DE6305C - Garbenbindemaschine - Google Patents
GarbenbindemaschineInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01D—HARVESTING; MOWING
- A01D39/00—Independent binders, e.g. for hay; Binders attachable to mowers
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Basic Packing Technique (AREA)
Description
1878.
Klasse 45.
MOSES A. KELLER in FREMONT (County Sandusky, Ohio).
Patentirt im Deutschen Reiche vom 7. Mai 1878 ab.
Die beiden beiliegenden Zeichnungen veranschaulichen die verschiedenen Verbesserungen,
wie folgt:
Fig. ι zeigt eine perspectivische Ansicht der Rechen und Bindemaschine,
Fig. 2 ist eine volle perspectivische Ansicht des rotirenden Sammlers mit der Knüpfvorrichtung,
Fig. 3 und 4 sind Details desselben,
Fig. 5 ist eine Ansicht von oben und
Fig. 6 eine Ansicht von vorn,
Fig. 7 ist ein verticaler Querschnitt nachj-^,
Fig. 5,
Fig. 8 ist ein anderer verticaler Querschnitt, Fig. 9 ist eine Hinteransicht,
Fig. 10 ist ein Grundrifs des Knüpfmechanismus, nachdem der Deckel des Hauptkastens abgehoben ist,
Fig. 10 ist ein Grundrifs des Knüpfmechanismus, nachdem der Deckel des Hauptkastens abgehoben ist,
Fig. 11 ist ein Längenschnitt desselben
Mechanismus nach der Linie x-x der Fig. 10, Fig. 12, 13 und 14 sind Details desselben,
Fig. 15 ist ein anderer Längenschnitt,
Fig. 16 und 17 sind Querschnitte desselben, Fig. 18, 19 und 20 sind Details desselben,
Fig. 21 ist ein Längenschnitt der Maschine nach der Linie z-z der Fig. 5,
Fig. 15 ist ein anderer Längenschnitt,
Fig. 16 und 17 sind Querschnitte desselben, Fig. 18, 19 und 20 sind Details desselben,
Fig. 21 ist ein Längenschnitt der Maschine nach der Linie z-z der Fig. 5,
Fig. 22 und 23 sind Grundrisse der rechten und linken Getriebe,
Fig. 24, 25 und 26 sind Details derselben.
Gleiche Buchstaben bezeichnen durchweg gleiche Theile.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum selbsttätigen Binden des
Getreides, mag letzteres mittelst Mähemaschinen oder Raffsensen geschnitten sein, und kann das
Binden zu irgend einer Zeit nach dem Schnitt geschehen, auch bewirkt sie das gleichzeitige
Aufheben der Aehren. Der Hauptpunkt der Erfindung ist das Unabhängigmachen des Binders
von der Mähmaschine, welches aus mehreren Gründen ein Vortheil ist. Erstens wird
dadurch die Mähemaschine einfacher, und zweitens kann dadurch das Binden zu beliebiger
Zeit nach dem Schnitte stattfinden.
Die Erfindung bezieht sich ferner auf eine Vorrichtung, welche selbstthätig das" Getreide
vom Boden aufhebt, Bündel formt und diese dann mittelst einer Schnur fest und sicher
bindet. Es ist nicht rathsam, sich des Drahtes zu bedienen, weil beim Dreschen derselbe in
Stücke zerbricht und im Stroh bleibt, weshalb es nicht zum Füttern gebraucht werden kann.
Auch blieben kleine Stücke des Drahtes im Getreide zurück, weil der Ventilator dieselben
mit der Spreu nicht fortblasen kann, wodurch die Mühlsteine beim Mahlen beschädigt werden.
Die Vorrichtung besteht ferner aus einem periodisch rotirenden Sammler mit zwei oder
mehr Rechen von Fafszähnen in Verbindung mit einer Vorrichtung, welche selbstthätig ein
Band um ein Getreidebündel windet und knüpft, wie weiter unten erklärt wird.
