DE211798C - - Google Patents

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DE211798C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D7/00Carbonates of sodium, potassium or alkali metals in general
    • C01D7/06Preparation via sodium or potassium magnesium carbonate

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vl 211798 -KLASSE 12/. GRUPPE
SALZBERGWERK NEU-STASZFURT in NEU-STASZFURT β. STASZFURT.
von Kaliumcarbonat.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 13. September 1908 ab.
Die Zersetzung von Kaliummagnesiumcarbonat — des Zwischenproduktes im Pottascheprozesse nach dem Magnesiaverfahren — behufs Darstellung von Kaliumcarbonat ist bereits in verschiedenen Patenten behandelt und entsprechend im Großbetriebe ausgeführt worden. So ist es bekannt, die Zersetzung unter Dampfdruck bei einer Temperatur über 1150C. oder bei einer unter 80° C. liegenden Temperatür durchzuführen. Während bei ersterem Verfahren reaktionsloses, wasserfreies Magnesiumcarbonat erhalten wird, gewinnt man im letzten Falle dreifach gewässertes Magnesiumcarbonat, welches zur Doppelsalzbildung ohne weiteres wieder verwendbar ist. Beide Verfahren haben den Umstand gemeinsam, daß die gebildete Pottaschelauge mehr oder weniger Kaliumbicarbonat enthält, welches wieder in neutrales Kaliumcarbonat übergeführt werden muß.
Dieses soll nach bekannten Verfahren dadurch verhindert werden, daß die bei der Zersetzung auftretende Kohlensäure durch Zufügen von Ätzmagnesia gebunden und letztere zugleich in dreifach gewässertes Magnesiumcarbonat übergeführt wird.
Es wurde nun gefunden, daß die Zersetzung des Kaliummagnesiumcarbonates in vollkommener und sicherer Weise leicht durchgeführt werden kann, wenn man die Bindung der frei werdenden Kohlensäure statt durch Ätzmagnesia durch Ätzkalilauge vollzieht. Dies ist dadurch begründet, daß Kohlensäure durch eine stark basische Lösung, wie es die Ätzkalilauge ist, weit eher aufgenommen wird als durch die schwach basische, feste Ätzmagnesia, deren Löslichkeit eine verschwindend geringe ist.
Bei geeigneter Arbeitsweise kann eine Bildung von Kaliumbicarbonat, welches auf den Verlauf der Zersetzung sehr hemmend wirkt, gänzlich hintangehalten werden, so daß die Umsetzung entsprechend der Gleichung
' 2 (K H CO3 · Mg CO3 . 4 H2OJ + 2 K O H =
2 (Mg CO3-3 H2OJ
erfolgt.
So müssen z. B. auf 2500 kg Kaliummagnesiumcarbonat, welches 21 Prozent KsC03 enthält, obiger Gleichung entsprechend 426 kg KOH als Zusatz verwendet werden.
Der Zersetzungsprozeß wird so geleitet, daß die entstehende Pottaschelauge nur Spuren von Kaliumbicarbonat enthält, was leicht zu erreichen ist, da das Neutralisationsmittel in Form einer Lösung in feinster Verteilung zugegeben wird.
Zwecks schnelleren Arbeitens kann man die Zersetzung auch unter erhöhtem Drucke vornehmen.
Nach vorliegendem Verfahren wird nicht allein der Bildung von basischem Magnesium-

Claims (1)

  1. carbonat wirksam vorgebeugt, sondern man erreicht auch den Vorteil, daß man durch Ätzkalilauge direkt fertige Pottaschelauge bildet und andererseits die Menge des sich bildenden dreifach gewässerten Magnesiumcarbonates gegenüber bekannten Verfahren um x/3 vermindert, wodurch auch die beim Ausdecken dieses Magnesiumcarbonates entstehenden Pottascheverluste entsprechend verkleinert werden.
    Patent-A nstruch :
    Verfahren zur Zersetzung von Kaliummagnesiumcarbon at behufs Gewinnung von Kaliumcarbonat und dreifach gewässertem Magnesiumcarbonat, dadurch gekennzeichnet, daß die Zersetzung bei gewöhnlichem oder erhöhtem Drucke durch Zusatz von Ätzkalilauge zwecks Bindung der frei werdenden Kohlensäure vorgenommen wird.
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