DE80382C - Maschine zum Einlegen, Paraffiniren oder Schwefeln, Tunken und Trocknen von Zündhölzchen - Google Patents

Maschine zum Einlegen, Paraffiniren oder Schwefeln, Tunken und Trocknen von Zündhölzchen

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Publication number
DE80382C
DE80382C DE189480382D DE80382DA DE80382C DE 80382 C DE80382 C DE 80382C DE 189480382 D DE189480382 D DE 189480382D DE 80382D A DE80382D A DE 80382DA DE 80382 C DE80382 C DE 80382C
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DE
Germany
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matches
frame
basin
insert
frames
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Expired
Application number
DE189480382D
Other languages
English (en)
Inventor
Francois Durant
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Filing date
Publication date
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Publication of DE80382C publication Critical patent/DE80382C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06FMATCHES; MANUFACTURE OF MATCHES
    • C06F1/00Mechanical manufacture of matches
    • C06F1/26Production lines for complete match manufacture

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 78: Sprengstoffe, Zündholzherstellung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 19. Juli 1894 ab.
Vorliegende Erfindung bezweckt, die verschiedenen Operationen, welche die Zündhölzer vor ihrer Vollendung zu durchlaufen haben, zu erleichtern und zu beschleunigen, und beruht im wesentlichen auf der Construction des Einlegerahmens. In demselben sind drei bewegliche Platten angeordnet, welche sich je nach der Arbeitsphase einander nähern oder von einander entfernen und in einem gegebenen Augenblicke in ihren Stellungen festgehalten werden.
Bei den bis heute zur Verwendung gelangten Einlegemaschinen sind die Platten in dem Rahmen befestigt und war vermöge des Abstandes der Platten von einander das Einlegen der Zündhölzer sehr schwierig und-fielen die Zündhölzer niemals senkrecht nach unten. Bei dem vorliegenden Rahmen hingegen berühren sich die Platten zur Zeit des Einlegens beinahe vollständig und durchlaufen die Zündhölzer infolge dessen die mit den Löchern der ersten Platte correspondirenden Löcher der folgenden Platten unfehlbar senkrecht. Ist so die senkrechte Richtung der Zündhölzer gesichert, dann entfernen sich die Platten von einander in dem Augenblicke, in welchem sie niedergelassen werden sollen. Ein weiterer Vortheil der neuen Maschine besteht in der Aufhebung der besonderen Arbeit des Sortirens, indem die drei Platten zu Anfang der Operation im oberen Theile des Rahmens vereinigt sind, so dafs die zu kurzen oder beschädigten Zündhölzer von selbst nach unten fallen und durch andere ersetzt werden. Die Maschine ist auf beiliegenden Zeichnungen zur Darstellung gebracht, und zwar zeigt:
Fig. ι einen verticalen Querschnitt durch den Einlegerahmen, wobei die drei Platten von einander entfernt sind,
Fig. 2 einen Schnitt durch den Rahmen, wobei die Platten einander genähert sind,
Fig. 3 einen Grundrifs des Rahmens mit den Platten,
Fig. 4 einen Einlegekasten im Verticalschnitt, Fig. 5 denselben im Horizontalschnitt,
Fig. 6 die Gesammtanordnung der Maschine im verticalen Längsschnitt und
Fig. 7 dieselbe im Grundrifs.
Der Schütteltisch A ist mit Schienen B ausgerüstet, auf welchen der Rahmen C mit den drei genäherten Platten ruht. Die Tischplatte ist auf einem Gestell A' montirt, an welchem der Schüttelmechanismus A" angeordnet ist. Neben diesem Gestell steht ein zweites, welches den Trockentisch E trägt, durch dessen doppelten Boden der Heizdampf streicht und auf welchem die Zündhölzer bei vollständiger Entfernung der drei Einlegeplatten von einander getrocknet werden. Dieses zweite Gestell ist mit einem Klinkwerk L ausgerüstet, welches die Einlegerahmen automatisch vorwärts schiebt, und welches durch irgend einen geeigneten Mechanismus, z. B. durch die Excenter M, welche am Fufse des Gestelles gelagert sind, bethätigt wird. Ein zweites Excenterpaar JV'-' an demselben- Gestell bethätigt einen Apparat zum Egalisiren der Zündhölzer und zum Niederlassen der Einlegeplatten. An
{2. Auflage, ausgegeben am 22. Dezember