In beiliegenden Zeichnungen zeigt A den Hauptrahmen der Maschine, welcher durch die
Stützen d d1 d2 getragen wird. Diese Stützen
sind mit Lagern versehen, um die Axen der beiden Räder, nämlich des Triebrades O und
des Laufrades Q, aufzunehmen, durch welche letztere die ganze Maschine getragen wird, wie
dies in ähnlicher Weise bei den gewöhnlichen Pferderechen gebräuchlich ist, ρ ρ sind die
Stangen, mittelst deren das Pferd die Maschine lenkt. Wzeigt den Sitz für den Kutscher; derselbe
ist so placirt, dafs der Kutscher von ihm aus die ganze Operation der Maschine unter
Controle hat, und gleichzeitig auch das Pferd an den Fufsenden des geschnittenen Getreides
entlang lenkt. Der Kutscher kann mittelst seines Fufses oder durch den Hebel P die
Maschine nach Belieben in Thätigkeit setzen; sie kann jedoch auch so gestellt werden, dafs
sie automatisch arbeitet und während gleicher Zwischenräume das Getreide in Garben formt,
und mittelst einer Schnur fest und sicher bindet, welches so lange fortgesetzt wird, wie die Schnur
auf der Spule ist.
Das Triebrad O läuft lose auf der Axe P1
und ist mit einem Schaltwerk h 2 mit Falle und
Feder versehen, Fig. 21. Durch diese Vorrichtung wird die Maschine aufser Thätigkeit gesetzt,
sobald das Treibrad sich nach rückwärts bewegt, und ermöglicht dies ein gänzliches Auslösen,
im Falle die Maschine von einem Felde nach einem anderen transportirt werden soll.
Das Hauptzahnrad M ist auf der Triebaxe Ρλ
fest aufgekeilt und greift in die Räder M3
und in, Fig. 21, 22 und 23, welche auf ihren
bezw. Axen lose laufen und sich beständig bewegen, während die Maschine die Garben
formt. Diese Räder werden weiter unten beschrieben.
Die höhle, feste Axe D ist an den Stützen d und d~ befestigt; an dieser hohlen Axe ist der
periodisch rotirende Sammler B angebracht.
Die inneren Cylinderköpfe M2 und die Köpfe/ sind mit der Hülse D fest verbunden, desgleichen
die Scheibe P3. Der Sitz des Bindeschützens A2 ist fest verbunden mit der hohlen
Welle D zwischen den zwei Rädern M2, und dient als Lager für die Welle n3, die an den
Enden zwei Triebräder trägt, welche in die Räder M% eingreifen, wie in Fig. 7 und 21 dargestellt
ist. Wenn der Schalthebel NA nach vorn bewegt wird, wie in der Stellung Fig. 7
gezeigt, so wird der diesem Hebel zunächst liegende Theil des Cylinders B in Bewegung
gesetzt, und sofort wird sich auch durch Vermittelung von η3 der andere Theil des Cylinders
B bewegen.
Die Construction der Vorrichtung zum Treiben des periodisch rotirenden Sammlers ist wie
folgt:
Das Zahnrad M3 ist mit einem zweiten Zahnrade B?, Fig. 22, fest verbunden; letzteres läuft
lose auf der feststehenden Axe D, dagegen sitzt die Scheibe ΡΛ, Fig. 21 und 26, fest auf
dieser.
Dieselbe hat drei Ratschfallen, die sich auf der dem Rade B^ zugekehrten Seite befinden.
Diese Fallen bh haben Zapfen, welche ungefähr 7 mm durch die Scheibe P3 dringen und in
die Curvenführung ζ ζ, Fig. 25, des Stellhebels JV4
eingreifen; dieser Stellhebel sitzt fest gegen die Scheibe, um die erwähnten Zapfen aufnehmen
zu können.
Während nun die Maschine das Getreide fafst, jedoch noch nicht hebt oder bindet, sind
die Fallen vor dem Rad Bi ausgelöst und die vorstehenden Zapfen bh befinden sich in den
Stellungen Br Bi Bm, Fig. 25. Wird nun
durch eine Fufsbewegung des Kutschers der Hebel JVA in die Stellung Fig. 7 gebracht, so
wird die Falle, die Bm entspricht, in die Curvenführung
ζ ζ gedrückt, und greift somit in das Schaltrad am Rade M3 und wird im Eingriff
bleiben, bis es den Punkt Bi erreicht hat, in
welchem Momente der Cylinder B eine Drittelumdrehung beschrieben hat und dieselbe wieder
ausgelöst wird. Soll der Cylinder B die nächste Garbe heben, so wird die Falle Br genau denselben
Weg durchlaufen, wie vorher die Falle Bm. Nächst dieser kommt die Falle £■>' an die Reihe,
dann wiederholt sich derselbe Vorgang, während eine Garbe nach der anderen gebunden
und niedergelegt wird.
