DE79170C - Maschine zum Spannen des Oberleders über den Leisten - Google Patents
Maschine zum Spannen des Oberleders über den LeistenInfo
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A43—FOOTWEAR
- A43D—MACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
- A43D21/00—Lasting machines
- A43D21/16—Lasting machines with lasting pincers and toe- or heel-embracing wipers
-
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- A43D21/00—Lasting machines
- A43D21/12—Lasting machines with lasting clamps, shoe-shaped clamps, pincers, wipers, stretching straps or the like for forming the toe or heel parts of the last
- A43D21/125—Lasting machines with lasting clamps, shoe-shaped clamps, pincers, wipers, stretching straps or the like for forming the toe or heel parts of the last with a plurality of pincers
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- A43D21/18—Lasting machines with lasting pincers and straight-acting wipers, also for forming the shank portions of shoes
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT. W
Gegenstand der vorliegenden Erfindung bilden Verbesserungen an Maschinen zum Spannen
des Oberleders über den Leisten , welche darin bestehen, dafs das Seitenleder von zwei
Gruppen gegen einander wirkender automatisch und gleichzeitig arbeitender Finger,
einer oberen und einer unteren, gegen den Leisten geführt und zur Nagelung fertig gestellt
wird, wobei zur Ausführung dieser Arbeit ein eigenartig arbeitendes Flüssigkeitsdruckwerk
als Kraftquelle dient.
Auf der beiliegenden' Zeichnung ist ein Rahmen 2 einer Maschine zum Spannen des
Oberleders von Fufsbekleidungen dargestellt, in welchem sich ein Leisten mit einem Oberleder
befindet. Zu beiden Seiten des Leistens stehen zwei Gruppen senkrechter Finger 5
und 6, deren gegenständige Paare gleichzeitig bethätigt werden. Die Beschreibung der Bethätigung
und Wirkungsweise eines solchen Paares erklärt gleichzeitig jene der analog angeordneten
weiteren Paare.
Den oberen Theil des Rahmens bildet ein auf dem Ständer 2 seitlich beweglicher Arm 4,
dessen Endstück 8 mit einer Anzahl paralleler senkrechter Oeffnungen versehen ist. Diese
stellen, ein System Hohlcylinder dar, in welchen sich entsprechende Kolben io befinden.
Die Cylinder sind durch eine gemeinsame Kammer 13 und diese mit dem Rohr 12 verbunden.
Auf das untere Ende jedes Kolbens ist ein Führungsblock 14 aufgeschraubt, zwischen
dessen mit Stellschrauben 16 versehenen Enden 15 ein in Führungen beweglicher
Schlitten 17 angeordnet ist. In diesem Schlitten hängen an Querstiften zwei Finger
61, 62, Fig. 3 und 4, von gleicher Form; oberhalb
ihrer Aufsitzflächen besitzen sie je einen mit einer Nuth 20 versehenen waagrechten
Vorsprung 19. Eine .unter dem Druck der Feder 23 stehende Stellschraube 21 dient zur
Einstellung des gegenseitigen Abstandes der Finger, gestattet ihnen aber ohne Bethätigung
der Schraube Verstellungen innerhalb des-. selben.
Da diese Finger nicht senkrecht, sondern in geringer Winkelstellung zur Senkrechten
hängen, so drücken ihre Aufsitzflächen beim Niederpressen der Kolben nach dem Rand
eines darunter liegenden Gegenstandes hin.
In Fig. 2 ist die Spitze des Leistens bezw. Schuhes gegen den Beschauer gerichtet. Die
Aufsenseite eines rechten Schuhes liegt somit auf der rechten Seite, die eines linken würde
auf der linken Seite sich befinden. Um nun die Aufsitzflächen der Finger 61, 62 der jeweiligen
Form des Leistens (rechten oder linken) anzupassen, werden die Schrauben 16
entsprechend dieser Form verstellt; liegt ein rechter Schuh zur Bearbeitung vor, so bringt
der Arbeiter beim Entlangfahren um den betreffenden Leisten mit der Hand die einzelnen
Schlitten in eine der Leistenform entsprechende Lage; liegt ein linker Schuh vor, so geschieht
dieselbe Einstellung der Finger nach der anderen Seite hin.