Claims (2)

  1. dieses Gestell schliefst sich ein drittes, welches das Paraffinir- 'oder Schwefelbecken P trägt. Durch die von dem doppelten Boden des Beckens gebildete Kammer zieht der Heizdampf. Das Gestell des Beckens trägt an seinem unteren Theile ein Excenterpaar R oder einen anderen Mechanismus, welcher das kleinere Tauchbecken Q. bewegt, dessen Wirkungsweise weiter unten noch näher beschrieben wird. Hinter das Paraffinir- oder Schwefelbecken ist der Trockentisch R' eingereiht, welcher die Zündhölzer vor dem Eintauchen in die Zündmasse mittelst des durch den Ventilator R" erzeugten Luftstromes trocknet. Nun folgt das Becken S, welches zum Tunken der Zündhölzer dient und gleich dem Paraffinir- oder Schwefelbecken con.struirt ist, bei welchem jedoch das kleine Tauchbecken Q durch eine eiserne Querleiste T ersetzt ist. Letztere ist mit Längsrinnen versehen und wird durch ein Excenterpaar V bethätigt. Ein zweites Excenterpaar V an diesem Gestell bethätigt eine Leiste U, welche 'die Zündhölzer niederprefst und während des Tunkens in die Masse, welche die Leiste T aus dem Becken 5 geschöpft hat, festhält. Das Ende der Bahn bildet eine Trockenkammer X von beliebiger Länge. Die Arbeitsflächen dieser verschiedenen Apparate liegen in einer Ebene, so dafs die Bahn für die Einlegerahmen im allgemeinen horizontal fortläuft.
    Der Arbeitsgang ist folgender:
    Die Einlegerahmen C werden zunächst auf einen vor dem Schütteltisch A befindlichen Vorbereitungstisch α gesetzt und die drei Platten des Rahmens einander genähert. Alsdann bringt man die Einlegerahmen auf die Schienen B des Schütteltisches A, Fig. 2, 6 und 7. Befinden sich die Rahmen in der gezeichneten Stellung, dann setzt man die Kasten D, Fig. 4, 5 und 6, auf dieselben und wirft die Zündhölzer in diese Kasten (die Einlegekasten sind vortheilhafter Weise nach D. R. P. Nr. 74266 construirt). Die Zündhölzer fallen alsdann vermöge der Kastenabtheilungen und der Erschütterung des Tisches A senkrecht in die Löcher der einander genäherten Platten. Jedes Zündholz, welches die erste Platte passirt hat, durchläuft auch unfehlbar die beiden anderen Platten und diejenigen Zündhölzer, welche zu kurz oder beschädigt sind, fallen ganz durch. Die unteren Enden der Zündhölzer ruhen alsdann auf dem Schütteltisch A.
    Nun schiebt man die Rahmen mit der Hand weiter, so dafs sie auf den Schienen B bis zu dem Trockentisch E gleiten. Die Schienen B, welche sich zwischen zwei Zündhölzerreihen befinden (s. Fig. 7), hören am Ende des Schütteltisches A auf und werden auf dem Trockentisch E durch äufsere Schienen F, Fig. i, 6 und 7, ersetzt, auf welchen die äufseren Ränder F' der Rahmen C gleiten.
    Diese Führungsschienen F sind auf einem Theil des Weges über den Trockentisch E geneigt (s. H, Fig. ι und 6); die Rahmen steigen vermöge dieser Neigungen in die Höhe und die Einlegeplatten entfernen sich 'von einander. Die Zündhölzer, welche hierbei noch nicht festgehalten werden, gleiten fortwährend auf der glatten und ebenen Oberfläche des Trockentisches E, so dafs ihre oberen Enden bei / mit der oberen Platte des Rahmens C,, Fig. 6, eben sind und so ein leichtes Reinigen dieses Rahmens gestatten. Nachdem dies geschehen, bewegt sich der Rahmen weiter, und da die Führungsschienen F wieder in entgegengesetztem Sinne geneigt sind (s. F", Fig. 6), kommen die Enden der Zündhölzer wieder, wie bei J gezeigt, über die obere Platte hervor. Bei K werden die mit Sperrzähnen versehenen Ränder der Rahmen C,', wie Fig. 3 zeigt, durch das Klinkwerk L erfafst, wodurch die Rahmen automatisch vorwärts bewegt werden. Es ist selbstverständlich, dafs man« je nach Wunsch und der Länge der Maschine entsprechend mehrere solcher Klinkwerke anordnen kann.
