DE79144C - Vorrichtung zum selbsttätigen Ein- und Ausschalten von Einfallhaken für ausziehbare Leitern und ähnliche Geräthe - Google Patents
Vorrichtung zum selbsttätigen Ein- und Ausschalten von Einfallhaken für ausziehbare Leitern und ähnliche GerätheInfo
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- DE79144C DE79144C DENDAT79144D DE79144DA DE79144C DE 79144 C DE79144 C DE 79144C DE NDAT79144 D DENDAT79144 D DE NDAT79144D DE 79144D A DE79144D A DE 79144DA DE 79144 C DE79144 C DE 79144C
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E06—DOORS, WINDOWS, SHUTTERS, OR ROLLER BLINDS IN GENERAL; LADDERS
- E06C—LADDERS
- E06C1/00—Ladders in general
- E06C1/02—Ladders in general with rigid longitudinal member or members
- E06C1/04—Ladders for resting against objects, e.g. walls poles, trees
- E06C1/08—Ladders for resting against objects, e.g. walls poles, trees multi-part
- E06C1/12—Ladders for resting against objects, e.g. walls poles, trees multi-part extensible, e.g. telescopic
Landscapes
- Ladders (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 61: Rettungswesen.
C. D. MAGIRUS in ULM a. D.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 9. März 1894 ab.
An mehrtheiligen, teleskopisch verlängerbaren Leitern und ähnlichen Geräthen werden zur
Erhöhung der Sicherheit und zur Vermeidung von gröfseren Schwankungen die oberen Leitertheile
gegen die unteren festgelegt durch sogenannte Einfallhaken. Die Haken müssen beim Verlängern der Leitern eingeschaltet, beim
Verkürzen ausgeschaltet sein.
Bei Ausführung der Haken nach vorliegender Erfindung erfolgt dieses Umschalten durch
selbstwirkende Mechanismen beim Vorbeibewegen der Haken an den Sprossen der anderen Leiter, also durch das Verlängern
bezw. Verkürzen der Leiter selbst.
Entsprechend den beiden Hauptarten der im Leiterbau gebräuchlichen Einfallhaken, den
Stützhaken und Hängehaken, und den zwei Möglichkeiten der Befestigung (ob die Haken
an dem festen oder an dem bewegten Leitertheil angebracht sind) hat man vier Hakenarten
zu unterscheiden.
Fig. ι bis 4 stellen einen an dem bewegten Leitertheil befestigten Stützhaken dar.
Der Einfallhaken besteht aus dem eigentlichen Haken H und dem Gewicht G, welche
sich beide um Zapfen C der Grundplatte B drehen. Diese ist am beweglichen Leitertheil L1
angeschraubt. Der Ausleger A ist drehbar um einen Zapfen K des Hakens H. Der Einleger
E ist drehbar um einen Zapfen D der Grundplatte B.
Nimmt man an, der Haken habe die in Fig. ι dargestellte Lage und die Leiter L1 bewege
sich aufwärts, so wird zuerst der Hebel des Einlegers an die Sprosse S des ruhig
liegenden Leitertheiles Ln anstofsen, auf die Seite gedreht und dann von selbst wieder in
seine alte Gleichgewichtslage zurückgehen.
Ganz ähnlich wird der Haken H von der Sprosse S zuerst nach unten, dann nach der
Seite gedrückt werden (Drehachse C). Sobald die Sprosse passirt ist, wird der Haken infolge
der Einwirkung des Gewichtes G wieder in die ursprüngliche Lage zurückgehen.
Will man die Leiter L1 auf einer Sprosse
der Leiter L11 aufsitzen lassen, so' hat man nur
die Leiter L1 etwas herunter zu lassen. Der Ausleger A wird dann gegen die Oberkante
der nächst unteren Sprosse stofsen und . bei weiterer Bewegung in die Lage A, E1Ig. 2, gedrückt
werden. Er wird sich um seinen Drehzapfen K drehen und durch Vermittelüng seines
Zahnsegments zugleich das Gewicht G um dessen Drehachse C in die in Fig. 2 dargestellte
Lage G drehen.
Die Uebertragung der Bewegung vom Ausleger A auf Gewicht G kann statt durch Zahnsegmente
auch durch ein Verbindungsglied F, Fig. 4, geschehen.
In dieser Lage (Fig. 2) stützt sich die Leiter L1
auf die Leiter L11, denn der Haken H liegt
an einer aus der Grundplatte herausragenden Nase N an.
Will man die Leiter wieder herunterlassen, so hat man dieselbe nur um wenige Centimeter zu
heben, dann wird der Haken H mit dem Ausleger A infolge seines Eigengewichtes (das Gewicht
G wirkt nicht mehr entgegen) herunter-
fallen in die in Fig. 3 dargestellte Lage und die Leiter kann nun, ohne dafs der Haken
sich an Sprossen fangen kann, heruntergelassen werden.
Der Einleger C wird beim Passiren jeder Sprosse der Unterleiter links um seine Drehachse
herumschwingen, jedesmal aber von selbst in seine Lage (Fig. 3) zurückgehen.
