AT130241B - Verfahren zur Herstellung von sich nicht zersetzenden, Metalle nicht angreifenden Desinfektions- und Reinigungsmitteln. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von sich nicht zersetzenden, Metalle nicht angreifenden Desinfektions- und Reinigungsmitteln.

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AT130241B
AT130241B AT130241DA AT130241B AT 130241 B AT130241 B AT 130241B AT 130241D A AT130241D A AT 130241DA AT 130241 B AT130241 B AT 130241B
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AT
Austria
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water glass
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decomposing
cleaning agents
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Walter Dr Weigert
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Walter Dr Weigert
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N59/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing elements or inorganic compounds
    • A01N59/10Fluorides

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von sich nicht zersetzenden, Metalle   nicht angreifenden Desinfektions-   und   Reimgungsmittelu.   
 EMI1.1 
 wie sie in Molkerei-und Brauereibetrieben und für die   Krankenpflege.   besonders in Krankenhäusern, Verwendung finden. Hypochloritlauge hat jedoch den Nachteil, dass sie Metalle stark angreift und sich in Gegenwart von Metallen selbst fast explosionsartig zersetzt. Hiedurch tritt nicht nur oft eine Beschädigung der Geräte auf. sondern die Lauge selbst wird infolgedessen unwirksam. 



   Um ihre Reinigungskraft zu erhöhen und das den behandelten Gefässen anhaftende Fett besser entfernen zu können, hat man der Hypochloritlösung Natronlauge zugesetzt. Die keimlötenden Eigenschaften einer solchen Mischung sind zwar vorzüglich, trotzdem hat sich eine derartige Lösung ebenfalls nicht bewährt, weil Metalle, insbesondere Zinn und Aluminium. durch das Chlor und die überschüssige Natronlauge so stark angegriffen werden, dass die Lebensdauer der Geräte hiedurch sehr vermindert wird. 



   Wie nun gefunden wurde, bleiben die günstigen Eigenschaften der   Hypochloritlösung   vollen Umfanges erhalten, während die geschilderten Nachteile so gut wie ganz verschwinden, wenn man sie mit einem Zusatz von Wasserglas versieht. Längere Zeit hindurch angestellte Beobachtungen haben ergeben, dass eine derartige Wasserglas enthaltende Hypochloritlösung Metalle fast gar nicht angreift und dass die mit   Chlorlauge   ohne diesen Zusatz beobachteten Zersetzungen nicht eintreten. Die Wirkung ist wahrscheinlich darauf   zurückzuführen,   dass das Wasserglas innerhalb des   Flüssigkeitsgemisches   als kolloidale Schutzschicht für die Metalle wirkt und infolgedessen chemische Umsetzungen zwischen Metall und Chlorlauge verhindert. 



   Es ist bereits vorgeschlagen worden, feste Lösungen von Alkalihypochloriten zu gewinnen, indem man Wasserglaslösung   eindampft und   verrührt, bis eine halberstarrte Lösung entstanden ist, zu der die Natriumhypochloritlösung gegeben wird, oder eine Mischung von Natriumhypo-   chloritlösullg,   Wasserglas und calcinierter Soda herzustellen. Das in diesen festen Lösungen enthaltene Wasserglas lässt sich nicht wieder in Lösung bringen, so dass es auch keine Schutzwirkung gegenüber Metallen auszuüben vermag. 



   Ferner ist kolloidales Kieselsäuregel als Mittel zur Herstellung eines hypochlorithaltigen, salbenförmigen Antiseptikums vorgeschlagen worden. Auch in dieser Form besteht nicht die Möglichkeit zur Herstellung eines in Wasser löslichen kieselsauren Salzes. 



   In der amerikanischen Patentschrift Nr. 1,401. 901 ist ein Bleichmittel beschrieben, welches dadurch gewonnen wird, dass man den Kalk von Chlorkalk mittels Soda und Wasserglas niederschlägt und die hiedurch gewonnene, aus Natriumhypochlorit bestehende klare Lösung verwendet. 



  Der Zusatz von Wasserglas erfolgt hiebei, um das Absetzen des kohlensauren Kalks zu beschleunigen, indem sich Calciumsilikat bildet, das wesentlich körniger als Calciumcarbonat ist. 



