DE79022C - Maschine zum Anschlagen von Metallstreifen an Schachteln u. dergl - Google Patents
Maschine zum Anschlagen von Metallstreifen an Schachteln u. derglInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B27—WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
- B27F—DOVETAILED WORK; TENONS; SLOTTING MACHINES FOR WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES
- B27F7/00—Nailing or stapling; Nailed or stapled work
- B27F7/17—Stapling machines
- B27F7/38—Staple feeding devices
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE S4: Papiererzeugnisse.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. April 1894 ab.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Maschine zum Anschlagen von
Metallstreifen mit selbstthätigem Vorschub, der dadurch erreicht wird, dafs an senkrechten
Führungen angebrachte Stifte den Streifen an seinem vorderen Ende erfassen und ihn genau
um so viel vorschieben, als die Länge des Anschlages betragen soll. Die den Streifen
erfassenden Spitzen, welche ein von dem Hammerarm der Maschine bethätigter Hebel
in ihrer Führung hebt und senkt, werden mit ihrer Führung durch ein ebenfalls von dem
Hammerarm der Maschine bethätigtes Hebelwerk oder eine Kulissenführung im hochgehobenen
Zustand zurückgezogen. In der zurückgezogenen Stellung gehen sie dann nieder, erfassen den Streifen und schieben ihn nach
Auf beiliegender Zeichnung ist die Maschine in Fig. ι als Seitenansicht in der Ruhelage, in
Fig. 2 in der beginnenden Arbeitsstellung, in Fig. 3 in der beendeten Arbeitsstellung veranschaulicht,
wahrend Fig. 4 bis 6 Querschnitte zur Veranschaulichung der verschiebbaren Stiftenführung
zeigen. In Fig. 7 ist an Stelle des Hebelwerkes zur Verschiebung der Stiftenführung
eine Kulisse dargestellt, Fig. 8 und 9 zeigen die Querschnittsdetails hierzu.
An dem Bock 1 ist der den Ambos 2 tragende Arm 3 befestigt und darüber der Arm 4
angebracht, an welchem sich die Führung 5 für den ■ Messerstempel 9 und den Einschlagstempel
10 befinden. Die in dem hohlen Arm 4 gelagerte Führung 25 für die hoch- und niedergehenden
Stifte 6, welche den Streifenvorschub besorgen, wird mittelst eines verstellbaren Hebelwerkes
7, das an Zapfen der Führung 25 angreift, die in länglichen Schlitzen des Armes geführt sind, von dem beweglichen Hammer 8
beeinflufst, hin- und hergeschoben. Das am Messerstempel 9 befindliche Messer dient zum
Abschneiden des Streifens und der Einschlagstempel ι ο zum Anschlagen bezw. Anpressen
des abgeschnittenen StreifenstUckes an das Werkstück. Der Hammer 8 ist um einen Bolzen
drehbar am Bock 1 befestigt und wird durch die Zugstange 11 eines Fufstrittes niedergezogen.
