DE7806C - Neuerungen an Nähmaschinen - Google Patents

Neuerungen an Nähmaschinen

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DE7806C
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DENDAT7806D
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English (en)
Original Assignee
J. KEATS in Wood Green Middlesex, England
Publication of DE7806C publication Critical patent/DE7806C/de
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B27/00Work-feeding means
    • D05B27/02Work-feeding means with feed dogs having horizontal and vertical movements
    • D05B27/04Work-feeding means with feed dogs having horizontal and vertical movements arranged above the workpieces
    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B85/00Needles
    • D05B85/006Hooked needles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE S2: Nähmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. März 1879 ab.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist die Herstellung einer selbstjustirenden Stoffvorschiebung von oben mit Prefsfufs für Nähmaschinen für verschiedene Materialstärken, wie solche beständig beim Stiefelnähen vorkommen und welche Prefseinrichtung, ohne den Stoff zu sehr zu beschweren, dem Zuge des Nadelfadens einen festen Widerstand entgegensetzt.
Zu diesem Zweck benutzt Erfinder für Pressung und Zuführung ein und dasselbe Instrument, aus einer Stange mit zugespitztem Ende bestehend, welches unten wie ein Meifsel für Lederarbeit oder zackig für andere Arbeit geformt ist.
In beiliegenden Zeichnungen ist:
Blatt I, Fig. i, eine Seitenansicht von einem Theil einer Nähmaschine, nach der vorliegenden Erfindung modificirt.
Blatt II, Fig. 2, ist eine Vorderansicht desselben.
Blatt III, Fig. 3, ist ein Grundrifs im Schnitt.
In diesen Figuren ist A der Rahmen der Maschine, welcher sich von der Bodenplatte erhebt und dieselbe überragt.
An das obere Ende und die verticale Vorderseite dieses- Rahmens ist ein hohler Kopf geschraubt, der aus zwei Theilen B B1 zur Aufnahme der verticalen Nadelstange C sowie der Presse und Zuführungsstange D besteht.
Diese Stange D wird innerhalb eines beweglichen Führungsstückes oder Kastens Dr, welcher frei in dem hohlen Kopf gleitet, angebracht, während sein oberes Ende durch eine Führung b geht, die im Kopf untergebracht ist.
Dieser Führungskasten wird durch seine Verbindung mit einem schwingenden Hebel Z)2 vermittelst eines Kugelgelenkes D3 (s. Separatansicht im Schnitt, Fig. 4, Blatt III) gehalten.
Der schwingende Hebel D2 hat seinen Drehpunkt bei d und wird durch Daumen D3D* auf der Daümenwelle E betrieben.
Der Drehzapfen dieses Hebels wird von einem in Zapfen gehängten, Ringe d[ (s. denselben im Schnitt, Fig. 5, Blatt I) getragen, welche Zapfen ihr Lager in einem am Hauptgestell befestigten Supportstück haben.
Diese Art, den Hebel aufzustellen, läfst eine verticale schwingende Bewegung vom DaumenD3 aus zu, und folglich eine steigende und fallende Bewegung des Führungskastens D1; ebenso läfst sie aber eine seitliche schwingende Bewegung des Hebels (von dem Daumen D4) zu, um dem .Führungsstück eine Vor- und Rückbewegung für den zu beschreibenden Zweck zu geben.
Dieser Führungskasten D1 ist auf einer Seite der Länge nach mit einer Nuth versehen, so dafs ein Stift d2 an der Presserstange D durch D1 vorstehen kann, zur Aufnahme des Endes einer Spiralfeder d3 , welche ihn elastisch mit D1 verbindet, wodurch dieser Führungskasten sich entweder mit dem Stift bewegt oder eine unabhängige Bewegung erhält (s. Fig. 6, Blatt II).
An dem Führungskasten D J ist eine Greifbacke F (s. Fig. 4. und 7) drehbar befestigt. Dieselbe soll sich nach innen durch eine Längenseitenöffnung im Führungskasten bewegen und gegen die Prefs- und Führungsstange drücken, so dafs diese mit dem Führungskasten zusammen geschlossen werden kann.
Diese Backe wird auf folgende Weise in Betrieb gesetzt:
