DE825540C - Verfahren zum Aufschliessen von Stoffen in Gegenwart von Alkali- oder Erdalkalisalzen auf Verblaseapparaturen - Google Patents

Verfahren zum Aufschliessen von Stoffen in Gegenwart von Alkali- oder Erdalkalisalzen auf Verblaseapparaturen

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DE825540C
DE825540C DEM298A DEM0000298A DE825540C DE 825540 C DE825540 C DE 825540C DE M298 A DEM298 A DE M298A DE M0000298 A DEM0000298 A DE M0000298A DE 825540 C DE825540 C DE 825540C
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DE
Germany
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alkali
alkaline earth
earth salts
blowing apparatus
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DEM298A
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Dr Kurt Meyer
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GEA Group AG
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Metallgesellschaft AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05BPHOSPHATIC FERTILISERS
    • C05B13/00Fertilisers produced by pyrogenic processes from phosphatic materials
    • C05B13/02Fertilisers produced by pyrogenic processes from phosphatic materials from rock phosphates
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J2/00Processes or devices for granulating materials, e.g. fertilisers in general; Rendering particulate materials free flowing in general, e.g. making them hydrophobic
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B33/00Silicon; Compounds thereof
    • C01B33/20Silicates
    • C01B33/32Alkali metal silicates
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01FCOMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
    • C01F7/00Compounds of aluminium
    • C01F7/02Aluminium oxide; Aluminium hydroxide; Aluminates
    • C01F7/04Preparation of alkali metal aluminates; Aluminium oxide or hydroxide therefrom
    • C01F7/08Preparation of alkali metal aluminates; Aluminium oxide or hydroxide therefrom by treating aluminous minerals with sodium carbonate, e.g. sinter processes

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Description

  • Verfahren zum Aufschließen von Stoffen in Gegenwart von Alkali-oder Erdalkalisalzen auf Verblaseapparaturen Es ist oft versucht worden, das Verfahren der Verblase-, insbesondere Saugzugsinterung, welches in der Hauptsache für die Stückigmachung feinkörniger Eisenerze oder für die Sinterröstung von Buntmetallsultiden sowie auch für die Herstellung von hvdraulischeu Bindemitteln angewendet wird, auch für den Aufschluß von Tonerdeverbindungen, beispielsweise Bauxiten, oder von Phosphaten o. dgl. unter Zumischung von Alkalisalzen als Aufschlußmittel einzusetzen. Allen diesen Versuchen blieb der vollständige Erfolg versagt, weil es nicht gelang, den Brennstoff, selbst #wenn er durch eine geeignete Zündflamme innerhalb der Beschickung entzündet war, am Brennen zu erhalten.
  • Es wurde nun gefunden, daß diese ohnehin schwierigen Sinterverfahren durch das frühzeitige Auftreten niedrigschmelzender Stoffe, insbesondere durch dieEimvirkungderAlkalisatze, wie Na2COg, Nag S 04, K2 S p4 und anderer, sowie auch von Erdalkalisalzen, wie Bittersalz oder Chlorcalcium, gestört werden, weil diese Stoffe die Verbrennung des Kokses praktisch unmöglich machen. Diese,und andere löslichen Salze üben auf den Koks eine feuerhemmende Wirkung aus. Es wurde nun weiter gefunden, daß sich diese störenden Einwirkungen durch geeignete Zusätze und Maßnahmen zurückdrängen lassen. Als besonders wirksam hat sich erwiesen, die zur Sinterung verwendeten Brennstoffe, z. B. Koks, anzufeuchten und, dann mit gebranntem Kalk zu mischen, der hierbei in Kalkhydrat übergeht und durch die Volumenvergrößerung die Poren des Kokses o. dgl,, weitgehendgegen das Eindringen gelöster Salze und leichtschmelzender Stoffe schließt. Das Kalkhydrat verhindert also das Eindringen dieser Schmelzen undLösungen in das Kokskorn beim Anfeuchten und Krümeln der Beschickung des Sinterrostes und während des Sinterns und reagiert seinerseits je nachdem mit den störenden Stoffen, z. B. löslichen Carbonaten oder Sulfaten. Es ist auch möglich, an Stelle von gebranntem oder gelöschtem Kalk andere Oxyde zu verwenden, wie beispielsweise gebrannten Dolomit oder Tonerde oder feingemahlenen Ton o. dgl.
  • Beispiel i io kg gemahlenes Pebblephosphat werden mit 6 kg Soda und. i,,5 kg Koks gemischt, gekrümelt und auf dem Verblaserost zur Sinterung gebracht. Das Brennprodukt enthält außer viel unverbranntem Koks einen erheblichen Anteil ungesinterter Mischung. Die indengesintertenTeilenfestgestellte Zitronensäurelöslichkeit des P.05 liegt bei 6o%. 1lischt man dagegen den zweckmäßigerweise vorher angefeuchteten Koks mit i kg gebranntem Kalk und krümelt dieses Gemisch mit dem Phosphat und der Soda, so geht die Verblasesinterung ohne Störung vor sich. Der Anteil von zitronensäurelöslichen P. 0. steigt auf 97 bis 98%. Ungesinterte Partien waren kaum vorhanden.
  • Diese lassen sich in bekannter Weise als Rückgut verwenden und aufarbeiten.
  • Beispiel e .
  • Ein Gemisch von iooTeilen Bauxit mit 62Teilen calcinierter Soda sowie 1.4 Teilen Koks wurde gekrümelt und auf dem Verblaserost gesintert. Außer einem erheblichen Anfall von nicht gesinterten Teilen des Einsatzes wurden von der im Bauxit enthaltenen Tonerde nur 81.5 °%o in lösliche Form übergeführt. Mischte man dagegen bei dem gleichen Ansatz zu dem Koks noch io Teile Kalkhydrat und krümelte .dann, so entstand zunächst ein gleichmäßig durchgesintertes Produkt, und außerdem stieg die Löslichkeit auf 93,70/().

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Aufschließen von z. B. toiierdehaltigen Substanzen. Phosphaten oder kieselsäurehaltigen Stoffen in Gegemvart von Alkali- oder Erdalkalisalzen auf Verblaseapparaturen, beispielsweise zur Herstellung von Natron- oder Kali\#,-asserglas, dadurch gekennzeichnet, daß dem gegebenenfalls atig:-feuchteten Brennstoff vor seiner Vermischung mit dem Aufschlußmittel bzw. dem aufzuschließenden Stoff oder deren Gemisch Stoffe zugesetzt werden. die die verbrennungshemmende Wirkung des Aufschlußmittels beseitigen, z, B. gebrannter oder gelöschter Kalk, gebrannter Dolomit, Tonerde oder feinkörniger Ton.
DEM298A 1949-11-01 1949-11-01 Verfahren zum Aufschliessen von Stoffen in Gegenwart von Alkali- oder Erdalkalisalzen auf Verblaseapparaturen Expired DE825540C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE952695C (de) * 1953-03-18 1956-11-22 Rheinische Kalksteinwerke Verfahren zum Brennen oder Sintern von Kalkstein oder anderen Karbonaten mittels Koks in Schacht- oder Sinterbandoefen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE952695C (de) * 1953-03-18 1956-11-22 Rheinische Kalksteinwerke Verfahren zum Brennen oder Sintern von Kalkstein oder anderen Karbonaten mittels Koks in Schacht- oder Sinterbandoefen

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