DE80960C - - Google Patents

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DE80960C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23QDETAILS, COMPONENTS, OR ACCESSORIES FOR MACHINE TOOLS, e.g. ARRANGEMENTS FOR COPYING OR CONTROLLING; MACHINE TOOLS IN GENERAL CHARACTERISED BY THE CONSTRUCTION OF PARTICULAR DETAILS OR COMPONENTS; COMBINATIONS OR ASSOCIATIONS OF METAL-WORKING MACHINES, NOT DIRECTED TO A PARTICULAR RESULT
    • B23Q7/00Arrangements for handling work specially combined with or arranged in, or specially adapted for use in connection with, machine tools, e.g. for conveying, loading, positioning, discharging, sorting
    • B23Q7/12Sorting arrangements

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Sorting Of Articles (AREA)
  • A Measuring Device Byusing Mechanical Method (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Aufgabe der selbstth^itigen Revisions- und Sortirmaschinen besteht darin, gleichartige Gegenstände nach ihrer verschiedenen Gröfse in Gruppen zu sondern. Bei derartigen Maschinen mufs die Mefsvorrichtung mit einem Vertheilungsorgan verbunden sein, das die gemessenen Gegenstände je-nach ihrer Gröfse der einen oder der anderen Gruppe zuführt; zu diesem Zweck wird die Bewegung des Mefsstempels, des Lehrenschiebers u. s. w. auf das Vertheilungsorgan übertragen. Da aber bei der Gruppirung nach sehr feinen Mafsunterschieden das Mefsorgan nur geringe Verstellungen erfährt, so mufs durch Hebel oder dergl. eine Bewegungsvergröfserung für die Bethätigung des Vertheilungsorgans angeordnet werden.
Bei den bisherigen Mefsmaschinen dieser Art macht das verstellbare Mefsorgan (Stempel, Schieber) stets eine einfache Bewegung, indem es gegen den zu messenden Gegenstand bewegt wird. Eine viel empfindlichere Messung, eine leichtere Anpassungsfähigkeit der Construction an die verschiedenen Aufgaben, insbesondere auch eine einfache und zuverlässige Uebertragung der Bewegung auf dasVertheilungsorgan ermöglicht die auf 'der Zeichnung dargestellte Sortirmaschine für Patronen, Hülsen und dergl. Hier geht das Mefswerkzeug nicht einfach vorwärts, sondern es macht gleichzeitig eine rotirende und eine fortschreitende Bewegung; seine einzelnen Punkte bewegen sich z. B. auf einer Schraubenlinie oder auf einer anders, je nach Art der Vertheilung gewundenen Bahn. Das verstellbare Mefswerkzeug wird also nicht un-■mittelbar gegen das zu messende Stück vorgeschoben, sondern gedreht, z. B. durch ein Gewicht, durch eine Feder u. s. w., und dabei gezwungen, infolge der Curvenführung gleichzeitig vorwärts zu schreiten.
Neben den bereits erwähnten Vortheilen kommt noch in Betracht, dafs lediglich durch die Wahl der Abmessungen und der Gestaltung der Führung eine beliebige Vergröfserung der Bewegung derVertheilungsvorrichtung erzielt werden kann; um eine neue Art der Vertheilung, eine Vermehrung oder Verminderung der Gruppen herbeizuführen, bedarf es nur der Auswechselung oder Abänderung einzelner weniger Theile, nicht aber einer Veränderung der Hebelübersetzungen.
Bei der dargestellten Revisions- und Sortirmaschine wird die Patronenhülse P mit der Hand odes mittelst einer selbsttätigen Fördervorrichtung an die in Fig. 2 angegebene Stelle gebracht und dort zwischen einer Gegenlage m und dem Mefsstempel M gehalten. . Letzterer ist mit Schraubengewinde in einer Mutterhülse N geführt. Durch eine Feder F, die auf einen an dem Stempel M befestigten Arm M1 beständig einen Zug ausübt, wird der Stempel so gedreht, dafs sein vorderes Ende gegen die Patrone sich bewegt. Die Länge der letzteren ist also für die Drehung des Stempels M bezw. für den Ausschlag des Armes M1 in der in Fig. ι angegebenen Pfeilrichtung mafsgebend. Durch die Drehung des Mefsstempels M wird auch die Verstellung des Vertheilungsorgans V bewirkt, und zwar durch Vermittelung des Armes M2, der eine Verlängerung des Armes M1 bildet, der aber auch für sich am Stempel M befestigt sein kann.
Die Maschine ist für selbsttätigen Betrieb
eingerichtet. Die Vorwärts- und Rückwärtsdrehung des Stempels wird durch die auf der Welle O angeordnete Daumenscheibe U geregelt, indem diese bei der Drehung der Welle O abwechselnd den auf dem Mefsstempel M befestigten Arm M8 mit der Rolle R hochhält oder freigiebt. Im ersteren Falle wird der Stempel entgegengesetzt wie durch die Feder F gedreht, so dafs die Patrone frei wird und über die Rinne W dem Vertheiler V zurollt. In dem Augenblicke, wo die nächste Patrone eingespannt werden soll, giebt die Scheibe U dann 'den Arm M3 wieder frei, so dafs die Feder F wieder zur Wirkung kommt und den Stempel M nach vorn dreht.