Uebermäfsige Schwingungen von E können durch eine Feder verhindert werden.
Will man den Haken H wieder zum Eingriff bringen, so braucht man nur die Leiter L1
wieder etwas hinaufzuziehen. Der Einleger E wird dann durch die nächste Sprosse der
Unterleiter (Fig. 4) rechts herum gedreht und wirft dadurch das Gewicht G in seine Anfangslage
zurück. Das Gewicht drückt den Einfallhaken wieder hoch gegen die Nase N.
Der Haken ist damit wieder in der Lage, in welcher er ein Heruntergehen der Oberleiter
L1 verhindert, in der man ihn auf jeder Sprosse der Leiter L11 aufsitzen lassen kann.
Fig. 5 bis 8 stellen einen an dem festen Leitertheil befestigten Stützhaken dar. Das
Aus- bezw. Einschalten erfolgt entsprechend durch die Sprossen des bewegten Leitertheiles.
Haken H und Gegengewicht G drehen sich um einen Zapfen C der Grundplatte B. Einleger
E mit Finger F dreht sich um einen Zapfen D der Grundplatte B. Ausleger A
dreht sich um einen Zapfen K des Hakens H. 1 Nimmt man an, der Haken habe die in
Fig. 5 dargestellte Lage und die Leiter Ln bewege sich aufwärts, so wird zuerst der Einleger
mit seinem Finger F durch die Sprosse S gehoben (um Zapfen D links herum gedreht).
Ist die Sprosse passirt, so fällt der Einleger ohne Weiteres in seine Anfangslage zurück.
Ganz ähnlich wird der Haken H von der Sprosse S zuerst gehoben und fällt, nachdem
er die Sprosse S passirt hat, wieder in seine alte Lage (in der er auf der Nase N der Grundplatte
aufliegt) zurück.
Will man die Leiter Ln auf dem Haken H
aufsitzen lassen, so hat man nur die Leiter Ln etwas herunterzulassen. Der Haken H kann
sich wegen der Nase Λτ der Grundplatte nicht
rechts herum drehen und bietet deshalb den Leitersprossen eine feste Auflage. Beim Niedergehen
der Leiter Ln wird der Ausleger A, Fig. 6, durch die Sprosse S niedergedrückt.
Er dreht sich dabei um K und dreht durch Vermittelung des Verbindungshebels V das
Gewicht G links herum um den Zapfen C. In dieser Lage sucht das Gewicht G den
Haken H hochzuheben.
Will man die Leiter L11 wieder herunterlassen, so hat man dieselbe nur um wenige
Centimeter zu heben. Der Hebel H wird sich dann sofort unter Einwirkung des Gewichtes G
in die in Fig. 7 dargestellte Lage stellen und setzt nun einer Abwärtsbewegung der Leiter Ln
kein Hindernifs mehr entgegen. Der Haken ist ausgeschaltet.
Der Finger F des Einlegers E wird durch jede Sprosse der abwärtsgehenden Leiter Ln
um den Zapfen M des Einlegers E gedreht (Rechtsdrehung s. Fig. 7). Bei Weiterbewegung
der Leiter Ln wird sich F um Zapfen P der
Grundplatte drehen und dabei den Einleger E etwas um D drehen.
Hört bei weiterer Bewegung von Ln das
Niederdrücken von F durch Sprosse S auf, so fällt der Einleger E mit Finger F. wieder in
seine Gleichgewichtslage zurück.
Zieht man die Leiter Ln wieder hoch, so
wird der Finger F durch Sprosse S, Fig. 8, hochgedrückt. Der Finger F kann sich wegen
der Nase R des Einlegers E nicht links um seinen Drehzapfen M herumdrehen, sondern
nimmt den Einleger mit und zwingt ihn zu einer Drehung links um seinen Drehzapfen D.
Der obere Daumen des Einlegers dreht dann das Gewicht G um Zapfen C in seine Anfangslage
zurück, dadurch tritt der Haken H wieder in Wirkung, d. h. der Haken H läfst nun
keine Sprosse der Leiter Ln abwärts vorbeipassiren.
Der Haken ist eingeschaltet.
Fig. 9 bis 12 stellen einen am bewegten Leitertheil
befestigten Hängehaken dar.
Haken H dreht sich um einen Zapfen C der Grundplatte B, welche am beweglichen
Leitertheil L1 angeschraubt ist. Der Ausleger A
ist drehbar um einen Zapfen K des Hakens H. Der Einleger E ist drehbar um einen Zapfen D
am Gewicht G. G ist drehbar um Zapfen M am Haken.
Nimmt man an, der Haken habe die in Fig. 9 dargestellte Lage und die Leiter L1 bewege
sich aufwärts, so wird der Haken H durch die Sprosse S der festen Leiter Ln etwas
links auf die Seite geschoben, so dafs er an der Sprosse S vorbeipassiren kann. Sobald
er vorbeipassirt ist, wird er infolge seines Eigengewichtes und der Einwirkung des Gewichtes
G in seine Anfangslage, in der er an der Nase N der Grundplatte B anliegt, zurückgehen.
