DE808707C - Faerbereihilfs- und Faserschutzmittel - Google Patents
Faerbereihilfs- und FaserschutzmittelInfo
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- Coloring (AREA)
Description
- Färbereihilfs- und Faserschutzmittel Es wurde gefunden, daß sich die bei der Destillation des durch Hydrierung von Butandiol hergestellten r, 4-Butandiols zurückbleibenden Rückstände sehr gut als Färbereihilfsmittel verwenden lassen. Beispielsweise werden beim Färben mit Küpenfarbstoffen in schwierigen Fällen gut egale Färbungen erhalten. Besonders beim Färben von stark quellenden Cellulosefasern, wie Kunstseide und Zellwolle, begünstigen sie in hohem Maße die Durchfärbung von Wickelkörpern, wie Kettbäurnen, Kreuzspulen und Kopsen, so daß auf die hierbei sonst notwendigen besonders verwickelten Färbeverfahren verzichtet werden kann.
- Die gute Härtebeständigkeit der neuen Mittel gestattet ferner, auch kalkempfindliche Farbstoffe verschiedener Klassen ohne Schwierigkeiten zu färben.
- In der Naphtholfärberei erhöht ein Zusatz der genannten Rückstände besonders bei schwer löslichen und kalkempfindlichen Naphtfiolen die Beständigkeit der Naphtholatlösungen, was für den Weitergebrauch der Bäder und die Reibechtheit der nach der Kupplung erhaltenen Färbungen von großer Wichtigkeit ist.
- Das beim Färben mit Schwefelfarbstoffen in satten Tönen, besonders bei Dunkelblau und Schwarz, bei gewissen Farbstoffen auftretende lästige Bronzieren der Färbung läßt sich durch Mitverwendung der erwähnten Rückstände völlig verhindern.
- Man kann aus den genannten Destillationsrückständen auch durch Fällung mit sauren Mitteln die sauren Anteile abtrennen `und diese in neutralisiertem Zustand mit besonderem Vorteil für die oben geschilderten Zwecke verwenden. Der nach der Abtrennung der sauren Anteile zurückbleibende säurebeständige, wasserlösliche Anteil eignet sich ferner auch vorzüglich als Faserschutzmittel, z. B. beim Färben von Wolle mit Chromierfarbstoffen sowie bei der Behandlung von Wolle, Tierhaaren und ähnlichen Werkstoffen in stark saurem oder stark alkalischem Bad. In ähnlicher Weise lassen sich auch die Rückstände der Destillation von 1, 3-Butandiol verwenden.
- Beispiel i Baumwollstückware wird auf dem Jigger mit i % Indanthrenblaugrün FFB Pulver fein für Färbung. (Schultz, Farbstofftabellen, 7. Aufl., 1I. Bd., S. 127 und 7. Aufl., i. Erg.-Bd., S. io4) bei 6o' unter Zusatz von 5 g je Liter des Rückstandes der 1, 4-Butandioldestillation gefärbt. Die Ware ist sehr egal und gut durchgefärbt. Beispiel e Zellwollgarn in Form von Kreuzspulen wird auf dem Färbeapparat unter den beim Färben von Baumwollgarn üblichen Bedingungen mit o,2 0/0 Indanthrenblau BC 5 (Schultz, Farbstofftabellen, 7. Aufl., Nr. 1237) unter Zusatz von 5 g je Liter des aus dem Destillationsrückstand von i, 4-Butandiol durch saure Fällung erhaltenen sauren Anteiles in Form seines Natriumsalzes gefärbt. Während ohne den Zusatz der Farbstoff ungleichmäßig auf der Oberfläche der Kreuzspule niedergeschlagen wird, erreicht man mit diesem Zusatz eine gleichmäßige Durchfärbung.
- Beispiel 3 Ein Bad, das im Liter Wasser von io bis 15' D. H. 2 g Naphthol AS-SW (Schultz, Farbstofftabellen, 7. Aufi., II. Bd., S. 349, Erg.-Bd. II, S. 33S), 1o ccm 32,5%ige Natronlauge und 5 g des Destillationsrückstandes von 1, 4-Butandiol enthält, zeigt nur schwache Opaleszenz und scheidet auch nach mehrtägigem Stehen kein Naphthol aus, wodurch ein Arbeiten auf laufendem Bad gewährleistet ist.
- Beispiel 4 Auf Baumwollgarn wird eine Färbung von io% Iininedialindon R konz. (Schultz, Farbstofftabellen, 7. Aufl., Nr. i ioo) unter Zusatz von 2,5 g des Destillatlionsrückstandes von 1, 4-Butandiol je Liter hergestellt. Es wird eine einwandfrei egale Färbung erzielt, die trotz ihrer Farbtiefe keinerlei bronzierende Stellen zeigt. Beispiel Auf Kammgarnstrang wird eine Färbung von 4 % Chromotrop 2 B (Schultz, Farbstofftabellen, 7. Aufl., Nr. 67) unter Mitverwendung von 3 0/0 des nach der Abtrennung des mit Säure fällbaren Anteiles zurückbleibenden säurebeständigen Anteiles des i, 4-Butandioldestillationsrückstandes hergestellt. Im Gegensatz zu einer ohne diesen Zusatz hergestellten Färbung ist keinerlei Schädigung der Wolle festzustellen.
- Beispiel 6 Baumwollkardenband wird auf dem Färbeapparat mit 20/0 Oxaminlichtblau GX (Schultz, Farbstofftabellen, 7. Auf l., Nr. 6o6) und 2 0/0 -Baumwollgelb G (Schultz, Farbstofftabellen, 7. Aufl., Nr. 340 unter den beim Färben mit Substantiven Farbstoffen üblichen Bedingungen in `'Wasser von 2o' D.H. unter Zusatz von 2,5 g je Liter des aus dem Destillationsrückstand von i, 4-Butandiol durch saure Fällung erhaltenen sauren Anteiles in Form des Natriumsalzes gefärbt. Während ohne Zusatz durch Kalkausscheidung der Gelbanteil nur ungenügend ausgenutzt wird und Störungen in Durchfärbung, Egalität und späterer Verspinnbarkeit eintreten können, erhält man mit dem angeführten Zusatz einwandfreie Färbungen. Das gefärbte Gut läßt sich ohne Störungen und Schwierigkeiten weiterverarbeiten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Die Verwendung der bei der Destillation von 1, 3- oder 1, 4-Butaii<liol erhaltenen Rückstände als Färbereiliilfs- und Faserschutzmittel.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| FR808707X | 1948-03-23 |
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|---|---|---|---|
| DEP3099A Expired DE808707C (de) | 1948-03-23 | 1948-10-02 | Faerbereihilfs- und Faserschutzmittel |
Country Status (1)
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| DE (1) | DE808707C (de) |
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1948
- 1948-10-02 DE DEP3099A patent/DE808707C/de not_active Expired
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