Gleichzeitig mit den oberen Fingern 61, 62
treten die unteren Finger 51, 52 in Thätigkeit.
Diese bestehen aus je einem senkrechten, am oberen Ende seitlich gebogenen Stab (Fig. 2),
dessen abgerundetes Ende 24 über den Leisten greift und mit einem Buckel in die Nuth 20
des zugehörigen oberen Fingers greifend das Oberleder des aufzuschlagenden Schuhes festhält.
Als Stütze für je zwei gegenständige Schnäbel dient eine mit ihnen gelenkig verbundene
Querstange 25 , welche auf einer unter Federdruck stehenden Cylindersegmentgabel
26 schaukelnd die Bewegungen jener ausgleicht, während sie durch einen gemeinsamen
Kolben 29 bethä'tigt werden. Die Gabel 26 wird von dem Aufsatz 27 des Kopfstückes 28 getragen, welches zum unteren
Arm des Rahmens gehört und den Kanal 34 bedeckt. In letzteren münden die Cylinder
der die unteren Finger bethätigenden Kolben 29, an deren unterem Ende je eine Querstange 30
gelenkartig angebracht ist. Die Enden dieser Stange sind durch über Rollen 32 laufende
Ketten oder Seile mit den Fingern zweckmäfsig an deren oberem Ende verbunden.
Drückt in den Kanal 34 geprefste Flüssigkeit die Kolben nieder, so wird deren Bewegung
auf die Finger als eine Nieder- und Einwärtsbewegung übertragen.
Um die oberen und unteren Finger nach Belieben zu bethätigen und zu beherrschen,
ferner um die Finger der einen Gruppe, der oberen oder der unteren, gleichzeitig und
selbstthätig auszuschalten, dient die folgende Vorrichtung. Zwei wasserdichte Gefäfse 40, 41
sind durch Rohre 43 und 45 mit einer Pumpe 42 verbunden. Das eine Gefäfs, welches
als Vacuumapparat dienen soll, wird mit OeI gefüllt und dieses mittelst der Pumpe in
das andere Gefäfs 40 übergeführt, woselbst es durch das Ventil 46 unter Druck zurückgehalten wird, während in ersterem Gefäfs
mittelst des Ventils 50 ein luftleerer oder luftverdünnter Raum geschaffen wird. Ein Rohrsystem
, bestehend aus den Rohren 48, 12 und 49 , verbindet das unter Spannung
stehende Gefäfs mit den Kammern 13 und 34, während die Dreiweghähne 51 und 52 die
Verbindung zwischen jenen Rohren und dem Gefäfs 40, wie auch zwischen den Kammern
und dem Gefäfs 41 mittelst des Rohres 53 beherrschen. Durch Verstellen der Handhebel
56 und 57 kann bei einer solchen Anordnung Druck und Wirkung der Kolben regulirt werden, d. i. beide Gruppen können
vorwärts getrieben oder eine derselben kann zurückgezogen werden, während die andere
in Thätigkeit verbleibt, oder beide können zurückgezogen werden.
Der Arbeitsgang und die Functionen der soeben beschriebenen einzelnen Elemente einer
Oberlederspannmaschine sind folgende:
Eine Flüssigkeit, vorzugsweise OeI, wird in das Gefäfs 41 gefüllt und durch Pumpe 42
in das Gefäfs 40 übergeführt, wodurch in ersterem ein Vacuum und in letzterem eine
Compression erreicht wird. Die unter Druck befindliche Flüssigkeit dient zur Bethätigung
der Kolben , deren beide Gruppen durch Oeffhen der Ventile 51, 52 aus den zugehörigen
Cylindern gedrückt oder durch Verbindung der Kolbenkammern 13 und 34 mit dem Vacuumgefäfs zurückgezogen werden.
Diese Verbindung wird durch Versetzen der Hähne in eine solche Stellung hergestellt, dafs
das Hauptrohr abgeschlossen wird und die Rohre 49 und 12 mit dem Vacuumgefäfs 41
verbunden bleiben.