Der Vertheiler V sitzt auf der Welle B, die durch die Wirkung der Feder G in der durch den Pfeil in Fig. 2 angegebenen Richtung gedreht wird. Ferner trägt die Welle W den Arm H, der durch den Stift A des Armes M'2 je nach der Gröfse der zu sortirenden Patronen mehr oder weniger niedergedrückt wird, und noch das Sperrrad 5, in das eine am Gestell drehbar befestigte Klinke K eingreift. Wird also der Hebel H während der Messung entsprechend der Länge der Patronenhülse P mitgenommen, so drehen sich auch die Platte V und das Sperrrad entsprechend. Giebt dann der Stift j4 den Arm H wieder frei, so folgt die Achse B wieder der Wirkung der Feder, aber nur bis der nächste Zahn des Sperrrades gegen die Klinke K stöfst. Es sind bei dieser Anordnung eben so vielZähne wie Vertheilungsgruppen vorhanden, bei dem dargestellten Beispiel drei. Nach der jedesmaligen Feststellung des Vertheilers V und nachdem die Patronenhülse in die betreffende Abtheilung gefallen ist, mufs der Vertheiler in die Anfangslage zurückgehen. Dies kann gleichfalls durch die Scheibe U veranlafst werden; sie trägt zu diesem Zweck seitlich einen Zapfen U\ der die Klinke K in der Zeit, während welcher die Einspannung der nächsten Hülse stattfindet, einen Augenblick ausrückt. Die Anfangslage des Vertheilers ist diejenige, die der Ableitung der kürzesten Hülsen entspricht. Zweckmäfsig kann der Zahn, der die Sperrung in der Anfangslage veranlafst, etwas gröfser sein wie die übrigen, so dafs er sicher von der Klinke K, auch in der Ausrücklage, aufgefangen werden kann.
Die beschriebene Maschine läfst sich selbstverständlich in ihren Einzelheiten verschiedenartig ausführen. Der Antrieb der Welle O kann beliebig sein. Die unrunde Scheibe U liefse sich an anderer Stelle anbringen, der Anschlagstift υλ könnte dann an einem besonderen Arm sitzen, statt der Feder F könnte auf dem Stempel M eine Spiralfeder angebracht sein u. s. w.
Für den Mefsstempel M kann man an Stelle der Schraubenführung auch eine andere Curvenführung wählen, sofern man dadurch besondere Zwecke verfolgen will; man könnte auf solche Weise bei dem Vorwärtsgange des Stempels für gleiche Wegstrecken desselben verschieden grofse Ausschläge erzielen, was z. B. wichtig sein kann, wenn es sich darum handelt, in bestimmten Mafsgrenzen die Zahl der Gruppen gröfser oder kleiner wie bei Ueber- und Unterschreitung dieser Mafsgrenzen zu machen. Man würde in solchen Fällen auf dem Stempel M eine Nuth anordnen, in die ein unbeweglicher Stift greift, oder eine andere entsprechende Führung wählen, die eine Drehbewegung und eine Vorwärtsbewegung des Stempels zugleich ermöglicht.
Es ist auch ohne Weiteres erkennbar, dafs man dieselbe Maschine für verschiedene Sortirungen benutzen kann, wenn man den Mefsstempel mit seiner Führung und nöthigenfalls auch das Sperrrad 5 auswechselbar macht. Will man vermeiden, dafs der Mefsstempel sich an den zu messenden Körpern bei seiner Drehung reibt, so kann man das vordere Ende desselben als ein besonderes Druckstück ausführen, das nicht an der Drehung der Mefsstempelstange theilnimmt.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Selbstthätige Revisions- und Sortirmaschine, gekennzeichnet durch die Anordnung einer achsial bewegten und gleichzeitig mittelst einer Schrauben- oder Curvenführung (N) gedrehten Mefswerkzeugstange (MJ, die in ununterbrochenem' Betriebe abwechselnd durch einen Hebel zurückbewegt und durch eine Feder (FJ gegen die zu messende Hülse gedrückt wird, wobei die Gröfse des Drehungsausschlages für die Verstellung des Vertheilungsorgans mafsgebend ist.
  2. 2. Eine Maschine, nach Anspruch 1., dadurch gekennzeichnet, dafs die das Vertheilungsorgan (VJ tragende Welle, auf die mittelst Hebel (M2J oder dergl. die Drehbewegung der Mefsstempelstange übertragen wird, entsprechend den verschiedenen Stellungen des Vertheilers mittelst eines Sperrwerkes (S KJ festgestellt wird, welches nach Abführung des gemessenen Körpers an die betreffende Gruppe durch einen Anschlag (U1J ausgerückt wird, um dadurch die Rückbewegung des Vertheilungsorgans in die Anfangslage zu ermöglichen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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