DE78598C - Gestieltes Einzel-Schnitzelmesser - Google Patents
Gestieltes Einzel-SchnitzelmesserInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C13—SUGAR INDUSTRY
- C13B—PRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
- C13B5/00—Reducing the size of material from which sugar is to be extracted
- C13B5/06—Slicing sugar beet
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Wenn ein Schnitzelmesser für den Schneideangriff mit einer gröfseren Erhebung gegen die
Horizontale in den Messerkasten eingesetzt wird, so tritt die Erscheinung auf, dafs die gewonnenen
Schnitzel eine gekrümmte Form und eine schlaffe Beschaffenheit, ähnlich dem welken
Zustande, annehmen, sobald bei diesen Schnitzelmessern die Schneideschräge von unten angebracht
ist.
Wird jedoch — bei derselben Stellung der Schnitzelmesser im Messerkästen — die Schneideschfäge
von oben angeschärft, so zeigen die damit erzeugten Schnitzel eine steife, unbiegsame
Form.
Es sind beide hier erwähnten Formen von wesentlichem Einflufs für die Ausführung der
Diffusion, da die schlaffen zusammengekrümmten Schnitzel sich nach der bei der Diffusion unumgänglich
nothwendigen Erhitzung eng zusammenlegen und die Diffusion so erschweren, dafs ein vermehrter Saftabzug (also eine gröfsere
Verdünnung des Saftes mit Wasser) die unbedingte Folge ist, während die Schnitzel, welche
durch die mit oberer Schneideschräge versehenen Messer gewonnen wurden, eine raschere
und vollkommenere Auslaugung mit geringerer Wasservermischung gewährleisten.
Der Grund dieser auffallenden Erscheinung beruht darin; dafs der Schneidewinkel des
Messers bei der von unten angebrachten Schneideschräge bedeutend gröfser ist und die
letztere steiler gegen die Senkrechte steht, wie bei dem gleichgestellten Messer, an welchem
die Schneideschräge von oben angeschärft ist.
Im ersteren Falle tritt eine so bedeutende Abbiegung des Schnitzels während des Schnittes
ein und wird ersterer so wenig nach dem Schnitt geführt, dafs der Schnitzel — bei näherer Betrachtung
—; eine grofse Anzahl nicht ganz durchgehender Einbrechungen des Rübenfleisches
zeigt.
Diese zahllosen Einbrechungen ertheilen dem Schnitzel die aufgerollte krumme Gestalt und
die schlaffe, welke Beschaffenheit.
Ein zweiter Uebelstand besteht bei derartigen Schnitzeln jedoch auch noch darin, dafs dieselben
— weil schon angebrochen — leicht abbrechen, wenn sie gegen vorstehende Theile
des Messers oder des Kastens anstofsen.
Wenngleich nun die mit oberer Schneideschräge versehenen Messer diese Uebelstände —
bei derselben schrägen Lage — nicht in so hohem Mafse besitzen, so sind doch bisher
die Einrichtungen an den Messern und Messerkasten so gewesen, dafs auch. bei solchen mit
oberer Schneideschräge geschnittenen Schnitzeln ein Abbrechen derselben nicht zu vermeiden
ist, und ist es Zweck der vorliegenden Erfindung, auch hier diesen Uebelstand aufzuheben.
Der Grund dieser Uebelstände liegt darin, dafs — trotz angewendeter hinterer Hohlkehle —
die Unterseite des Messers im Dache nicht nach hinten frei auslaufend ausgefräst werden kann
und der Schnitzel hier keinen freien AusganS findet, ohne gegen die nach unten auslaufende
Fräsung des Messers anzustofsen.
Die bisherige nothwendige flache Lage des Schnitzelmessers im Messerkasten, sowie der
hintere Auflageschenkel des Messers verhindern die vollkommene Durchfräsung der Dächer,
deshalb kann der Schnitzel nicht nach hinten abgeführt werden, sondern mufs nach unten
abgeleitet werden.
Bei vorliegender, in Fig. ι bis 4 veranschaulichter
Erfindung wird nun die obere Anbringung der Schneideschrä'ge dazu benutzt, dem Messer — trotz hinten angebrachten Auflageschenkels
desselben — eine darartig steile Lage ertheilen zu können, wie nöthig, um eine
Ableitung der Schnitzel aus dem oberen Scheitel des Daches, ohne Anstofsen desselben, bewirken
zu können und ohne dafs dem Schnitzel die eingebrochene Beschaffenheit gegeben wird,
wie solches bei derselben steilen Messerstellung durch die von unten angebrachte Schneideschräge stattfinden würde (s. Fig. 5).
Wie bereits erwähnt, ist es erforderlich, dafs der Schnitzel —- nach geschehenem Schnitt —
auf dem Wege seiner Ableitung aus dem Messerkasten keine Theile desselben trifft, an welchen
er sich stofsen und abbrechen könnte. . . ·
Um diesem Uebelstande abzuhelfen, wird bei dem neuen Einzelmesser dem Schnitzel
dadurch eine sichere Führung ohne Gefahr des Abbrechens gegeben, dafs die Unterseite des
hinteren Messerkastentheiles A in schräger Richtung fortgeführt ist, wie das Schnitzelmesser
nach hinten abfällt. .
Claims (2)
1. Ein Schnitzelmesser, bei welchem zum
Zweck freier Schnitzelentladung und zur Erzielung einer geraden Schnitzelausladefläche
an der unteren Messerfläche durch Zusammenwirkung der oberen Schneideschräge und der steilen Stellung des Messers
die vollständige Durchfräsung der Messerkanäle an der unteren Messerseite und deren
Anschlufs an die Fläche A des schrägen Messerkastensteges ermöglicht ist.
2. In Zusammenwirkung mit dem unter 1. gekennzeichneten Schnitzelmesser ein Messerkasten
.. bei welchem durch die schräge Fläche A des Messerkastensteges ein Abbrechen
der aus den durchgefrästen Messerkanälen austretenden Schnitzel vermieden wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE78598C true DE78598C (de) |
Family
ID=351310
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT78598D Active DE78598C (de) | Gestieltes Einzel-Schnitzelmesser |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE78598C (de) |
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