Befinden sich nun die Ventile in der Stellung , dafs beide Gefäfse abgeschlossen sind,
so wird der Leisten 3 nebst Oberleder und' Brandsohle 54 eingesetzt. Die Stellung der
oberen und unteren Finger ist alsdann jene in der Fig. 3 dargestellte. Infolge Oeffhens der
Ventile 51 und 52 tritt nun die unter Druck befindliche Flüssigkeit in die Kammern 13 und 34
und treibt die Kolben vorwärts. Die Enden 24 der unteren Finger üben dabei einen nach
innen und niederwärts wirkenden Druck aus und treffen auf die oberen Finger, welche auf
der Brandsohle ruhen und einen dem Druck der unteren Finger entgegengesetzten Druck
auf das Arbeitsstück ausüben. Auf solche Weise wird der Rand des Oberleders von den
Enden 24 der unteren Finger gegen die Aufsenflächen der widerstrebenden Enden der oberen
Finger geführt und bei vollständigem Oeffnen des Ventils 51 kräftig dagegen geprefst. Um
den unteren Fingern ferner eine ausgiebigere Bewegung nach innen, also gegen einander
während des Befestigens des Oberleders zu geben, wird das Ventil 52 zum Vacuumgefäfs
hin etwas geöffnet, so dafs die oberen Finger infolge des Zurückweichens der zugehörigen
Kolben nachgeben. Der Druck zwischen ' beiden Prefsorganen bleibt aber constant, da die
unteren Finger ebenso schnell sich gegen einander bewegen, als die oberen zurückweichen.
Auf diese Weise wird das Leder fest und gleichmäfsig über den Leisten gezogen.
Das Festnageln des Oberleders geschieht nun derart, dafs zunächst das Ventil 52 so gedreht
wird, bis das Rohr 48 verschlossen, das Rohr 12 aber offen ist, welches dann mit dem Rohr 53
in Verbindung steht. Diese Ventilstellung wird beibehalten, bis die oberen Finger genügend
weit zurückgetreten sind, um mitsammt dem Arm 4 zur Seite gedreht zu werden. Nach
dem Festnageln des Oberleders wird das Ventil 51 zum Zwecke des Zurückfliefsens der
zum Th'eil in der Kammer 34 befindlichen
Flüssigkeit in das Gefäfs 41 verstellt, worauf letztere wiederum durch die Pumpe in das
andere Gefäfs 40 übergeführt werden kann.
Durch das gleichzeitige Erfassen desi ganzen
Oberlederrandes stellt die Maschine einen schnell arbeitenden Apparat dar, bei welchem
die Benutzung von Hand bethätigter Greiforgane, wie sie zur Zeit üblich sind, in Fortfall
kommt. Der Spitzen- und Hackentheil des Oberleders kann hierbei durch einen beliebigen,
zweckmäi'sigen Mechanismus gehalten und genagelt werden.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:i. Eine Maschine zum Spannen des Oberleders über den Leisten, bei welcher zwei Fingergruppen (5 und 6) beim Umlegen des Leders gegen einander arbeiten, nach vollendetem Umlegen aber die obere Gruppe aufser Wirksamkeit tritt, während die untere das Leder für die Befestigung desselben noch festhält.Eine Maschine der unter 1. gekennzeichneten Art, sofern bei derselben die Bewegung der Fingergruppen mittelst hydraulischen Druckes dadurch herbeigeführt wird, dafs aus einem von zwei mittelst einer Pumpe (42) verbundenen Gefäfsen dem Druckgefäß (40) Flüssigkeit durch Hauptrohr (48) und Zweigrohre (12,49) ln zwei mit den die Kolben (10, 29) der oberen bezw. unteren Gruppen führenden Cylindern verbundene Kammern (1 3, 34) gedrückt wird, während das andere, ein Vacuumgefäfs (41), durch ein Zweigrohr (53) und zwei Dreiweghähne (51, 52) mit jenen Zweigrohren verbunden ist, so dafs infolge der entsprechenden Hähnsteuerungen jede Fingergruppe beliebig ausgeschaltet werden kann (Fig. 1 und 2).Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE79170C true DE79170C (de) |
Family
ID=351824
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT79170D Expired - Lifetime DE79170C (de) | Maschine zum Spannen des Oberleders über den Leisten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE79170C (de) |
-
0
- DE DENDAT79170D patent/DE79170C/de not_active Expired - Lifetime
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