Der Hammerkopf besteht aus zwei durch eine Feder 12 zusammengehaltenen Theilen, von
denen der feste 13 zum Niederschlagen des Einschlagstempels 10, der an ersterem drehbar
befestigte Theil 14 zum Niederdrücken des Messerstempels 9 dient, den er aber nur kurz
berührt, indem eine an ihm angebrachte Rolle 1 5 durch Abgleiten an einer an der Führung 5
sitzenden Nase 24 eine Ablenkung verursacht. Der. über die Führungsrolle 16 laufende
Blechstreifen von beliebiger Länge wird durch die Blattfedern 17, 18 gegen die untere Fläche,
des Armes 4 gedrückt und über der Tisch-, platte 19 von den zugespitzten Stiften 6 erfafst,
welche entweder in die im Streifen angebrachten Löcher oder iri Einschnürungen desselben eingreifen
oder ihn auf sonstige geeignete Weise erfassen. Die die Stifte 6 tragende Führung 25
und das Hebelwerk 7 haben in der Ruhelage die in Fig. 1 gezeichnete Stellung, kurz vor
Beginn des Anschlages bei beendetem Streifenvorschub die Stellung der Fig. 2, bei beendetem
Anschlag und vor Beginn des Streifenvorschubes die der Fig. 3 inne. Wird nun durch den
Fufstritt der Hammer 8 mittelst der Zugstange 11
niedergezogen (Fig. ι), so soll das Hebelwerk 7 die Führung 25 bei hochgehobenen Stiften in
dem Arm 4 rückwärts ziehen. Bevor dieses Zurückziehen beginnt, setzt sich der Hammerarm 8 auf einen im Arm 4 federnd gelagerten
Stift 26 auf, welcher als Ausschlagstempel dient und mit Hülfe der auf dem Arm 3 verstellbar
angebrachten Matrize 27 die Lochung des Streifens oder das Ausschlagen von Einschnürungen
desselben oder dergleichen besorgt. Währenddem setzt sich ferner ein im Arm 8 federnd gelagerter Stift 20 auf den Arm 21
eines doppelarmigen Hebels, an dessen anderem Arm 22 die Stifte 6 angehängt sind, die durch
die Drehung des Hebels gehoben werden und damit aufser Eingriff mit dem Blechstreifen
kommen (Fig. 2). Erst wenn dieses Ausklinken der Stifte 6 beendet ist, hat der Angriffsstift 39
am Arm 8 seinen leergehenden Weg in dem Schlitz 38 des' Hebels 7 zurückgelegt und bewegt
nun erst das Hebelwerk 7, welches den Rückzug der Führung 25 mit hochgehobenen .
Stiften 6 bewirkt (Fig. 3).
Zu gleicher Zeit schneidet durch Auftreffen des Hammerkopftheiles 14 auf den Messerstempel
9 das Messer den im Einschlagstempel ι ο befindlichen Theil des Streifens ab, die Nase 24
löst den drehbaren Hammerkopftheil aus; dann trifft der feste Hammerkopftheil 13 auf den
Einschlagstempel 10 und schlägt dadurch den im Stempel befindlichen Streifentheil in das
auf den Ambos gehaltene Werkstück ein. Beim beginnenden Hochgang des Hammers 8 läfst
zunächst der Stift 20 den Hebelarm 21 frei, so dafs durch die Kraft der Feder 23 die Stifte 6
wieder in Eingriff mit dem Streifen kommen.
Beim weiteren Hochgang des Hammers 8 schiebt das Hebelwerk 7 die Führung 25 in
Arme 4 vorwärts (Fig. 3 und 1), wodurch der von den Stiften 6 erfafste Streifen mit vorwärts
und zwar in eine im Einschlagstempel 10 befindliche Nuth geschoben wird. Dadurch, dafs
einer der Hebelarme 7 mit einem Schlitz versehen ist, in dem sie zu einander verstellbar
sind, kann die Länge des Weges, welchen die Stiftführungen 25 zu machen haben, und mithin
auch die Gröfse des Blechstreifenvorschubes in gewissen Grenzen verändert werden. Da
das Ende des Blechstreifens mit der Amboskante abschneiden mufs, ist es nothwendig,
dafs bei einer Verstellung des Streifenvorschubes auch der Ambos verstellt bezw. durch Auswechseln
von einem längeren oder kürzeren ersetzt wird.
In Fig. 7 ist eine Abänderung der Maschine dargestellt, bei welcher der Vorschub und Rückzug
der Stiftenführung 25 mittelst einer verstellbaren Kulisse anstatt des Hebelwerkes 7 und
das Heben und Senken der Stifte 6 nicht mehr durch den Stift 20 am Hammerarm 8, sondern
durch eine an dem Gleitstück der Kulisse sitzende Brücke bewirkt wird.
