DE808680C - Antriebsvorrichtung, insbesondere fuer Schiebetore - Google Patents
Antriebsvorrichtung, insbesondere fuer SchiebetoreInfo
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- E05F15/632—Power-operated mechanisms for wings using electrical actuators using rotary electromotors for horizontally-sliding wings
- E05F15/635—Power-operated mechanisms for wings using electrical actuators using rotary electromotors for horizontally-sliding wings operated by push-pull mechanisms, e.g. flexible or rigid rack-and-pinion arrangements
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Description
- Antriebsvorrichtung, insbesondere für Schiebetore Zum selbsttätigen Öffnen und Schließen von Schiebetoren an Fabrikeingängen u. dgl. verwendet man bisher Zahnstangen- oder Seiltriebe.
- Zahnstangentriebe haben den Nachteil, daß sie lange, teure Zahnstangen benötigen und bei geringen Beschädigungen, z. B. durch Verbiegen, leicht Klemmungen entstehen, während Seiltriebe Seile von mindestens dreifacher Torbreite erfordern, die durch ihre Unterflurführung der Verschmutzung ausgesetzt sind und schnellem Verschleiß unterliegen.
- 1n Abkehr von diesen üblichen Toröffnungsvorrichtungen schlägt die Erfindung vor, Schiebetore mit Hilfe einer längs einer Torseite angeordneten Stange oder eines Rohrs unter der Wirkung eines Rollentriebs zu Betätigen. Demgemäß ordnet man nach der Erfindung längs der einen, zweckmäßig der inneren Torseite ein vornehmlich höhenmäßig etwas bewegliches Rohr an, das zwischen einem Rollentriel> gefaßt und durch dessen Antrieb zur Torbewegung verschoben wird.
- Der Rollentrieb besteht vornehmlich aus einer von dem Schneckenrad eines motorgetriebenen Schnekkengetriebes bewegten Kraftrolle und zwei seitlich davon an einem ortsfesten Stützgestell gelagerten, der Höhe nach entsprechend dem Durchmesser des Betätigungsrohrs zur kraftgetriebenen Rolle versetzten losen Gegenrollen, von denen durch eine eigenartige Lagerungsanordnung des Antriebs im wesentlichen die eine beim Öffnen, die andere beim Schließen des Tors mit der Kraftrolle als Gegenglied zum Zusammenwirken gebracht wird. Die erwähnte Lagerungsanordnung des Antriebs ist einerseits so ausgebildet, daß der Motor mit dem Schneckengetriebe um eine außenhalb ihrer Schwerpunktebene liegende Kippachse schwenkbar abgestützt ist, so daß infolge des Kippmoments des Antriebsgetriebes die Kraftrolle finit einer entsprechenden Vorspannung gegen das Betätigungsrohr angehoben wird und dieses durch seine Höhenverstellbarkeit zur Anlage an den Gegenrollen bringt. Andererseits ist zum Zweck einer verstärkten Anpressung der Rollen am Betätigungsrohr das Getriebe auf der Kippachse noch längs verschieblioh gelagert und durch V-förmig angeordnete Zugstreben dafür gesorgt, daß je nach der Verschiebungsrichtung die eine oder andere Seite des Getriebes dadurch etwas angehoben wird. Damit kommt es zu einer entsprechend wachsenden Anpressung des Rohrs zwischen der betreffenden Gegenrolle und der Kraftrolle und gleichzeitig zu einem sich verstärkenden Widerstand gegen die Getriebeverschiebung auf der Kippachse.
- Zur Bedienung des Tors von Hand läßt sich das Antriebsgetriebe durch einen Hebedaumen aus der Kipplage in die waagerechte Lage oder etwas darüber hinaus schwenken, womit das Rohr aus der Anpressung zwischen den Rollen frei wird und ein vom Antrieb unabhängig und ungehindertes Bewegen des Tors ermöglicht ist.
- In der Zeichnung ist eine Üffnungsvorrichtung für Schiebetore nach der Erfindung beispielsweise dargestellt.
- Abb. i zeigt eine Ansicht der Vorrichtung, Ahl). 2 einen Querschnitt nach der Linie II-11 der Abh. i und Abb. 3 einen Längsschnitt nach der Linie 111-1I1 der Abb. 2.
