DE82802C - - Google Patents

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DE82802C
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10BORGANS, HARMONIUMS OR SIMILAR WIND MUSICAL INSTRUMENTS WITH ASSOCIATED BLOWING APPARATUS
    • G10B1/00General design of organs, harmoniums or similar wind musical instruments with associated blowing apparatus
    • G10B1/08General design of organs, harmoniums or similar wind musical instruments with associated blowing apparatus of harmoniums, i.e. reed organs

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  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Durch die vorliegende Erfindung wird eine directe Verbindung der Klaviaturtasten eines Harmoniums mit saugenden Stimmen, mit den Ventilklappen des Stimmenkastens der blasenden Stimmen desselben Instrumentes bezweckt, und zwar so, dafs beide Arten Stimmen zusammen oder auch jede für sich allein mit ein und derselben Klaviatur und zwei Tritten zur Windzuführung gespielt werden können.
Dieses Problem ist nur durch entsprechend angeordnete Ausschaltung der betreffenden Spiele mit saugenden oder blasenden Stimmen zu lösen, und zwar zur Ausschaltung der saugenden Stimmen in der Weise, dafs der Stimmenkasten durch ein verschiebbares Ventil mittelst Knieregister geöffnet und geschlossen werden kann. Die Ausschaltung der Schöpfbälge für die blasenden Stimmen kann durch ein Handregister mit Schieberzug im Windkanal oder auch durch Fufsregister, mit welchen die Bälge festgestellt werden, erfolgen.
In den Zeichnungen zeigt:
Fig. ι einen Querschnitt durch das Werk eines solchen Harmoniums;
Fig. 2 die Vorderansicht der Anwendung des Fufsregisters;
Fig. 3 drei Ansichten des Oeffnungsschiebers an dem Ventilkasten der saugenden Stimmen;
Fig. 4 den Entlüftungsschieber des Windkanals für die blasenden Stimmen;
Fig. 5 den Fänger für das Knieregister.
Anwendung und Wirkungsweise dieser Vorrichtungen gestalten sich wie folgt:
Die Klaviaturtaste R liegt unmittelbar über dem Stimmenkasten E der saugenden Stimmen A, auf deren Ventil der Stöfser S wirkt. Das hintere Ende O der Taste R ist so ausgeklinkt, dafs das Ende des Ventilhebels P der blasenden Stimmen, die unmittelbar hinter der Klaviatur liegen, beim Niederdrücken der Taste R das Ventil P hebt, also die blasenden Stimmen öffnet.
Will man nun z. B. nur mit saugenden Stimmen spielen, so mufs das blasende Register abgestellt werden. Dies geschieht einerseits dadurch, dafs man mittelst Handregisters N den Schieber Q. im Windkanal u öffnet, wodurch die aus dem Balg H kommende blasende Luft frei nach oben entweicht, ohne in die Windlade C einzutreten. Andererseits kann man aber auch einfach den blasenden Balg H selbst durch ein Fufsregister K abstellen. Der Fufstritthebel K drückt auf der etwas verlängerten Leiste am beweglichen Balgdeckel. Will man nun den Balg/? in Ruhe stellen, so schiebt man den Hebel K aus dem Schlitz r nach der Seite in den langen Schlitz χ abwärts und drückt ihn unten wieder seitlich in den Schlitz s, so dafs der Balg H durch den Hebel K festgehalten wird, weil er nicht fest mit dem Trittbrett J verbunden ist, sondern durch eine Klemme am Tritt J beim Niedertreten zusammengedrückt wird, während das Oeffnen des Balges durch eine entsprechende Feder selbstthätig erfolgt. Der Rückgang des niedergedrückten Fufsregisters K wird durch eine Feder J-- bewirkt, sobald man mit dem Fufs den Hebel K wieder in den Schlitz χ drückt, um die blasenden Stimmen wieder einzuschalten.
Wenn es sich darum handelt, das Spiel mit den saugenden Stimmen auszuschalten, um nur mit blasenden Stimmen zu spielen, so drückt man mit dem Knie den Registerhebel m auf die Seile, dieser drückt gegen den Stift c am Schieber a, der zwischen den Leisten b geführt ist, und spannt so die Feder f. Sobald die Löcher 2 im Stimmenkasten E durch die Löcher 1 im Schieber α geöffnet sind, legt sich der Fänger F (Fig. 5) gegen den Kniehebel m und hält diesen fest, so dafs beim Treten der Bälge der Ventilkasten E nicht luftleer wird, daher nicht saugend zu wirken im Stande ist, somit die Stimmen A nicht ertönen können.
Nach Auslösung des Fängers F schliefst die Feder / selbsttätig den Ventilkasten wieder, wodurch die saugenden Stimmen eingeschaltet werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch: .
    Harmonium nach dem Saug- und Druckwind-System, dadurch gekennzeichnet, dafs die Ausschaltung der Saugwindstimmen mittelst eines an der Saugwindlade angeordneten, durch ein Knieregister zu bethätigenden Oeffnungsschiebers erfolgt, und die Ausschaltung der Druckwindstimmen entweder durch Oeffnen eines auf dem Druckwindkanal angeordneten Auslafsventils, oder durch Niederdrücken des Schöpfbalges für die Druckwindstimmen mittelst eines feststellbaren Pedalhebels bewirkt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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