In Führungen an beiden Seiten des Armes 4 liegen Gleitstücke 28, welche durch die Brücke 29
mit einander verbunden sind und deren Zapfen 30 in den Schlitz der Kulisse 31 eingreift, die
mittelst des Cuvenschlitzes 32 verstellbar an dem Hammerarm 8 befestigt ist. Die Gleitstücke
28 sind mit länglichen Schlitzen 33 versehen, in welche die Zapfen 34 der Stiftenführung
25 eingreifen. Der eine schiefe Ebene bildende Arm 21 des das Heben und Senken
der Stifte 6 bewirkenden Hebels gleitet an einer Rolle 35 unter der Brücke 29.
Geht der Hammerarm 8 nieder, so zieht die Kulisse 31 die Gleitstücke 28 mit der sie verbindenden
Brücke 29 rückwärts und letztere gleitet hierbei mit ihrer Rolle 35 auf der aufsteigenden
Fläche des Hebelarmes 21 und drückt ihn nieder, so dafs der andere Arm 22 die
Stifte 6 hebt/ bevor die Gleitstücke an die in ihren länglichen Schlitzen 33 liegenden Zapfen 34
der Stiftenführung 25 antreffen. Erst nach erfolgtem Ausheben der Stifte 6 erfolgt beim
weiteren Niedergang des Hammerarmes 8 das Zurückziehen der Führung 25. Beim Hochgang
des Hammerarmes 8 gehen ebenfalls die Gleitstücke 28 mit der Brücke 29 zunächst ein
Stück Weges leer, damit die Rolle 35 der Brücke 29 von der bis dahin innegehabten
höchsten Stellung auf der schiefen Ebene des Hebelarmes 21 wieder auf die niedere Stelle
abgleiten und dadurch den federnd gelagerten Hebel 21, 22 zum Niederlassen der Stifte 6
freigeben kann, und dann erst, nachdem die Stifte den Streifen erfafst, beginnt der Vorschub
der Führung 25.
An Stelle der zum Streifentransport nothwendigen, hier aus den Stiften 6 bestehenden
Angriffsvorrichtung kann auch eine geeignete andere Vorrichtung zum Erfassen des Streifens
gewählt werden, wie z. B. von unten oder von der Seite anfassende Klauen; erforderlich ist
nur, dafs ihre Bethätigung in ähnlicher Weise und im Zusammenhang mit dem beschriebenen
Arbeitsgang der Maschine stattfindet. ,
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Maschine zum Anschlagen von Metallstreifen, gekennzeichnet durch die Verbindung einer durch das hoch- und niedergehende Anschlagwerkzeug (8) mittelst Hebel, Curven oder Kulissen (7 bezw. 31) bethätigten Vorrichtung zum Vor- und Rückwärtsbewegen des Streifenvorschiebers (25) mit einer beim Hochgang des Anschlagwerkzeuges sich selbstthätig einschaltenden und bei dessen Niedergang sich ausschaltenden Vorrichtung (6) zum Erfassen des Streifens.
- 2. An der unter 1. gekennzeichneten Maschine die Anordnung - des getheilten Hammer-kopfes am Anschlagwerkzeug (8), dessen beweglicher Theil (14) die Messerplatte (9) zum Abschneiden des Streifens niedertreibt, durch Abgleiten seiner Rolle (15) an einer Nase (24) aber früher abgelenkt wird, als der feste Theil (13) des Hammerkopfes den Einschlagstempel (10) niedertreibt.
An der unter 1. gekennzeichneten Maschine die Abänderung, die Vorrichtung (6) zum Erfassen des Streifens anstatt durch das Anschlagwerkzeug (8) mittelst der den Streifenvorschieber (25) bewegenden, durch eine Brücke (29) verbundenen Gleitstücke (28) ein- und ausschalten zu lassen, zu welchem Zweck letztere bei Beginn jeder Bewegung mittelst ihrer Schlitze (33) zunächst leer über die Angriffszapfen (34) des Streifenvorschiebers (25) gehen.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE79022C true DE79022C (de) |
Family
ID=351694
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT79022D Expired - Lifetime DE79022C (de) | Maschine zum Anschlagen von Metallstreifen an Schachteln u. dergl |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE79022C (de) |
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0
- DE DENDAT79022D patent/DE79022C/de not_active Expired - Lifetime
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