  In der   Natriumhypochloritlösung   bleibt mit Rücksicht auf die Menge des zugesetzten Wasserglases nichts von demselben gelöst, so dass kein Wasserglas vorhanden ist, welches eine Schutz- 
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Der Zusatz von Wasserglas zu einem chlorhaltigen Waschmittel soll auch nach der britischen Patentschrift 9191 v. J. 1912 erfolgen. Hienach werden Terpene durch   Chlorkalk oxydiert,   die ihre für die Oxydation erforderliche alkalische Reaktion durch Zusatz von Soda oder Wasserglas erhalten. Um den für die Wäsche schädlichen Kalküberschuss zu beseitigen, wird weiterhin Wasserglas zugesetzt, damit sich unlösliches Calciumsilikat bildet. Die nach dieser Patentschrift zuzusetzende Menge Wasserglas genügt gerade, um den Kalk niederzuschlagen, so dass auch hier kein Wasserglas in der Lösung verbleibt.

   Desgleichen ist in derselben kein Hypochlorit vorhanden, weil dasselbe bei der Oxydation der Terpene vollkommen verbraucht wird. Eine durch den Zusatz von Wasserglas gegen die Einwirkung auf Metalle und gegen Zersetzungen geschützte   Hypochloritlösung wird   durch Auflösen dieses bekannten Waschmittels somit ebenfalls nicht gewonnen. 



   Gemäss der Erfindung erfolgt der Zusatz von Wasserglas, das in Form von Kalium-oder Natronwasserglas Verwendung finden kann, zweckmässig in solchen Mengen, dass keine Ausfällung stattfindet. 



   Das Desinfektionsmittel wird z. B. in folgender Weise hergestellt :
Man bereitet eine Mischung aus 562 g Natriumhypochloritlösung vom spezifischen Gewichte   1'125 und 250 y   Natronlauge vom spezifischen Gewichte   1'383. 500 g   dieser Lösung werden mit   300 g Natronwasserglas 38/400 Bé   versetzt. 



   Für die Zwecke der Desinfektion findet die konzentrierte Lösung in entsprechender Verdünnung Anwendung. Zur Erreichung des gewünschten Zweckes genügen Lösungen, welche   V, t-2%   der konzentrierten Flüssigkeit enthalten. 



   Die schützende Wirkung von Wasserglas gegenüber Metallen kann bei der Herstellung von Desinfektionsmitteln benutzt werden, welche aus Lösungen von Alkali-oder Erdalkalihypochloriten allein oder aus Lösungen von Hypochloriten und ätzenden Alkalien bestehen. 



   Das   Desinfektions-und Reinigungsmittel   kann nicht nur mit Vorteil zum Behandeln von Gerätschaften u. dgl. für Molkerei,   Brauerei- und Fleischereibetriebe   sowie für die Krankenpflege Verwendung finden, sondern eignet sich auch besonders zum Reinigen von Flaschen. in welche Bier, Wein, Mineralwasser und andere Getränke abgefüllt werden, um die Metallteile der für die Reinigung benutzten Geräte und Maschinen zu schonen. 



    PATENT-ANSPRÜCHE :  
1. Verfahren zur Herstellung von sich nicht zersetzenden, Metalle nicht angreifenden   Desinfektions-und Reinigungsmitteln,   dadurch gekennzeichnet, dass chlorabspaltende Hypochlorite mit Wasserglaslösung vermischt werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mischung von chlorabspaltenden Hypochloriten und ätzenden Alkalien mit einem Zusatz von Wasserglaslösung versehen werden.
    3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass 562 g Natriumhypochlorit- lösung vom spezifischen Gewichte 1-125 und 250 g Natronlauge vom spezifischen Gewichte 1-383 gemischt und mit 486 g Natronwasserglaslösung 38/40 Be versetzt werden.
AT130241D 1929-12-24 1930-11-24 Verfahren zur Herstellung von sich nicht zersetzenden, Metalle nicht angreifenden Desinfektions- und Reinigungsmitteln. AT130241B (de)

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DE567178C (de) 1932-12-29
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GB365719A (en) 1932-01-28

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