    Wenn der Rahmen an dem Punkte J, Fig. 6, angekommen ist, befinden ' sich die Einlegeplatten horizontal und in der in Fig. 1 veranschaulichten Stellung, wobei die mittlere Platte auf den Leisten t ruht, welche die untere Platte vermöge Einkerbungen passiren konnte. In dieser Stellung werden die Zündhölzer durch die von den Excentern N" bethätigte Querleiste N egalisirt. Diese Querleiste besitzt nämlich ein oder zwei Stofseisen N', welche die Keile Y\ Fig. 1 und 3, eintreiben. Diese Keile legen die mittlere Platte fest und werden infolge dessen die Zündhölzer in ihrer Mitte festgehalten. Der weiter vorwärts schreitende Rahmen gelangt endlich bei O über das Paraffmirbecken P, Fig. 6. Das kleine, vertical auf- und abwärts^· bewegte Becken Q. taucht abwechselnd in das grofse Becken P, schöpft einen Theil der Flüssigkeit' aus demselben und geht wieder nach aufwärts, um die darüber befindlichen Enden der Zündhölzer einzutauchen. Der Rahmen gelangt alsdann in die Kammer R', in welcher der von dem Ventilator R" gelieferte Luftstrom die Zündhölzer trocknet, und von hier aus über das Becken S, welches die Zündmasse enthält. Auf dieselbe Weise, wie das kleine Becken Q., schöpft die Leiste T einen Theil der Masse aus dem Becken, während welcher Operation die Zündhölzer durch die Leiste U in ihren Stellungen erhalten werden. Hierauf gelangen die Rahmen schliefslich in die Trockenkammer X, in welcher die Zündhölzer vollständig getrocknet werden.
    Patent-Ansρrüche:
    i. Eine Maschine zum Einlegen, Paraffiniren oder Schwefeln, Tunken und Trocknen
    von Zündhölzern, dadurch gekennzeichnet, dafs die Einlegerahmen (durch Klinkwerke L) auf Schienen (B und F) mit auf- und absteigenden Strecken über den Schütteltisch (A), Trockentisch (E), das Paraffinir- oder Schwefelbecken (P), die Trockenkammer (R'), das Tunkbecken (S) und in die letzte Trockenkammer (X) geführt werden, so dafs die (drei) in den Einlegerahmen ,beweglichen Platten den verschiedenen Arbeitsphasen entsprechend einander genähert, von einander entfernt oder in ihrer Stellung festgehalten werden, zum Zwecke, den Zündhölzern die während der betreffenden Phase erforderliche Lage zu geben.
  2. 2. Eine Maschine nach Anspruch i., dadurch gekennzeichnet, dafs die (drei) beweglichen Platten (Fig. ι und 2) des Einiegerahmens durch die unter 1. genannten Schienen (B und F) gehoben oder gesenkt werden, demzufolge sich einander nähern oder von einander entfernen und durch mittelst geeigneter Vorrichtungen (Stofseisen N) an der Maschine eingetriebene Keile (Y) im geeigneten Momente festgelegt werden, zum Zwecke, den senkrechten Fall der Zündhölzer durch die Platten und die Ausscheidung beschädigter oder zu kurzer Hölzer zu gewährleisten, wie auch das Gleichmachen der Hölzer und die anderen Operationen zu erleichtern.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
DE189480382D 1894-07-18 1894-07-18 Maschine zum Einlegen, Paraffiniren oder Schwefeln, Tunken und Trocknen von Zündhölzchen Expired DE80382C (de)

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DE189480382D Expired DE80382C (de) 1894-07-18 1894-07-18 Maschine zum Einlegen, Paraffiniren oder Schwefeln, Tunken und Trocknen von Zündhölzchen

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