Mittelst der Fallen und der Curvenführung ζ ζ
wird der Stellhebel JV4 jedesmal wieder in seine
ursprüngliche Stellung zurückgeschoben, was sogar trotz der gröfsten Anstrengung des Kutschers
nicht verhindert werden kann. In diesem Zeitpunkt hat der Sammelcylinder eine Drittelumdrehung
vollendet, und wird in dieser Stellung durch die automatische Zuhaltung q3,
Fig. 21, 22 und 23, ein Rückwärtsgehen verhindert, indem dieselbe mit einem der Angüsse
Bi der Scheibe P3, Fig. 2 6, in Berührung
kommt.
Das Kurbelrad H, Fig. 8, sitzt fest auf seiner Welle, welche auch das Zahnrad m trägt. Der
Zapfen h des Rades H gleitet im Schlitz des Armes E, welcher durch einen Zapfen mit dem
Arm e verbunden ist; wie aus Fig. 5 ersichtlich, sitzt dieser Arm e fest auf der Welle k, aufserdem
ist auch der die Schnur tragende Arm auf derselben befestigt.
Mit Hülfe der gezahnten Segmente G, wovon eins auf einem festen Zapfen sitzt, der gleichzeitig
auch den Prefshebel A2 trägt, Fig. 7
und 8, werden die Prefshebel und der die Schnur tragende Arm einander genähert, wodurch
die Garbe fest zusammengedrückt wird.
Von dem Augenblicke an, in welchem der Arm E von der Rolle V abgleitet, was geschieht,
wenn der Zapfen h im todten Punkte steht, bis zu der Zeit, wo die Nase ν des Armes
E unter der Rolle V ankommt, bleibt der die Schnur tragende Arm in derselben Stellung,
und während dieser Bewegungspause wird der Knoten geknüpft.
Wenn dann die Nase ν an der Rolle V vorbeipassirt,
hat der Zapfen h das untere Ende des Schlitzes im Arme E erreicht, er dreht
dann den Arm vorwärts und versetzt, so den die Schnur tragenden Arm A1 und den Prefshebel
A2 in die Stellungen, die in Fig. 7 gezeigt sind, wobei die Schnur diametral mit
den.Sammelzähnen gespannt wird, während das Ende der Schnur durch den Bindemechanismus
festgehalten wird.
Beim Heben der nächsten Garbe wird die Schnur wieder herumgeholt, bis dafs die Garbe
auf den Armen k zur Ruhe kommt, sodann bewegt sich der Arm A ' herab und legt die
Schnur um die Garbe wie in. Fig. 15. In diesem Augenblicke tritt der Schiingenformer Ay,
Fig. 19, hervor und nimmt die nun doppelte Schnur in den periodisch rotirenden Haken A d
und klemmt sie da fest, wie Fig. 17 zeigt. Sobald der Schiingenformer die Schnur festhält,
läfst die hin- und hergehende Stange mit dem Messer A i die Schnur los, welche sie eben
noch festhielt, gleitet aber gleich wieder vorwärts und zerschneidet die Schnur, die jetzt
über die im unteren Ende des Armes A' beim Punkte B d befindliche Rolle geschlungen ist,
wie in Fig. 15 gezeigt, und befestigt das Ende nächst der Rolle. Während dies geschieht,
dreht der Haken A d beide Enden der Schnur unter dem Schiingenformer Ay herum, Fig. 19.
Sobald der Haken seine Umdrehung gemacht, dringt die Zange A b in die Gabelöffhung B a
des Schlingenformers Ay ein, öffnet sich beim Hervortreten auf der anderen Seite und fafst
die beiden Schnurenden, wie Fig. 19, wobei
die Arme A' und A - die Garbe loslassen;
gleichzeitig weichen der Schiingenformer Ay und die Zange A b zurück und werden somit
die beiden Schnurenden durch die Schlinge gezogen; während dessen hält jedoch die Zange
noch immer die Schnur fest, bis sie am Ende ihrer Bewegung ankommt; dabei hilft das Gewicht
der Garbe beim Anziehen des Knotens. Die Zange öffnet sich nun und die Garbe fällt
zu Boden.
Alle diese Bewegungen der Knüpfvorrichtung werden vollbracht, während das Scheibenrad H3,
Fig. 23, seine halbe Umdrehung macht; dasselbe sitzt auf dem entgegengesetzten Ende der
Welle fest, auf welchem das Kurbelrad H sich befindet.