- Das Rohr i ist zweckmäßig unten an der inneren Torseite mit dem Tor, und zwar der Höhe nach etwas auf und ab beweglich verbunden. Das Rohr liegt zwischen einer kraftgetriebenen Rolle 2 und zwei seitlich davon an einem U-förmig gebogenen Stützgestellteil 3 gelagerten losen Gegenrollen 4 und 5. Die Kraftrolle 2 ist auf der Schneckenradachse 6 eines von einem Motor 7 getriebenen Schneckengetriebes 8 aufgekeilt. Der Motor 7 und das Schneckengetriebe 8 sitzarg auf einer gemeinsamen Grundplatte 9. An ihrer Unterseite sind Lageraugen io vorgesehen, die auf in Flucht miteinander liegenden Kippachsen i r, 12 aufgeschoben sind. Die Kippachsen 11, 12 sind von Lagerböcken 13 auf einer Fundamentplatte 14 getragen.
- Wie Abb. 2 erkennen läßt, liegen die Kippachsen 11, 12 seitlich zur Schwerpunktebene des aus Motor 7 und Schneckengetriebe 8 bestehenden Antriebs, so daß die Kraftrolle 2 durch das Kippmoment des Antriebs 7, 8 gegen das Betätigungsrohr i des Tors geschwenkt wird und so das Rohr infolge seiner Höhenbeweglichkeit an dem Gegenrollen 4, 5 zur Anlage bringt.
- An der Nabe 15 des Sdlneckengetriebegehäuses greifen zwei V-förmig zueinander stehende zugfeste Diagonalstreben 16, 17 an, die einerseits gelenkig mit der Nabe 15 und andererseits gelenkig mit Angriffsbolzen 18, i9 der U-förmigen Stütze 3 verbunden sind.
- Auf der Fundamentplatte 14 ist ein Hebedaumen 2o gelagert, der über eine Welle 21 mit Hilfe eines Hebels 22 gegen die Grundplatte 9 des Getriebes schwenkbar ist und sie um die Kippachsen i 1, 12 des Getriebes in oder etwas über die waagerechte Lage hinaus einzustellen gestattet. Damit rückt die Kraftrolle 2 von dem Betätigungsrohr i so weit ab, daß dieses zwischen den Rollen 2 und 4 bzw. 5 lose liegt.
- Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Bei geöffnetem oder geschlossenem Tor legt sieh die Kraftrolle 2 durch das Kippmoment des Antriebs 7, 8 gegen das Betätigungsrohr i an und hebt es infolge seiner Höhenbeweglichkeit bis zur Abstützung an die Gegenrollen 4, 5 an. Wird jetzt der Motor 7 zum Öffnen oder Schließen des Tors eingeschaltet, so läuft die Kraftrolle 2 entsprechend um. Die Trägheit des Tors ist aber dabei in vielen Fällen so groß, daß die durch das Kippmoment des Antriebs 7, 8 gegebene Vorspa-nnung nicht zur Bewegung des Tors ausreicht. Infolgedessen sucht die umlaufende Kraftrolle 2 sich auf dem Rohr t abzurollen und verschiebt dabei den gegenüber dem Tor bedeutend leichteren Antrieb 7, 8 auf den Kippachsen 11, 12. Durch diese Verschiebung kommt jetzt jedoch die eine oder andere Zugstrebe 16, 17 zur Wirkung und kantet entsprechend dem Versclliel)ungsweg den Antrieb um die eine oder andere Lageraugenabstützung dem vorhandenen Spiel gemäß etwas hoch. Entsprechend diesem Anheben verstärkt sich die Anpressung des Rohrs i zwischen den Rolleng und 4 bzw.5 und erschwert gleichzeitig die weitere Längsverschiebung des Antriebs durch die horizontal wirkende Kraftkomponente der Zugstrebe 16 bzw. 17. Damit kommt es zwangsläufig zur Verschiebung des Rohrs i zwischen den mit ausreichenderAnpressung dagegen anliegenden Rollen.
- Mit der Kippbewegung des Antriebs 7, 8 und seiner längs beweglichen Lagerung ist man somit imstande, eine zunächst an sich lockere Lagerung des Rohrs in den Rollentrieben sich selbsttätig bis zu der für die Torverstellung nötigen Anpressung verstärken zu lassen. Durch diese selbsttätige Anpassung sind auch Ungenauigkeiten oder eintretender Verschleiß von Rolle oder Rohr ohne Einwirkung auf die Wirksamkeit der Vorrichtung.