Will man die Leiter festlegen bezw. den Haken auf der Sprosse aufsitzen lassen, so
läfst man einfach die Leiter L1 wieder herunter.
Der Haken H hängt sich dann (Fig. 1 o) an der betreffenden Sprosse fest. Die Leiter L1
hängt an der Sprosse S der Leiter L11.
Ehe der Haken H selbst zur Auflage kam, wurde der Ausleger A von der Sprosse S auf
die Seite geschoben bezw. rechts um seine Drehachse K herumgedreht. Das untere Ende
des Auslegers A mufste dabei gegen eine seitlich aus dem Gewicht G hervorragende Fläche
(Fig. ι o) drücken und das Gewicht sich links um seinen Drehzapfen drehen. In dieser Lage
sucht das Gewicht den Haken links um seinen Drehzapfen C zu drehen, d. h. auszulösen.
Der Haken kann sich auslösen, sobald er so weit gehoben ist, dafs seine Nase mit Drehzapfen
K die Sprosse nicht mehr berührt. Der Haken wird ausgelöst durch Hochziehen
der Leiter L1 um einige Centimeter.
In der ausgeschalteten Lage. (Fig. ii) fängt
sich der Haken beim Einlassen nicht und auch der Einleger E dreht sich beim Passiren an
jeder Sprosse ohne weitere Wirkung einfach um seinen Drehzapfen D links herum und
fällt dann in seine ursprüngliche Lage zurück. " Zieht man die Leiter L1 aber wieder hoch,
so stöfst der Einleger E an die Unterkante der Sprosse S an. Da er hinten nicht kreisrund
ist, sondern eine hervorragende Ecke hat, so kann er sich nicht rechts um seinen Drehzapfen
D drehen, er mufs vielmehr das Gewicht G um dessen Drehachse in die Anfangslage
zurückdrehen.
Damit geht zugleich der Haken H mit dem Ausleger Ά in die Anfangslage Fig. 9, d. i. in
die eingeschaltete Lage zurück. Der Haken wurde durch Vorbeistreifen des Einlegers E
an einer Sprosse eingeschaltet und wird, wie oben beschrieben, -durch Aufsitzenlassen auf
einer Sprosse ausgeschaltet.
Fig. 13 bis 16 stellen einen am festen Leitertheil
angeschraubten Haken dar.
Beim Hochziehen der Leiter L1 wird der
Haken H durch die Sprossen auf die Seite gedrückt. Beim Herablassen von L1 fängt der
Haken die nächstliegende Sprosse von L1, so dafs L1 in dem Haken hängt (an Leiter Ln
festgelegt ist). Beim Aufsitzenlassen der Sprosse auf dem Haken wird der Ausleger A aus Lage
Fig. 13 in Lage Fig. 14 gezogen, und damit das Gegengewicht G aus derjenigen Lage, in
welcher es den Haken nach links drückt, in die Lage gezogen, in der es einem Ausweichen
des Hakens H nach rechts kein Hindernifs mehr in den Weg legt.
Eine kleine Feder legt das Gegengewicht G gegen den Haken fest, so dafs es die nach
dem Auslösen des Hakens durch dessen Eigengewicht herbeigeführte Linksschwingung um
Drehzapfen C mitmachen kann.
Einleger E sitzt auf der Drehachse C. Durch jede abwärtsgehende Sprosse von L1 wird er
auf die Seite gedrückt (Fig. 15), geht aber unter Wirkung einer auf seiner Achse sitzenden
Feder stets wieder in die in Fig. 14 gezeichnete Lage zurück.
Bei aufwärtsgehender Leiter L1 wird er von
den Sprossen S, Fig. 16, nach oben gedrückt und drückt dabei selbst das Gewicht G und
damit den Haken H in seine Anfangslage zurück, d. h. er schaltet den Haken wieder
ein.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Vorrichtung zum selbstthätigen Ein- und Ausschalten von Einfallhaken für ausziehbare Leitern und ähnliche Geräthe, dadurch gekennzeichnet, dafs auf der an dem einen Leitertheil befestigten Grundplatte (B) aufser dem sonst üblichen, mit Gegengewicht (G) versehenen Einfallhaken (H) ein Einleger (E) und ein Ausleger (A) derart angebracht sind, dafs der letztere beim Aufsitzen auf einer Sprosse des anderen Leitertheils das Gegengewicht so dreht, dafs der seinem Eigengewicht überlassene Einfallhaken beim Herablassen des ausgezogenen Leitertheils an den Sprossen vorbeigleitet, während beim Wiederausziehen der Einleger durch Anstofsen an die nächste Sprosse das Gegengewicht in seine frühere Lage zurückdreht.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE79144C true DE79144C (de) |
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ID=351800
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT79144D Expired - Lifetime DE79144C (de) | Vorrichtung zum selbsttätigen Ein- und Ausschalten von Einfallhaken für ausziehbare Leitern und ähnliche Geräthe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE79144C (de) |
-
0
- DE DENDAT79144D patent/DE79144C/de not_active Expired - Lifetime
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