. Das in Fig. 24 gezeichnete oscillirende Segment und die Curvenführung sitzen auf dem
Zapfen h", Fig. 23. Die innere Verzahnung dieses Segmentes P greift in das Rad C3, während
die halbrunde Führung /1$ die Rolle h
des Scheibenrades H3 aufnimmt. Die Rolle h
bewirkt keine Bewegung des Segmentes, während sie in der kreisförmigen Führung läuft,
sie bewirkt aber die Vor- und Rückwärtsschwingung des Segmentes, während sie sich
in der geraden Führung von h3 nach /1° bewegt.
Diese schwingende Bewegung findet so lange statt, als der die Schnur tragende Arm
sich in seiner tiefsten Stellung befindet.
Dadurch nun, dafs die Welle Bh durch das
unbewegliche Rohr D, Fig. 21, reicht und dadurch, dafs das Rad C3 in das gezahnte Segment
P und das Rad Ar, Fig. 11, in das
Rad A 0 und dieses wiederum in die Zahnstange Ap eingreift, wird die Bewegung auf
den Knüpf- und Bindeapparat übertragen.
In Fig. 13 zeigt Av eine Umstellvorrichtung,
mittelst welcher der Arm A b des Schiingenformers in eine hin- und hergehende Bewegung
versetzt wird, dadurch, dafs die Rolle Ae, Fig. 11, sich um die Zange Av, Fig. 13, bewegt,
während die Weichenplatte A q direct, die Zahnstange A& und das Rad A", wie vorher
schon beschrieben, bewegt werden. Eine ähnliche Bewegung beschreibt die Zühaltungsstange
A i, Fig. 11 und 15 bis 18, auf der auch
das Messer befestigt ist, dadurch, dafs die Rolle At, Fig. 18, die selbsttätige Weiche Au,
Fig. 12, durchläuft, die sich auf der oberen Seite der Platte A q befindet. Durch dieselbe
Platte wird auch die Zange Ab in eine vor- und rückkehrende Bewegung versetzt.
Die Zangenführung mit den Erhebungen Ag und Ah, Fig. 10, die bezw. das Oeffnen und
Schliefsen der Zange verursachen, ist an dem Hauptrahmen des Bindeapparat.es befestigt und
sowie dieser vor- und rückwärts gleitet, kommt der auf einem Zapfen befindliche Haken Af
mit den Erhöhungen A h und Ag in Berührung und bringt somit das Oeffnen und Schliefsen
der Zange hervor, wobei die Feder Az die
Zange öffnet, sobald der Haken Af vom Zapfen abgeschoben wird.
Das Rad Ak sitzt fest auf derselben Welle,
die das periodisch rotirende und ausgehöhlte mit einem Haken versehene Stück A d trägt,
es greift in das Zahnrad AI, welches in die Zahnstange Am eingreift; das Rad Al hat in
der Mitte der gezahnten Cylinderfläche zwei parallele Einschnitte, Fig. 10, 16 und 17. Diese
Einschnitte sind zum Aufnehmen der auf der Zahnstange sich befindenden Erhöhungen A n,
von welchen eine an jedem Ende der Stange ist, bestimmt. Diese Erhöhungen treten in die
Einschnitte, sobald der letzte Zahn am Ende der Stange A m das Rad verläfst. Auf diese
Weise wird das periodisch rotirende Stück A d am Ende einer Umdrehung festgehalten.
Fig. 18 zeigt eine Ansicht der Vorrichtung zum Festhalten und Durchschneiden der Schnur;
A i ist die sich hin- und herbewegende Stange mit dem darauf unbeweglich befestigten Messer
Bc, Bd der nachgebende Schnurhalter,
durch welchen vermieden wird, dafs die Schnur abgezwickt werde.
Nachdem in obigem der Mechanismus der Maschine erklärt worden, ist noch folgendes
über die Operation derselben zu sagen.
Nachdem das Getreide entweder mittelst Maschine oder Sense geschnitten, die Maschine
bespannt und der Kutscher auf dem Sitz W Platz genommen hat, lenkt er das Pferd an
dem Fufsende des Getreides entlang; wenn dieses zwischen die Räder zu liegen kommt, ist die
Maschine in der Stellung, das Getreide mit einer Reihe der Sammelzähne i, Fig. 1, aufzufassen.
