DE736882C - Verfahren zum Verbessern der Widerstandsfaehigkeit von mit Kuepenfarbstoffen gefaerbten Cellulosefasern gegen faserschaedigende Lichteinwirkung - Google Patents

Verfahren zum Verbessern der Widerstandsfaehigkeit von mit Kuepenfarbstoffen gefaerbten Cellulosefasern gegen faserschaedigende Lichteinwirkung

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DE736882C DEI68359D DEI0068359D DE736882C DE 736882 C DE736882 C DE 736882C DE I68359 D DEI68359 D DE I68359D DE I0068359 D DEI0068359 D DE I0068359D DE 736882 C DE736882 C DE 736882C
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Dr Albert Schaeffer
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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Description

  • Verfahren zumVerbessern derWiderstandsfähigkeit von mit Küpenfarbstoffen gefärbten Cellulosefasern gegen faserschädigende Lichteinwirkung Es ist bekannt, daß Baumwolle-, Cellulosekunstseide- und Cellulosczellwollefasern durch die Färbung mit gewissen Küpenfarbstoffen nach längerer Belichtung eine mehr oderweniger große Faserschädigung erleiden (vgl. Fierz-David: Künstliche organische Farbstoffe, Ergänzungsband, Seite 74). Solche Farbstoffe sind z. B. die folgenden
    2, 2'-Bisoxythionaphthenindigo,
    4, 4'-Dimethyl-2, 2'-bisoxythionaplithenindigo,
    4, 4'-Dimethyl-6, 6'-dichlor-2, 2'-bisoxythionaplitlienindigo,
    6, 6'-Dichlor-2, 2'-bisoxythionaphthcnindigo''`),
    4-Methyl-6-chlor-6'-metlioxy-2, 2'-bisoxythionaphthenindig<i,.
    4, 4'-Dimethyl-5, 7, 5', 7'-tetrachlor-2, 2'-bisoxythionaphthenincligc"
    5, 5'-Dichlor-7, 7'-dimethyl-z, 2'-bisoxythionaplithenindigo,
    2, i, 2', i'-Bisnaphthoxythiophcnindigo,
    2, i, i', 2'-Bisnaphthoxythiophcnindigo,
    r, 2, i', 2'-Bisnaphthoxythiophenindigo.
    i-Bcrizoylaminoanthrachinon,
    i, 5-Dibenzoylaminöanthrachinon,
    i, 4-Dibcnzoylaminoanthrachinoii,
    i, 8-Dibenzoylaminoanthrachinon,
    i, 2, 3=hribenzoyltriaminoanthrachinon,
    l'erephthaloyl-i, i'-diaminodialithratliinon,
    Isotherephthaloyl-i, i'-diaminodianthrachin<,n,
    3, 4# 8, 9-Dibenzpyreil-5, io-chinon und Halogen,iblc(*ininiliii c-,
    1,:2, 7, S-Diphthaloylcarbazol,
    i (N), 2, 5 (N), 6-:@nthrachinondibenztliiazol,
    6, ti'-Diäthoxy-a, 2'-bisoxvthionaphtheninaigo
    Farbstoff aus z -Anthrachinonaldehyd und Benzidin mit nachfolgender Verschwefelung, Farbstoff aus 2 Anthrachinonaldehyd und 1, 4-Diaminobenzol mit nachfolgender Verschwefelung, I, 2'-Dianthrachinonylamin und Halogenabkömmlinge, Farbstoff, erhalten durch Wasserabspaltung von 2, 2'-Dimethyl-I, I'-dianthrachinoyd, und Halogenabkömmlinge. Da diese Farbstoffe im übrigen wertvolle Eigenschaften besitzen, so besteht das technische Interesse, Mittel zu finden, um die faserschädigenden Eigenschaften dieser Farbstoffe auszuschalten.
  • Es wurde nun gefunden, daß eine Faserschädigung bei Verwendung solcher Farbstoffe nicht eintritt, wenn man die gefärbte Faser mit Bädern nachbehandelt, die Salze der niederen Oxydationsstufcn des Mangars, Kobalts, Bleis oder Chroms enthalten, z. B. Manganonitiat, Kobaltonitrat, Bleinitrat, Chromacetat, und trocknet. Diese Wirkung der genannten Salze ist übcrraschend, da bckanntlieh die höheren Oxydationsstufen dieser Salze, z. B. Natriumchromat, stark faserschädigende Wirkung haben.
