DE82245C - - Google Patents
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- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23K—FODDER
- A23K10/00—Animal feeding-stuffs
- A23K10/30—Animal feeding-stuffs from material of plant origin, e.g. roots, seeds or hay; from material of fungal origin, e.g. mushrooms
- A23K10/37—Animal feeding-stuffs from material of plant origin, e.g. roots, seeds or hay; from material of fungal origin, e.g. mushrooms from waste material
-
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Description
KAISERLICHES
PATENTAM
Die nachstehend erläuterte Erfindung betrifft ein Verfahren, mittelst welchem es möglich ist,
die gekalkten Schnitzel in einen solchen Zustand überzuführen, dafs sie haltbarer werden
und auch als Viehfutter verwendbar sind.
Bekanntlich setzt bei Rübenschnitzeln die unverletzte Zellenmembran dem Austritt der
ZellenflUssigkeit einen ganz bedeutenden Widerstand entgegen, weshalb man genöthigt ist,
wenn durch Druck eine hohe Entwässerung bezw. ein grofser Trockensubstanzgehalt der
abgeprefsten Schnitzel erzielt werden soll, zur Ueberwindung dieses Widerstandes entweder
die Zellenmembran durch Zerreifsung möglichst zu zerstören oder dieselbe durch ätzende
Alkalien, z. B. Aetzkalk, aufzuschliefsen.
Beide Verfahren haben ihre grofsen Nachtheile, da durch Zerreifsung der Zellenmembran
eine derartige Zerkleinerung der Rübenschnitzel eintritt, dafs ein schlüpfriger Brei entsteht und
die Anwendung von Prefstüchern bei der Auspressung geboten erscheint.
Es würden demnach die bisherigen Entwässerungsapparate bezw. Pressen nicht mehr
verwendbar sein.
Bei der Behandlung der Rübenschnitzel mit Aetzkalk tritt eine Zerstörung der Zellenmembran
nicht in dem oben erwähnten Mafsstabe auf, indessen besteht hier der Uebelstand,
dafs die Schnitzel mit dem Kalk gemischt bleiben und bei längerem Aufbewahren der
abgeprefsten Schnitzel der Kalk auf die amidartigen Körper derselben derartig einwirkt,
dafs diese Substanzen in Amidosäuren und Ammoniak gespalten werden.
Durch das bei diesem Verfahren frei werdende Ammoniak wird den Schnitzeln ein so penetranter
Geruch mitgetheilt, dafs sie vom Vieh nicht mehr angenommen und gefressen werden.
Die Vermeidung dieses Uebelstandes ist der Zweck der vorliegenden Erfindung und gab
die Veranlassung, die auszupressenden Schnitzel dem folgenden Verfahren zu unterwerfen:
Die entzuckerten Rübenschnitzel werden, wie bisher, einer Behandlung mit ätzendem Alkali,
z. B. Aetzkalk, durch gegenseitige Mischung unterworfen.
Es mag hierbei erwähnt werden, dafs die Erzielung hohen Trockensubstanzgehaltes in
den abgeprefsten Schnitzeln im geraden Verhältnifs zu der Concentration der zur Verwendung
gekommenen Kalkmilch steht.
Nachdem durch den Kalk die Zellenmembran in gewünschter Weise aufgeschlossen ist, werden
die Rübenschnitzel einem Waschprocefs unterworfen, durch welchen der von den Schnitzeln aufgenommene Kalk wieder entfernt
wird, nachdem er seine Einwirkung auf die organische Substanz ausgeführt hat, und bevor
die Schnitzel einem Prefsverfahren zur möglichsten Entfernung des Wassers unterworfen
werden.
Die auf diese Weise behandelten Schnitzel werden alsdann dem Prefsapparat zur möglichst
vollkommenen Abpressung zugeführt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Verfahren zur Entwässerung von Rübenschnitzeln oder anderer Futtermittel, dadurch gekennzeichnet, dafs sie nach der Kalkung einem Auswaschverfahren zur Entziehung des aufgenommenen Kalkes vor der Abpressung unterworfen werden.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE82245C true DE82245C (de) |
Family
ID=354662
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT82245D Active DE82245C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE82245C (de) |
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0
- DE DENDAT82245D patent/DE82245C/de active Active
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