Sobald nun genug Material gesammelt ist, drückt der Kutscher mit dem Fufse auf die
Stange P und schiebt sie vorwärts, wodurch der Cylinder B in Bewegung kommt und folglich
die Garbe gehoben wird. Nun kommt die nächste Reihe der Zähne i herunter und so
fort. Diese Bewegung wird hervorgebracht durch die feste Führung F, Fig. 2, mit der
Curve S.
In dieser Curve läuft die Rolle S 2 der viereckigen
Kurbelwellen S3, Fig. 3, auf welchen die Sammelzähne mittelst eigens construirter
Naben Si befestigt sind. Diese Wellen sind in den Cylinderköpfen Sf gelagert, wie in Fig. 2
angezeigt.
Die Curvenführung ,S1 ist so gestaltet, dafs
die Sammelzähne sich senken, sobald der Cylinder in Bewegung, und sich wieder erheben,
wenn sie genug Material für eine Garbe gesammelt haben, ohne dafs ihre Spitzen in den
Boden eindringen können.
Nachdem eine Garbe gesammelt ist, wird sie nicht sofort an die Bindevorrichtung überliefert,
sondern erst dann, wenn der Cylinder sich wieder bewegt und die nächste Reihe von
Zähnen sich mit einer Garbe zu heben beginnt. . .
Mittlerweile bleibt die erste Garbe in halb erhobener Lage, und erst, wenn die zweite
Garbe sich hebt, wird die erste in die über dem Cylinder B befindlichen Tragarme k k k
befördert. Während sich die Garbe in die Tragarme senkt, nimmt sie die bis dahin gespannte
Schnur so mit sich, dafs sie von dieser zum Theil umschlungen wird.
Gleichzeitig mit diesem hebt sich der Prefshebel^2
und der die Schnur tragende Arm A1 legt die Schnur vollends um die Garbe herum
und in den Bindeapparat. Es kommt dabei auf den Umfang der Garbe nicht an, da der
Prefshebel mit einer Feder η versehen ist, vermöge welcher Garben von verschiedenster
Gröfse mit gleicher Kraft zusammen geprefst werden, auch wird auf diese Weise eine Ueberanstrengung
der Maschine vermieden.
Der Knoten wird, wie vorher schon beschrieben, gebildet.
Nachdem die Schnur abgeschnitten und das neue Ende derselben im Bindeapparate gefafst
wurde, treten die Arme A1 und A2 wieder in ihre bezw. Stellungen zurück und heben einen
Riegel von der Welle K, wobei dann die Tragarme kkk durch das Gewicht der Garbe
zurückgedrängt werden und die Garbe zunächst hinter den oben im Sammeln begriffenen Zähnen
zu Boden fällt.
Wenn der Cylinder zum Heben einer Garbe in Bewegung gesetzt wird, wird die Verbindungsstange b in Fig. 7 zurückgeschoben, indem ihr
Winkelende mit der Rolle q der Scheibe P3 in Berührung kommt. Diese Stange ist mit
dem Hebel J'1 durch einen Zapfen verbunden, und wirkt vermittelst der Verbindungsglieder L L
auf die Tragarme k in solcher Weise, dafs diese sich wieder erheben und die Lage in
Fig. 7 einnehmen, in welcher Stellung sie durch den Riegel J3 , Fig. 1, der sich über die
Welle K schliefst, erhalten werden, bis der die Schnur tragende Arm A' den Riegel J3 wieder
von der Welle K hebt, wie oben beschrieben wurde.
Die elastischen Arme R sind im Vordertheile des Gestelles befestigt, hängen bis einen Fufs
über dem Boden herab und haben zum Zweck, das Abfallen des Getreides von den Sammelzähnen
bei der Aufwärtsbewegung zu verhüten.
Claims (29)
1. In einer Getreide-, Rechen- und Bindemaschine den periodisch rotirenden Sammler
zum Heben des Getreides.
2. In einer Rechen- und Bindemaschine den periodischen Sammler B B mit zwei oder
mehr Reihen von Zähnen.
3. In einer Rechen- und Bindemaschine die Zähne i des periodisch rotirenden Sammlers,
wie hierin beschrieben.
4. Die Combination des periodisch rotirenden Sammlers mit den Führungsköpfen F für
den beschriebenen Zweck.
