DE8019A - Mittel zur Verhütung der Kesselsteinbildung - Google Patents

Mittel zur Verhütung der Kesselsteinbildung

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Original Assignee
A. STOCK, Hof-Photograph, in Guben

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Description

1878.
Klasse 12.
ALEXANDER STOCK in GUBEN. Mittel zur Verhütung der Kesselsteinbildung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. Juli 1878 ab.
Das zur Kesselspeisung verwendete Wasser enthält stets durch den Kohlensäuregehalt und den Druck Erdalkalimetallverbindungen in mehr oder minderem Maafse gelöst als kohlensauren Kalk, schwefelsauren Kalk (Gyps), Magnesium-, Barium- und Thonerdeverbindungen, sowie Eisenoxyd in nennenswerthen Gewichtstheilen.
Der im Kessel sich bildende Kesselstein besteht demnach meistens aus kohlensaurem Kalk und Gyps mit etwas Magnesia und Eisenoxyd.
Um die Bildung dieses Kesselsteins zu verhüten, setzt der Erfinder Borsäure oder Borax mit etwas Chlornatrium (Kochsalz) zu. Dies Mittel ist für Eisen in keiner Weise schädlich. Es führt die Erdalkalien in Borsäureverbindungen über.
Die Menge der Borsäure oder des Borax mit etwas Chlornatrium wird der Gewichtsmenge des Kesselsteins angepafst.
Die gemachten Versuche haben ergeben, dafs eine schädliche Einwirkung auf Eisen ausgeschlossen erscheint.
Das Meerwasser wirkt durch seine Chlorverbindungen auf die Erdalkalimetallverbindungen und Eisenoxyd noch stärker lösend als die Kohlensäure des Quellwassers.
Hier wird beim Erhitzen und Uebersättigen des Wassers mit gewissen Chlorverbindungen Salzsäure gebildet, während feste Bestandtheile im Wasser sich als Kesselstein ablagern.
Wird nun die vorhandene Salzsäure nebst etwas Schwefelsäure durch Borax neutralisirt, so scheidet sich die Borsäure aus und geht mit dem Kalk der Magnesia und Thonerde Verbindungen ein. Das Kesselwasser reagirt dann auch stets neutral, wie Versuche zeigten.
Werden zum Speisen des Dampfkessels Grubenwasser oder sonst saure Wasser verwendet, welche theils salzsaure Salze, schwefelsaure Salze und namentlich freie schweflige Säuren enthalten, so werden diese durch Borax und Soda oder Natriumhydroxyd neutralisirt, um für den Dampfkesselbetrieb brauchbar zu sein.
Sind in dem Wasser aufserdem noch kieselsaure Verbindungen enthalten, so hat man aufser Borsäure oder Borax noch Natriumhydroxyd bezw. Kaliumhydroxyd in bekannter Weise zuzusetzen.
Alle vorstehenden chemischen Verbindungen geschehen im Kessel selbst durch Einführung der betreffenden Mittel während des Betriebes.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die Anwendung von Borsäure, Borax oder' anderen Borverbindungen allein oder in Verbindung mit schwefelsauren, kohlensauren, kaustischen ' oder Chloralkalien, um den Kesselstein auf chemischem Wege im Kessel selbst während des Betriebes vollständig gelöst zu erhalten, sowie Gruben- und andere saure Wasser für den Dampfkessel brauchbar zu machen.

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