Im Rücken der Greifbacke ist ein Vorsprung, welcher mit ihr einen Winkelhebel bildet. Auf den einen Arm dieses Winkelhebels drückt die Rolle eine's schwingenden Hebels F1, der seinen Drehpunkt bei f hat und sich nach rückwärts erstreckt, um mit einer Spiralfeder F2 verbunden zu, werden, welche an einem Stift am Hauptgestell hängt, Fig. i. Durch den Zug dieser Feder wird der Kopf des Hebels F1 auf den Winkelhebel F herunter gedrückt, wodurch die Backe des Winkelhebels F mit der Stange D in Eingriff gehalten wird. Auf dem anderen Ende seines Drehpunktes trägt dieser Hebel F1 eine zweite Rolle, auf welche der Daumen F3 wirkt, der durch einen Vorsprung auf dem unteren Ende des Nadelstangendaumens C 1 auf der Daumenwelle E gebildet wird. Der Hebel F1 kann auf diese Weise veranlafst werden, die Greifbacke von Druck zu befreien, so dafs die Preis- und Zuführungsstange sich unabhängig von dem Führungskasten bewegt.
Um zu verhindern, dafs die Greif backe mit der Prefsstange D in Berührung kommt, wird eine. Spiralfeder^1 angewendet, welche, da sie mit dem Winkelhebel F und einem festen Punkt an der Maschine verbunden ist, die Backe in dem Moment, wenn der Druck von dem Hebel F1 aufgehoben wird, zurückzieht.
Die dem Führungskasten durch den Schwinghebel D2 ertheilte verticale Bewegung hat den Zweck, den Presser von dem Stoff aufzuheben, wenn er am Führungskasten durch die Greifbacke gehalten wird; die kleine seitliche Bewegung, welche er auch von dem Schwinghebel Z)2 erhält, dient dazu, der Prefsstange die erforderliche Vorschiebungsbewegung des Stoffes zu ertheilen.
Die Retourbewegung dieser Stange mit ihrem Führungskasten rührt von der Feder D5 her (s. Fig. 3), welche das Ende des Hebels D2 mit einem festen Punkt am Gestell der Maschine verbindet.
Der Umfang der verticalen Bewegung des Führungskastens wird durch die äufserste Grenze der verschiedenen Stärken der Arbeit bestimmt; Presser- und Zuführungsstange, indem sie zur Zeit ihrer verticalen Bewegung stets an den Führungskasten geschlossen ist, steigt mit dem Führungskasten und wird jeder Extrastärke der Arbeit aus dem Wege gehen, welche die letzte Zufuhrungsbewegung der Nadelzugebracht haben mag.
Bei dem nächsten Niedergang des Führungskastens wird, indem die Prefsstange (durch gehörige Zeitberechnung der Daumenbewegungen) während des betreffenden Theils der Bewegung von der Greif backe frei ist, der Niedergang der Presserstange durch Aufschlagen auf die Arbeit unterbrochen, und folglich wird seine Stellung in Bezug auf den Führungskasten verschoben.
Bei dem nächsten Aufgang des Führungskastens wird die Prefsstange, wie vorher die ganze Strecke des Führungskastenweges, aufwärts geführt, und wenn die Extrastärke der Arbeit aus dem Bereich der Nadel entfernt ist, erhält die Prefsstange neben der Niedergangsbewegung des Führungskastens einen nach unten wirkenden Druck von der Feder dB (während des momentanen Nachlassens der Wirkung der Greif backe), die sie auf die Arbeit herunterdrückt.
Die Prefsstange erhält von dieser Feder indessen nur einen vergleichsweise schwachen Druck; damit die Stange dem Zug der Nadel widerstehen kann, wenn diese die Schlinge anzieht, um den zuletzt gebildeten Stich anzuziehen, wird sie von der genannten Greif backe unterstützt, welche, während die Stange entweder preist oder speist, diese fest an den Führungskasten bindet, wodurch sie jedem Druck widersteht.
Zum Ausschalten der Prefsstange und Freihaltung von'dem Stoff steht ein Stift d* aus der Stange durch eine Nuth im Führungskasten D1 vor, und liegt derselbe auf dem Ende des schwingenden Hebels F1, welcher zu diesem Zweck verlängert ist, wie aus Fig. 4 ersichtlich. Diesen Hebel bewegt Erfinder durch ein Trittbrett. Durch Druck auf letzteres wird das verlängerte Ende des Hebels gehoben und wird dadurch der Stift di der Prefsstange, welche jetzt von der Greif backe befreit ist, von der Arbeit abgehoben.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Das Aufstellen der Prefs- und Stoffvorschiebungsstange in einem vertical auf- und abgehenden Führungskasten und das feste Halten der Stange in solchem Führungskasten vermittelst einer Greifbacke, wie beschrieben.
2. Die Einrichtung des beschriebenen Mechanismus zum Feststellen der Prefs- und Vorschiebungsstange auf dem Stoff, wodurch die Stange dem Aufwärtszug des Nadelfadens Widerstand leistet, wie beschrieben, ohne zu grofsen Druck auf die'Arbeit auszuüben.
3. Die Einrichtung der beschriebenen Theile, durch welche die Prefsstange, wenn sie mit dem Führungskasten fest verbunden ist, die nöthigeStoffvorschiebungsbewegung ausüben kann.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
DENDAT7806D Neuerungen an Nähmaschinen Active DE7806C (de)

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