  • Zur Nachbehandlung von Färbungen mit Dithiolkylthioindigofarbstoffen auf pflanzlichen Fasern sind bereits Kupfer- und Eisensalze vorworden, um die Fasern gegen schädigende Lichteinwirkung zu schützen. Vergleichende Versuche haben ergeben, daß durch Anwendung der Salze der niederen Oxydationsstufen des Kobalts, Bleis oder Chroms ein wesentlich besserer Schutz der mit Küpenfarbstoffen gefärbten Fasern gegen Schädigungen durch Lichteinwirkung bewirkt wird. Es ist bekannt, Färbungen mit Küpenfarbstoffen im feuchten Zustande in Gegenwart von Kobaltsulfat bzw. Mangansulfat dem Sonnenlicht ans,-zusetzen. Dabei wurde ein mehr oder weniger ge.ingerer Festigkeitsverlust beim Reißen beobachtet als bei einem Parallelversuch mit reinem Wasser. Aus dieser Beobachtung, die nach den Angaben im Schrifttum für die Färbercitechnik kaum von Belang sein dürfte, konnte das vorliegende Verfahren nicht abgeleitet werden. Beispiele I. Baumwolle wird mit dem Farbstoff 4, 4'-Dimiethyl-6, 6' -dichlorbisoxythionaphthenindigo gefärbt.' Die gefärbte Ware wird mit einem Bade, das I %, Manganonitrat enthält, 1/2 Stunde bei 2o bis 3o° C nachbehandelt und getrocknet. Wird die so nachbehandelte Färbung im Vergleich zur nicht nachbehandelten Färbung Jahr belichtet, so zeigt sich, daß das mit Manganonitrat nachbehandelte Färbegtut noch die ursprüngliche Reißfestigkeit besitzt, während das nicht nachbehandelte Färbegut vollkommen morsch geworden ist.
  • z. Kupferkunstseide wird mit dem Farbstoff 3, 4, 8, 9-Dibenzpyren-5, Io-chinon gefärbt. Die ge färbte Ware wird mit einem Bade, das I bis 2% Kobaltonitrat enthält, bei 20 bis 30° C 1/2 bis Stunden nachbehandelt, getrocknet und dann belichtet. Es zeigt sich nach etwa 6wöchentlicher Belichtung, daß das nachbehandelte Färbegut in der Festigkeit keine Einbulle erlitten hat, währcnd das nicht nachbehandelte Färbegut um 5o% in der Festigkeit zurückgegaugen ist.
  • 3. Viscosezellwolle wird mit dem Farbstoff 2, I, 2', i'-Bisnaphthoxvthiophenindigo gefirlbt.
  • Die gefärbte Ware wird mit einem Bade, das I bis 2% Bleinitrat enthält, I/2 bis 3/4 Stunden bei 20 bis 30° C nachbehandelt und getrocknet. Wird das nachbehandelte und das nicht nachbehandelte Färbegut 6 Wochen belichtet und nach der Belichtung die Reißfestigkeit fistgestellt, so zeigt sich, daß das nachbehandelte Färbegut keine Festigkeitsverluste erlitten hat, während das nicht nachbehandelte Färbegrit um etwa die Hälfte in der Festigkeit zuriickgegangcn ist.
  • 4. Ein Mischgespinst aus Baumwolle und Viscosezellwolle wird mit dem Farbstoff I, I'-Terephthaloyldiaminodianthrachinon gefärbt. Die gefärbte Ware wird mit einem Bade, das I bis 2% Chromacetat enthält, nachbehandelt, getrocknet und 6 Wochen belichtet. Es zeigt sich hierbei, daß das nachbchandelte Färbegut in der Reißfestigkeit nicht, das nicht nachbehandelte Färbegut aber stark zurückgegangen ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zttm Verbessern der Wider standsfähigkeit von mit Küpenf@trbstollun gefärbten Cellulosefasern gegen fascrsch@idigende Lichteinwirkung, dadurch gekennzeichnet, daß man die gefärbte Faser mit Bädern nachbehandelt, die Salze der niederen Otvdationsstufen des -Mangans, Kobalts, Bleis oder Chroms enthalten, irnd trocknet.
DEI68359D 1940-12-01 1940-12-01 Verfahren zum Verbessern der Widerstandsfaehigkeit von mit Kuepenfarbstoffen gefaerbten Cellulosefasern gegen faserschaedigende Lichteinwirkung Expired DE736882C (de)

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