DE79133C - Vorrichtung zum Ziehen von Fischnetzen - Google Patents

Vorrichtung zum Ziehen von Fischnetzen

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DE79133C
DE79133C DENDAT79133D DE79133DA DE79133C DE 79133 C DE79133 C DE 79133C DE NDAT79133 D DENDAT79133 D DE NDAT79133D DE 79133D A DE79133D A DE 79133DA DE 79133 C DE79133 C DE 79133C
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DE
Germany
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pulling
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Application number
DENDAT79133D
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English (en)
Original Assignee
B. RACZKOWSKI, Birnbaum
Publication of DE79133C publication Critical patent/DE79133C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01KANIMAL HUSBANDRY; AVICULTURE; APICULTURE; PISCICULTURE; FISHING; REARING OR BREEDING ANIMALS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NEW BREEDS OF ANIMALS
    • A01K73/00Drawn nets
    • A01K73/02Trawling nets
    • A01K73/06Hauling devices for the headlines

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Biodiversity & Conservation Biology (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei der Netzfischerei bildet bekanntlich das Ziehen des Netzes die mühsamste und langwierigste Arbeit, welche sich im Winter besonders fühlbar macht. Ein jeder Fischer, der bei einem Fischfang unter Eis mitgewirkt hat, . weifs zur Genüge, wie beschwerlich sich ein solcher gestaltet. Eine grofse Anzahl Leute sind ausschliefslich damit beschäftigt, die an den Netzenden angebrachten Stricke von Eisloch zu Eisloch zu ziehen, wobei aufser dem Kraftaufwand noch die Unannehmlichkeit des Bespritzens hinzutritt, dem die Arbeiter hierbei ausgesetzt sind.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet nun eine eigenartige Winde, durch welche das Ziehen des Netzes statt von Hand bewirkt wird.
Die Vortheile der Einrichtung bestehen in der Verminderung der Arbeiterzahl, da die Maschine wenig Kraftaufwand erfordert. Früher waren die Arbeiter dem Bespritzen ausgesetzt, wobei natürlich im Winter das Wasser zu Eis fror und die Gesundheit der Fischer beeinträchtigte, während die letzteren mit der neuen Winde vollständig trocken arbeiten, so dafs sie sich von nun an mit gröfserer Vorliebe ihrem Beruf zuwenden werden..
Auf beiliegender Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand zur Darstellung gebracht.
Es zeigt Fig. 1 eine Seitenansicht der Maschine und Fig. 2 eine Oberansicht derselben; Fig. 3 stellt einen Querschnitt durch eine Eisdecke dar, wobei das eine vordere Netzende mit dem daran befestigten Tau sichtbar ist; Fig. 4 zeigt,, wie das ausgebreitete Netz zusammengezogen wird; Fig. 5 endlich veranschaulicht einen Eisplan vor Ausspannung des Netzes.
Auf zwei Kufen a, Fig. 1 , wird ein Gestell b angebracht, in welchem zwei Achsen c1 und dl drehbar gelagert werden. .Auf diese Achsen sind zwei Zahnräder c bezw. d aufgebracht, welche in einem bestimmten Uebertragungsverhältnifs in einander eingreifen und von welchen das Rad d durch eine Kurbel e angetrieben werden kann. Fest auf der Achse c1 sitzen noch eine konische Seiltrommel h und zwei cylindrische Trommeln i und k.
Hat man eine bestimmte Eisfläche mit den erforderlichen Löchern uvw versehen, so führt man zunächst das Netz, wie üblich, in das erste grofse Loch u ein- und schiebt die beiden Stangen r, von denen jede durch ein langes Seil mit je einem Netzende in Verbindung ■steht,, unter das Eis bis zu den· ersten Oeffnungen w w, d. h. man schiebt die eine Stange r nach dem rechts und die andere Stange r nach dem links von u liegenden Loch w. Sobald nun die Stange r eines der Löcher w erreicht hat, wird sie daselbst durch einen Arbeiter mit Hülfe einer Gabel unter dem Eise weiter gestofsen und zu dem zweiten Loch geführt, während das Seil aus dem Loch herausgezogen und über einen Knebel s geleitet wird (Fig. 3).
Der Vorgang, wie derselbe bisher beschrieben ist, ist bekannt und soll bei Anwendung dieser Erfindung nicht geändert werden. Statt jedoch wie bisher nach Herausnahme des Knebels das Seil durch die Arbeiter ziehen zu lassen, stellt man von nun an neben die Eislöcher w die Netzzugmaschine hin und befestigt dieselbe, indem man ihren Haken f und ihre Spitze g in das Eis schlägt. Man ergreift nun die aus dem Loch herausragende Seilschleife, entfernt

Claims (1)