- Falls aus irgendwelchen Gründen der Kraftantrieb ausfällt, läßt sich das Tor leicht von Hand öffnen, indem man dem Kippmoment des Antriebs durch Hochstellen des Daumens 20 begegnet und dadurch das Rohr aus der Klemmwirkung der Rollen befreit.
- Natürlich läßt sich außer für Schiebetore die Antriebsvorrichtung nach der Erfindung überall da anwenden, wo eine Schiehehewegung erzeugt werden soll, z. B. bei Stoßöfen oder zur Bewegung von Schieberplatten o. dgl.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Antriebsvorrichtung, insbesondere für Schiebetore, dadurch gekennzeichnet, daß längs des Tors eine Stange oder ein Rohr (i) befestigt und durch einen .kraftgetriebenen Rollentrieb (2, 4, 5) verschiebbar ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Rollentriel> (2, 4, 5) aus einer von dem Schneckenrad eines motorgetriebenen Schneckentriebs (8) angetriebenen Kraftrolle (2) und zwei seitlich davon ortsfest gelagerten und höhenmäßig entsprechend dem Durchmesser des Betätigungsrohrs versetzten losen Gegenrollen (4, 5) besteht, von denen die eine beim Öffnen, die andere beim Schließen des Tors mit der kraftgetriebenen Rolle zusammenwirkt.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der aus Motor- und Sc.hneckengetriel>e (7, 8) bestehende Antrieb der Kraftrolle (2) um eine seitlich des Schwerpunkts des Getriebes liegende Achse kippbar gelagert ist, so daß infolge des Kippmoments des Antriebsaggregats die Kraftrolle mit entsprechender Vorspannung an das Betätigungsrohr angedrückt wird.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb auf der Kippachse (i2) längs verschieblich gelagert und durch in Abhängigkeit von der Längsverschiebung wirksame Spannelemente ein verstärktes Anpressen des Rollentriebs an das Betätigungsrohr hervorgerufen ist.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb durch einen Hebedaumen (2o) aus der Kipplage in die waagerechte Lage oder etwas darüber hinaus verstellbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP55534A DE808680C (de) | 1949-09-22 | 1949-09-22 | Antriebsvorrichtung, insbesondere fuer Schiebetore |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP55534A DE808680C (de) | 1949-09-22 | 1949-09-22 | Antriebsvorrichtung, insbesondere fuer Schiebetore |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE808680C true DE808680C (de) | 1951-07-19 |
Family
ID=7387829
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP55534A Expired DE808680C (de) | 1949-09-22 | 1949-09-22 | Antriebsvorrichtung, insbesondere fuer Schiebetore |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE808680C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE950624C (de) * | 1952-03-05 | 1956-10-11 | Erhard Krebs | Antriebsvorrichtung, insbesondere fuer die Fluegel von Schiebe- und Schwenktoren |
| DE1057756B (de) * | 1955-11-26 | 1959-05-21 | Kurt Knopp | Elektrische Einrichtung zum Bewegen von Vorhaengen, Schranktueren, Falttueren u. dgl. |
| DE1101212B (de) * | 1957-05-22 | 1961-03-02 | Schwermaschb S M Kirow Veb | Vorrichtung zum OEffnen und Schliessen der Fluegel von Tueren, insbesondere an Aufzuegen od. dgl., mittels eines Elektromotors |
| DE9318720U1 (de) * | 1993-12-07 | 1995-04-06 | Franceschini, Adriano, Rieti | Antriebseinrichtung eines Schiebetores |
-
1949
- 1949-09-22 DE DEP55534A patent/DE808680C/de not_active Expired
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE950624C (de) * | 1952-03-05 | 1956-10-11 | Erhard Krebs | Antriebsvorrichtung, insbesondere fuer die Fluegel von Schiebe- und Schwenktoren |
| DE1057756B (de) * | 1955-11-26 | 1959-05-21 | Kurt Knopp | Elektrische Einrichtung zum Bewegen von Vorhaengen, Schranktueren, Falttueren u. dgl. |
| DE1101212B (de) * | 1957-05-22 | 1961-03-02 | Schwermaschb S M Kirow Veb | Vorrichtung zum OEffnen und Schliessen der Fluegel von Tueren, insbesondere an Aufzuegen od. dgl., mittels eines Elektromotors |
| DE9318720U1 (de) * | 1993-12-07 | 1995-04-06 | Franceschini, Adriano, Rieti | Antriebseinrichtung eines Schiebetores |
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