieser Sector wird durch kleine Zugstangen von dem Schlitten ν bewegt.
Der Schlitten ν umfafst die Welle E1 Fig. 5 und 6, und wird von zwei Daumen y, die hinter entsprechende Stifte im Schlitten ν fassen, hin- und hergeschoben. Die Glocke N wird in einer Richtung von der Welle s mitgenommen, welche mit einem Sperrrade w versehen ist, dem ein an der Glocke N angebrachter Sperrkegel entspricht, Fig. 4. Die Welle ί trägt an ihrem oberen Ende den Arm S, der mit einer Rolle gegen einen schräg gestellten Führungsring ζ läuft und durch die Feder y gegen denselben angedrückt wird.
Die Schürzung des Knotens erfolgt nun in folgender Weise:
Sobald die Garbe fest zusammengeprefst und mit dem Seile umspannt ist und während Aufraffer und Umschlingungsarm in ihrer zeitweiligen Stellung verharren, macht die Glocke mit allem Zubehör fünf bis sechs volle Umdrehungen. Der Führungsring ζ preist die Glocke gegen die Kreuzungsstelle, so dafs die beiden Greifer α jeder ein Seilende fassen, während die Schraube t die Kreuzimgsstelle fafst. Zu gleicher Zeit schneidet das Messer ß, indem es neben dem Meifsel r hinfährt, das Seil ab, während der Ausstreicher γ das andere Seilende in der klammerförmigen Spitze des Um-. schlingungsarms bis ans Ende vorschiebt und so auch dieses auslöst. Infolge der raschen Umdrehung der Glocke mit der Schraube werden die von den Greifern gefafsten Seilenden fest um das gekreuzte Seil gewickelt, während der entstandene Winkel durch die Schraube in die Glocke hineingezogen wird. Die Schraube hat eine solche Ganghöhe, dafs die Windungen des Seiles möglichst fest nebeneinander gelegt werden. Wenn die Glocke ihre Vorwärtsbewegung beendet hat, sind die 1 cm langen Seilenden vollständig aufgewickelt und der Knoten ist geschürzt.
Jetzt beginnen nun zunächst die Aufraffer und der Umschlingungsarm ihre rückläufige Bewegung; die Garbe dehnt sich nach Möglichkeit aus und das Seil spannt sich straff. Wenn nun die Schraube ihre rückläufige Bewegung beginnt, an welcher die Glocke infolge der Sperrradvorrichtung nicht theilnimmt, so gleitet die Glocke einfach von dem Winkel ab und die festgewickelten Seilenden werden durch das Seil fest aneinander geprefst und so die Festigkeit des Knotens durch die Seilspannung bedingt.
Ist die Schraube ganz zurückgegangen, so fallt die Garbe zur Erde.
Das zur Aufnahme der beschriebenen Mechanismen dienende Gestell S ruht auf den beiden Fahrrädern A und dem vorderen Leitrade P und ist mit dem Kutschersitz T versehen, von dem aus der Hebel zur Handhabung der Kuppelung bedient werden kann.
Es mag schliefslich noch bemerkt werden, dafs die Räder und Mechanismen durch Blechgehäuse gegen Beschädigung geschützt sind; jedoch sind der Deutlichkeit halber diese Gehäuse sämmtlich fortgelassen.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . An Garbenbindern die Anwendung der losen Rechen zum Zusammenraffen der Garben, welche Rechen ausgehoben werden, nach-
    dem das zu einer Garbe nöthige Getreide zusammengerafft ist.
    Die Construction der Aufraffer mit beweglichen Spitzen.
    Der zum Schürzen des Knotens benutzte. Mechanismus, wesentlich bestehend aus einer Glocke N und Schraube t.
    Die Combination de Umschlingungsarmen. Ein Garbenbinder, w ben, bei dem das Ge Boden aufgerafft un< Stroh oder ungeäroschenem Getreide gebunden wird.
    :jreide unmittelbar vom
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DE18798280D 1879-04-11 1879-04-11 Garbenbindmaschine Expired DE8280C (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
DE8280T 1879-04-11

Publications (1)

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DE8280C true DE8280C (de) 1879-12-08

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ID=34608199

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