5. Die Combination des periodisch rotirenden Sammlers mit der selbstthätigen Zuhal-
■ tung g3 oder dessen Aequivalent, für den
Zweck wie beschrieben.
6. Die Combination des periodisch rotirenden Sammlers mit dem Stellhebel N1, in gezeigter
Weise construirt.
7. In einer Rechen- und Bindemaschine den Stellhebel TV4 construirt, wie gezeigt und
für den beschriebenen Zweck.
8. Die Combination des periodisch rotirenden Sammlers mit dem Scheibenrad P3 oder
dessen Aequivalent, für den angegebenen Zweck.
9. Die Anordnung des Getriebes M und M3, wie beschrieben, in Verbindung mit dem
periodischen Sammler, für den Zweck wie beschrieben.
10. Den Knüpfmechanismus in Verbindung mit dem periodisch rotirenden Sammler.
11. Den stationären Bindemechanismus in
Combination mit dem periodisch rotirenden Sammler, für den beschriebenen
Zweck.
12. In einer Rechen- und Bindemaschine die
Befestigung des Bindemechanismus mit der Axe des rotirenden Sammlers.
13. In einer Rechen- und Bindemaschine die
hohle Welle 2?2 in Verbindung mit dem periodisch rotirenden Sammler, für den
Zweck wie beschrieben.
14. In einer Rechen- und Bindemaschine die elastischen Arme R oder deren Aequivalent,
für den beschriebenen Zweck.
15. In einer Rechen- und Bindemaschine die Tragarme k oder deren Aequivalent in
derselben Weise wirkend, für denselben Zweck.
16. Die Combination der Tragarme k mit
deren Hebevorrichtung, wie beschrieben.
17. In einer Rechen- und Bindemaschine die Combination des vibrirenden, schnurtragenden
Armes A l mit den Tragarmen k in der Weise wirkend, für den Zweck wie
gezeigt.
18. In einer selbstthätigen Getreidebindemaschine
das oscillirende Segment und die Curvenführung P, wie oben beschrieben.
19. In einer selbstthätigen Getreidebindemaschine die geschlitzte Verbindungsstange E,
wirkend wie beschrieben.
20. In einer Rechen- und Bindemaschine das Befestigen des Bindeapparates an der Axe
der Hebevorrichtung und eine zweite Welle Bh, wie beschrieben.
21. In einem selbstthätigen Knüpfmechanismus
zum Getreidebinden die Combination des Schlingenformers A c mit dem periodisch
rotirenden Stück A d zum Hereinholen der Schnur.
22. Die vor- und rückwärts bewegliche Zange A b, wirkend auf die beschriebene
Weise.
23. In einer selbstthätigen Knüpfvorrichtung die Combination der vor- und rückwärts
beweglichen Zange A b mit der Winkel-
führung A k und der Rolle A c zur Bewegung der Zange, in der Weise wie beschrieben.
24. Die Einrichtung der Zange, um auf die Weise wie beschrieben zu wirken.
25. Die selbsttätigen Weichen Au und Av,
in beschriebener Anordnung.
26. Die hin- und herbewegliche Vorrichtung zum Abschneiden der Schnur, wie beschrieben.
7. Dem nachgebenden Schnurhalter B d, wie
beschrieben wirkend.
28. Die Zahnstange Am mit der Einrichtung zum Bewegen des Zahnrades A1, wie beschrieben.
29. In einer Rechen- und Bindemaschine den Schlitz A w der Bindevorrichtung zum
Aufnehmen des Endes des schnurtragenden Armes, wie oben beschrieben.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE6305T | 1878-05-07 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE6305C true DE6305C (de) | 1879-07-29 |
Family
ID=34608191
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE18786305D Expired DE6305C (de) | 1878-05-07 | 1878-05-07 | Garbenbindemaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE6305C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE968629C (de) * | 1948-10-02 | 1958-03-13 | Claas Maschf Geb | Sammelpresse |
| DE1185050B (de) * | 1964-02-21 | 1965-01-07 | Reprotechnik Leipzig Veb | Rasterhalterung fuer Reproduktionskameras |
-
1878
- 1878-05-07 DE DE18786305D patent/DE6305C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE968629C (de) * | 1948-10-02 | 1958-03-13 | Claas Maschf Geb | Sammelpresse |
| DE1185050B (de) * | 1964-02-21 | 1965-01-07 | Reprotechnik Leipzig Veb | Rasterhalterung fuer Reproduktionskameras |
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