  1. den Knebel s und legt ein Stück des Seiles derart um die konische Trommel /;, dafs der von dem Netz kommende Seiltheil ο an einer Stelle von gröfserem Durchmesser als der zur Stange r führende Seiltheil q zu liegen kommt, wie dies aus der Fig. 2 zu ersehen ist. Hierbei ist zu bemerken, dafs, um eine sichere Wirkung zu erzielen, auf der Seiltrommel h mehrere Seillagen neben einander angeordnet werden müssen, damit die zur guten Functionirung erforderliche Reibung erzeugt werde. Auf der Zeichnung sind sechs neben einander liegende Lagen ersichtlich, welche in der Praxis ausreichen dürften.
    Wird nun die Kurbel e in der Weise in Umdrehung versetzt, dafs die Räder c d in der aus Fig. ι ersichtlichen Pfeilrichtung bewegt werden, so wird durch Aufwinden des Seiltheiles ο das Netz / herangezogen und der hierbei frei werdende Seiltheil q kann durch die Stange r weiter geleitet werden.
    Mit Hülfe der vorliegenden Einrichtung läfst sich das Netz nicht nur äufserst sicher und mit geringem Kraftaufwand heranziehen, sondern die Bewegung des letzteren wird auch äufserst ruhig und gleichmäfsig vor sich gehen, so dafs die Fische nicht aufgescheucht werden und hierdurch ein ergiebigerer Fischfang erzielt wird, als dies bei dem stets ruckweise erfolgenden Ziehen von Hand der Fall war. Es ist hierbei von grofser Wichtigkeit, dafs man das Seil in der eben beschriebenen Weise über die Trommel legt, denn sonst würde sich dasselbe nicht gleichmäfsig neben einander legen, sondern sich verwickeln und festsetzen. Zur besseren Führung des Seiltheiles ο kann noch eine Rolle ρ angeordnet werden.
    Während nun an dem einen Loch die Maschine in Thätigkeit ist, nimmt ein Arbeiter den freiwerdenden Seiltheil q, leitet ihn mit Hülfe der Stange r bis zum nächsten Loch, legt hier einen Knebel s vor und setzt diese Arbeit so lange fort, als es ihm die Länge des Seiles gestattet. Natürlich sind gleichzeitig zwei Maschinen in Thätigkeit, so dafs das Netz gleichmäfsig ausgebreitet wird.
    Ist man endlich bis zu den Löchern gelangt, welche der grofsen Oeffnung ν am nächsten liegen, so beginnt das Zusammenziehen des Netzes. Bisher wurde eine erhebliche Anzahl Leute damit beschäftigt, die Zugleinen zu ergreifen und mit grofser Kraftanstrengung das Netz heranzuholen, während die Maschine dieses in folgender Weise besorgt. Nachdem die Maschinen, wie Fig. 4 zeigt, aufgestellt sind, wird zunächst auf einen der Haken /2Ar2 der Trommel i bezw. k eines der Seile i1 bezw. k1 angehängt. Angenommen, man hätte zunächst das Seil f mit der Trommel i verbunden, so nimmt man den am anderen Ende des Seiles i1 befindlichen Haken y und legt ihn an eine Schleife oder Oese t an, von welchen zu diesem Zwecke eine Anzahl an dem Untertau des Netzes vorgesehen ist. Ergreift man nun die Kurbel e und dreht sie in irgend einem Sinne, so wird sich das Seil i1 ,auf die Trommel i winden und das Heranziehen des Netzes bewirken. Nachdem das Seil il ziemlich aufgewunden ist, löst man den Haken y von der entsprechenden Oese t und setzt nun, nachdem auch das zweite Seil k' auf der Trommel k festgelegt ist, in entgegengesetzter Drehrichtung die Kurbel e in Bewegung. Vorher wird natürlich der Haken \ des Seiles kl an eine entsprechende Schleife t gehakt, so dafs sich jetzt das Seil ki aufwindet und das Heranziehen des Netzes besorgt, während sich gleichzeitig das Seil i1 wieder abwickelt. Hat dieses stattgefunden, so beginnt das Spiel wieder von neuem, indem das Seil i l das Heranziehen des Netzes besorgt, wobei die Kurbel e wieder in umgekehrter Richtung gedreht wird. Diese Arbeit setzt sich nun so lange fort, bis das Netz vollständig herangeholt ist, worauf dasselbe in gleicher Weise aus dem Loch ν herausgezogen wird.
    Während man alte Netze an ihrem Untertau n, welches bekanntlich durch Bleistücke oder dergleichen beschwert wird, mit Schleifen, Oesen oder Ringen t versieht, kann man bei neuen Netzen die erforderlichen Schleifen gleich durch das untere Tau bilden lassen. Im Sommer kann die Maschine in ein Boot gestellt werden oder vom Ufer aus das Ziehen des Netzes bewirken.
    Pateντ-Anspruch:
    Winde zum Ziehen von Netzen, gekennzeichnet durch eine konische, mit geeigneten Uebersetzungen anzutreibende Seiltrommel h, um welche das Zugseil derart gewunden wird, dafs dessen vom Netz kommendes Ende über einen Trommeltheil von gröfserem Durchmesser als das zur Stange führende Seilende geleitet wird, in Verbindung mit zwei cylindrischen Seiltrommeln mit je einem mit einem Haken ausgestatteten Seil, zum Zwecke, das Netz zuerst mit geringem Kraftaufwande auszuspannen und darauf das Heranziehen des Netzes abwechselnd mit beiden Seilen der cylindrischen Trommeln bewirken zu können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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